Beiträge von Stern

    Hallo Naira,

    ich mag das Wort Alkoholiker auch nicht. Ändert ja aber nix an der Tatsache, dass ich Alkoholiker bin und auch nicht an der Tatsache, dass ich immer Alkoholiker bleiben werde.

    Beim Arzt kann ich das schon aussprechen. Woanders will ich das gar nicht. Und das ist nicht nur, weil ich da auch noch immer diese Scham in mir habe, sondern auch, weil ich das nicht will. Es geht niemanden etwas an, was ich für Krankheiten habe.

    Einzig zu mir selbst muss ich uneingeschränkt dazu stehen, dass ich Alkoholiker bin. Und das tue ich. Weil es es überlebenswichtig für mich ist.

    Hallo sansl ,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der EKAs (erwachsene Kinder von Alkoholikern) bei uns im Forum ähneln.

    Du hast schon genau richtig erkannt, dass nur der Alkoholkranke selbst die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Dir hier alles von der Seele schreiben wird dir sicher helfen, dich in dieser schwierigen Situation zurechtzufinden.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für EKA" verschieben.

    Hallo Kurswechsel,

    Aus deinen Worten sprechen so viele Wünsche für dich. Schöne Wünsche, die du dir doch alle schon alle selbst erfüllst.

    Schau mal, wie ich deine Sätze für mich formuliere. Weil ich es einfach für mich wichtig finde, mehr im Jetzt zu sein.

    Ich möchte mir keine Hintertür mehr offenlassen.

    Ich lasse mir keine Hintertür offen.

    Ich will selbst über mein Leben bestimmen.

    Ich bestimme selbst über mein Leben.

    Ich will meinem Körper nicht mehr schaden.

    Ich schade meinem Körper nicht mehr.

    Ich möchte nicht länger auf durch die Sucht künstlich herbeigerufene Glücksgefühle angewiesen sein

    Ich bin nicht länger auf durch die Sucht künstlich herbeigerufene Glücksgefühle angewiesen.

    Ich will selbst für mein Glück verantwortlich sein.

    Ich bin selbst für mein Glück verantwortlich.

    Das ( vorläufig) gute Ende ist doch in erster Linie auf Einsicht und entsprechende Taten des Süchtigen zurückzuführen.

    Genau so ist es.
    Und dir als Angehöriger einer Alkoholikerin, die ihre Krankheit weder erkennen kann (oder will) und somit auch nicht zum Stillstand bringen kann (oder will), helfen diese ‚Geschichten‘ kein bisschen weiter. Weil deine Partnerin nicht bereit ist für ein nüchternes Leben. Sie will das nicht und das solltest du akzeptieren.

    Hier sollte es um dich gehen.
    Denn nur dein Leben kannst du beeinflussen.
    Du kannst ihr beispielsweise Suchtberatungsstellen nennen, aber hingegen muss sie, weil sie es aus tiefstem Herzen will und weil sie ihre Alkoholsucht zum Stillstand bringen will….für sich…nicht für dich und auch nicht für euch.
    Es ist nicht möglich, jemanden trocken zu reden oder trocken zu lieben. Alle Initiative muss vom Alkoholkranken kommen.

    Lass dich nicht mit in diese Suchtspirale ziehen. Die dreht dich immer nur nach unten. Für alle.

    Natürlich habt ihr das alles längst gewusst.

    Ich nicht.
    Wahrscheinlich, weil ich noch immer so naiv denke und mir so sehr wünsche, dass es jeder Alkoholiker schafft, sich ein nüchternes Leben aufzubauen. Und ehrlich gesagt finde ich das schon ziemlich schräg, direkt auf dem Heimweg von der Langzeitreha wieder zu trinken.

    Ich habe nur gesagt, dass ich jetzt nicht mehr da bin, wenn er fällt. Und dass es mir gerade nicht um ihn geht, sondern um mich.

    Das finde ich ganz stark von dir.

    Pass gut auf dich auf.

    Hallo Kurswechsel,

    seit 20 Tagen bist du nüchtern.
    Herzlichen Glückwunsch und herzlich willkommen in unserer SHG.

    Ich bin sehr zuversichtlich und habe mir felsenfest vorgenommen, nie wieder dieses miese Nervengift zu konsumieren.

    Sich das felsenfest vorzunehmen ist die Grundvoraussetzung. Aber tust du auch etwas, um das zu verwirklichen? Nur nicht trinken reicht nicht….heißt es hier ganz oft. Und wenn du dich durch die Beiträge liest, wirst du feststellen, dass das auch so ist.

    Ich weiß, dass ich nicht damit umgehen kann.

