Beiträge von Pott

    Och Bernd *knuddel*.....das ist selbstverständlich und dafür sind wir hier alle da. Um uns zu trösten, aufzubauen, die Dinge von einer anderen Seite zu beleuchten oder auch -wenns angebracht ist-einen gepflegten Arsc*htritt zu verpassen - so verstehe ich das Forum!

    Mein Mann hat gestern seine Biere weggeschüttet und gesagt, er macht weiter. Er hat wohl die Verzweiflung bei den kleinen Kindern (die Großen sind bei ihrem Papa) und bei mir gesehen und sich Gedanken gemacht.
    Ob es diesmal hält, weiß ich nicht, ich merke aber, dass ich misstrauisch bin.
    Er ist mit unserer Tochter einkaufen gefahren, nachdem ich sagte, dass ich nicht mit fahre. Ich sah auch ziemlich verquollen aus, hab aber keine Anstalten gemacht, das zu verbergen, weil er sehen soll, wie sein Rückfall auf mich gewirkt hat. Ich finde, er soll die Konsequenzen sehen!

    Ich bin erst wieder am Dienstag abend zuhause, weil ich geschäftlich weg muss und ich hab so das Gefühl, dass ich den Abend und die Meetings nur zur Hälfte mitbekommen werde, weil ich mit meinen Gedanken ganz woanders bin.
    Mein Mann sagte, es fehlen ihm Erfolgserlebnisse - hm, allein, dass er nicht mehr trinken MUSS, sollte eins darstellen.
    Er hat gestern diesen PC hier wieder auf Vordermann gebracht, was ihm in den letzten 3 Tagen nicht gelang. Ich habe ihm den Hinweis gegeben, dass er mit Bier nicht auf die Lösung kam, ohne aber sehr wohl....
    Wie gesagt, ich habe keine Ahnung wie es weitergeht, mein blindes Vertrauen ist weg.....aber eins weiß ich: ich werde nicht zulassen, dass mich sein Verhalten wieder so runterzieht wie das gestern und vorgestern der Fall war. Ich war wieder zu nichts in der Lage, habe rumgesessen, gegrübelt und geflennt.....
    Ich hätte nicht gedacht, dass ich so emotional reagieren würde und sich Endzeitstimmung ausbreitet, aber die Theorie (was machst du wenn) ist einfacher, als sich der Praxis ( toll, jetzt ist WENN also mach was) stellen zu müssen, weil auch mir der kleine Teufel immer wieder " na komm, du übertreibst. So schlimm ist es doch nicht!" eingeflüstert hat und mehr Gefühle drinstecken, als man wahrhaben will. Schade, dass man das nur unter Extremsituationen merkt.

    Hallo Funnie,

    ganz ehrlich: ich denke, du hast viele Probleme mit dir selbst!

    Du projezierst deine Probleme aber auf deinen Ex-Partner.

    Weisst du, Liebe kannst du nicht erzwingen und wenn er nicht will, dann lass ihn. Du versuchst mit allen Mitteln ihn wieder zurück zu bekommen, aber das funktioniert so nicht. Du denkst, ER sei an allem schuld und du willst ihn strafen und ihm seinen Sohn wegnehmen, den du -mit Verlaub - ohne ihn überhaupt nicht hättest. Dann meinst du, er wolle dich nicht mehr, weil er Alkoholiker ist.
    Hast du dir mal überlegt, dass er dich einfach nicht mehr liebt? Das er deshalb weder trauert, noch eifersüchtig ist und deshalb ganz enspannt und freundschaftlich mit dir umgehen kann?
    Versuche erstmal, deine Probleme zu lösen. Mir würde es sehr weh tun, wenn meine 13-jährige Tochter in eine Mädchenwohngruppe ziehen wollte und das Leben bei und mit mir nicht mehr funktionieren würde. Da läuft doch auch was schief, also kümmere dich um deine Tochter und deine Ausbildung und deine Belange. Lenk dich ab -das hilft!

    Jemand hat mal gesagt: Wenn du nicht in der Lage bist, dich selbst zu lieben, wer soll dich dann lieben?
    Darin steckt viel Wahrheit!

