Beiträge von Pott

    Hi Stefan,

    Willkommen!
    Mir gehts es ähnlich wie dir, mein Mann will das "kontrollierte trinken" (ein Unwort an sich!!!) austesten um sich zu beweisen, dass er kein Alkoholiker ist.....Schwachsinn und nur der Weg zurück in die Sucht!

    Tja, was kannst du tun?
    Eine sehr gute Freundin hat mir folgendes geraten:
    -grenz dich ab
    -wende dich ab, wenn du die Fahne riechst
    - rede nur, wenn der Partner nüchtern ist
    - lass los

    Ich denke Punkt 4 ist er Wichtigste - du bist kein Animateur und sie sollte Strategien entwickelt haben, um dem Alkohol entgegen zu treten.
    Effektiv tun kannst du nichts - du kannst dafür sorgen, dass es DIR gut geht und dass du dein Leben -unabhängig von ihrem Zustand- lebst....

    Wenn sie ihr trinken mit Langeweile begründet, dann sag ihr, dass sie Fenster putzen kann - habe ich so gemacht und siehe da: die Whg ist sauber.
    Das interessiert mich aber überhaupt nicht. Stellst du dir die Frage was dich erwartet, wenn du nach Hause kommst?
    Wenn ja, solltest du dringend was für dich tun - hat man keine Lust mehr heim zu kommen, weil eh nur der betrunkene Partner wartet, dann ist es an der Zeit, seinem Leben wieder klare Strukturen zu verleihen. Denk dran, du hast nur dieses eine Leben..... willst du es opfern?

    Gruß
    Heike

    Hallo Mimi,

    Willkommen!

    Kurze und prägnante Antwort: du kannst nichts tun!

    Du kannst dich in Sicherheit bringen und das ist auch schon alles. Wenn er trinkt, ist es sinnlos mit ihm zu reden. Genauso sinnlos ist es, wenn man ihm seine Flaschen auskippt. Er wrd Nachschub besorgen, das Trinken wird nur herausgezögert - mehr nicht!

    Es ist nicht deine Aufgabe ihm zu helfen, wenn er selbst keine Hilfe will. Und wenn er schon handgreiflich geworden ist, dann frage ich mich, was du noch bereit bist, auszuhalten.... wie weit darf er bei dir gehen?
    Schmeisst er dich als nächstes mit dem Kopf durch die Scheibe?

    Alles Gute und pass auf dich auf!

    Heike

    och, weisste, Spedi - ich finde, du hast völlig recht.
    Das Problem ist nur, dass der alkoholabhängige Partner es wirklich gut drauf hat, einen so dummzuquatschen, bis man sich am Ende selbst die Schuld gibt, um es mal lapidar auszudrücken.
    Ich habe gestern ein feines Beispiel gehabt, das ich gerne anführen möchte:

    Ich: hast du nicht gemerkt, wie geschockt dein Sohn war, als du trankst?
    Er: das ist doch nur, weil der Kleine weiß, wie DU reagierst, wenn ich mal (haha) was trinke....

    da stehste du dann erstmal und denkst nur "wouw"....Mittlerweile denke ich "netter Versuch" und früher dachte ich" Oh Gott, DU bist dran schuld, dass die Kinder sich zurückziehen- du zerstörst die Vater -Sohn Beziehung"

    Verstehst du, was da abläuft?
    Ich habe meinen Mann gestern gefragt, wann denn der Zeitpunkt kommt, wo er sagt, dass er nicht trinken müsse, wenn ich nicht nörgeln würde... hab ich nie gesagt, war die Antwort.... erkennt sich jemand wieder?

    Ich habe heute bewusst meinen Feierabend so weit rausgezögert, um ihm ja nicht über den Weg laufen zu müssen. Klar, er kommt wieder, keine Frage. Es ist auch kein Alkohol im Haus - ich frage mich nur gerade, inwieweit ICH bereit bin, mein Leben so von seinem Verhalten diktieren zu lassen - und ich frage mich nach dem Sinn..... Blondi wird es wohl ähnlich gehen......

