Beiträge von pauly

    Hallo Ihr,

    ich habe mich sehr über Eure 'Kommentare' gefreut. Da haben sich ja meine Blasen an den Tipp-Fingern gelohnt! 8)

    Elisabeth & Annika
    Vielen lieben Dank für Euren Zuspruch! Ich fänds auch prima, wenn ich jemanden ermuntern könnte!

    @HansDampf
    Dir hat es ein bissle Mut gemacht. Hat sichs ja schon gelohnt! Da freu ich mich sehr drüber (habs Dir ja schon in Deinem Thread geschrieben).

    Teichlinchen
    Auch Dir vielen lieben Dank für Deine guten Wünsche. Das gleiche Wünsche ich Dir auch für Dich und Deine Therapie. Ist ja schon nicht mehr so schlimm, wie am Anfang, gell!? :wink:

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo HansDampf,

    na, bei Dir scheints ja grad steil nach oben zu gehn! :shock:

    Das freut mich sehr für Dich. Und es wird weiter so gehen, wirst sehn.
    Auch freu ich mich sehr, dass Dir mein Bericht von der LZT etwas Mut machen konnte. :wink:

    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende und mach weiter so!

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo walli,

    auch von mir ein Herzliches Willkommen hier in unserem Forum.

    Zwar kenn ich das Thema Adaption von Mitpatienten aus der Therapie, aber mehr, als dass es sich dabei um eine Art betreutes Wohnen handelt, weiß ich auch nicht.

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von opeter66

    Und ein Tag ohne begann.

    Hallo Oliver,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Wann war denn dieser Tag? Ich nehm mal an, noch nicht so lange her.

    Wenn Du hier schon gestöbert hast, dann weißt Du auch um die Gefahren eines kalten Entzugs!? Ich weiß, was Du durchmachst (gemacht hast), denn ich hatte das auch schon praktiziert, aber da hatte ich leider das Forum noch nicht und hatte keinen Schimmer, was ich damit hätte anrichten können!

    Also, warst Du schon beim Doc?

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Andi und Tinika,

    vielen Dank für den Zuspruch. Den kann ich immer gut gebrauchen! 8)

    Und danke, Tinika, für die Glückwünsche. Tja, ist es tatsächlich schon ein halbes Jahr her, als es mir so sehr dreckig ging?
    Einserseits fühlt es sich für mich noch als gar nicht so lange her, als ich da lag und mir nichts sehnlicher wünschte, dass die von der Entgiftungsstation sofort angefahren kämen, und mich mitnähmen...
    Auf der anderen Seite fühle ich mich jetzt schon 'so lange' sehr gut und bin zufrieden.

    Daher: Ich lebe die Gegenwart und blicke zuversichtlich in die Zukunft. Ich werfe aber von Zeit zu Zeit einen Blick in die Vergangenheit, um zu sehen, was sich wie verändert hat.

    Klingt jetzt sehr pathetisch, gell!? :oops:

    Ich wünsche Euch einen sonnigen Tag!

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo HansDampf,

    auch von mir nochmal ein herzliches Willkommen hier.

    Also, bei mir ist das ganze etwas schneller abgelaufen:

    - 15.11.06 Entlassung aus Entgiftung

    - 04.12.06 Eingang Antrag bei der DRV Bund (erst so spät, weil der medizinische Bericht von der Entgiftung so ewig nicht fertig wurde)

    - 11.12.06 Bewilligung durch die DRV

    - 19.12.06 Beginn meiner 16-wöchigen Langzeittherapie

    Ich muss aber dazu sagen, dass ich ständig auf der Entgiftungsstation angerufen hatte, bis die endlich den Antrag weggeschickt hatten und dann habe ich ständig (alle 2 Tage) bei der DRV angerufen.

    Also, bleib am Ball!

    Viele Grüße

    pauly

    Resumé meiner Langzeittherapie II

    Da stand ich nun mit meinem Köfferchen. 16 Wochen wie eine unüberwindlich hohe Wand vor mir. Die gehen ja NIE rum, dachte ich. Mal sehn…
    Die ersten Tage gingen mit medizinischen Untersuchungen, Vorstellung in meiner Bezugsgruppe und Einzelgespräch mit meinem Bezugstherapeuten schnell rum. Dann ging der ‚Alltag’ mit Gruppentherapien, Vorträgen, Sporttherapie, Kunsttherapie und physiotherapeutischen Anwendungen los. Dazwischen immer wieder medizinische Untersuchungen (Blutwerte, Blutzucker, Urin, usw.). Auch wurde immer wieder gruppenweise (Losentscheid) zum allgemeinen Blasen (Atemalkohol) ‚eingeladen’. Dies konnte auch mal passieren, wenn man schon im Bett lag…