    Kein Alkoholiker kann mit Alkohol umgehen. Kontrollverlust ist ein Merkmal der Alkoholsucht.

    dass ich ein massives Problem mit Alkohol habe

    Hast du ein massives Problem mit Alkohol? Oder bist du Alkoholiker?

    "Zitat von Maus

    habe ich evtl. eine Mitverantwortung"


    Nein, das hast du nicht.
    Jeder erwachsene Mensch kann so viel trinken, wie er möchte. Niemand anderes entscheidet das für ihn.
    Niemandem ist es möglich, einen Alkoholiker vom Trinken abzuhalten.

    "Zitat von Maus

    und b) ob der derzeitige Zustand sich nochmal verbessern wird ? Zittern in den Händen, Wasser in den Füßen, eingeschränkte Mobilität..."


    Wir sind keine Ärzte.
    Bei mir hat das Zittern in den Händen ganz schnell nachgelassen.

    Hallo *edit zu* Maus,

    es ist verständlich, dass du dir Sorgen machst und es tut mir Leid, dass du in der Klinik keine Ansprechpartner finden kannst und das Gefühl hast, gegen Windmühlen zu kämpfen.

    "Zitat von Maus

    Ich frage mich, wie tief muss ein Mensch noch sinken, bis ihm/ihr geholfen wird?!Ich finde diese Frage nicht richtig formuliert."


    Das kann ich dir auch meiner Sicht als Alkoholiker kurz erklären: Es gibt so viele Hilfen. Der Hausarzt, Selbsthilfegruppen vor Ort, Suchtberatungsstellen, Suchttherapien, Online-Selbsthilfegruppen ….. (Reihenfolge willkürlich). Ich konnte diese Hilfen nicht sehen, als ich noch süchtig getrunken habe. Klar wusste ich das alles, aber ich habe mich so geschämt, irgendwo anzusprechen, dass ich Alkoholiker geworden bin.

    Nur der Alkoholiker selbst kann sich Hilfe suchen, er muss es ‚nur‘ tun. Selbst und aus tiefstem Herzen. Dazu muss er gar nicht besonders tief sinken. Ich habe (nach außen) super funktioniert. Immer ordentlich zurecht gemacht, hatte meine Arbeit und meine Wohnung und stand auch nicht mit der Bulle hinterm Bahnhof…..

    Erst die Akzeptanz, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch für immer bleiben werde und die feste innere Überzeugung, dass ich nur ohne Alkohol die Alkoholsucht stoppen kann, machten es mir möglich, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

    Niemand kann einem Alkoholiker helfen, wenn dieser diese Hilfe nicht selbst sucht.
    Und kein Alkoholiker kann angebotene Hilfe annehmen, wenn er selbst keine Krankheitseinsicht hat und nur die lebenslange Abstinenz als Ausweg sehen kann.


    "Zitat von Maus

    Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔"


    Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔Und daher auch mein Antrieb, mich hier anzumelden, da ich im sog. social media nur nichtssagende " Antworten " auf meine Fragen bekam.😔
    Wir sind eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und für Angehörige von Alkoholikern.
    Die Alkoholiker tauschen sich hier über ihren nüchternen Weg aus und wie sie gut für sorgen können und die Angehörigen darüber, wie sie gut für sich selbst sorgen können. Denn für den Alkoholiker können sie nichts tun, wenn er nicht dazu bereit ist, alle Hilfen anzunehmen, um wirklich mit dem Trinken aufzuhören und auch dauerhaft nüchtern zu bleiben. Was wir nicht bieten können, ist eine Beratung.

    Welche Antworten erwartest du hier von uns? Wobei können wir dir helfen?

    Aber ich merke schon einen grossen Unterschied zwischen früheren Versuchen und dem jetzigen Aufhören.

    Alleine schon deine Wortwahl macht ja den großen Unterschied: Früher waren es Versuche. Jetzt ist es Aufhören.👍

    Nur den Alkohol weglassen, reicht nicht. Das hast du super erkannt.
    Was machst du denn jetzt schon anders als bei deinen Versuchen? Ich meine, hat sich in deinem Alltag was verändert?

    gibt es hier auch menschen mit positivbeispielen.? also tatsächlich beziehungen die eine abgewöhnung also das wirklich trocken werden überstanden haben?

    Ja, das gibt es.
    Wenn der Alkoholiker selbst und für sich nüchtern werden will, und das aus tiefstem Herzen und mit der Einsicht und der Akzeptanz, krank zu sein und dem Wissen und der Einsicht, dass nur die lebenslange Abstinenz überhaupt ein normales Leben ermöglichen kann, hat eine Beziehung sehr wohl eine Chance.

