Beiträge von Pott

    Hallo Karsten,

    mit deiner Aussage kann ich was anfangen. Das sehe ich genauso! Es bringt nichts, sich mit Eventualitäten rumzuschlagen und dadurch vielleicht unbewusst das Positive zu untergraben. Mit deinen Worten kann ich mich identifizieren, besonders den Aspekt, dass wenn man sich von seiner Sucht wirklich lösen will, egal von welcher, ein Rückfall enfach nicht zur Debatte steht!

    Hallo Freund,

    ich denke schon, dass ich des gleichzeitigen Lesens und Verstehens mächtig bin. Was mir unklar war, habe ich hinterfragt und auch Antwort bekommen. Danke der Nachfrage :wink:

    Schönes Wochenende allerseits

    Hmmmmmm, also ich finde es gar nicht schlecht, wenn Meni da hinfährt.
    Vielleicht braucht sie diese reale Anleitung um sich noch sicherer zu fühlen?! Lesen ist unbestritten gut, aber direkt eine Antwort zu bekommen und im Gespräch zu diskutieren, ist für manche - mich eingeschlossen - das I -Tüpfelchen.

    Sicher gibt es keine Anleitung à la
    1.
    2.
    3.
    und dann ist die Gefahr gebannt!
    Aber sich sicherer zu fühlen, ist doch eigentlich erstrebenswert, oder sehe ich da was falsch?!

    Grüßle
    Heike

    :shock::shock::shock::arrow: Dia, nee, oder?!


    Elke, ich sehe es eher wie Henri !
    Im Prinzip haben Therapeuten (zu)viel Einfluß und manche nutzen diesen Einfluß falsch oder eher im Sinne des Süchtigen, der wieder die Möglichkeit des Weglaufens bekommt, anstatt sich auseinanderzusetzen.
    Zum wiederholten Male: WAS ist mit der Familie`??? ich kann doch nicht therapieren und den Süchtigen dann wieder auf die Menschheit loslassen, indem ich "Hopp, geh fein spielen! Du bist nun zwar ganz alleine und deine Fam hat dir die Sachen vor die Tür gestellt, aber du bist nun fein therapiert" sage.... Familienarbeit ist ganz wichtig und wenn man den Partner nur in die Ecke stellt, nicht mit einbezieht, kommt so ein Murks raus.... ich denke nicht, dass es zum Selbstbewusstsein beiträgt, meiner Meinung nach ist eher das Gegenteil der Fall, wenn die Partnerin überhaupt nicht weiß, warum und wieso und vor vollendente Tatsachen gestellt wird .....
    Auch diese "ich denke nur an mich " Schiene würde mich zum platzen bringen und ich hätte garantiert vor der WG gestanden und solange gewartet, bis ein Therapeut mich angehört hätte. Ich finde, Dia hat dazu das Recht!
    Es zeugt von Unmenschlichkeit und Unsensibilität, was in diesem speziellen Fall abläuft und sorry, aber ich finde diese Art der Therapie einfach nur schei*ße -gerade von Psychologen sollte man diese beiden oben genannten Kriterien (also Sensibilität, Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen) erwarten!!!!!

    Dia -Schatz, ich drück dich ganz feste! Die Einladung zum Wendeltreppenhochtragen steht unwiderruflich und ich hoffe ganz felsenfest, dass du nun die Ruhe findest, die du suchst. Wer dich nicht will, der hat dich einfach nicht verdient - so einfach ist das!
    Wenn du quatschen willst, jederzeit, denn man sagt mir nach, dass ich gut zuhören kann
    :wink:
    *knuddel* und kauf dir Katzenfernhaltespray oder eine Blumenspritze
    Heike

    Zitat von lavendel

    hallo apfel,

    ich glaube pott meint, dass du in DIESEM threat mit tom gespräche führst. ich find das auch total komisch und frag mich seit langem, warum ihr das macht. dass DU in DEINEM threat dein leben sortierst, das find ich klasse und zielführen, aber der tanz, den ihr beide hier in DIESEM threat aufführt, der bringt keinen weiter. ich würd das einfach lassen. das ist einfach ein blödes spielchen, pingpong über kleinigkeiten, statt dass du dich weiter sortierst und tom sich mal endlich um SICH und seine krankheit kümmert.

    lavendel

    *heftig Kopfnick*
    Genau so hatte ich das gemeint!


