Liebe und Haß

  • Hallo Perpignan,

    das kommt mir alles sehr vertraut vor, was Du schreibst.

    Deine Geschichte ist 1:1 auch meine Geschichte!!

    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich weg war, er die Situation immer ausgenützt hat, um noch mehr zu trinken.

    Aber ich werde etwas ändern, lässt er sich nicht helfen!!!!

    Wenn ich so weiter mache, gehe ich kaputt. Auch ich leide unter Bluthochdruck, obwohl ich früher eher einen niedrigen hatte.

    Ich kann Dir nur raten, stelle ihn vor die Wahl: entweder Du oder der Alkohol!

    Oder möchtest Du immer nur an 2. Stelle stehen?

    Es wird nicht besser werden, eher noch schlimmer!!!

    Lies Dich hier mal ein wenig durch, vielleicht kannst Du das eine oder andere für Dich rausziehen.

    Hier sind sehr viele nette Menschen, die Dich gerne unterstützen und sich mit Dir austauschen werden.

    Liebe Grüße
    Speedy53

  • Hallo Perpignan,
    gerade in Beziehungen, die vom Alkohol "regiert" werden, spielen Liebe und Hass immer eine abwechselnde Rolle. Deine Gefühle sind also völlig normal!

    Zitat

    aber den Feind Alkohol kann ich nicht bekämpfen.


    Den Feind Alkohol kannst auch du nicht bekämpfen! Das kann dein Mann nur selbst tun - wenn er dazu bereit ist.

    Zitat

    Viel schlimmer finde ich, daß er damals um sein Leben gekämpft hat und es jetzt einfach so wegwirft.


    Denke, die Sucht ist einfach stärker! Und er sah damals die Gefahr "Krebs". Das Problem "Alkohol" erkennt er nicht - oder will er nicht erkennen.

    Zitat

    Er sagt zwar täglich, daß er mich liebt und ich denke wenn er moch wirklich lieben würde, wäre rt bereit mit mir versuchsweise zu den Anonymen Alkoholilern zu gehen.


    Das habe ich auch jahrelang gedacht - ist ein Trugschluss. Das sind zwei völlig unterschiedliche Schuhe. Liebe hat nichts mit der Sucht zu tun. Sie ist stärker als alles andere... Er ist nicht mit dir verheiratet, sondern mit dem Alkohol. Und erst seine eigene Einsicht könnte ihn zu einer Therapie bewegen. Die bekommt er allerdings nicht, wenn du das ewig mitmachst...

  • Zitat

    Also von der Seite Familie ist keine Hilfe zu erwarten.


    Das kenne ich - besonders meine Schwiegermutter schießt eher zurück, weil sie sich durch meine "Behauptung" angegriffen fühlt, als zu helfen... Früher habe ich das alles auf mir sitzen gelassen. Seitdem ich mich getrennt habe, nehme ich kein Blatt mehr vor den Mund - und es ist mir völlig egal, was die anderen denken und sagen!

    Zitat

    Naja sie erleben ihn ja auch nicht täglich.


    So ist es!

    Es ist oft nicht leicht, sich gegen die Meinungen der anderen zu behaupten. Aber die sind auch nur co-abhängig und wollen das Problem überhaupt nicht sehen. Oder sie sind einfach nur dämlich und machen sich keine Gedanken! Es ist nicht das Leben der anderen, das durch den Alkoholkonsum deines Mannes zerstört wird... Nimm dein Leben in die Hand! Du bist auf einem guten Weg!!

  • Hallo

    ich habe auch ein sehr angespanntes Verhältnis zu meinen Schwiegerleuten gehabt. Oft kam ich mir unverstanden vor. Das mein Ex ein Problem mit Alkohol hatte, haben seine Eltern schon erkannt. Wenn er wieder zuschlug, wurde ich jedoch dafür verantwortlich gemacht. Es wurde meine lebensweise angeprangert und sie selbst stellten sich als das non plus ultra dar. Ihre Lebensweise sei richtig und wenn man anders lebt, ist das flasch. Jetzt stellt sich meine Frage. Vielleicht durfte mein Ex nie der sein, der er ist. Er hat z.B. immer seinen Leuten verschwiegen, dass er raucht. Habt ihr auch das Gefühl, dass sie als Eltern zu sehr ihr Kind in Schutz nehmen, obwohl es wirklichen Unsinn anstellt? Manchmal wird sogar an der Wahrheit gedreht und irgendwelche Geschichten erfunden, nur um als besonders toll im Rampenlicht zu stehen. Man muß doch der Wahrheit ins Auge sehen? Naja jedenfalls kann ich jetzt nicht mehr für seine Sauferei verantwortlich gemacht werden (Übrigens war er schon krank, als wir uns kennenlernten.)
    Leider wohnt meine Familie 150km entfernt und wenn ich Hilfe suchte, hatte ich nur die Möglichkeit die Eltern meines Mannes anzurufen, wo dann natürlich ersteinmal Vorwürfe an den Tag kamen.

    Gruß Apfel

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