Beiträge von Apfel

    Hallo Ette,

    Zitat

    dass ich das alles nicht machen müsste, wenn "ES", das Trinken damals nicht wieder dagewesen wäre.

    Ich hatte die gleichen Gedankengänge, als ich frisch getrennt war. Und ich stand auch vor einem riesen Haufen, wußte nicht, wo ich anfangen sollte. War der erste Schritt getan, ergab sich der nächste.
    Es gibt für alles eine Lösung. Man darf sich nur nicht zu sehr stressen und zu viel von sich fordern.

    Und es ist auch ein verdammt gutes Gefühl mal über seinen eigenen Schatten gesprungen zu sein. Du tust es für dich.

    Vielleicht ist es gut über die Alternative nachzudenken? Wie würde es dir jetzt gehen, wenn du den Absprung nicht geschafft hättest?

    Gruß Apfel


    kopf hoch :)

    Hallo zusammen,

    ich denke, wie immer noch viel nach. jetzt bin ich grade an einem punkt, wo ich mir sage, es war eher finanzielle abhängigkeit und die tatsache, dass ich hier keine unterschlupfmöglichkeit hatte, die mir eine trennung von meinem trinkendem partner erschwerten.
    wird sich meine beziehungsfähigkeit jetzt bessern, wenn ich jetzt auf eigenen beinen stehe? werde ich schneller konsequenzen ziehen, wenn ich weiß, ich kann allein für mich sorgen?

    gruß apfel

    Hallo Giny,

    es ist völlig normal, dass du eine stinkwut auf deinen vater hast. und ich glaube auch, dass es gut ist, diese gefühle zu entwickeln, es zeigt, dass grenzen überschritten worden sind.

    ich möchte dich gern fragen, ob dein vater momentan trocken ist oder weiterhin trinkt?

    trinkt er weiter: ist es das beste abstand zu halten, denn du kannst sein leben nicht beeinflussen.

    ist er trocken: vielleicht kannst du mit ihm reden und einen völlig neuen vater kennenlernen?

    noch eins, dein vater ist krank und er ist es nicht absichtlich geworden. so schlimm deine vergangenheit auch sein mag, es lag nicht in seiner absicht.


    gruß apfel

    Hallo Paulinchen,

    Zitat

    Gestern hat er mich angerufen und hat mir erklärt nicht bereit zu sein etwas zu tun, und er meint jetzt auch es ist besser wir trennen uns, da sieht man ja wie groß seine Liebe ist, keine Lust zu kämpfen, keine Lust etwas zu tun.

    ich weiß, wie sehr belastend es ist, wenn man eine Fernbeziehung hat und ein Telefongespräch einen Sorgen bis in den nächsten tag hinein und länger macht. ist es das wert?

    ich glaube, er sagt dies, weil er zu sehr davon überzeugt ist, mit dir sein spielchen weiter zu treiben. er hat dich und den alkohol. du solltest ihn vor die wahl stellen, entweder du oder der alk.

    Zitat


    Aber weißt du bei uns im Haus hat er wirklich noch nie zuviel getrunken

    ich denke, das würde sich ändern, er braucht irgendwann den stoff.

    noch etwas. hast du dir überlegt, wie du damit umgehen willst, wenn er bei dir zu hause betrunken ist? mein ex handelte im suff, nicht gerade vernünftig. er ist nicht abgehauen, auch wenn ich ihm das sagte. dann bleibt die frage offen: wo würdest du zuflucht finden, wenn er das feld nicht räumt? möchtest du deine wohnung für ihn aufgeben? deinen schutz verlieren? möchtest du dein kind da noch in die ganze sache reinziehen?

    gruß apfel

    Hallo zusammen, hallo oscarchen,

    irgendwie habe ich auch schon des öfteren darüber nachgedacht, dass wir co's doch einiges mit dem alkoholikern gemeinsam haben. nicht nur den persönlichen tiefpunkt.

    ich glaube, beide gruppen haben es schwer mit problemen umzugehen. die einen spülen ihre last mit alkohol herunter, die anderen geben sich selbst auf. und beide müssen es dann schaffen die notbremse zu ziehen.

    gruß apfel

    Hallo Marga,

    ich wünsche dir und deinem mann alles erdenklich gute. ich bin überzeugt, dass du deinen weg gehen wirst, im zweifel auch ohne ihn.