    Versuchs für dich selbst glücklich zu werden und nicht deinen Ex durch Tricks, Schauspielereien oder sonstwas zurückzugewinnen!

    Schönen Sonntag
    Heike

    Hallo Freund

    laut seiner Aussage ist sein Ziel die zufriedene Trockenheit. Man kann aber nur trocken sein, indem man nichts trinkt -das habe ich ihm auch gesagt, es funktioniert nicht, indem man sich selbt bemitleidet, weil alles auf einmal kommt, er keinen Job findet, dann zur Flasche greift und, und, und.....
    Er sagt, er könne sich ein Leben ohne uns nicht vorstellen, das tut gut zu hören, aber es sind nur Worte!

    Hallo Micha,

    danke für deine Antwort.
    Das Ultimatum ist nur dafür da, dass er verbindliche Aussagen trifft. Ich kann und will mit einem "nun im Moment ist es eben so!" nicht leben.
    Er wird auch keine Trinkpause machen, die hat er meiner Meinung nach vor nunmehr 4 Tagen beendet.
    Ich wünsche mir, dass er ehrlich mit sich und mit mir ist, vielleicht ist das zu viel verlangt, aber ich möchte keinen Schwebezustand zwischen hoffen und bangen.
    Er hat eine Woche Zeit um mir zu sagen wie es weitergeht- wenn er wieder auhört, dann sofort und kompromisslos, wenn nicht, dann kann er gehen.
    Gestern meinte er, dass er in eine SHG gehen könnte, wieder ein Rumgeeier. Er sagte, dass er nicht gerne trinkt, ich sagte: dann hör auf!
    Ich weiß nicht, was ich glauben kann oder soll - ich weiß aber, dass ich nicht zurück will. Und ich weiß, dass ich eine Entscheidung für 5 Personen (4 Kinder und mich) treffen muss.
    Momentan bin ich sehr aufgewühlt und verzweifelt. Ich komme mir dumm, blöd und naiv vor, außerdem habe ich Angst, meine Entscheidung durchziehen zu müssen, aber ich habe keine Wahl....es gibt keinen Mittelweg, es gibt nur ein Ganz oder gar nicht...und das tut ziemlich weh!

    Gestern ist meine kleine Welt zusammengestürzt.

    Er hat mich gestern nachmittag im Büro angerufen und gesagt, dass er seit 3 Tagen trinkt -nicht viel, aber die Menge ist auch egal.
    Ich habe ihm zugehört und dann wortlos aufgelegt.
    Als ich nach hause kam, war mein Exmann da, hat meine Tochter abgeholt und danach sind wir zum Fussballspiel meines Sohnes gefahren.
    Mein Mann hat das Spiel gepfiffen und als wir wieder nach Hause kamen, haben wir geredet.
    Ich habe klare Ansagen gemacht, sehr oft Karsten, Spedi, Lilly, Freund und Whitewolf zitiert (sorry, falls das verkehrt war, aber es half mir, ruhig zu bleiben) und bekam ein "du hast Recht!".
    Ich habe ihm gesagt dass ich ihm 1 Woche Zeit gebe und er dann innerhalb von 2 Stunden ausgezogen sein muss. Ich würde ihn unter Druck setzen!
    Klar, das ist nasses denken, habe ich hier gelernt und mit "du hast die Wahl!" gekontert. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm nicht helfen kann und auch nicht will, sondern, dass ich nicht zugrunde gehen will und wenn sein Weg nach unten führt, dann bitte ohne mich und die Kinder.

