Beiträge von Apfel

    Hallo susan,

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    Aber ich will ja eigentlich nicht ausbrechen (wie DU), sondern MIT ihm leben. Was weiß ich wieso ?!

    glaub mir, ich wollte mich auch nicht von meinem partner trennen. wenn eine beziehung nicht hinhaut, ist es eigentlich das normalste auf der welt sich zu trennen. es war kein gedanke bei mir daran. ich hatte mein leid (es gab auch gute seiten bei meinem partner)als mein schicksal in kauf genommen.

    ich denke, den grundstein für unser verhalten haben wir in unserer kindheit gelegt bekommen. in meiner kindheit war einiges nicht schön, oftmals wurde mir die schuld aufgebrummt und wahrscheinlich daher mein bemühen, dinge zu ändern, die nicht zu ändern sind und an dingen festzuhalten, die eigentlich nicht gut tun.

    gruß apfel

    Hallo aggi,

    auch von mir ein herzliches willkommen im forum. ich selbst bin co und habe mich vor 6 monaten von meinem alkoholkranken partner getrennt.

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    Ich merke, wie wenig ich für ihn empfinde, wie angespannt ich in seiner Gegenwart bin und wie große Angst ich davor habe, irgendetwas falsch zu machen, zu schnell sehr sensiebel zu reagieren, und aus der Verletztheit heraus unüberlegt zu reagieren und ihn zu verlerzen. Das ist in den letzten Tagen einfach zu oft passiert.

    es ist völlig normal, wenn man dinge sagt/macht, die einem anderem nicht gefallen. ich als co habe aber auch immer wieder überlegt, wie ich dinge dem anderen sanft rüber bringe, ohne zu verletzen. ich weiß mittlerweile, dass ich, wenn ich mich noch so bemühe, es nicht jedem recht machen kann. mir kann es ja auch nicht jeder recht machen.

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    Statt zu sagen, ich kann grad nicht mit dir essen, bleibe ich da, ziehe mich höchstens inerlich zurück und hoffe, dass irgendetwas passiert, was das Gefühl der Vertrautheit und Liebe wieder herstellt.

    es bringt nichts, dinge zu machen, die man eigentlich nicht will, nur um anderen zu gefallen. irgendwenn bricht es einem das genick, wenn man immer nur zurücksteckt und an zweiter stelle steht.

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    Ich möchte mit meinem Freund zusammen sein und ich möchte glücklich mit ihm sein, aber ich weiß einfach nicht wie das im mOment noch gehen kann.
    Wie kann ich mit ihm zusammen sein, ohne so tief in diese negativen Gefühle reinzurutschen und mich von ihnen bestimmen zu lassen.

    vielleicht ist es sinnvoll, sich zu überlegen, was man wirklich will und darüber nachzudenken, ob der partner, diesen wünschen entspricht. ist er das was du willst?

    lieber gruß apfel

    Hallo susen,

    ich kannte auch hassgefühle gegenüber meinem partner, wenn er trank. ich hätte ihm die pest wünschen können, wenn er heimlich zur flasche griff. erst die beteuerungen, nie mehr etwas zu trinken, dann die enttäuschung. der alkohol macht nicht nur den süchtigen krank, sondern auch das umfeld. ich konnte den alk nicht mehr sehen, riechen, ertragen. ich tickte durch, wenn mein partner betrunken war und dabei immer noch seine unschuld anprangerte. ich begann mir zu sagen, das bist nicht du. irgendwie sah ich keinen ausweg mehr in dem ganzen.
    ich habe eine sache in den letzten monaten gelernt: ich kann menschen nicht ändern. es bringt nichts von besseren zeiten zu träumen. ich habe gelernt, die realität zu sehen. ich habe es geschafft auszubrechen, neu anzufangen und mich an die erste stelle zu setzen. die hassgefühle sind vorbei und ich war selbst schuld, so unter meinem partner zu leiden. ich hätte schon früher einen schlußstrich ziehen können, aber wahrscheinlich mußte wirklich erst jeder funken hoffnung bei mir begraben sein.

    gruß apfel

    hallo akire,

    habe deine geschichte im vorstellungsbereich gelesen. schön, dass du nicht wegschaust und den kindern helfen möchtest.

