Beiträge von Apfel

    Hallo Stefka,

    es nicht die lösung, wenn du den alkohol wegkippst. wenn er nicht von dem teufelszeug wegkommt, wird er anfangen heimlich zu trinken. alkoholiker haben da die besten verstecke. klarer in wasserflaschen getarnt etc. dann geht das lügen los. ich hab nichts getrunken und man gerät in totale verzweiflung, weil man nicht mehr weiss, ob man dem alkoholkranken glauben soll oder sich selbst.

    also ich will jetzt nicht den teufel an die wand malen. hoffe natürlich auf das beste für euch und dass du konsequent bleibst.
    gruß apfel

    hallo pjal,

    ich bin echt erstaunt, was du durch gemacht hast. hast du jetzt wieder kontakt zu deiner familie?

    ich bin ja jetzt seit 3 wochen getrennt, mein ex ist genauso lange trocken. jetzt am we möchte ich das erste mal meinen sohn zu ihm geben. ich habe ihm das angeboten. er wohnt zur zeit bei seiner mutter, ist also nicht allein.
    ich hoffe ja trotzdem, dass er die kurve kriegt, ohne dass er ganz allein dasteht.


    gruß apfel

    Hallo anonym,

    eine gute freundin von mir erzählte, dass sie als teen immer den wunsch hatte mit 18 von zu hause abzuhauen, weil sie es da nicht aushielt. ihr vater war alkoholiker. er verstarb als sie 17 war an hirnblutung. das hat mich sehr wachgerüttelt. ich möchte nicht, dass mein kind sich einmal von mir abwendet. auch möchte ich nicht, dass es mich einmal fragt: warum hast du mich nicht vor meinem vater beschützt? es kann eigenlich nichts nach einer trennung schlimmer werden, sondern fiedvoller. klar hat man einen haufen arbeit allein die kinder zu erziehen. es klappt auch sicherlich nicht alles von anfang an. mein sohn nutzt jetzt die neue konstellation (ein leben nur mit mutter) aus um zu testen, wie weit er gehen darf. das kostet nerven, aber das gibt sich wieder.

    gruß apfel

    Hallo Schneeflocke,

    deine geschichte ist wirklich grausam. du hast es nicht verdient, so behandelt zu werden. jeder mensch hat ein recht auf freiheit. das darf dir nicht genommen werden. du bist so gutmütig, versuchst alles recht zu machen. und was macht dieser typ? er erniedrigt dich und geht mit gewalt gegen dich vor.
    wenn du bei ihm bleibst, mußt du doch in ständiger angst leben.
    du solltest wirklich so schnell wie möglich verschwinden.
    das leben ist viel zu kurz, da sollte man es sich so schön wie möglich machen und nicht leiden.

    gruß apfel

    Hallo pjal,

    natürlich hast du mir mit deiner antwort und meinem verständnis für die krankheit weitergeholfen. vielen dank :)

    mein partner hat mich auch als grund für seinen rückfall oder weitertrinken nach der therapie vorgeschoben und sein trinken vor seinen eltern gerechtfertigt. dann wurden mir vorwürfe gemacht. schade dass seine eltern nicht der wahrheit ins auge sehen konnten, dass es eben an ihm lag.
    ich habe ihm dann gesagt, dass es keinen grund der welt gibt, noch einmal zu trinken.

    dann vor 8 wochen der tod seines vaters, dann vor 3 wochen ein wiedertrinken. ein schwerer schlag für ihn, aber doch auch kein grund zu saufen?
    ich habe mich getrennt. ich kann aber nicht sagen für immer. die hoffnung bleibt, das er sein leben in den griff bekommt.

    gruß apfel

    Hallo,

    ich verstehe das immer noch nicht ganz mit dieser Co-Abhänigkeit und den Helfersyndrom. Zweifelsohne bin ich in diesem Forum gelandet, weil ich meinem Ex-Partner helfen wollte und nicht wußte wie. Ich bin schon ein hilfsbereiter Typ. Aber das bist du doch auch meg, indem du hier Rat suchst, deinem Partner zu helfen? Ist es nicht das normalste in einer Beziehung für einander da zu sein, dem anderen zu helfen? Oder das man sich wünscht, ein Mensch wäre wieder der, der er einmal war?

    Ich habe mich getrennt, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, ihn besoffen zu sehen, ihn so zu riechen, weil er unzuverlässlich war.

    Aber jetzt, wo wir getrennt sind, er nüchtern ist, ist doch seine Familie auch eine Stütze für ihn?
    Naja gut, ich weiß nicht, wie es in einem Jahr ausschaut, vielleicht könnte ein Zusammenleben wieder funktionieren? Hat er es dann für sich gemacht, oder doch nur um seine Familie wieder zu haben?

    Leide ich wirklich an diesem Helfersyndrom?


    Gruß Apfel

    Hallo Pjal,

    da du beide Seiten kennst: Was bedeutet es, für sich selbst trocken zu werden?
    Da ist zum einen die Gesundheit, zum anderen welche Vorstellungen man von seiner Zukunft hat.?Arbeit, Führerschein, Familie...
    Wird man da nicht auch für seine Familie trocken, weil die eigene Familie dem Alkoholiker wichtig ist?