    Nach 4 Wochen durfte ich das Klinikgelände im Rahmen der Ausgangszeiten verlassen. Diese Ausgangszeiten waren m.E. großzügig bemessen (wochentags 17:30 Uhr bis 22:00 Uhr und Sa/So/FT 8:00 Uhr bis 22:00).
    Jetzt ging ich auch in die Indikativgruppen, welche ich zusammen mit meinem Therapeuten für mich aussuchen konnte. Indikativgruppen sind Therapiegruppen mit unterschiedlichen Themeninhalten: Denken, Fühlen, Handeln – Probleme am Arbeitsplatz – Sicherheit im Kontakt – Atemtechnik – Entspannungstechnik – Ernährungslehre – Schwimmen – Kunstgruppe (um nur einige zu nennen).
    In den Winterwochen besuchte ich fast jeden Tag die dortige Sauna. Gott sei Dank gab es auch einen, wenn auch langsamen, Internetanschluss, so dass ich fast täglich im Forum lesen konnte.

    Nach 9 Wochen hatte ich meinen ersten von insgesamt drei ‚Wochenendurlauben’, d.h. man durfte über Nacht (2 Nächte) heimfahren.

    Als dann langsam der Frühling sich zu regen begann, betrachtete ich sein Erwachen aus ganz anderen Augen, als ich noch gesoffen hatte. Es war so schön in den warmen Sonnenstrahlen die ersten Blüten, die frischen Tannensprosse, die Erde regelrecht zu riechen! Dem Vogelgezwitscher aktiv zuzuhören. Den Kröten bei den Paarungsaktivitäten zuzusehen. :oops: (Die Klinik liegt quasi mitten im Wald).
    Ich habe Gefühle und Empfindungen erfahren und zulassen können, die mir schon ganz fremd geworden waren. Ich merkte, was ich in den letzten Jahren alles versäumt hatte. So geht es mir jetzt noch mit vielen anderen Dingen.

    Um meine letzten Indikativgruppen abschließen zu können (ein Turnus geht immer über 8 Sitzungen/4 Wochen), hatte ich meine Therapiezeit dann sogar noch um eine Woche verlängert.

    Am letzten Dienstag, 17.04.07, war dann mein Entlassungstag. Ich muss sagen, ich ging mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich habe die Zeit dort sehr genossen. Es gab nichts, was mich langweilte, oder mir gegen den Strich ging. Ich habe mich allerdings auch absolut vorbehaltlos allem geöffnet, habe mich gegen nichts gewehrt und alles zugelassen. Ich denke (weiß), wenn jemand nur widerwillig, oder gar unter Zwang eine Therapie macht, dann ist die Zeit für denjenigen unendlich und nutzlos. Wobei ich bei zwei meiner Mitpatienten die Erfahrung gemacht habe, dass sich ein solcher anfänglicher Widerwille im Laufe der Therapie auch zu Einsicht und letztendlich auch zu einem erfolgreichen Abschluss der Maßnahme wandeln kann! Daher kann ich jetzt verstehen, dass auch manchmal absolut hoffnungslos erscheinende ‚Fälle’ zur Therapie geschickt werden.

    Wie schon die ganzen Tage davor und danach war an meinem Entlassungstag wunderschönes Wetter. Ich verabschiedete mich von meiner Gruppe und von meinem Therapeuten. Wenn in diesem Augenblick jemand gekommen wär, und hätte gesagt: „Herr Pauly, sie müssen noch einen weiteren Monat hierbleiben“, dann hätte ich freudestrahlend zugesagt!

    Als ich dann heimfuhr, gingen mir freilich Gedanken wie „Ohje, jetzt bist du wieder auf dich alleine gestellt. Wie wird es jetzt wohl weiter gehen?“ durch den Kopf. Aber ich habe mich dann erst mal wieder gefreut, als ich daheim ankam und ich freudig von meinem Freund und unseren drei Katzen begrüßt wurde.

    Am nächsten Morgen ging ich dann auch schon wieder zur Arbeit. Ich wurde zwar oft gefragt, warum ich denn gleich wieder arbeiten wolle und nicht noch ein paar Tage Urlaub nähme, aber ich dachte für mich, was ändert das, wenn ich jetzt erst noch ein paar Tage daheim sitze. Dann lieber gleich.
    Ich wurde von meinen Kollegen herzlich in Empfang genommen. Die Kollegen in meiner Abteilung wissen eh, wo ich war.