    Zu deiner Frage Blondie,

    es mag sein, dass dein Mann nachdenkt. Es mag auch sein, dass er keinen körperlichen Entzug durchmacht - die Krankheit sitzt im Kopf, nicht primär im Körper.....du solltest wissen, dass du nie sicher sein kannst. Du kannst zwar Vertrauen aufbauen, die Frage ist nur, inwieweit dein Mann seine Trockenheit erstnimmt....trinkt er nur nichts, um dich zu in Sicherheit zu wiegen, dann vergiss es - das Spiel geht früher oder später weiter.
    Lässt er Taten folgen, setzt er sich mit seiner Sucht auseinander, besucht er SHGs, dann besteht eine reelle Chance, dass er seine Sucht zum Stillstand bringt.
    Gruß
    Heike

    Wie wäre es wenn du in ein Frauenhaus gehst? Dort kommst du zur Ruhe, dir wird geholfen, deine finanzielle Situation zu regeln und eine Whg zu finden! Du kannst dir deine Sorgen von der Seele reden und wirst mit Sicherheit auch auf Frauen in der gleichen Situation treffen. Vor allem - du wirst angstfrei leben!

    So kanns nicht weitergehen - du gehst mit ihm unter und was noch schlimmer ist: deine Tochter auch!!!!!!!
    Es reicht doch, wenn er sein Leben zerstört, eures auch noch?

    Viel Kraft

    Grüße
    Heike

    ..macht er doch sicherlich hinterher wieder sauber?!

    Vielleicht redest du mal mit dem Therapeuten?! Es kann ja nicht sein, dass seine unterschwellige Botschaft "schmeiß die Ehe hin!" einfach so akzeptiert wird!
    Ich weiß nicht, so langsam habe ich das Gefühl, dass Therapeuten einfach nur nach Schema F vorgehen und sich an Statistiken klammern um zu therapieren oder wie auch immer sie das nennen......Ich glaube, jemand, der sein Wissen nur aus Büchern hat, ohne selbst in der Situation gesteckt zu haben, nicht unbedingt jemand ist, dem ich bedingungslos Glauben schenken würde.......man kann viele Fehler machen und ich bin mittlerweile der Ansicht, dass sie bei Therapeuten alle auf einen Haufen kommen, kein schöner Gedanke!

    Einen schönen Sonntag mit einer sauberen Küche und leckerem Kuchen

    Grüße
    Heike

    eieieieieieiei, das kenne ich!

    Weisst du, als ich aus der Beziehung mit dem Vater der beiden Kleinen kam, habe ich einen Panzer um mich herum gebaut.
    Ich konnte nicht damit umgehen, dass mein jetziger Mann zu seinem Wort steht. Ich habe immer auf den Knall gewartet....

    Er kam von der Arbeit nach Hause - sein Vorgänger nicht, er trieb sich sonstwo rum.
    Er ging einkaufen - und kaufte auch ein - sein Vorgänger nicht, der versoff das Geld und ich stand mit nichts da.
    Er sagte, wir machen das jetzt - sein Vorgänger sagte zwar viel, aber tat es nicht.

    Diese Liste kannst du beliebig lang weiterführen.
    Die Ehe hat dich geprägt, du hast Schwierigkeiten zu glauben, dass ein Mann dich um deiner selbst Willen liebt - das musst du lernen!
    Vertrauen ist auch nicht von Anfang an da - es muss erlernt werden!

    Genieß es einfach und mach dir nicht zu viele Gedanken, denn wenn du immer nach Fehlern suchst, bist du wirklich noch nicht bereit für eine neue Beziehung! Man kann nie im voraus sagen, wie sich was entwickeln wird...man muss es leben und mit offenen Augen durch die Welt gehen
    :)

    Schönen Sonntag
    Heike

    Huhu

    Hm, das dachte ich mir bereits.
    Hier wollte dir niemand einen Maulkorb verpassen, deine Wut ist verständlich! Du wirst dich aber noch schlechter fühlen, wenn du dich in deiner Wut und Verletztheit verlierst, weil diese Gefühl dich lähmen...

    Weisst du, ich weiss, dass es schwer ist und jetzt mit der neuen Whg ist es endgültig. Völlig klar, dass sich bei dir Endzeitstmmung ausbreitet. Aber ein Ende auf der einen Seite ist auch immer ein Neuanfang auf der anderen.
    Versuch es ein wenig positiv zu sehen - versuch dich abzulenken!

    Wer dich nicht will, hat ich nicht verdient und du hast den Mann fürs Leben einfach noch nicht gefunden -irgendwo wartet ein Partner, der dich richtig liebt, auf dich - auf jeden von uns!

    Alles Liebe
    Heike

    Huhu Xenja,

    hm das ging ja voll in die Hose!