    Das du dein Kind schützt stelle ich gar nicht in Frage.
    ABER: es ist ja nicht nur der Umstand, dass der Papa trank, die Mama nun ausgezogen ist, sondern auch, wie ihr zukünftig miteinander umgeht. Auch, wie ihr eurem Kind gegenüber die Sachlage erklärt. Ohne Schuldzuweisung, etc.
    Außerdem war das nicht an dich gerichtet, sondern vielmehr an Tom. Du kannst mir nicht erzählen, dass der/die Kleine völlig OK ist, nachdem was alles passiert ist. Allein der Satz "SEIT der Trennung....." was ist denn mit den Dingen, die vorher passiert sind? Und wie verhaltet ihr euch nun?
    Spekulativ, welche und ob überhaupt "unbedachten" Äußerungen Tom in Gegenwart des Kindes losläßt, das ist auch normal, ich wollte nur ein Ausrufezeichen setzen, dass er nachdenkt, bevor er den Mund aufmacht.
    Meinem Exmann tut es heute noch sehr Leid, dass er unserer damals 4-jährigen Tochter sagte, dass die Mama sie nicht mehr lieb hätte, weil sie nun ein neues Baby im Bauch hätte....das ist deftig, aber ich kann es heute zT verstehen. Bei einer Trennung geht es auch um verletze Eitelkeit, manch einer kommt damit nicht klar und kann nicht zwischen gescheiterter Ehe und Kind differenzieren - solche Äußerungen passieren nicht mit Absicht, sondern werden im Affekt rausgesprudelt - die Folgen für die Kinder sind nicht kalkulierbar und oftmals tragisch.
    Es sollte ein "Achtung!" sein - nicht mehr, und nicht weniger!
    Bitte denkt daran, dass ihr aus der Nummer mit eurem Partner zwar raus seid, aber über euer Kind bleibt ihr immer verbunden!

    LG
    Heike

    :shock:
    Dich kann man auch nicht einen Arbeitstag alleine lassen :?

    Kind, was ist denn NU wieder los?! Haste die Spinnweben aus deiner sonnengelben Ecke schon wieder entfernt?

    Genug der Albernheiten: Ich muss Elke Recht geben! Er kann (und will!) wahrscheinlich die Verantwortung für sein Handeln nicht übernehmen, macht meine fast 15-jährige Tochter auch so.
    Gibt es nicht Seminare in seiner Einrichtung, zB "Wie schaffe ich es, Entscheidungen zu treffen und auch hinter ihnen zu stehen?"
    Ich meine die Therapeuten müssn doch auch merken, dass er Schwierigkeiten damit hat und sorry, aber ICH würde ihn dann auch nicht entlassen. Du lässt auch keinen 15-jährigen alleine auf die Menschheit los, insofern kann ich die Gelassenheitsspritze schon verstehen (allerdings würde ich darauf hinarbeiten, dass sie ihm wie ein Dartpfeil aus 10 m Entfernung in den Hintern geworfen wird *zähneknirsch*). Die Inhaltsstoffe in den Burgern schließe ich mal aus.
    PMS?? Wechseljahre? Torschlußpanik?
    Wie dem auch sei, es ist nicht deine Baustelle. Deine Baustelle bist du und die Mädels .- Ende! Damit muss ER dann auch erstmal klarkommen!