    übrigens hilfst du mir auch sehr. irgendwie denke ich, wenn ich dich lese, du seist meine zwillingsschwester. ich freue mich zu hören, wie es bei euch so zusammen unter einem dach funktioniert.

    ich weiß jetzt nicht, ob ich das schreiben soll, denn das geht ja von einem rückfall aus.
    also wenn ich so zurückblicke, ich glaube, es hat sich angekündigt, dass er saufdruck hat. er war irgendwie unzufrieden mit sich selbst, fühlte sich zu wenig geliebt, konnte schlecht mit dem wort "nein" umgehen. irgendwie war er schlecht drauf.

    gruß apfel

    Hallo zusammen,


    erstmal möchte ich sagen, dass ich Feundins Beschreibung über das Äußere ihres Partners nicht so extrem empfunden habe, als eure Beiträge, bei denen Ihr eurer Phantasie freien Lauf gelassen habt.
    Nach dem Lesen dachte ich nur noch "Mahlzeit".
    Manch Spekulation kann eher nach hinten gehen. Wir kennen ja Freundins Partner nicht wirklich.


    Hallo Freundin,

    herzlich willkommen hier. Wir haben alle etwas gemeinsam: unser Partner/Angehöriger ist alkoholkrank.

    Übrigens hatte ich hier im Forum mal einen Treat von einem Künstler gelesen, der auch beschrieb, dass er besonders kreativ ist, wenn er trinkt. Falls du ihn mal lesen magst:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ftopic4815.html

    Zitat

    Ich möchte ihm so gern helfen, denn er ist wirklich ein besonderer Mann, und ich habe ihn sehr gern... Aber ich weiß nicht, was ich tun kann außer sagen, dass sein Alkoholkonsum nicht in Ordnung ist. Ich habe es bereits dezent angedeutet, dass es zuviel ist, was er trinkt. Aber es ist ja nicht mein Recht, ihm Vorschtriften zu machen - zumal wir uns noch nicht lange kennen...

    Leider können wir unserem Partner nicht helfen und er ist erwachsen und muß sich selbst entscheiden. Wenn du dich noch eine Weile in diesen Bereich liest, wirst du sicher auch zu dieser Erkenntnis kommen.

    Gruß Apfel

    Hallo Marga,


    Zitat

    Wieder Gefühle investiert zu haben, an jemanden dem man gar nichts wert ist, so empfinde ich es soeben.

    Deine Geschichte und die, von manch anderem hier, machen mir ein wenig Angst. Ich habe Angst davor, mir könnte das Gleiche nocheinmal passieren.
    Daher möchte ich herausfinden, wie sehr Co-abhänigig ich bin.

    Zitat

    Ich habe ihm vorgeschlagen in eine Therapie zu gehen, will er aber nicht, ich habe ihm auch vorgeschlagen er könne 6 Wochen mal bei mir wohnen damit er es vielleicht so hinbekommt, er trinkt ja nur allein, aber das will er auch nicht.

    Wenn ich einen Rat geben darf, nehm ihn nicht bei dir auf. es ist die hölle auf erden, einen betrunkenen bei sich zu hause zu haben. dein kind wohnt doch sicher auch noch bei dir? mute das bitte nicht deinem kind zu.

    Zitat

    Hat doch keinen Sinn mehr oder?

    wir können es nicht beeinflussen. es muß in seinem kopf klick machen.

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    warum begreift er denn nicht dass er was tun muß????

    weil er krank ist.

    Gruß Apfel

    Zitat

    Ich finde, was zählt, ist die schnelle Reaktion. Wenn mein Mann gleich nach dem Rückfall das Vertrauen gehabt hätte, es mir zu sagen wäre nicht so viel kaputt gegangen. Im Gegenteil, es hätte Vertrauen aufgebaut. Aber wäre und hätte............