    Ich hätte da noch eine Idee: wenn du es nicht schaffst, ruhig zu bleiben, dann schreib ihm einen Brief und gib ihm den, wenn er nüchtern ist. Den Brief kannst du 1000x korrigieren, falls dir Dinge rausrutschen, die du eigentlich nicht sagen willst.
    Es ist eine prima Möglichkeit, deine Gefühle aufzuschreiben und ihm sachlich mitzuteilen, ganz emotionslos!

    Wie du gemerkt hast, macht er dicht, sobald du mit dem Thema anfängst - also versuch es so rum. Und wenn er dann nicht nachdenkt, solltest du die Konsequenzen ziehen, denn das, was du jetzt hast, ist definitv kein Leben!

    Grüße
    Heike

    Hallo Apache,

    zunächst mal: du kannst ihm gar nichts verweigern! Er und nur er ist verantwortlich für das, was er tut!

    Wenn du kein gutes Gefühl hast und vor diesem Urlaub Angst hast, so hilft dir nur Offenheit - du musst sagen, was DU willst und das dann auch tun. Ich kann mir vorstellen, dass du auf einem Pulverfass sitzt und Angst vor der Detornation hast. Rede mit deinen Freunden, rede mit deinem Mann, wenn er nüchtern ist und solltest du nur den Anflug eines Zweifels verspüren so sag ab, damit du zur Ruhe kommst!
    Du bist an NICHTS schuld - du kaufst ihm den Alkohol nicht und bindest ihn auch nicht fest, um ihm mit einem Trichter den Alkohol reinzukippen. Er sucht Ausreden um trinken zu können. Alkoholiker geben jedem anderen die Schuld an ihrer Unbill, das ist einfach so! Vielleicht fühlen sie sich dann besser, auf jeden Fall schafft es einen neuen Grund zu trinken. "Sieh mal, DU setzt mich unter Druck, DU nörgelst, also MUSS ich trinken!" Alles Quatsch - lass dich darauf nicht ein!

    Weisst du niemand, der nicht in solch einer Situation steckt, kann dir eine echte Hilfe sein und Verständnis aufbringen. Niemand weiss wie es ist, wenn man in glasige Augen guckt und das Tag für Tag. Wie es sich anfühlt, wenn der geliebte Partner nur noch ein Schatten seiner selbst ist und augenscheinlich verblödet und man nur hilflos zusehen und nicht eingreifen kann. Das Unverständnis ist kein böser Wille, es ist Hilflosigkeit...und Scham. Alkohol ist fest in unserer Gesellschaft integriert und wer ablehnt ist nicht normal. Alles was aus dem normalen Rahmen fällt, wird misstrauisch beäugt und abgelehnt. Man sucht die Schuld bei den Umständen, der Lieblosigkeit der Ehefrau, etc.... man versucht Gründe für die Unnormalität zu finden und reagiert entsprechend.

    Was man nicht kennt, scheut man und sucht es zu zerstören......
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende - sorg dafür, dass es in allererster Linie DIR gut geht, dann bist du schon ein Stück weiter - nur Mut :)

    Gruß
    Heike

    Huhu Teufelchen,

    nee, allein biste ganz sicher nicht!
    Nur Betroffene können nachempfinden und vor allem verstehen, was du durchmachst..... so funktioniert der Austausch!

    Mach heute was schönes, ohne ihn und genieße dein Leben.... es ist einfacher gesagt als getan das weiß ich selbst, aber es wird dir helfen!

    Und schuld bist du überhaupt nicht - woran auch? Schiebst du den Einkaufswagen Richtung Bierkisten? Bindest du ihn fest und kippst ihm den Alkohol in den Hals? Nein, also biste auch an nichts schuld!!!

    Grüße
    Heike

    Morgen,

    aha - na da hatte ich wohl gestern einen Nixraffanfall *zwinker*

    Hm, nun ja, weisst du, es ist einfach, wenn man die Schuld nur bei dem anderen sucht -macht dein Exmann gerade. Er durfte in der Ehe eine Freundin haben und du sollst das nicht mal, wenn ihr schon monatelang getrennt seid. Ich weiss ja nicht an welche Hoffnungen er sich geklammert hat, aber da war garantiert ne Menge Selbstbetrug mit bei. Jedenfalls ist seine Scheinwelt zusammegebrochen und nun schmollt er -klasse!
    Kannst du den Bürokram nicht auf die Straße stellen oder einkellern? Würde ich so machen - bzw ich habe schon Sachen, die nicht geholt wurden auf die Mülldeponie gefahren, nachdem ich sagte, dass bis zu einem gewissen Datum abgeholt sein soll und wenn nicht, dann.....