    Ich drück dich Herzi und am Montag erzählste der Tante Heike mal, was da wieder los war

    *knuddel*

    Ich muss nun auch mal was loswerden, was mich seit einigen Tagen beschäftigt....

    Tom, was erhoffst du dir, wenn du hier schreibst?
    Ihr kennt euch real!
    Meinst du mit dem Geschreibsel hier schaffst du es, dass Apfel "weich" wird? Weil du mehrfach überlegen kanst WAS du schreibst? Weil sie deine Mimik nicht sieht?? Hast du Angst, das sie dich so gut kennt, dass sie deine "wahren" Absichten erkennen wird, wenn du real mit ihr redest???
    Warum arbeitest du nicht erstmal an dir selbst und wartest dann ab, was die Zeit bringt? Kannst du nicht loslassen? Vielleicht tue ich dir Unrecht, kann sein. Aber momentan habe ich das Gefühl, dass du hier nur schreibst, um deine Frau wieder zu bekommen und nicht um an deiner Trockenheit zu arbeiten! Geschweige denn, dass es dich echt interessiert, was sie fühlt, sondern nur die Schadensbegrenzung indem du ihr (und anderen auch) nach dem Mund redest! "Tut mir Leid" sagen schon 3-jährige Kinder!
    Ach ja, es geht erschreckend wenig um dein Kind - wenn du sie entlasten willst, warum fragst du nicht mal nach deinem Kind? Ist mir so aufgefallen - denn deine Frau wird wohl mit den Schäden zurecht kommen, die du ihr zugefügt hast - was ist mit deinem Kind? Es kann sich nicht schützen!

    Apfel, wenn du wirklich davon überzeugt bist, dass die Trennung richtig war, warum antwortest du hier? Warum tust du dir das an? Zweifelst du schon an der Richtigkeit der Entscheidung? Wackelst du, weil du an die schönen Worte glauben willst?

    Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Denkanstöße geben - vielleicht wirds ja was mit euch, aber nur dann, wenn ihr eure Ziele nicht aus den Augen verliert.

    Viel Glück!

    Alles Liebe
    Heike

    Zitat

    Lesen mache ich morgen oder Sonntag, wollte mich nur kurz melden, damit Ihr Euch keine Sorgen macht (ein gutes Gefühl, dass Ihr das tun könntet).

    Das tun wir auch!!!

    Liebe Meni,
    in deiner jetzigen Situation fehlen mir die Worte, ich habe fleißig mitgelesen und erkenne auch ein wenig Bitterkeit und Traurigkeit in den Worten deines Gefährten.
    Ihr habt es alle 3 nicht leicht und ich denke, da sind jede Menge Mißverständnisse im Laufe der Zeit angewachsen. Schade!
    Übrigens, ich empfand deinen Gefährten als überaus nachdenklich als ich seine Zeilen las. Auch hilflos - ich hatte den Eindruck, er möchte dir so gerne zur Seite stehen, aber findet wohl immer die falschen Worte und Gesten....und ist einfach -wie Du- überfordert mit den Eindrücken, die auf euch einprasseln. Er erscheint mir wie mein Mann. Harte Schale und ein sehr sensibler, weicher Kern, den er aus Angst vor Verletzlichkeit nicht zeigen will.
    Versteh mich nicht falsch, ich will ihn nicht in Schutz nehmen, das kann er selbst, aber ich merke, dass auf beiden Seiten noch sehr viele Gefühle da sind. Meine ich zumindest!
    Ich hoffe sehr, dass ihr doch noch einen Weg findet werdet. Sei es zusammen oder zufrieden getrennt....und gute Besserung!!!!

    Heike

    so langsam fehlen mir die Worte...aber ich möchte, dass du weisst, dass du nicht alleine bist.
    Du bist auf dem richtigen Weg, ich kann mir denken, dass du diesen Satz schon so oft gehört hast. Du musst diesen Weg nun weiter gehen.
    Sieh dir genau an, wie es dir jetzt die 3 Tage ohne ihn geht.... die Welt wird sich weiterdrehen und du hast es dir wirklich verdient. Irgendwo wartet dein passendes Gegenstück .- ganz sicher!

