Uiuiuiui, da haben wir aber weder richtig toll aneinander vorbeigeredet..... das muss doch noch besser gehen, oder?!
Guten Morgen *pfeif*
Erstmal was off Topic.....Ich freu mich morgens auf diesen Threat. Ehrlich! Ich freu mich, wenn ich mich mit meinem Brötchen und Kaffee hier hin setze und erstmal lese...dasmusste mal raus!
Ich versuch mal, alles was mir auf dem Herzen liegt, loszuwerden. Sollte mein Tonfall etwas rauher werden, dann ist das eben typisch angegriffener Co, gell Elke *grins*
Lavendel, wenn du in realen Leben eine Geschichte hörst, die dich tief berührt und du spürst, dass der Betroffene nun einfach mal in den Arm will undas ungemein hilft mehr als tausend Worte,, nur um das Gefühl "du bist nicht allein. Ich bin bei dir!" zu vertiefen, dann tust du das. Mein virtuelles "ich knuddel, drück dich!" heißt nichts anderes als " in Gedanken bin ich bei dir. Ich weiß, dass ich dir nicht wirklich hefen kann, aber ich schicke dir meine moralische Unterstützung!"
Schonmal dran gedacht, dass genau DAS viel Trost spendet? Und Trost hat wohl jeder ab und zu nötig. Auch in einer realen SHG redet man nicht nur gegen die Wand (außer den AA), sondern bekommt ein Feedback und wird auch einfach nur stumm in den Arm genommen. Wems nicht passt? So what - dann eben nicht!!
Elke, der letzte Spruch war daneben, haste gemerkt, gell ?! Die Emotionen kochen leicht über, das ist normal, gerade wenn man das Gefühl hat, dass man auf der Stelle tritt und sich nicht so ausdrückt, dass der andere es auch versteht. Ansonsten würde ich dir gerne sagen, dass ich deine Beiträge schätze - hart, aber herzlich und ich denke, real würdest du dich nicht manchmal so verzetteln *lächel*
Lilly, puuuuh, dich hab ich gar nicht gemeint mit "voller Breitseite!"...Du schreibst immer sehr einfühlsam und triffst trotzdem den richtigen Ton. Das bewundere ich sehr, denn ich bin viel zu gerade heraus und manchmal -wie Elke- ein wenig der Elefant im Porzellanladen.
Ich schreibe nun mal meine Grundgedanken auf:
Auch wenn diese SHG virtuell ist, so gilt es doch, eine gewisse Nettiquette einzuhalten. Im realen Leben würdet ihr auch nicht einfach so reinplatzen und mit (unbedachten??) Äußerungen das Gegenüber verprellen, oder würdet ihr das?
Nichtsdestotrotz, Lilly, es ist müßig, immer wieder die Zahlen zu widerholen, ich denke, die sind jedem Betroffenen, ob aktiv oder passiv, hinreichend bekannt. ich kenne sämtliche Symptome, Foilgeerkrankungen und bin tief in die Materie eingetaucht. Ich war in der Lage mit dem behandelnden Arzt meines Mannes die Werte zu diskutieren - vielleicht auch, weil Ärzte zu meiner Familie gehören und ich damit aufgewachsen bin. Im medizinischen Bereich bin ich ziemlich fit.
Ich habe manchmal den Eindruck, "ihr" (poh, ist das doof) betet uns deshalb so die Zahlen und Rücfallquoten und "und ne SHG und/oder Therapie ist notwendig, sonst wird das nix!" runter, weil ihr selbst zutiefst verunsichert seid. Vielleicht sollte man den Blickwinkel ändern?
Ich, zB. und auch mein Mann, wir orientieren uns an Erfolgsquoten. Sicher lassen wir mögliche Gefahren nicht außer acht, aber wir sind nicht so hypersensibilisiert, dass wir nur negativ (ups, wenn wir nun auf die Hochzeit gehen, könnte ja der Alkoholiker aus dem Nachbarkaff dort sein. Das ist nicht gut für dich/mich!" Nee, wenns zu viel wird, geht man. Wir verstehen uns ohne Worte und wenns einem von uns unbehaglich wird, dann sieht der andere das) eingestellt sind.
Zur SHG meines Mannes, muss ich mal was erklären,glaube ich. Unser Umfeld hat sich im Laufe der Jahre sehr angepasst. Wir sind umgeben von Nietrinkern und trockenen Alkoholikern. Mein Mann ist der letzte verbliebene Raucher und ich tausche mich häufig mit den Partnern der trockenen Alkoholiker aus. Mein Mann redet wohl viel mit den (Langzeit) trockenen Alkoholikern, davon gehe ich aus, sonst wäre er nicht so gefestigt. Blödes Wort aber ich hoffe ihr versteht was ich meine und kommt mir nu nicht wieder mit "er ist erst 3 Wochen....." *zwinker*
it Breitseite (hab ich wohl unglücklich gewählt) meinte ich, dass man nicht sofort den Menschen, der hierherkam, weil er Hilfe sucht verschrecken sollte. Bei nassen Alkoholikern ist Klartext mehr als angesagt, das hab ich bei meinem Mann oft praktiziert, auch wenn es mir sehr Leid tat - das weiß er aber nicht.
Bei Angehörigen sieht das schon anders aus. Die kann man so nicht behandeln, weil man zutiefst verunsicherten Menschen erstmal das Gefühl des Verständnisses gibt, bevor man zum verbalen Schlag ausholt und seine meinung sagt (manchmal ist es klüger, jemanden erst Vertrauen fassen zu lassen. Und das ist keine Schauspielerei, sondern Menschlichkeit). Ein wenig wie Zuckerbrot und Peitsche....diese Menschen sind verletzt, hilflos und traurig. Sie können mit solchen Ansagen, wie uuuus Elke (sorry, aber du bist das Paradebeispiel) sie manchmal loslässt nicht viel anfangen - im schlimmsten Fall geben sie auf. Ist das das Ziel??
Es muss doch möglich sein, eine Basis des gegenseitigen Verständnisses aufzubauen und das Gegenüber nicht ständig als Feind zu sehen.
Und nochmal: ich bin nicht hier um irgendjemandem nach dem Mund zu reden. Ich bin hier, weil ich mich hier wohl fühle, vermutlich auch, weil mich harte Worte, oder was ihr dafür haltet, nicht im geringsten abschrecken.... nöö, ich diskutiere dann und find das prima....
Lavendel, prügeln will ich dich nicht, aber so ein klitzekleiner Arschtritt....??? *kicher*