Hallo Marga,
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Hallo, Apfel.
Ich finde es super, dass du so konsequent bist. Das hätte ich schon viel früher sein sollen, als mein Sohn so alt war, wie deiner jetzt.
Mein Sohn ist jetzt 19 und hasst seinen Vater. Da führt kein Weg rein. Er will auch nicht mit ihm sprechen. Das ersparst du deinem Kind und auch Tom.
Für uns wird es dadurch nicht einfacher. So langsam beginnt mein Mann jetzt mit mir zu sprechen, über die Therapie und über die Entgiftung.
Er fragt nach Dingen, die ihn früher nicht interessiert haben. Er verändert sich, das sehe ich. Wenn wir ein Chance haben, dann diese. Noch eine gibt es nicht. Ein Funken Hoffnung ist da inzwischen wieder.
Er sagt, dass er unter meinem Misstrauen und unter der distance zwischen uns sehr leidet, aber dass er auch versteht, dass das so ist.
Wir brauchen Zeit.
Er war mal meine große Liebe, der Mann meiner Träume. Ich habe so lange um diese Liebe gekämpft. Schade, dass er erst aufgewacht ist, als ich sie abgeschrieben hatte. Das macht es jetzt so schwer, wieder einen Anfang zu finden.
Hätte ich einfach ausziehen können, wäre ich wohl einfach gegangen. Aber da ich das Haus schon vor der Ehe geerbt hatte, müßte er gehen. Das wollte er nie und so stand ich dann vor der Tatsache, dass er nicht auszieht, sondern eine Therapie macht.
Den Rest kennst du ja. Warten wir ab, was daraus wird.
Gut, dass du dich hier nicht zurückziehst. Es tut so gut, hier zu lesen und zu schreiben und es hilft ungeheuer dabei, das alles aufzuarbeiten. das geht dir sicher genauso.
Was du schreibst, kommt mir oftmals aus der Seele. Genau das, was ich auch empfinde.
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ich selbst freue mich ja riesig über meine veränderungen, aber auch ich selbst brauche noch viel zeit. die letzten jahre haben mich sehr geprägt.
ich würde mich im moment als nichtbeziehungsfähig bezeichnen, weil ich mich keinem mann öffnen und annähern könnte. es wären vorurteile da. davon abgesehen, hab ich das ja auch momentan nicht vor. männerfeindlich bin ich aber nicht geworden. 
ich hatte hier im forum mal von meiner freundin geschrieben, eine geschichte, die mich unter anderem für meinen entschluß zur trennung sehr bewegt hat.
ihr vater war alk und sie hatte sich als teen gewünscht, endlich 18 jahre zu werden um dann von zu hause abzuhauen.
(ihr vater war dann verstorben, als sie 17 war. )
irgendwie wurde mir da klar, was ich nicht wollte: mein kind verlieren, weil mein partner trinkt.
...deine geschichte mit dem haus und dem ausziehen...
ich habe mich oft in einer ausweglosen situation gesehen. die möglichkeiten, die ich gesehen habe, habe ich nicht genutzt, weil sie zu viel überwindung gekostet hätten oder weil ich sie als irrsinnig angesehen habe.
über was ich noch nachdenke und vor allem kurz nach der trennung nachgedacht habe.
es fällt mir irgendwie schwer zu sagen, in meinem leben ist etwas gescheitert. weißt du, da habe ich großeltern, die sind 60 jahre miteinander verheiratet, in meinem verwandtenkreis ist niemand geschieden.
und dann bin ich da, alleinerziehend. das ist irgend so ein schubladendenken von mir:
normal = partnerschaft und kinder
mittlerweile stehe ich da aber auch etwas drüber, ich bin ja nicht unnormal. 
übrigens klingt das von deiner schwiegermutter noch ein zacken schärfer.

gruß apfel