    Ich drück dich

    Heike

    Huhu Ayki,

    wenn gekränkte Eitelkeit und verletzter Stolz erstmal überwunden sind, dann erschließt sich eine ganz neue, qualitativ höhere, Art der Kommunikation.
    Das dauert allerdings - bei mir hat es 5 Jahre gedauert und auch heute empfindet mein Exmann manche belanglose Äußerung (na? Was habt ihr am WE denn gekocht?) als persönlichen Angriff...... man muss wachsen und sich weiter entwicken - alles andere bringt die Zeit!

    Schönes WE

    Heike

    Hallo Tristan,

    Willkommen hier!


    Zu deiner Frage, meine klare Antwort: NEIN!

    Sie muss es wollen, sie muss aufhören, du kannst nur zusehen..... Konsequenzen, die du androhst, musst du durchziehen. Anders bringt es nichts! Reden bringt auch nur kurzfristigen Sinn, wenn sie nüchtern ist.
    Du hast keinen Einfluss, wenn deine Frau nicht aufhören will oder ihre Krankheit nicht sieht, dann stehast du auf verlorenem Posten. Du kannst natürlich jahrelang so weiterleben, in der Hoffnung, dass sie es doch evtl mal einsieht. Düstere Prognose, oder?!


    Zitat

    Habt wenigstens den Mut Euren den von Euch alleine gewählten Weg der „konstanten Benebelung“ alleine zu gehen. Keine Familie, keine Freunde und kein Partner hat bzw. haben verdient, dass sie unter Eurer persönlichen Entscheidung „saufen zu wollen“ leiden müssen. Geht einfach los und sucht alleine Euren Tiefpunkt zur Einsicht. Das wäre vielleicht der beste Weg den Menschen die Euch lieben zu zeigen, dass ihr sie liebt und ihr ihnen die schwerste Entscheidung abnehmt. Aber ich bin kein Träumer...

    Öhm, Alkoholiker verhalten sich nicht so, weil sie uns unbedingt wehtun wollen. Sie können (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) nicht anders. Den freien Willen haben sie längst verloren, das muss die reinste Hölle sein, denn im Gegensatz zu uns Angehörigen haben sie nicht die Wahl einfach zu gehen.... sie sitzen in ihrer Krankheit und in ihrer Sucht fest -wie in einer Endlosschleife - für mich war es der reinste Horror, wenn ich meinem Mann zugesehen habe, wie er sich mit Bier zugeschüttet hat und sich vor dem Bier und sich selbst ekelte, aber nicht anders konnte - er musste trinken.
    Es gab mir einen kleinen Einblick in meines Mannes persönliche Hölle -furchtbar!

    Grüße
    Heike

    Guten Morgen, Meni

    Pubertät ist schon derbe für die Erziehungsberechtigten, gell?! Vor allem, wenn die Teens meinen, dass sie nicht mehr erzogen sondern nur noch finanziert werden mögen.....

    Wie alt ist sie? 15?
    Ziemlich ausgebufft, die Kleine, aber soll ich dir was sagen?

    Diese Situationen kamen vermutlich zustande, weil die Mademoiselle in deiner nassen Zeit dich als Sündenbock für alles auserkoren hat. Ist ja auch bequem - und der Papa hat sie auch noch lieb, weil du ja ständig voll warst.