    Hallo Marga, genau diese
    Gedankengänge habe ich auch durch.

    Gruß Apfel

    Hallo zusammen,


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    -ich glaubte nicht an meine Gefühle -

    Das scheinen ja alle Angehörigen zu haben?

    Da frage ich mich, wie ich so bescheuert sein kann. Ich glaube ja nicht alles. Warum schenke ich dann meinen Partner mehr glauben?
    Oder ist es völlig legitim in einer Partnerschaft Vertrauen zu geben und selbst welches zu erwarten?

    Naja, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich daran, dass mein Selbstwertgefühl nicht wirklich das Stärkste ist.


    Zitat

    wir versuchen den Zeitpunkt zu suchen an dem es Eng wurde?? Wir / ich kennen doch die Prodcedur wie kam es nach 8 Jahren dazu waren wir uns zu sicher?

    Dein Partner wird den Zeitpunkt wissen und sicherlich auch einen Grund für seinen Rückfall wissen.


    Als mein Ex wieder anfing, habe ich sehr seine Arbeit verteufelt, weil er da wirklich sehr gestresst war.

    Jetzt bin ich an den Punkt gelangt, wo ich sage: Nichts, absolut gar nichts, rechtfertigt es zu tinken.

    Dein Partner kennt seinen Körper am Besten. Er muß für sich entscheiden, was für ihn am Besten ist. Du kannst nicht erkennen, was Ihn bedrückt. Sicher war das Greifen zur Flasche nicht die Lösung für sein Problem.

    Zitat

    Was ist mit mir los ich habe immer gesagt sollte er noch mal anfangen zu trinken geh ich und jetzt bin ich immer noch da. Glaubt mir denn jemand noch, kann ich mir selbst noch trauen?

    Gut, dass du zu dieser Erkenntnis gekommen bist, dass es nicht sinnvoll ist mit Konsequenz zu drohen und dies dann nicht umzusetzen.

    Zitat

    Aber Claudia, ich kann gut verstehen, dass du immer noch da bist. Schließlich sind 28 Jahre Beziehung eine lange Zeit, in der sicherlich auch eine Menge schöne Momente waren. Sicher kannst du dir noch selber trauen und vor allem DICH trauen, dir ein eigenes Auskommen, im Notfall auch ohne ihn, zu erarbeiten. Seit ich daran gegangen bin, alleine besser klarzukommen, kann ich auch entspannter mit seiner Krankheit umgehen.

    Das sehe ich auch so.


    Gruß Apfel

    Hallo zusammen,

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    Im Juni 06 hatte ich das erste Mal das Gefühl - er trinkt. Es wurde natürlich abgestritten. Ich bilde mir was ein er sei einfach nur fertig usw.
    Dies ging so bis 4 Dez.06 ich sprach ihn an- er sagte nein so ist das nicht. Wenn es der Suff nicht ist, was ist es dann???? - Depri. Burn out alles war in meinem Kopf -aber sein Verhalten die Sprache alles deutete auf Alk. hin. Am 4 Dez, stand er dann schwankend und lallend vor mir, keine Chance mehr was abzustreiten

    Das kenne ich. Als mein Ex 2005 nach 3 Jahren wieder anfing, hatte ich auch erst daran gezweifelt, dass er wieder anfing. Alkohol war zu dieser Zeit kein Thema mehr. Wie es los ging, hast du gut beschrieben Freund:

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    In erst größeren Abständen, in kleinen Mengen. Nur sind wir eben zeitlebens alkoholkrank, nur ruhend, und die Suchtmuster, das Suchtgedächtnis schlägt gnadenlos wieder zu und lässt die Abstände kürzer werden und die Konsummengen größer.

    Ich glaube wahrscheinlich zu sehr an das Gute und will deshalb manche Dinge nicht wahr haben. Die Verhaltensänderung habe ich ja schon mitbekommen, erst habe ich an schlechte Laune nach der Arbeit geglaubt, dann an zu viel Beruhigungstropfen (die enthielten übrigens alk)erst dann realisierte ich, dass er wieder trinkt. Die Einsicht kam wirlkich erst, als sich sein Konsum häufte.
    Ja, wahrscheinlich möchte ich nur die schönen Dinge sehen und lasse mich blenden.