    Hallo frozu,

    deine geschichte kommt mir bekannt vor. mein ex gehörte auch eher zu der gruppe quartalssäufer. in den 6,5 jahren des zusammenseins hat er es zwischenzeitlich geschafft 3 jahre trocken zu sein. dann letztes jahr der rückfall. dieses jahr eine therapie. dann die hoffnung, dass er diesmal länger durchhält und es schafft. dann der rückfall (oder ein weitertrinken?)nach der therapie. dann habe ich ihm noch eine chance gegeben. und er hat donnoch wieder getrunken. ich bin konsequent geblieben, wir haben uns getrennt. ich habe auch all die zeit gehofft, dass sich etwas ändern wird. jetzt kommen wieder seine versprechungen und es ist schwer zu wiederstehen. im grunde genommen, ist dein partner sicherlich auch im normalen zustand ein guter mensch, was uns das so schwierig macht loszulassen.
    ich kenne in der nachbarschaft eine familie, die es wirklich zusammen geschafft hat. zumindest jetzt über mehrere jahre. es ist also schwer zu sagen, es gibt keine hoffnung mehr.

    gruß apfel

    Hallo

    ich habe auch ein sehr angespanntes Verhältnis zu meinen Schwiegerleuten gehabt. Oft kam ich mir unverstanden vor. Das mein Ex ein Problem mit Alkohol hatte, haben seine Eltern schon erkannt. Wenn er wieder zuschlug, wurde ich jedoch dafür verantwortlich gemacht. Es wurde meine lebensweise angeprangert und sie selbst stellten sich als das non plus ultra dar. Ihre Lebensweise sei richtig und wenn man anders lebt, ist das flasch. Jetzt stellt sich meine Frage. Vielleicht durfte mein Ex nie der sein, der er ist. Er hat z.B. immer seinen Leuten verschwiegen, dass er raucht. Habt ihr auch das Gefühl, dass sie als Eltern zu sehr ihr Kind in Schutz nehmen, obwohl es wirklichen Unsinn anstellt? Manchmal wird sogar an der Wahrheit gedreht und irgendwelche Geschichten erfunden, nur um als besonders toll im Rampenlicht zu stehen. Man muß doch der Wahrheit ins Auge sehen? Naja jedenfalls kann ich jetzt nicht mehr für seine Sauferei verantwortlich gemacht werden (Übrigens war er schon krank, als wir uns kennenlernten.)
    Leider wohnt meine Familie 150km entfernt und wenn ich Hilfe suchte, hatte ich nur die Möglichkeit die Eltern meines Mannes anzurufen, wo dann natürlich ersteinmal Vorwürfe an den Tag kamen.

    Gruß Apfel

    Hallo Silberstreifen,

    ich will hoffen, dass dein Partner bis zur Therapie ohne Alkohol auskommt. Wenn er das nicht schafft, wird ihm eine Theapie auch nichts helfen.

    Mein Partner hat zwar zwischen der Entgiftung und der Langzeittherapie nichts getrunken und ist danach zeimlich motiviert wieder nach Hause gekommen, aber letztendlich hat er knapp 3 Wochen nach der Therapie wieder das Saufen angefangen. Danach habe ich Ihm eine letzte Chance gewährt und er hat wieder gerunken. Danach habe ich den Schlußstrich gezogen. Ich habe zwar kein Haus abzubezahlen, mich plagen aber dennoch Existenzängste.
    Was ist, wenn sich dein Partner nicht in den Griff bekommt? Du hast doch vielleicht in ein paar Jahren finanziell nichts mehr von ihm zu erwarten, wenn er keine Arbeit auf Grund seiner Krankheit mehr bekommt?

    Ich wünsche aber dennoch für dich und deinen Partner das Beste und dass die Tage bis zur Therapie und danach ohne Schrecken vergehen.

    Gruß Apfel

    Hallo Ayki,

    über meine eigenen Probleme, rede ich nicht mit meinem Kind. Ich muß sehen, dass ich stark bleibe. Es hat seine eigenen Probleme, auf die man jetzt besonders sensibel reagieren muß. Leider bekommen die Kleinen viel zu viel mit.
    Ich habe meinem Kind lediglich gesagt, dass sein Vater krank ist und dass wir es schaffen. Ich möchte Ihm zeigen, dass ich für es da in und nicht zusätzlich belasten.


    Apfel

    Hallo,

    ich kann diese Gedanken auch gut verstehen. Diese unerträgliche Wut, die in einem hochkocht, wenn der Partner wieder trinkt.
    Es gibt die guten Tage, in denen die Hoffnung wächst, es würde sich etwas ändern. Und Zack, der Traum zerplatzt, wenn er wieder getrunken hat. Ich will nicht seine Lügen anhören, mich erniedrigen lassen.
    Wie sehr verletzt uns unser Partner denn? Darf man da nicht auch krank denken, solange man es nicht ausführt?
    Es zeigt doch, wie sehr man unter seiner Krankheit leidet. Man braucht manchmal einfach nur mal 5 Minuten Ruhe, 5 Minuten keine Beleidigungen, keine Respektlosigkeit. Wenn er tot ist, spricht er nichts. Ich glaube, es ist eher das Bedürfnis nichts Böses zu hören, das diesen Gedanken hochtreibt.
    Ich weiß, dass mein Leiden aufhören muß. Dass es aufhören muß, ihm ständig Chancen zu geben. Ich darf mich nicht zerstören lassen.

    Lieber Gruß
    Apfel