    Meni, werde unbequem und konsequent. Du hast es nicht nötig, dich von deinem Gefährten so anfurzen zu lassen -wenns ihm nicht passt, wie du seine Tochter lenkst, bitte, dann soll er das selbst machen. Erspart dir eine Menge Ärger!
    Die Tochter würde ich auflaufen lassen, wenn sie mich wie Dreck beahndeln würde. Wäsch waschen? Lösungen suchen? Rücken freihalten? Kochen? Mit einplanen? NEIN!
    Deine Familie muss begreifen, dass du nicht selbstverständlich bist, sondern dass ein für sie ein Privileg ist, mir dir leben zu dürfen.
    Wieso sehen die meisten leiblichen Eltenr ihre Kinder durch die rosarote Brille? Weil sie ein schlechtes Gewissen haben??? Super - dann kann das Kind ja machen was es will und wird später mal Probleme bekommen...

    Und du musst auch verinnerlichen, dass du nicht der Fussabtreter dieser beiden Herrschaften bist - biste nämlich nicht. Du bist gut, liebenswert, wertvoll wie du bist und hast Respekt und Achtung nicht nur verdient, nein, dass muss im zwischenmenschlichen Umgang vorausgesetzt werden!
    Und wer dir das nicht entgegenbringt, der hat dich nicht verdient -basta!
    Ich weiß, dass es für dich schwer ist, das umzusetzen, weil du wohl noch sehr am schlechten Gewissen knabberst, weil du getrunken hast. Das musst du aber nicht, denn deine "Schuld", sofern vorhanden, hast du mit Beginn deines Trockenwerdens abgetragen......es wird Zeit nach vorne zu sehen!

    Alles Liebe
    Heike

    Uiuiuiui, da haben wir aber weder richtig toll aneinander vorbeigeredet..... das muss doch noch besser gehen, oder?!

    Guten Morgen *pfeif*

    Erstmal was off Topic.....Ich freu mich morgens auf diesen Threat. Ehrlich! Ich freu mich, wenn ich mich mit meinem Brötchen und Kaffee hier hin setze und erstmal lese...dasmusste mal raus!

    Ich versuch mal, alles was mir auf dem Herzen liegt, loszuwerden. Sollte mein Tonfall etwas rauher werden, dann ist das eben typisch angegriffener Co, gell Elke *grins*

    Lavendel, wenn du in realen Leben eine Geschichte hörst, die dich tief berührt und du spürst, dass der Betroffene nun einfach mal in den Arm will undas ungemein hilft mehr als tausend Worte,, nur um das Gefühl "du bist nicht allein. Ich bin bei dir!" zu vertiefen, dann tust du das. Mein virtuelles "ich knuddel, drück dich!" heißt nichts anderes als " in Gedanken bin ich bei dir. Ich weiß, dass ich dir nicht wirklich hefen kann, aber ich schicke dir meine moralische Unterstützung!"
    Schonmal dran gedacht, dass genau DAS viel Trost spendet? Und Trost hat wohl jeder ab und zu nötig. Auch in einer realen SHG redet man nicht nur gegen die Wand (außer den AA), sondern bekommt ein Feedback und wird auch einfach nur stumm in den Arm genommen. Wems nicht passt? So what - dann eben nicht!!

    Elke, der letzte Spruch war daneben, haste gemerkt, gell ?! Die Emotionen kochen leicht über, das ist normal, gerade wenn man das Gefühl hat, dass man auf der Stelle tritt und sich nicht so ausdrückt, dass der andere es auch versteht. Ansonsten würde ich dir gerne sagen, dass ich deine Beiträge schätze - hart, aber herzlich und ich denke, real würdest du dich nicht manchmal so verzetteln *lächel*

    Lilly, puuuuh, dich hab ich gar nicht gemeint mit "voller Breitseite!"...Du schreibst immer sehr einfühlsam und triffst trotzdem den richtigen Ton. Das bewundere ich sehr, denn ich bin viel zu gerade heraus und manchmal -wie Elke- ein wenig der Elefant im Porzellanladen.