    Zitat

    Nebenbei ist es für mich auch schwer nachvollziehbar, dass du diesen Alkohol nie gerochen hast, nicht aus dem evtl. verfälschten Atem, sondern mehr aus dem Körper deines Mannes.

    Die Gerüche habe ich schon wahrgenommen. Langes Lüften war am Morgen im Schlafzimmer angesagt.
    Aber alles ging schleichend los. Mir ging oft durch den Kopf, bilde ich mir das ein oder trinkt es wieder?
    Freund ich glaube, ich brauche erst handfeste Beweise, ehe ich daran dachte, der Partner trinkt wieder. Ich habe vorher den Bekundungen meines Partners mehr glauben geschenkt, als meinem eigenen Gefühl.

    Ich glaube, dass ist für einen Alkoholkranken wenig nachvollziehbar aber irgendwie glaube ich auch, dass sich das der Alkoholiker zu nutze macht.

    Gruß Apfel

    Hallo ivich,

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    Mein Freund weiß wohl, dass er Alkoholiker ist, aber ob ihm die Tragweite bewußt ist weiß ich nicht. Er ist ziemlich extrovertiert und kennt da jetzt schon jeden persönlich .. und findet jetzt glaube ich erstmal, er ist eh der Klassenbeste (beste Werte! wenigste Promille bei Einlieferung!).

    Nur weil er gute Werte hat, heißt das nicht, dass er weniger tief in seiner Krankheit steckt, als andere.


    Gruß Apfel

    Hallo Paulinchen,

    schön, dass du dich wieder meldest. Nicht schön, wie es dir geht.


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    Wie verarbeitet man das Ganze denn, wenn man trotz liebe einen Menschen verlassen muß?


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    Ich sehe einfach keine Zukunft so wie es ist - ich binnicht glücklich mit ihm trotz Gefühlem

    Ist es Liebe, wenn man ständig verletzt wird? Wenn man gegen eine Wand spricht und nix dabei herauskommt?

    Ich glaube es nicht.


    Wie ich gelesen habe, hast du ja schon einige Beziehungen hinter dich gebracht und du bist immer wieder aufgestanden. Dein Leben ging weiter.


    Eine Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Ich glaube, da sollte man auf sein Innerstes hören.

    Wie stellst du dir deine Zukunft vor?

    Gruß Apfel

    Hallo zusammen,

    ich will mich auch mal wieder melden. Schön, dass hier viel diskutiert wurde und sich sowohl Alkies als auch Angehörige austauschen.

    Zitat

    Lilly, erstmal so wie dein mann sehe ich das auch mit der Schuldfrage. Ist doch kontraproduktiv, wenn man in der Vergangenheit rumstochert

    Ich glaube nicht, dass es für uns Cos kontroproduktiv ist, die Vergangenheit vor Augen zu halten. Ich weiss, dass ich vieles, was mir angetan wurde, verdrängt habe (ist wahrscheinlich eine Art Selbstschutz). Auch wenn es nicht Absicht war, mir wurde viel Leid zugefügt. Und das ist Tatsache.

    So wie es für Euch Alkies wichtig ist, beim Trockenwerden/sein an erster Stelle zu stehen, so ist es für mich wichtig, dass Verständnis für eure Krankheit an zweite Stelle zu setzen und endlich einmal mich in den Vordergrund zu setzen.
    Ich glaube, das wäre nie ohne eine Trennung gegangen.

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    Wenn hier von Zahlen und Statistiken gesprochen wird, ist das die Realität.

    Das sehe ich auch so. Ich drücke natürlich jedem Alkie die Daumen, dass er es schafft.

    Hallo Pott, ich war auch mal an dem Punkt, wo ich glaubte, mein Partner gehört zu den 10% die es schaffen.

    Als er dann wieder zur Flasche gegriffen hat, habe ich ihn abgeschieben.
    Da spricht die Statistik für sich, es ist eben extem schwer für immer trocken zu bleiben.

    Gruß Apfel