Beiträge von LiesaB.

    Die vierte Woche ohne hat begonnen. Am vergangenen Montag hatte meine Schwiegertochter Geburtstag und zum Abendessen eingeladen. Es gab für alle köstliches Essen und weil ich verkündet hatte keinen Alkohol mehr trinken zu wollen, für alle alkoholfreien Hugo. Das fand ich toll von ihr.

    Mal davon abgesehen, dass das Zeug furchtbar schmeckt, könnte ich mir dennoch vorstellen, dass es triggern kann.

    Ich wünsche allen, die hier lesen eine schöne Restwoche.

    Ich weiß nicht, wie es dir gelingen kann, dauerhaft die Finger vom Stoff zu lassen. Das musst Du schon allein hinbekommen. Du kannst hier z.B. bei den Grundbausteinen und Leuten, die viele Jahre suchtmittelfrei leben, schauen, wie es ihnen gelungen ist. Vielleicht ist da auch für dich der richtige Weg dabei.

    Lieber Carl Fiedrich, vielen Dank für Deine Hilfe. Aus diesem Grund habe ich mich hier angemeldet. Ich möchter keinen Alkohol mehr trinken und von Menschen lernen, die es schaffen.

    Ich kann nur raten, der Abstinenz und somit der eigenen Gesundheit absolute Priorität im Leben einzuräumen und dem Alkohol in den ersten Monaten -so gut es eben geht- aus dem Weg zu gehen, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist. 1 Jahr ist da schon mal eine gute Orientierung. Erst als ich bereit war, meine Abstinenz an erste Stelle zu setzen, war es mir möglich, mich aus dem Suff zu befreien.

    So ist es. Ich höre mir derzeit das Hörbuch "ALK" von Simon Borowiak an. Hier wir u.a. sehr anschaulich beschrieben, was im Körper abläuft, wenn man nicht mit dem Trinken aufhört. Das hat mir gehörige Angst gemacht. Sollte ich gedanklich ins Straucheln geraten, muss ich mir genau diese Passagen anhören, was der armen Leber, dem Gehirn, der Bauchspeicheldrüse usw. alles passiert. Und ich bin ganz allein dafür verantwortlich.

    Zusätzlich zum Alkoholverzicht habe ich mich für den Halbmarathon in Berlin im kommenden April angemeldet. Es trainiert sich total schlecht mit einem Kater...

    Ein kluger Kopf hat mal gesagt: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Da steckt alles Wichtige und Richtige drin, neben dem allgemeinen Rat, das erste Glas stehen zu lassen.

    Ja, ich muss unbedingt das erste Glas stehen lassen. Das ist genau mein Problem. Nach dem ersten Glas gibt es für mich kein Halten mehr. Ich werde es stehen lassen!

    In den ersten Monaten habe ich mir morgens nach dem Aufwachen stets geschworen: "Heute trinkst Du nichts." Auch das hat mir in der Anfangszeit geholfen.

    Heute werde ich nichts trinken. Und dann kommt der Dienstag. Am Dienstag werde ich genau drei Wochen keinen Alkohol getrunken haben. Und was drei Wochen funktioniert, klappt auch sechs Wochen!!!!!!!!

    Ich wünsche allen, die hier lesen eine wunderbare Woche.

    Ach du liebe Güte, ich scheine mich total falsch auszudrücken: Ich habe von der Gesellschaft im Allgemeinen geschrieben. Ihr scheint zu denken, dass in meiner Familie alles Säufer sind....Ich war die Einzige, die die Flasche, so einmal geöffnet, austrinken musste, und das nicht täglich.

    Ich wollte lediglich ausdrücken, dass es verdammt einfach ist an Alkohol zu kommen.

    Ich denke nicht pausenlos an Alkohol, aber ich dachte, in einem Forum, welches die Alkoholsucht zu Thema hat, ist Alkohol nun einmal das Thema, bzw. wie man es schafft, langfristig keinen zu trinken.

    Liebe Sunshine, da hast du mich ganz falsch verstanden. Ich will nichts schön reden und mich auch nicht raus reden. Ich habe nur für mich festgestellt, dass die Menschheit allgemein sehr wohlwollend mit dem Alkohol umgeht. Es war mir nicht klar, dass ich damit eine Diskussion auslösen würden.

    Ich sage mir, was ich einmal geschafft habe (ein Jahr kein Alkohol) das schaffe ich wieder. Damals wusste ich leider noch nicht, dass es ein Teufelskreis ist. Ich dachte doch tatsächlich, dass ich nach dem Jahr nach 1 oder 2 Gläsern aufhören kann.

    Nun, ich wurde eines Besseren belehrt. Und bevor ich mich in eine ganz tiefe Alkoholsucht saufe, will ich halt aufhören damit. Ganz. Es bringt nichts außer ständig einem Kater am nächsten Morgen.

    Vorsorglich habe ich mich für den nächsten Halbmarathon in Berlin angemeldet. Es trainiert sich nicht schön, wenn man am Vorabend eine Flasche Wein getrunken hat.