    Du schaffst das allein, ganz klar. Aber Grenzen- und zwar definitive- solltest du ihm aufzeigen-dringend!

    Schönen Tag
    Heike

    Sooooo, das waren anstrengende 2 Tage, aber nun bin ich wieder zuhause.
    Mein Mann hat nichts mehr getrunken, auch in meiner Abwesenheit nicht und sich beschäftigt. Ich hoffe, er hat auch nachgedacht und ist sich über seine weiteren Schritte ein Stück klarer geworden *schulterzuck*

    Es ist irgendwie so, als wäre das letzte WE nur ein böser Traum gewesen, sehr seltsam finde ich. Ich bin immer noch in Hab Acht Stellung, habe ihm einen Beitrag aus dem Forum ausgedruckt und für Harte Zeiten in die Hand gedrückt. Er ist brennnd interessiert an Erfahrungen,vielleicht liest er hier ja mit, weil ich das Forum in den Favoriten hab...
    Ich glaube, er fängt langsam an zu verstehen, was bedingungslose Kapitulation bedeutet und vor allem, wie sie sich anfühlt......

    Mir persönlich geht es wieder besser, ich hatte die letzten beiden Tage nicht viel Zeit zum grübeln und die Ablenkung half ganz gut. Ich stehe der Entwicklung skeptisch, aber durchaus positiv gegenüber....
    Beim Abendessen gestern hatte ich einen guten Eindruck vom Kampftrinken bekommen können. Es ist Wahnsinn, wie der Alkohol verharmlost wird und wie skurril es wirkt, wenn man mit Wasser zwischen 25 Kunden sitzt und ihnen beim zuschütten zuguckt. Sehr befremdlich und ich hatte durchaus einen anderen Blickwinkel entwickelt. Ich habe das Trinkverhalten beobachtet, in gerötete Gesichter gesehen, die den Konsum als völlig normal empfinden - kurz: kein Spaß, kein Geschäftsessen ohne 60 ltr (!!!!) Bier.....ich war geschockt als ich die Rechnung gegenzeichnete....betroffen machte mich, dass niemand meine Ablehnung ein Glas Bier zu trinken ernstnahm. Man versuchte mich zu überreden und ich musste freundlich bestimmt darauf hinweisen, dass ich mit Nein auch Nein meine und nicht Vielleicht...

    Aber jetzt freue ich mich erstmal auf meine Couch und Joggingklamotten :D
    Schönen Abend allerseits

    Zitat

    Man besitzt seine Kinder nicht ,man liebt sie und soweit es geht beschützend versucht man einfach für sie da sein.

    Genau! Und was du alles unternommen hast, ist doch nach einer Lösung suchen!!!!!!

    Guten Morgen erstmal :)
    Meine Tochter meint auch, sie wüsste alles, könnte alles und hätte schon so viel erlebt. Wenn ich mich zurück erinnere, glaubte ich in dem Alter auch, dass ich mit allen Widrigkeiten zurecht käme, ich glaube, das ist dieses typische "mir gehört die Welt!" Denken, das nahezu alle Pubertierenden haben. Ist nicht immer einfach für die Eltern, aber das gehört zum Erwachsenwerden und Grenzen austesten dazu.
    Wir sind übrigens auch keine normale Familie. Wir sind eine Patchworkfamilie und die Kinder sind nicht von meinem jetzigen Mann. Meine beiden Jüngsten haben den oben beschriebenen Mann zum Vater -kennen ihn aber nicht, weil er kaum da war. Wenn sie sich an ihn gewöhnt hatten, war er auch schon wieder weg. Mein jetziger Mann hat die Vaterrolle übernommen und selbst keine "biologischen" Kinder. Er will auch keine, weil "wir mit den 4-ren genug haben"....Die beiden Kleinen waren 2 und 1 Jahr, als wir zusammenzogen und sie können (oder wollen) sich nicht an ihren Erzeuger erinnern.
    Mein Mann ist ein guter Vater, liebt die Kinder über alles und platzt regelmäßig vor Stolz, wenn er über "seine" Kinder spricht . Sie sind nun fast 15, fast 12, fast 10 und 8.