    Wir haben die letzten Tage viel über Diandra und ihren Mann geredet und ich hoffte, ihm so Hinweise geben zu können, gut auf sich aufzupassen, weil ich spürte, dass er in eine Krise steuerte. Er war sehr schnell genervt, hat die Kinder angemotzt, die Küche gestrichen, und ich sagte ihm noch, dass seine Ruhelosigkeit auf Saufdruck schließen würde und wenn er reden möchte, gerne!
    Ich hätte mir nie träumen lassen, dass er mir ins Gesicht lügt und mich dann auf der Arbeit anruft. Ich finde es niederträchtig und das hab ich ihm gesagt.
    Ich merke, dass es seit gestern mit mir bergab geht: ich heule, schlafe, esse nicht und habe extreme Zukunftsangst. Theoretisch weiß ich, was ich tun muss, ich habe ihm auch gesagt, was ich tun werde - ich fühle mich nur so unsicher, so als hätte man mir den Boden unter den Füssen weggezogen und der ganze Mist finge wieder von vorne an....
    Mein Mann sagte, er benutze es als sein Ventil - es ginge momentan nicht anders, aber er will wieder zurück zu Null.
    Unnötig zu sagen, dass ich ihm nicht glaube.
    Er hat gestern noch 2 Bier getrunken und in das Gesicht seines Sohnes gesehen - mein Sohn war geschockt!
    Als er sich das zweite Bier aufmachte, sagte mein Sohn: " nr 2!" und ich" lass dich nicht veräppeln, das ist nr 4!"
    Mein Mann sagte gestern was von ungerechtfertigter Wut und ich sagte ihm, dassWut gerechtfertigt ist, weil sie subjektiv ist und Gefühle gut sind - egal, wie das Gegenüber empfindet.....und, dass ich wütend auf ihn sei. Stinkwütend, weil er mich belogen hat und sich nun selbst belügt!

    Eigentlich bin ich wütend auf mich selbst und hab mich gestenr auf der Heimfahrt ernsthaft gefragt, was ICH falsch gemacht habe -bin ich eigentlich noch normal?! NIchts hab ich falsch gemacht, gar nichts.....wie gesagt, in der Theorie bin ich fit und bestens ausgerüstet - aber in der Praxis stehe ich der Entwicklung sehr hilfos gegenüber.....

    Nur nicht trinken, reicht eben nicht und ich habe ihm gesagt, dass er vielleicht mal auf Menschen hören sollte, die das alles schon durch haben!
    Alles Weitere muss von ihm kommen.....wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht daran!

    MOrgen,

    *humpf* wenn ich das mit dem Hund lese, und mir den Aufstand, den er bei deiner Fam abgezogen hat, vorstelle, dann krieg ich rote Flecken an den Hals...hattest du nicht erzählt, dass du auch unlängst einen haben wolltest, aber dann aus Rücksicht aufs Tier drauf verzichtet hast? Wenn ich dann zwei und zwei zusammenzähle, muss ich sagen, dass der Hundebesitz wirklich ein raffinierter Schachzug ist - und krieg noch mehr rote Flecken......

    Ich finde, du hast das genau richtig gemacht. Wenn jeder, der eine ABfuhr bekommt, saufen würde, dann wäre die Welt ziemlich blau......es ist nicht deine Schuld, auch nicht deine Sache und nun muss er eben gucken, wie er damit klar kommt. Die Anrufe deiner Mutter kann ich zwar nachvollziehen, aber in der Situation hätte ich als Mutter mir verkniffen, meine Tochter dort reinzuziehen..... ich würde alles daran setzen, das sie zur Ruhe kommt, vielleicht sprichst du das nochmal an?!

    Zieh dir den Schuh nicht an, es ist nicht deine Baustelle und kümmere dich um dich!

    Ein wunderschönes, kinderfreies WE wünsch ich dir


    Heike :D

    Zitat

    Schade eigentlich - ich würd auch 5 Kilo "überraschungsei" schleppen, wenn er damit beschäftigt wäre

    :roll: Neee, das IST nicht deine Aufgabe, weil du kein Animateur bist, weisste, ne?!
    Im Übrigen sind die Teile für Kinder ab 3 und ich habe schon 33 -jährige Frauen und 39-jährige Männer sich stundenlang mit einem Bausatz beschäftigen und leise vor sich hinfluchend gesehen...... :oops:

    Die Fronten sind geklärt, nun gilt es abwarten, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr das gut umsetzen werdet. Und notfalls kannste auch noch mit deiner irren Katze kuscheln :wink:

    Hallo Uli,

    Ich erkenne die Situation sehr gut wieder. Mir ging es vor 4 Monaten noch ähnlich wie dir jetzt. Kein Vertrauen und ich habe alles in Zweifel gestellt.
    Ich trinke auch keinen Alkohol und wenn, dann höchstens mal 1 Glas Wein im Jahr.
    Mir wurde auch immer gesagt, dass ICH das Problem hätte, weil ICH ein gestörtes Verhältnis zum Alkohol hätte, da ich nichts trinke. Irgendwann hab ichs geglaubt - mir wurde dies nicht nur von meinem alkoholkranken Mann eingeredet nein, auch von meinen Eltern, die im normalen Konsum trinken. Du siehst, wie gestört der Umgang mit Alkohol und dessen Gefahren ist.

    Mein Mann hat erst eingesehen das etwas schief läuft, als ich mich von ihm zurückzog. Ich kam sehr spät aus dem Büro, unternahm nichts mehr mit ihm, ging früh ins Bett und lebte vor mich hin. Ich sagte nichts mehr zu seinem Konsum, sondern reagierte nur auf sein Trinkverhalten. Ich habe ihn nicht kontrolliert, ich habe ihm sein Suchtmittel nicht vom einkaufen mitgebracht, ich habe ihn nirgends gedeckt, ich habe ihn zusammengeschissen, wenn er uns finanziell runterzog, weil er vergaß Rechnungen zu überweisen. Ich habe ihn bei Gläubigern bloßgestellt, indem ich sagte, dass ich die Finanzen wieder übernehme, da mein Mann Alkoholiker sei.
    Die Kinder durfte er nirgends hinfahren, Unternehmungen waren ausgeschlossen, weil ich nicht wollte, dass die Kinder ihren trinkenden Vater erleben.
    Er ist von selbst zum Hausarzt, hat sich Hilfe gesucht und die auch bekommen. Seit dem 2. Januar ist er trocken, nicht immer euphorisch, aber zufrieden.

    Ich will dir damit aufzeigen, dass du mit deinem Verhalten und dieses pochen "es muss aber jetzt sein, weil ICH so nicht leben kann!" nichts erreichst. Wenn du so nicht leben kannst, so hast nur du es in der Hand dieses Leben zu ändern. Unabhängig von deiner Frau!
    Sie ist keine Marionette und wie Kurt schon beschrieb: sie KANN nicht anders.
    Am deutlichsten wurde mir das klar, als ich zusah, wie mein Mann sich abends seine Biere reinkippte und von sich selbst angeekelt war....er konnte nicht anders, aber er musste, damit er nicht in die Entzugserscheinungen fällt -bei deiner Frau ist es nicht anders!
    wie gesagt, Kontrolle und Alktester bringen nichts, sondern verhärten die Fronten nur noch mehr, weil du dich bestätigst siehst in deinem Misstrauen und sie sich kontrolliert vorkommt (was es ja auch ist) und noch mehr trinkt.
    Alkoholiker haben die Angewohnheit jedem anderen die Schuld zu geben, das ist normal, aber du solltest inzwischen Hornhaut auf den Ohren haben. Egal was du tust oder auch nicht - es wird sie nicht vom trinken abhalten, solange sie das nicht selbst für sich will.

    Grüße
    Heike

    Hallo Bernd,

    du kennst doch beide Seiten, also weisst du auch tief in deinem Inneren das du ihr nicht helfen kannst!
    Du bist auch nicht verantwortlich für Ute - diese Verantwortung trägt sie selbst, und ganz allein sie!!!!

    Ich kann verstehen, dass du trauerst, aber du solltest dich, zur Abwechslung mal, auf dich konzentrieren. Sorg dafür das es DIR gut geht.
    Ute geht es mit Flasche am Hals und im gewohnten Trott gut. Sie hat dieses Leben selbst gewählt, während du ein trockenes Leben gewählt hast.

    Ich wünsch dir viel Kraft für die kommenden Tage und Wochen!