    Heute ist meine Entlassung eine Woche her. Im Büro habe ich mich gut wieder eingelebt. Ich wurde von manchen Kollegen gefragt, wo ich denn so lange gewesen sei. „Ich war auf Kur“, sage ich immer. Aber immer kam auch die Nachfrage „Auf Kur? Auf welcher Kur denn?“ „Ich war auf einer Kur zur Alkoholentwöhnung“ „Achwas, im Ernst?“ „Ja“ „Aha…, aber schön, dass Du wieder da bist.“ So, oder so ähnlich verlief das immer. Genau so in meinem Bekanntenkreis, die noch nicht Bescheid wussten.
    Es geht mir sehr gut mit dieser Ehrlichkeit. Natürlich hab ich nicht das berühmte Schild um den Hals, aber, wer fragt, bekommt eine ehrliche Antwort. So einfach ist das!
    Ich geh wieder in meine SHG im Nachbarort und natürlich weiterhin hierher ins Forum. Ich nehme immer noch die Antidepressiva (allerdings wurde die Dosierung erheblich reduziert), aber ich bin zuversichtlich, dass ich die zusammen mit meinem Psycho auch bald vollends ausschleichen kann. In der Klinik konnte die Dosierung meiner Beta-Blocker (Bluthochdruck), die ich schon seit vielen Jahren nehmen muss, auch reduziert werden. Seit meiner Entlassung haben wir sie ganz abgesetzt (Absprache Klinikärztin/Hausarzt), unter der Auflage, dass ich täglich messe und nach zwei Wochen mit den Werten wieder bei meinem Hausarzt erscheine. Bis jetzt sind die Blutdruckwerte super! (Toi, toi, toi…)

    Morgen ist es auf den Tag ein halbes Jahr her, dass ich das letzte Mal Alkohol getrunken habe und ich fühle mich so wohl und zufrieden wie noch nie (zumindest kann ich mich nicht erinnern)!

    Ich möchte jedem Unentschlossenen Mut machen. Ich dachte auch mal, wie kann man ohne Alk fröhlich sein und genießen können? MAN KANN! Und sogar besser, als mit Alk. Man darf mir das ruhig glauben, denn, wie gesagt, ich war auch ein sehr großer Zweifler!

    Ich wünsche Euch allen (und mir), dass wir eine zufriedene Trockenheit erreichen, bzw. uns erhalten. Für mein Empfinden ist Zufriedenheit mit das wichtigste im Leben.

    Die Vorstufe zum Glück sozusagen…

    Hallo Oliver,

    herzlich willkommen hier in unserem Forum!

    Zitat von Oliver

    ...wichtig ist nur, dass ich mich entschlossen habe nie wieder Alkohol zu trinken.

    Da hast Du eine für Dich sehr wichtige und einschneidende Entscheidung getroffen!

    Gratuliere!

    Wir lesen uns.

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von Blue Bouncer

    Solltest Du dich,ebenfalls für diesen Weg entscheiden,können wir Dir hier weiter helfen,ansonsten wohl eher nicht!

    Hallo Lukas,

    ein herzliches Willkommen hier!

    Andi hat dich ja vor die Wahl gestellt (siehe oben). Du bist aber nicht abgehauen. Im Gegenteil, Du hast ausführlich über Dich berichtet. Ich denke, das zeigt, dass Du doch sehr über Dich besorgt bist. Zurecht! Was Du brauchst, ist ein kräftiger Tritt in den Hintern zur Unterstützung Deiner Entscheidungsfindung. Und ich glaube fast, Du willst Dir diesen Tritt hier abholen...

    Überdenk bitte nochmal, wo Du Deine Prioritäten setzen willst:

    - Club oder Familie
    - Leid oder Zufriedenheit
    - Tod oder Leben

    Überleg es Dir gut...

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Daniel,

    auch von mir herzlich willkommen in unserem Forum.

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Ich und viele hier haben wohl schon das gleiche durchgemacht, wie Du jetzt. Daher darfst Du getrost auf die Ratschläge hören.

    Wie gehts Dir heute? Warst Du schon beim Arzt? Ganz wichtig (wie linuxgeek schon sagte): Nicht abrupt mit dem Trinken aufhören. Spiegel halten und sofort zum Doc. Okay!?