    Zum Glück brauche ich keinen Alkohol, wenn ich nicht damit begonnen habe. Der erste Schluck ist für mich verheerend, dann kann ich nicht aufhören. Der erste Schluck war immer wie Nachhausekommen. Dieses Gefühl muss ich ersetzen. Noch weiß ich nicht womit. Aber das finde ich noch.

    Habt alle einen schönen Tag. :)

    @Sunshine: Ich habe vor ca. 2 Jahren verkündet, dass ich ein Jahr keinen Alkohol trinken möchte. Dabei musste ich die Erfahrung machen, dass viele Menschen das gar nicht gut fanden. Immer wieder musste ich laut verneinen. Das "Gläschen in Ehren" wurde gepriesen wie eine Tüte voll Kirschen. Das waren fremde Menschen, Nachbarn, weitläufige Bekannte. Wohlgemerkt, niemand aus meiner Familie und auch niemand von meinen engen Freunden. Dann habe ich oft gesagt, ich bin trockener Alkoholiker und dann war Ruhe. (Damals habe ich das noch gar nicht so gesehen.)

    Ich war erstaunt über die Reaktion der Menschen.

    Ihr Lieben, habt wieder vielen Dank für Eure Beitrag. Meine Erfahrungen decken sich mit denen von Cadda:

    In unsere Gesellschaft (Erwachsene) gehört Alkohol dazu wie das tägliche Brot. Ich kenne keine Feier, in der kein Alkohol gereicht wird. Angestoßen wird mit Sekt. Das Gläschen Wein gehört dazu. Viele trinken in Gaststätten Wein zum Abendessen und niemand findet das komisch. Ersetzt das Wort Alkohol mit Kanabis o.ä. der Aufschrei wäre groß. Deshalb, so denke ich, ist es sehr einfach zum Alkoholiker zu werden...Für mich war das vermutlich so.

    Was sind nasse Kreise? In meinem Bekannten und Familienkreis wird bei Feiern immer Alkohol gereicht. Hat jemand in der Firma Geburtstag, wird mit einem Glas Sekt angestoßen. Ich will nicht glauben, dass das alles Alkoholiker sind.

    Wenn nasse Kreise bedeutet, dass das außschließlich Alkoholiker sind, dann bin ich wohl die einzige weit und breit. Zumindest eine, die es sich eingesteht. Ich bewundere die Menschen, die ein Glas trinken können und gut ist. Das kann ich zwar auch, aber ich muss mich mächtig zusammenreißen...

    Wie dem auch sei: ich bin weiter ohne!!!

    Ich bedanke mich für die vielen Einträge. Es ist schön, dass Ihr geschrieben habt. Es hilft mir sehr. Allein der Gedanke, dass ich hier gestehen müsste, ich hätte wieder Sekt oder Wein getrunken ist gruselig.

    Da ich ja erst etwas über 14 Tage ohne Alkohol bin, kann ich noch nicht sagen, wohin die Reise mit meinem Gewicht hingehen wird. Fakt ist, ohne Alkohol habe ich mehr Lust zum Sport. Süßes ist noch kein Thema. Nun weiß ich, wo ich wachsam sein muss.

    Die Gesellschaft im Allgemeinen findet es gut, nach Feierabend das "Gläschen in Ehren" trinken. Mit dem Finger auf die Menschen wird erst gezeigt, wenn sie bereits am Morgen oder Mittag anfangen zu trinken. Alkohol ist ein sehr anerkanntes Suchtmittel. Ist schon komisch. Bedenklich finde ich, dass es immer wieder Menschen gibt, die andere zum Trinken überreden wollen oder müssen. Fast scheint mir, dass damit das eigene Trinken legitimiert wird.

    Wir wollen davon weg. Und das ist gut so.

    Nochmals Danke.

    Liebe Morgenrot, vielen Dank für deinen Eintrag. Ja, ich erzähle jedem, dass ich nichts mehr trinken will. Und wer sich abwenden sollte, soll weg bleiben. Solche Menschen brauche ich nicht im Leben....

    Als ich beschlossen hatte, ein Jahr nichts zu trinken waren die Reaktionen der Menschen seltsam. Alkohol scheint gesellschaftlich sehr anerkannt zu sein. Die Probleme, die daraus entstehen werden entweder verharmlost oder schlicht geleugnet. Oft habe ich gehört: "Ein Gläschen in Ehren....." Auch von Ärzten.

    Egal, ich will nicht mehr.

    Gestern habe ich mir wieder ein Hörbuch gekauft: Simon Borowiak "ALK". Der Beginn gefällt mir schon einmal, es ist lustig und informativ.

    Natürlich gab es gestern für mich keinen Alkohol! Die dritte Woche hat begonnen.

    Hat jemand von den Foristen Erfahrungen mit Alkohol und Übergewicht? Bedingt das eine das andere? (Ich meine nicht die Abnahme, die am Ende der Sucht steht.)

    Ich wünsche allen, die hier lesen, einen schönen Tag.

    Liebe Cadda, vielen Dank, dass du mich in meinem Tagebuch unterstützt.