    Heike

    Hm Paddy, es gibt Leute, die können nach dem ersten Glas aufhören, andere nicht.
    Ich suche mir meinen Partner bestimmt nicht nach seinem Alkoholkonsum aus.
    Als ich meinen Mann kennenlernte, trank er 4 Wochen gar nichts. Dann abends ein Feierabendbier, was ich als normal empfand.
    Erst viel später fiel mir auf, das was nicht stimmen konnte.
    Ich denke nicht, dass du mit Sicherheit sagen kannst, dass jemand nie Alkohol trinkt.
    Ich trinke auch sehr selten, wenn überhaupt und im Beisein meines Mannes schonmal gar nicht.
    Ich muss aber ehrlich sagen, dass mir die gesellschaftliche Haltung zum Alkohol sehr zu denken gibt. Ich bin dafür jetzt sensibilisert, der Sektempfang auf Hochzeiten z B erscheint mir in einem ganz anderen Licht - meinem Mann übrigens auch!

    Grüße
    Heike

    :D

    Ayki, toll, ich freu mich für dich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Guck einfach mal, was draus wird, vielleicht ist er ja wirklich Mr Right und wenn nicht, so hat er doch zumindest dafür gesorgt, dass du dich als attraktive Frau fühlst, nicht immer nur als Mutter...allein das ist genau was du brauchst!

    Viel Spaß :D
    Schöne Woche
    Heike

    und abgesehen davon, bist du gut betreut. Es gibt Medikamente und du wirst nicht zwangsläufig unter Entzugserscheinungen leiden.
    Die Mediziner tun alles, damit du dih gut und wohl fühlst. Das ist wichtig um Zuversicht für die Tage ohne Medikamente zu bekommen!

    Viel Glück - aber gehen musst du schon selbst!

    Heike

    Nu ja, Annika, gut gedacht, aber nicht wirklich umsetzbar.
    Das ist ein verdammter Mist, Bernd und man kann in solchen Situationen nichts raten....jedenfalls nichts, was deine Not akut lindern würde....
    Ich kann verstehen, dass du Angst hast, ich kann verstehen,dass du dich verantwortlich fühlst, aber wie weit soll die Verantwortung gehen? Bis hin zur Selbstaufgabe?
    Du hattest Ute beim letzten Entzug ein Ultimatum gestellt - du verstößt wieder dagegen...das ist für sie wie ein Freifahrtsschein und bringt dich immer weiter runter.
    Bring sie zu ihrer Familie, ihren Kindern, Freunden, irgendwohin, wo du den Konsum nicht siehst und dann durch die räumliche Trennung auch mal aufatmen kannst.
    Sie weiß bevor sie trinkt, dass sie nur die Witwenrente hat - sie wird Unterstützung vom Staat dazu bekommen, denn das reicht nicht als Existenzsicherung. Und du wirst zwar umziehen müssen, aber ist der Preis, den du jetzt -in dieser Situation zahlst - nicht doch viel zu hoch????
    Ich wünsche dir alles Gute und viel, viel Konsequenz!

    Heike

    :shock: Mööönsch, Mädels, hattet ihr gestern abend den Kollektivblues? :wink:

    Wisst ihr, Männer sind in der Tat wie Gummibänder: Sie müssen sich dehnen um zurückzukommen!
    Ist eine platte Weisheit, aber trotzdem trifft sie auf manche zu.....Ich empfehle für solche Momente ein gutes humoriges Buch (Bridget Jones, bei der kommt auch noch eine katastrophe nach der nächsten) und einen Riesen Becher heißen Kakao mit Zimt, Sahne und Schokostreuseln....und was das Co Verhalten angeht:
    Was man sich über Jahre angeeignet hat, ist nicht einfach so wieder verschwunden...
    Kopf hoch, Elke, du packst das!!!!!
    Fühlt euch kollektiv geknuddelt !

    Heike

    Klarer Fall von verletzter Eitelkeit!
    Und - er erkennt an, dass DU über das Wohl und Wehe seiner Kinder alleine bestimmst - ziemlich harter Brocken, aber selbstverständlich sollte er sich mit dir darüber auseinander setzen und nich mit der Kleinen -eine wunderschöne, nicht zu stressige Woche wünsche ich dir !

    Heike

    Hallo Apfel,

    hm, die Eltern......