    Viele Grüße

    pauly

    Resumé meiner Langzeittherapie I

    Oktober 2006

    Trotz psychiatrischer Behandlung mit leichten Antidepressiva, war ich soweit, dass ich es nicht mehr aushalten konnte (Tiefpunkt!?). Natürlich ist es verantwortungslos (einem selbst gegenüber) diese Medikamente einzunehmen UND zu saufen!
    Eines nachts (ich hatte den ganzen Abend gesoffen), lag ich im Bett, geschüttelt von Entzugserscheinungen (obwohl ich voll war), absolut depressiv und von Angstzuständen zerfressen. Da fasste ich den Entschluss!

    Am 25.10.06 ließ ich mich auf die Entgiftungsstation einer PLK einweisen.

    Nach den ersten zwei Tagen/Nächten mit schlimmen Entzugserscheinungen ging es dann rasch aufwärts. Ab dem vierten Tag ließ ich mich zum Essensdienst einteilen und in der zweiten Woche war ich Patientensprecher. Nach der Absetzung während des Entzugs bekam ich auch wieder die Antidepressiva (kein sog. Suchtpotential).
    Nach der eigentlichen Entgiftung nahm ich an Gruppengesprächen, Entspannungsübungen, Akupunktur, Beschäftigungstherapie, Vorstellungen von SHGs, usw. teil. Es war schon fast wie eine Mini-Therapie.

    Von den Ärzten und dem Sozialmitarbeiter wurde ich zu meinen weiteren Plänen nach der Entgiftung bez. des Aufbaus einer zufriedenen, beständigen Abstinenz befragt. (Für mich war eigentlich klar gewesen: Entgiftung und gut is. Fast mitleidig hatte ich manche Mitpatienten beobachtet, wie sie mit Sozialberichten, medizinischen Berichten und Suchtverlaufsberichten zur Beantragung von Langzeittherapien kämpften.) Daher kam diese Frage für mich etwas unerwartet und ich meinte nur, dass ich nichts weiter vor hätte und nach der Entgiftung halt wieder zur Arbeit wolle.
    Ich war erstaunt, dass mir Unverständnis entgegengebracht wurde und ich versprach des lieben Friedens Willen, dass ich es mir überlegen wolle.
    Ich hatte dann ein Gespräch mit dem Sozialarbeiter meiner Firma und erhoffte mir von ihm Rückenstärkung, so ungefähr dass ich eine Therapie gar nicht bräuchte. Natürlich blies er aber ins gleiche Horn, wie die Ärzte und Sozialarbeiter der Klinik.
    Ich war jetzt total verunsichert, machte mir aber doch Gedanken. Nach weiteren Gesprächen kam ich zur Einsicht, dass es für mich doch kein Fehler sein konnte, wenn ich in eine LZT ginge. Nachdem ich dann noch (von mir eigentlich unerwartete) Rückenstärkung von meinem Chef und dem Personalbüro bekam, entschied ich mich: Ja, ich mach das jetzt! Ich hatte mich nicht überreden, aber überzeugen lassen.
    Dass dies einer, wenn nicht DER weiseste Entschluss in meinem seitherigen Leben war, wusste ich da noch nicht!

    Nach 21 Tagen (Mitte November) wurde ich entlassen und es ging mir um Längen besser, als vor der Maßnahme (klar). Ich muss sagen, es war alles in allem eine schöne und für mich wichtige Zeit dort.
    Ich ging wieder zur Arbeit und wartete auf die Bewilligung der Therapie von der Rentenversicherung. Ich musste allerdings bei der PLK öfter nachhaken, da der medizinische Bericht noch fehlte.
    Als der Antrag bei der Rentenversicherung dann vorlag, rief ich jeden 2. Tag in Berlin an, um mich nach dem Stand meines Antrags zu erkundigen. Es ging stramm auf Weihnachten zu, und ich wollte unbedingt noch vorher in die Therapieklinik kommen.
    Wahrscheinlich ging ich dem Sachbearbeiter mit meiner Anruferei so dermaßen auf den Senkel, dass ich schon eine knappe Woche nach Eingang des Antrags die Bewilligung erhielt.

    So lief ich am 19. Dezember 2006 in der Suchtklinik Wilhelmsheim ein.

    Fortsetzung folgt…

    Hallo,

    heute war ich nochmal in meiner Therapieklinik. Sie ist nicht weit weg von daheim. Ich musste noch meinen Tonkopf aus der Kunsttherapie abholen. Er war nicht mehr rechtzeitig zu meiner Entlassung fertig geworden, da die Glasur noch gebrannt werden musste.

    Jedenfalls war es schon ein wenig ein komisches Gefühl, als ich dort wieder hineinspazierte. Ich traf auch gleich auf ein paar Mitglieder meiner Gruppe und wurde sehr freudig und herzlich begrüßt. :oops:
    Wir haben dann noch schön Kaffe getrunken und, obwohl ich jetzt erst eine Woche weg bin, gab es schon wieder viel zu erzählen.