    ich als mittlerweile alleinerziehende mutter, möchte gerne meine gedanken zur mutter der beiden kinder schreiben.
    ich weiß nicht, ob die mutter sich rücksichtslos verhält.
    vielleicht ist sie mit der ganzen situation überfordert. es ist nicht einfach sich allein um die kinder zu kümmern, einen haushalt zu führen und vielleicht noch nebenbei zu arbeiten. ich freue mich immer sehr auf mein kinderfreies wochenende, weil ich zeit für mich habe und auch noch eine menge erledigen muß, es bleibt ja einiges liegen.
    auch wenn ich mein kind nicht an den vater geben würde, wenn er wieder trinken würde, kann ich mich ein bissel in ihre lage versetzen. es ist schon stressig.
    bist du dir auch sicher, dass die mutter weiß, dass er in gegenwart der kinder trinkt? vielleicht ist der vater zu den abgabezeiten 'normal'.

    vielleicht kannst du ja auch mal versuchen, die mutter zu kontaktieren.
    ich denke, eine mutter liebt ihre kinder, auch wenn sie dabei fehler macht.

    gruß apfel

    Hallo Herzenswärme,

    ich kann die tränen gar nicht zählen, die letztes jahr bei mir geflossen sind. zum einen, weil ich von meinem partner bis aufs letzte verletzt wurde, zum anderen, weil ich einfach hilflos war. dann auch die ganze erkenntnis, die ich hier erfahren habe. die ersten male, als ich dieses forum besuchte, flossen nur tränen. weil ich endlich verstanden wurde, weil es jemanden gab, dem es genausging. ich denke es waren befreiungtränen. dann flossen noch ein paar tränen nach der trennung.

    jetzt 5 monate nach der trennung geht es mir richtig gut. ich bin keine heulsuse mehr und das ist auch gut so :) die zeiten ändern sich. 8)

    gruß apfel

    Hallo herzenswärme.

    ich denke auch, dass es sinnvoll ist, die termine allein wahrzunehmen. da kann man sich völlig frei von der seele reden. wenn man den partner bei sich hat, wird man sich mit der einen oder anderen aussage eher zurückhalten, um nicht schlecht über ihn zu reden. ich denke, man würde zu oft gute mine zum bösen spiel machen. und das bringt den angehörigen dann weniger voran seinen eigenen weg zu finden.

    gruß apfel

    Hallo Ayki,

    ich denke auch, dass sich mein kleiner normal entwickelt. sorgen mache ich mir da keine, aber eben diese gedanken kommen auf.

    mein haushalt ist alkfrei, weil ich allein nicht trinke.
    das werde ich auch nicht anfangen. es ist einfach nur tatsache, dass nix da ist. naja, wenn mal besuch kommt, werde ich schon was kaufen, obwohl ich auch freunde habe, die sich aus alk nix machen.
    fakt ist, ich allein rühr das zeug nicht an. trinke nur in gesellschaft etwas.alk ist halt ein genussmittel und kein lebensmittel. :)

    es ist auch schwierig zu sagen, wie man sich verhalten wird, wenn das kind seine ersten partys mit alk feiert. verbieten kann mans nicht, man muß halt auf die vernunft des kindes hoffen.


    gruß apfel

    hey ayki,

    so viele schmerzliche erinnerungen schwinden mit der zeit und geraten in vergessenheit. es ist sicher sehr lehrreich für dich gewesen, in der vergangenheit zu lesen und etwas über seine eigene blindheit zu erfahren.
    mein ex wußte auch immer, wie er mich um den finger wickeln konnte. :)

    es war ja trotzdem ein schleichender prozess, in den man gerutscht ist. und immer noch ist der gedanke da, es könnte nocheinmal passieren sich in einen alk zu verknallen.
    gruß apfel

    Hallo Bea,

    bin ja jetzt bald ein halbes jahr getrennt und ich muß sagen, bei mir gibt es immer noch keinen alk zu hause. naja ein schlechtes vorbild werde ich wohl nicht werden. :) bin wohl zu sehr abgeschreckt.

    wie ich mich mal verhalten werde, wenn mein sohn in dieses pupertäre trinkalter kommt, weiß ich noch nicht. es hat jeder so seine erfahrung da gesammelt.