    Deinen Trennungsschmerz wirst du überwinden -ganz sicher! Es wird dir mit der Zeit besser gehen - du musst nur dran glauben!

    Schöne Woche
    Heike

    Huhu Funnie,

    ja eben, WEIL du ein Mensch mit Gefühlen bist, machst du dich so fertig.
    Ich hab das nicht böse gemeint und wollte dich auch nicht angreifen, aber mir fällt auf, dass du nicht loslassen kannst obwohl seine Signale sehr deutlich sind.
    Ich suche nicht alle Fehler bei mir, ich versuche Probleme praktisch und logisch anzugehen. Mit Pro und Contra....klappt nicht immer, aber meistens.
    Es ist auch nicht so, dass ich nicht verstünde, was du durchmachst.

    Ich habe das Problem, wenns denn eins ist, mit deiner Tochter auch nicht beurteilt, das steht mir nicht zu. Ich habe lediglich gesagt, dass es MIR sehr wehtun würde, wenn meine Tochter, die übrigens nun 15 wird, ausziehen würde, weil sie woanders, also nicht bei mir, glücklicher sei. Dann würde ich mich fragen, was in meiner Mutter-Tochter-Beziehung schief gelaufen ist und würde versuchen, das zu lösen. Teens können Monster sein und uns in Verzweiflung treiben, das weiß ich, aber eine Lösung, ein Kompromiss, tut sich immer auf.

    Zu deinem Ex: Klar hast du den Wunsch nach Rache, sicher bist du wütend, enttäuscht und verletzt. Das ist auch wichtig für die Verarbeitung der Beziehung, du musst die Trennung ja auch erstmal verarbeiten, das tut weh und du willst mit ihm reden.
    Ich war auch mal mit solch einem Mann zusammen und es hat lange gedauert bis ich mich lösen konnte. Mir hat damals geholfen, das ich ihn nicht sah. Ich sah, hörte und wusste nichts von ihm. Ich konnte ganz in Ruhe wütend sein und aufarbeiten.
    Ich habe auch nichts toleriert, ihm soweit ich konnte einen reingewürgt (was ehrlicherweise weder half noch klappte und mich letztlich wieder weiter zurückwarf)) und ich habe ihn vor 4 Jahren mal wieder gesehen -ganz ehrlich? Ich habe ihn angesehen und mich gefragt, warum alles so kam und warum wir jetzt so tun als würden wir uns nicht kennen. Und die wirklich hübsche und nette Frau an seiner Seite tat mit auf einmal unheimlich Leid -sie weiß nicht was auf sie zukommt und wie tief er sie runterziehen wird. Sie weiß nichts von wochenlangem Hoffen, Bangen, Wut, Verzweiflung, Geldproblemen, weil er das Konto leerräumt und sie mit nichts dastehen lässt und schließlich dem Schmerz, den er ihr zufügt, indem er ohne Erklärung einfach verschwindet und in einer Nacht und Nebel Aktion seine Sachen aus der Whg holt.
    Auf einmal war ich wirklich froh, das hinter mir zu haben und dachte an die schönen Zeiten mit ihm, nicht mit Wehmut sondern mit einem leisen Lächeln!

    Hallo Helga

    ich habe mir dies ausgedruckt und werde es meinem Mann volegen.
    In deinem Post steckt so viel drin, worin sich mein Mann (das weiß ich von seinen Aussagen) wieder findet und du hast es wirklic toll geschrieben und auf den Punkt gebracht.

    DANKE!

    Schönen Sonntag
    Heike

    Hallo Bernd,

    puh, da tun sich aber viele Schwierigkeiten bei der Trennung auf. Du bist übrigens ganz in meiner Nähe, wusstest du das?!
    KL ist 35 km von mir weg und die Flohmärkte kenne ich auch. Vielleicht sind wir mal aneinander vorbeigelaufen, ohne es zu bemerken. Obwohl mir Menschen mit Hund immer auffallen :)

    Ich wünsche dir, dass du aus dieser Situation so schnell wie möglich rauskommst und ich bin mir sicher, dass du die geeigneten Schritte gehen wirst und die Maßnahmen, die nötig sind ergreifst.
    Es sind nur noch kleine Stolpersteine, wie du schon sagtest, das Schwierigste ist der erste Schritt -und den hast du bravourös gemeistert .

    Schönen Sonntag
    Heike