    Klingt jetzt sonderbar, aber irgendwie war es ein Gefühl wie 'heimkommen'. Ich habe es genossen.
    Anschließend war es aber auch wieder schön, tatsächlich heim zu fahren.

    8)

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo Ihr,

    die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Ich kann versuchen sie zu vergessen. Das will ich aber nicht, denn dann fehlten mir die Beweggründe, warum ich nie wieder Alkohol trinken will!

    Ich möchte mir jederzeit (besonders wenn es mal brenzlig werden sollte) die für mich zum Horror gewordenen durchlebten Situationen ins Gedächtnis zurückrufen können, um immer deutlicher sehen zu können, wie gut es mir JETZT geht und wie zufrieden ich bin. Ich möchte in Erinnerung behalten, was ich gegen meine jetzige Zufriedenheit eintauschen würde. Ich möchte, dass es mich insgeheim gruselt, wenn ich an die besagten Momente zurückdenke.
    Das kann mich vor Fehlern schützen! Daher will ich die vergangenheit nicht bewältigen im Sinne von vergessen, sondern im Sinne von als Mahnmal in Erinnerung behalten.

    Genau so wichtig für mich aber ist der Blick auf die Gegenwart und auf die Zukunft: Ich sehe und fühle, wie viel besser es mir jetzt geht und wie viel mir daran liegt, dies auch weiterhin zum Mittelpunkt meiner Bestrebungen zu machen. Dies ist der Schlüssel zum zufriedenen Leben, ja - vielleciht sogar zum Glück? (will mir jetzt nicht zu große Hosen anziehen... :oops: )

    In diesem Sinne...

    Liebe Grüße

    pauly[/b]

    Hallo Klaus,

    herzlich willkommen hier in unserem Forum!

    Zitat von duch

    ich weiss das der alkohol das problem ist.


    Dem ist eben nicht so! Das Problem bist Du, bzw. liegt in Dir.

    Ich weiß schon, was Du damit sagen willst, aber schon allein die Wortwahl ist meiner Ansicht nach wichtig. "Ich weiß, dass ich ein Problem mit Alkohol habe." hörte sich schon ganz anders an.

    Klingt jetzt nach Erbsenzählerei, aber Kleinvieh macht auch Mist.

    Tja, vielleicht musst Du tatsächlich nach einem Arzt suchen, der kompetent ist, und sich Deiner annehmen kann, d.h. mit Dir die für Dich geeigneten Maßnahmen einleitet (Entgiftung? Therapie? SHG?).

    Ohne 'richtigen' Arzt im Rücken, wird es schwierig.

    Viele Grüße

    pauuly

    Hallo Teichlinchen,,

    wennde zum Arzt musst, musste zum Arzt! Egal, ob Du schon Ausgang hast, oder nicht. Also, geh hin zum Oberhäubchen und erzähl ihr, dass Du zum Zahnarzt musst. Anderenfalls könntest Du nichts mehr beißen und müsstest elendiglich verhungern!

    Ne, die Kliniken haben Abkommen mit den entsprechenden Fachärzten. Ich war während der LZT einmal beim Orthoöäden und einmal beim Augenarzt. War überhaupt keine Aktion.

    Liebe Grüße und auf dass Du bald wieder kraftvoll zubeißen kannst... :wink:

    pauly

    Hallo Rose,

    berichten mögen tät ich schon wollen, aber ob ich dürfen kann? :wink:

    Nein, im Ernst, ich bin mir da nicht sicher. Es hat sich ja in letzter Zeit herausgestellt, dass es nicht so gut ist, wenn man so persönliches über andere berichtet...

    Er hat mir erzählt, wie es zur Situation kam, aber meine Frage, was er sich in dem entscheidenden Moment gedacht hat, konnte er mir nicht genau beantworten. Er meinte, es hätte dann halt ausgehakt, und außerdem hätte er dann seine Ruhe vor dem ewigen "Ach komm, ein Bier kannste doch mittrinken...".
    Jedenfalls berappelt er sich gerade wieder. Ich meinte zu ihm, er solle es als Schuss vor den Bug werten. Er erwiderte, das wäre aber schon ein kleiner Treffer gewesen, worauf ich ihm sagte, dass das Schiff aber noch nicht untergegangen sei und man das Trefferloch jetzt schleunigst stopfen müsse. Das will er jetzt auch tun.

    So, jetzt hoffe ich, ich hab nicht zu viel geplappert!? :roll:

    Liebe Grüße

    pauly