    Leider habe ich dein Tagebuch nur quer lesen können.

    "...,dass es eben Leute gibt, die Alkoholiker sind, aber sich immer auf einem gewissen Level halten. Dieses Level reicht allerdings schon aus, um in der Sucht drin zu stecken." Ich glaube, dass es sich bei mir so verhält.

    Gut, dass es dieses Forum gibt.

    Liebe Cadda, genau so ist es! Ich hatte mir damals vorgenommen genau 365 Tage nicht zu trinken und habe es geschafft. Ich war der Meinung, dass ich nun sehr gut nur ein oder zwei Gläser trinken könne, habe ich ja ein ganzes Jahr ohne Alkohol gemeistert. Ich brauche nicht weiter zu schreiben....

    Es macht mir allerdings etwas Angst, wenn ich daran denke, dass wir Besuch bekommen. So wird es am 4.07. sein. Es kommen liebe Bekannte und die trinken natürlich gern Wein. Ich brauche eine Strategie, wie ich damit umgehen kann. Das Teufelchen in meinem Gehirn wird wohl laut flüstern.

    Tag 14 habe ich gestern geschafft.

    Liebe Cadda, danke für deinen schönen Eintrag.

    "Alkohol ist zum Desinfizieren da" hat mir die Augen geöffnet, dass ich mir mit dem Zeug nichts Gutes tue. Genau, der Titel ist wörtlich aufzufassen.

    Gestern war wieder ein guter Tag. Kein Alkohol. Manchmal flüstert allerdings eine kleine Stimme, dass ein einziges Glas unmöglich schaden kann.

    Der heutige Tag ist der 14. Und diesen werde ich ganz bestimmt nicht versauen!!!!!

    Lieber Nobby, ich danke dir sehr für deinen Eintrag. Es tut mir gut, dass du geschrieben hast, dass ich sehr früh bemerkt habe, dass es zu viel Alkohol ist. Meine Blutwerte unterstützen deine These. Sie sind alle im Normbereich, auch die Leberwerte.

    Jetzt heißt es für mich, meinem Körper zu danken. Ich bin seit nunmehr 20 Jahren Joggerin. Als ich ein Jahr vollkommen aufs Trinken verzichtet habe, gelang es mir in Berlin den Halbmarathon zu rennen. Und das mit 57 Jahren.

    Wie ich feststellen musste, gibt es viele Läufer, die auch Alkoholiker sind. Irgendwie schaffen wir es dennoch längere Strecken zu laufen. Allerdings hatte ich es immer schwer am Morgen zu laufen. Klar, es gab ja auch am Abend davor eine Flasche Wein, die meine Leber noch zu verarbeiten hatte.

    Gestern nun sind mein Mann und ich 7,30 Uhr aufgestanden, haben einen Kaffee getrunken und sind in den Wald gefahren. Ich bin 56 min gerannt. Es ging. Es ging sogar sehr gut. Ohne Kater!!!!!!! Das will ich wieder.

    Heute hat es leider geregnet. Deshalb geht es erst nachher wieder in den Wald. Meine Kondition muss besser werden.

    Ahja: Heute wäre schon Tag 13. Ich bin sicher, dass ich das schaffe.

    Habt alle einen schönen Sonntag.

    Liebe Carmen, liebe Linde, o.k. ich schreibe hier weiter.

    Warum will ich mit dem Alkohol aufhören? Seit einiger Zeit wusste ich, ich muss aufhören, sonst wird es ganz schlimm. Vor ca. 2 Jahren hatte ich beschlossen, ein Jahr mit dem Alkohol zu pausieren. Das ist mir gelungen. Allderings habe ich nach dem Jahr wieder angefangen. Zunächst blieb es bei einem Glas Wein oder Sekt. Daraus wurde schnell mehr und war ich war bei einer Flasche angelangt. Nicht täglich aber sehr oft. Wenn ich erst einmal begonnen habe zu trinken, kann ich ganz schwer wieder aufhören. Bis zum Vollrausch habe ich es zum Glück nicht kommen lassen.

    Am Tag danach kam dann immer der Kater. Das will ich nicht mehr. Ich traue mir nicht, was ist, wenn es mit einer Flasche nicht mehr getan ist? Werden es dann 2.......ich befrürchte, es werden 2.

    Um mir Hilfe zu holen, habe ich mir das Hörbuch von Craig Beck "Alkohol hat mich belogen" angehört. Er beschreibt sehr eindringlich, dass mit Alkohol desinfiziert wird. Das heißt, Bakterien werden damit abgetötet. Und das geschieht genau in meinem Körper. Gesund kann das nicht sein. Wir wissen alle, dass bestimmte Bakterien lebensnotwendig sind. Ich will also meinen Darm nicht mehr desinfirieren.

    Dieser Gedanke hilft mir sehr und hat mir so richtig die Augen geöffnet, was ich mir mit dem Alkohol u.a. antue.

    Was hat mir der Alkohol gebracht. Ich mag das Beschwingtsein, das Prickeln des Sektes, das Schwenken des Glases in der Hand........