    Ich schreibe nun mal meine Grundgedanken auf:
    Auch wenn diese SHG virtuell ist, so gilt es doch, eine gewisse Nettiquette einzuhalten. Im realen Leben würdet ihr auch nicht einfach so reinplatzen und mit (unbedachten??) Äußerungen das Gegenüber verprellen, oder würdet ihr das?
    Nichtsdestotrotz, Lilly, es ist müßig, immer wieder die Zahlen zu widerholen, ich denke, die sind jedem Betroffenen, ob aktiv oder passiv, hinreichend bekannt. ich kenne sämtliche Symptome, Foilgeerkrankungen und bin tief in die Materie eingetaucht. Ich war in der Lage mit dem behandelnden Arzt meines Mannes die Werte zu diskutieren - vielleicht auch, weil Ärzte zu meiner Familie gehören und ich damit aufgewachsen bin. Im medizinischen Bereich bin ich ziemlich fit.
    Ich habe manchmal den Eindruck, "ihr" (poh, ist das doof) betet uns deshalb so die Zahlen und Rücfallquoten und "und ne SHG und/oder Therapie ist notwendig, sonst wird das nix!" runter, weil ihr selbst zutiefst verunsichert seid. Vielleicht sollte man den Blickwinkel ändern?
    Ich, zB. und auch mein Mann, wir orientieren uns an Erfolgsquoten. Sicher lassen wir mögliche Gefahren nicht außer acht, aber wir sind nicht so hypersensibilisiert, dass wir nur negativ (ups, wenn wir nun auf die Hochzeit gehen, könnte ja der Alkoholiker aus dem Nachbarkaff dort sein. Das ist nicht gut für dich/mich!" Nee, wenns zu viel wird, geht man. Wir verstehen uns ohne Worte und wenns einem von uns unbehaglich wird, dann sieht der andere das) eingestellt sind.
    Zur SHG meines Mannes, muss ich mal was erklären,glaube ich. Unser Umfeld hat sich im Laufe der Jahre sehr angepasst. Wir sind umgeben von Nietrinkern und trockenen Alkoholikern. Mein Mann ist der letzte verbliebene Raucher und ich tausche mich häufig mit den Partnern der trockenen Alkoholiker aus. Mein Mann redet wohl viel mit den (Langzeit) trockenen Alkoholikern, davon gehe ich aus, sonst wäre er nicht so gefestigt. Blödes Wort aber ich hoffe ihr versteht was ich meine und kommt mir nu nicht wieder mit "er ist erst 3 Wochen....." *zwinker*

    it Breitseite (hab ich wohl unglücklich gewählt) meinte ich, dass man nicht sofort den Menschen, der hierherkam, weil er Hilfe sucht verschrecken sollte. Bei nassen Alkoholikern ist Klartext mehr als angesagt, das hab ich bei meinem Mann oft praktiziert, auch wenn es mir sehr Leid tat - das weiß er aber nicht.
    Bei Angehörigen sieht das schon anders aus. Die kann man so nicht behandeln, weil man zutiefst verunsicherten Menschen erstmal das Gefühl des Verständnisses gibt, bevor man zum verbalen Schlag ausholt und seine meinung sagt (manchmal ist es klüger, jemanden erst Vertrauen fassen zu lassen. Und das ist keine Schauspielerei, sondern Menschlichkeit). Ein wenig wie Zuckerbrot und Peitsche....diese Menschen sind verletzt, hilflos und traurig. Sie können mit solchen Ansagen, wie uuuus Elke (sorry, aber du bist das Paradebeispiel) sie manchmal loslässt nicht viel anfangen - im schlimmsten Fall geben sie auf. Ist das das Ziel??
    Es muss doch möglich sein, eine Basis des gegenseitigen Verständnisses aufzubauen und das Gegenüber nicht ständig als Feind zu sehen.