    im großen und ganzen kann ich sagen, dass sich mein kleiner im letzten halben jahr zum guten hin entwickelt hat und er auch wieder eine unbeschwertere kindheit hat. :)
    manchmal jedoch sehe ich da so nen kleinen co herumlaufen. er ist zum beispiel furchtbar sensibel, wenn andere kinder weinen. da streichelt er diese und bringt tröstende worte. eigentlich ist das ja auch ganz süß. :)
    dann ist mein kleiner jetzt in so ner lügenphase,wo so richtig die eigene person auf den putz gestelllt wird. das hab ich, das kann ich usw... bin ja erleichtert, dass das bei anderen auch so ist. das erinnerte mich so sehr an den vater mit seinem hang zu übertreiben.

    ich denke schon, dass wir jetzt auf dem richtigen weg sind, bringe nur vieles mit der co- und alkabhängigkeit in verbindung.
    ich sehe aber auch bei anderen dieses co-verhalten und auch diese menschen, die einem eine schuld aufdrücken wollen :wink:


    gruß apfel

    Hallo Pummelchen,

    ich muß sagen, mein letzter gemeinsamer urlaub mit meinem ex war durch seine krankheit ziemlich versaut. landschaftlich war es das paradies auf erden, mit ihm aber war es die hölle. es gab tage, da wäre ich am liebsten heimgeflogen, aber das ging ja nicht. ich fühlte mich sehr gefangen und allein. es war nicht mal möglich jeden abend zusammen ins restaurant zu gehen. und so saß ich dann abends allein mit meinem sohn da und mit einem ziemlichen schamgefühl. :roll:

    naja irgendwie war alles noch schlimmer, als zu hause.

    hoffe, du machst nicht die gleiche erfahrung.

    gruß apfel

    hallo sams,


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    Meine Gefühle Schwanken grade zwischen Hoffnung auf eine baldige Wohnung und damit weiterer Loslösung von ihm und einer Riesenangst davor wegen dann akuter Geldnot ( Schulden etc. ), einem grad mal wieder extremen Haß auf ihn und einer ziemlichen Traurigkeit, das alles so kommen mußte.... Ziemliches Durcheinander.

    du bist schon einen riesen schritt gegangen und denkst daran dich loszulösen. und ich weiß, die frage, wie ich finanziell über die runden komme, hat mich auch sehr in angst versetzt. heute, nach der trennung, weiß ich, dass ich allein zurecht komme. und es gibt ja auch staatliche hilfen, die in anspruch genommen werden können.
    aber es kostet schon erst einmal eine riesen überwindung den schritt ins ungewisse zu gehen. ich wünsche dir dabei viel kraft und stärke.

    Zitat

    Ich wollte mich eigentlich bemühen, ihn nicht mehr so zu hassen, sondern als kranken Menschen anzusehen, aber manchmal - so wie heute - gelingt mir das nicht und meine schwankenden Gefühle zerreißen mich...


    auch dieses verhalten ist meines erachtens völlig normal, zumindest fühlte ich auch so. es war einfach zu viel passiert, da konnte ich sein verhalten nicht mehr aufgrund seiner krankheit in schutz nehmen. irgendwie ist es ,denke ich, auch gut so gewesen, denn zu diesem zeitpunkt, standen meine gefühle (auch wenns wut war) an erster stelle, danach kam der partner.

    gruß apfel

    Hallo zusammen,

    habe urlaub :) und mit dem kleinen schon einiges unternommen.

    ich mache mir weiterhin gedanken über mein co-sein. bei vielen dingen bin ich mittlerweile im reinen mit mir. manch verhaltensweise habe ich abgelegt, einfach weil ich verstanden habe.

    eine frage stelle ich mir seit einiger zeit trotzdem immer mal. wie erzieht eine co-mutter ihr kind? irgendwie denke ich dann, wenn ich es schon nicht richtig gelernt habe, wie soll ich es richtig an mein kind weitergeben. trotzdem bin ich zuversichtlich, dass ich die dinge im großen und ganzen richtig mache, habe ja auch dazugelernt. ich wollte das einfach nur mal loswerden.

    gruß apfel