    Ich gebe zu, für mich sind meine Eltern fremde Personen. Ich bin bis zum 6 Lj bei meiner Oma groß geworden und von einem Tag auf den nächsten haben meine Eltern mich zu sich geholt. Ich kam dort überhaupt niht klar und wenn ich mal bei meiner Oma übernachten wollte, musste ich stundenlange Verhöre über mich ergehen lassen, warum denn, denn ich wüsste ja, wie sie ist....zu mir war sie lieb und vor allem immer da!

    Meine Eltern sind beide beruftstätig und so kam es, das ich mit 4 Jahren 2000 ltr Heizöl annehmen muste und furchtbar Angst hatte. Als ich 12 war haben sie sich getrennt, dann wieder 1 Jahr Oma, sie starb dann und dann 1 Jahr bei meiner Mutter und die restlichen 3 Jahre bei meinem Vater. Mit 18 bin ich zuhause ausgezogen und habe endlich mal aufgeatmet. Ich bin nie wiede r zurück egal wie mies es mir ging.
    Meine Eltern wissen auch nicht viel von mir, ich habe immer mal wieder versucht Kontakt aufzunehmen, aber sobald versucht wurde, sich lautstark in mein Leben einzumischen, meine Autorität vor meinen Kindern zu untergraben, habe ich mich zurückgezogen..... Im Endeffekt denken meine Eltern, ICH muss mich melden und dann würden sie auch den Kindern mal zum Geb gratulieren und/oder zu Weihnachten. Ziemlich arm, denke ich.
    Meine Älteste hat dieses Jahr Konfirmation und will beide dabei haben - sie werden beide eingeladen, sollten sie kommen, gibt es vor der Kirche von mir Verhaltensregeln und ich werde nicht hinnehmen, dass die beiden ALten meiner Tochter ihre Konfirmation versauen, weil sie sich nicht wie Erwachsene benehmen können - passt es ihnen nicht, wissen sie wo die Tür ist.....
    Die Frage ob wir reden erübrigt sich, denn meine Eltern haben selbstverständlich nie Fehler gemacht :?

    hm, also ich werde auch (schnell) laut, wenn ich sauer bin....ich sehe das aber nicht als Co Syndrom, sondern eher als eine Art Jähzorn und Impulsivität, die manchmal nicht wirklich angebracht ist.....ich versuche mittlerweile erstmal tief durchzuatmen und dann loszulegen - meistens muss ich oft tief durchatmen, weil ich echt schnell auf 180 sein kann :oops:
    Der Satz " Warum fühlst du dich so angegriffen?" gehört auch zu meinen roten Tüchern, vor allem, weil ich manchmal den Eindruck habe, es sei so selbstgefällig. Da lässt man Dampf ab und es kommt der dumme Spruch -super! Nach dem Motto " ich weiß nun gar nicht, warum du so sauer bist?! + große Kulleraugen - das lässt mich genauso rasend werden wie im Streitgespräch den Raum zu verlassen. Kennste?

    Ich denke nicht, dass es mit Co Abhängigkeit zu tun hat, sondern es ist eher der berühmte Tropfen, wenn der ganze Tag schon bescheiden verlief :wink:
    Zweifel nicht an dir, wer dich kennt, der kann mit deinen "Ausrastern" umgehen und wenn nicht, so ist dir zumindest wohler!

    Grüße
    Heike

    Hi

    Willkommen hier!

    Das Problem ist weder der Alk, noch du, noch ihre Freunde oder ihre Eltern - das Problem ist sie selbst!

    Du kannst nichts tun, nur abwarten, zugucken und weiter leiden....vielleicht kannst du dich auch trennen, aber erwarte nicht, zu verstehen, warum sie das tut. Das weiß nur sie allein und sie muss auch allein die Entscheidung treffen, ob sie weiter macht oder aufhört.