    Und nochmal: ich bin nicht hier um irgendjemandem nach dem Mund zu reden. Ich bin hier, weil ich mich hier wohl fühle, vermutlich auch, weil mich harte Worte, oder was ihr dafür haltet, nicht im geringsten abschrecken.... nöö, ich diskutiere dann und find das prima....
    Lavendel, prügeln will ich dich nicht, aber so ein klitzekleiner Arschtritt....??? *kicher*

    Guten Morgen die Damen *in die Runde strahl*

    Lilly, erstmal so wie dein mann sehe ich das auch mit der Schuldfrage. Ist doch kontraproduktiv, wenn man in der Vergangenheit rumstochert und " Vor 5 Jahren hast DU aber das und das getan..." *grins*....finde ich völlig Ok. Ich habe meinem Mann weder Zigaretten noch Bier mitgebracht, wenn er schon getrunken hatte und das Bier war alle, musste er eben in das nächste Geschäft laufen, denn den Autoschlüssel habe ich auch ein kassiert....

    Ist mir schon klar, das 3 Wochen eine kurze Zeit sind. ABER nochmal das Thema der Entmutigung-was für viele zutrifft, muss nicht alle treffen.
    Vorsicht ist angebracht, darf aber nicht das ganze Leben bestimmen. Es muss doch trotzdem irgendwie weitergehen oder stoppt ihr mit eurem Leben, verkriecht euch und beschäftigt euch nur damit, wie ihr es schaffen könnt, nie wieder einen Tropfen anzurühren? Nee, oder?!
    Jedenfalls war hier eine junge Dame, deren beitrag sich mit meinem überschnitten hat und die ANgst bekam..... nicht jeder gibt zu, dass ihm das Geschreibsel hier Angst macht. Ist aber so.... also, meine Bitte: auch wenn das hier als SHG verstanden wird.... nicht immer direkt die volle Breitseite - es verunsichert und kann auch vieles zerstören!

    Hier ist heute Schnee gemeldet und ich muss mich gleich auf die Socken machen..... mein Mann meinte übrigens gestern, dass Elternabende nüchtern genauso öde sind wie angetrunken....nur, das er sich beser über die anwesenden Supermütter amüsieren kann, weil er mehr Details mitbekommt...

    8)

    Herrrjee,

    genau solche Verbalattacken wie die von Elke meine ich!
    Ist dir mal aufgefallen, liebe Elke, das wir (auch wenn ihr noch im Familienverbund seid) sowieso alleinerziehend sind?! Ob wir das wollen oder nicht sei mal dahin gestellt. Vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, dass Diandra oder auch ich Einzelfälle sind. In vielen Fällen leiden die Partner sehr, werden physisch und psychisch mißhandelt. Ich gehe nicht davon aus, dass es in deinem oder auch Lillys Fall so war.
    Du könntest ma versuchen zu verstehen, dass wir Fragen stellen und auch unsere Bedürfnisse erfüllen wollen, dazu sind Kompromisse nötig. Eine Beziehung besteht aus nichs anderem als immer wieder Kompromisse einzugehen. Das darf ich von einem Partner erwarten, auch in der ersten Phase der Nüchternheit. Ich erwarte Verständnisfür meine Situation, genauso wie mein Partner Verständnis für seine Situation einfordert. Vergleiche des Gesundungsprozesses mit Krankheiten, die man durch Vireninfektionen übertragen bekommt, sind für mich indiskutabel.
    So und nun nochmal. Ich hab allergrößten Respekt vor dir, Elke, deine Denkanstöße sind wichtig, wenngleich ich manche nicht teile. Aber das ist ja egal, denn zum diskutieren sind wir hier *lächel*

    Hallo Lilly,

    Tolle Antwort - damit lässt sich diskutieren! Ich gehe chronologisch vor:

    Ich habe dieses "Mach du mal!" getan weil es Dinge gibt, die erledigt werden müssen. Punkt! Es muss Geld verdient werden, es muss der Haushalt gemacht werden und die Kinder müssen erzogen werden. Das macht sich nicht von allein! Ich habe lediglich die Aufgaben überommen, die mein Mann wegen seiner Krankheit nicht geschafft hat und dei uns alle betrafen. Nichs was für ihn alleine war, seine Vervindlichkeiten hat er immer noch. Nichts, was IHM den Alltag erleichterte, sondern Dinge, die überlebenswichtig waren! Das ist legitim oder ?!
    Ich betone nochmal. Ich bin kein Co. Ich bin Angehörige. Ich habe unwahrscheinliches Glück gehabt, denn mein Mann ist trocken sehr liebenswert und wir reden viel. Die beschriebenen Schwierigkeiten der Cos und der trockenen Partner, wo sich eine weiter entwicklet und einer auf seinem Level stehen bleibt - die haben wir nicht! Mein Mann übernimmt seine Aufgaben wieder voll und ganz - ich rede ihm da auch nicht rein, denn das ist sein Ding. Wir tauschen uns aus, wir fragen um Rat. Wir sind Partner und beste Freunde und ich bin mir durchaus bewusst dass das die Ausnahme ist.

    Zitat

    Auch die Familie MUSS an zweiter Stelle stehen, das ist ganz wichtig !


    Dann macht mein Mann was falsch! Für ihn ist seine Familie sowie die Trockenheit wichtig. Er findet s genauso wichtig mit seinen Kindern Probleme zu wälzen wie das erste Glas stehen zu lassen. Wie gesagt, es gibt nicht nur schwarz - weiß...

    Zu den zerbrechenden Beziehungen: Ich lese sehr oft im offenen Alkohoikerbereich. Ich schreibe dort auch schonmal, gerade um trockenen Alkoholikern die Angst vor dem trockenen Partner zu nehmen. ich ermutige zum reden, denn das hilft immer! Spekulationen bringen niemanden weiter.
    Mein Mann ändert auch sein Verhalten und ich finde das toll. Er ist konsequent, verlässlich, vertrauenswürdig und unbequem geworden - super!
    Ich habe meiner Tochter gestern gesagt, dass mein Mann nicht aggressiv ist, sondern lediglich seine Interessen ihr gegenüber durchsetzt und das das gut so ist! Früher hätte er zur Flacshe gegriffen, heute setzt er sch hin und diskutiert das aus . Und wenn die Kids dann immer noch meinen, ihm auf der Nase rumtanzen zu müssen (weil das früher ja ging), dann wird er halt ein wenig stinkig. Völlig normal!
    wir schämen und nicht, im Gegenteil. Wir sind stolz, dass mein Mann seine Sucht bekämpft und wir wissen ganz genau (auch die Kinder) das er nie wieder trinken sollte (nicht darf, das ist seine Entscheidung), wenn er die Krankheit stoppen will.

    Zu dem letzten Absatz: Nein, ich bin nicht wütend. Und wem sollte ich Vorwürfe machen? Das ist der Schuh, den du dir anziehst, Lilly. Ich bin erstaunt, dass immer noch nicht versucht wird an einem Strang zu ziehen. Einfache " Ich empfinde dies so und so und in der Weise!" Sätze werden direkt als Vorwurf ufgefasst und wenn man keinen dirketen Vorwurf ausmachen kann, liest man eben Wut heraus. Nöööö, so ist das nicht.
    Ich habe aufmerksam hier gelesen und ich habe festgestellt, dass sich die Antworten gleichen.....und Angehöriige, die vorsichtig wagen einen Anspruch wie "ich fühle mich einsam und allein gelassen!" zu äußern, bekommen oftmals gesagt, dass sie die Krankheit nicht richtg verstanden haben...... das entmutigt, versteht ihr?!
    Nu muss ich zum Elternabend..... ich wünsche mir, dass wir noch weiter diskutiere und viel mehr Verständnis füreinander aufbringen - das wäre das Allerbeste, was jedem Betroffenen passieren kann!

    Liebe Grüße
    Heike