    Ich finde es ziemlich kindisch, dass du losziehst und auch säufst...macht es das besser? Fühlst du dich besser? Oder meinst du, du bist ihrem Denken näher, wenn du dich weg schießt?
    Mach was für dich, triff dich mit Freunden, geh aus, und hab Spaß -alleine zuhause rumsitzen und grübeln bringt dich nicht weiter.
    Auch ihr Ex hat keine Schuld: es gibt einen, der es macht und einen, der es mit sich machen lässt -sehr treffend ist das übrigens auch für deine Situation.

    Alles Gute
    Heike

    Nu jaaaaaaaaaaaa, das ist ja alles gut und schön, auch zum Teil richtig, was du sagst, Elke - also von meinem Empfinden, obs richtig ist, wissen wir alle nicht :?
    Dann setzen wir mal beim -für mich das dringendste- Problem an:
    Er hat 2 Töchter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (Ja, Dia Schatz du auch und ich bin sicher, dass du alles in deiner Macht stehende tust um Schaden von ihnen abzuwenden)
    Dann hätten wir also den therapiebedürftigen Vater, die therapiebedürftige Dia und 2 therapiebedürftige Teenies...
    Dia kriegt das alles hin, das weiß ich!
    Mr Vielleicht wird sich immer wieder so durchmogeln und die Nächste tut mir echt Leid (sorry Dia)
    Was ist mit den Mädels? Denkt da evtl einer auch mal dran? Diese Art der Therapieform - und Ayki, die gibts schon auf der Entgiftungsstation, sofern sie eine Psychiatrische Abteilung ist und da muss man echt stark sein und Willenskraft haben, um sich dagegen zu wehren!- erzeugt nichts weiter als noch mehr behandlungsbedürftige Opfer. Glaubt irgendjemand allen Ernstes, dass die Mädels in der Lage sein werden, eine normale Beziehung zu einem Partner aufzubauen? Also ich nicht!
    Es bleiben zu viele auf der Strecke und ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich das Ziel sein kann, das hat mit gesundem Egoismus und Grenzen stecken nichts mehr zu tun.
    Als mein Mann zur Entgiftung war - und er ist die Hauptbezugsperson der Kinder - haben sie ihm 3 Tage Kontaktsperre gegeben- das sagte uns vorher niemand, auch auf Nachfrage nicht. Ich hatte hier Kinder sitzen, die die Welt nicht mehr verstanden und völlig fertig waren. Mein Mann hat den ersten Besuchstag mit "natürlich hab ich dich lieb und ja, ich komme wieder!" verbracht und erst als er wieder zuhause war, haben sich die Kinder wieder beruhigt und wurden gelassener - wie muss das für die Kinder sein, wenn der Vater monatelang - und sich völlig bewusst dessen, was er tut , also mit der vollen Absicht, sich nicht zu melden - tut??? Entweder wird viel in den Seelen zerstört oder sie stumpfen ab...ist das ein Therapieziel? Oder will man für Nachschub sorgen und sich damit -auf lange Sicht - selbst zuarbeiten?

    Das die liebe Dia ihm nun die Schlappen vor die Tür gestellt hat, begrüße ich sehr. Ich weiß, wie weh es tut, vor allem, weil beide schon Zukunftspläne hatten - ich denke aber, ihm ist nicht klar, was da passiert -oder er will es nicht wahrhaben.....Am wahrscheinlichsten ist für mich, dass Mr Vielleicht immer den Weg des geringsten Widerstands gehen will -er wird wohl bemerkt haben, dass seine Fam gut ohne ihn klarkommt, was er sich selbst zuzuschreiben hat. Also zieht er sich wieder zurück um im Mittelpunkt des Interesses zu stehen, hat ja immer geklappt.
    Sie war happy, fühlte sich gut und sicher und zack - taucht er ab..... so bleibt man natürlich im Gespräch....
    Wenn das Werkzeug Verantwortungsbewusstsein ist, ja Herrschaftszeiten, dann wollte ich solch einen Mann aber überhaupt nicht!
    Und gerade das hätte er ja in seiner langmonatigen Therapie (oder ist es eher ein betreutes Wohnen?) lernen müssen!
    Und wenn das Therapieziel ist, die unschönsten Charaktereigenschaften des Partners aufzuzeigen, ja, DANN haben sie echt gute Arbeit geleistet :P