    Aber alles Kopfzerbrechen nützt nichts, wenn sie nicht will….oder nicht kann ….oder beides…..


    das nächste und letzte für heute ist glaube ich die feststellung dass ich merke wie ich mich emotional löse von ihr . dass ich ihre probleme wieder ganz langsam wieder zu ihren problemen mache.

    das legt einen schweren traurigen schatten auf die ganze beziehung.

    Nur so kann es gehen.
    Auch, wenn das natürlich einen traurigen Schatten auf die Beziehung legt. Aber der traurige Schatten ist doch auch so schon da.

    Ihre Alkoholabhängigkeit ist erstmal nur ihr Problem. Da kannst du ihr nix abnehmen. Alles muss von ihr kommen.

    Du kannst nur für dich selbst Entscheidungen treffen.

    Schön, dass du dich mal wieder gemeldet hast.
    Und herzlichen Glückwunsch zu 6 Monaten und 27 Tagen. 💐

    Die größte Anfechtung liegt darin, mich hin und wieder zu fragen, ob ich denn überhaupt "wirklich süchtig" bin, da es mir recht leicht fällt und kein großer Kampf ist, und ich ja nie "unter der Brücke" gelandet war... :roll: .

    Die Frage, ob du überhaupt ‚wirklich süchtig‘ bist, finde ich sehr gefährlich. Denn wärst du nicht ‚wirklich süchtig‘, wäre eine absolute Abstinenz nicht lebenswichtig. Und wenn sich da Gedanken dazugesellen, dass da doch was geht mit einem Glas Alkohol, bist du schon mitten im Rückfall drin.

    Mir fiel das Nüchternsein auch von Anfang an ziemlich leicht. Kein Saufdruck, keine ‚komischen‘ Gedanken, kein Gefühl von Verzicht. Kein einziges Mal habe ich gedacht, dass jetzt ein Glas Wein ganz toll wäre. Kein einziges Mal habe ich neidisch zum Sektglas am Nebentisch geschielt…

    Über ein Jahr habe ich auf den ‚großen Knall‘ gewartet. Ich war unsicher, weil ich mir so sicher war.
    Irgendwann habe ich bemerkt, dass meine Nüchternheit ganz fest mit mir verbunden ist. Sie ist in meinem Kopf. Sie ist irgendwie so selbstverständlich, sie gehört zu mir.
    Dennoch ist auch immer präsent, dass ich Alkoholiker bin….und dass ich auch immer Alkoholiker bleiben werde. Die Alkoholsucht ist lediglich gestoppt. Sie geht nie wieder weg.

    Lass das alles erstmal sacken.
    Das ist viel im Kopf zu verarbeiten. Und das braucht Zeit. Nimm dir diese Zeit.

    Lies dich durch die Beiträge hier im Forum und nimm dir mit, was du brauchen kannst, lass liegen, was für dich nicht passt und schau immer mal wieder nach dem Liegengelassenen.
    So mache ich das. Ich denke, das ist für Angehörigen der gleiche gute Weg.

    Hier lesen und schreiben hilft mir, meine Gedanken zu sortieren. Vielleicht hilft dir das ja auch.

    Pass gut auf dich auf.

    Ja, lass sacken.
    Was ich geschrieben habe, ist ja vermutlich auch nicht das, was du hier lesen willst.

    Ich schreibe dir aus meiner Perspektive als Alkoholiker.
    Und aus der heraus muss ich dir sagen: Nichts und niemand hätte mich vom saufen abhalten können, bevor ich nicht für mich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass nur die lebenslange Abstinenz mir ein glückliches Leben ermöglichen kann.

    Mit hat es ganz viel geholfen, auch bei den Angehörigen zu lesen. Vielleicht ist es auch für dich hilfreich, ein wenig bei dem Alkoholikern zu lesen?

    Schau mehr auf dich. Lass dich nicht noch weiter in diese Suchtspirale mit reinziehen.
    Letztendlich ist doch jeder für sich selbst verantwortlich, sie für sich und du für dich. Sie will saufen, besser 5 mal die Woche als ‚nur’ 4 mal. Von weniger ist keine Rede, von gar nix mehr schon mal gar nicht. Sie sieht sich nicht als Alkoholiker, ist demzufolge auch nicht krank und wird deshalb an ihrer Situation auch nichts ändern können, bevor sich nicht ihre Sichtweise auf ihren Alkoholkonsum ändert.
    Du kannst ihre Gedanken nicht beeinflussen und du kannst sie nicht trocken lieben.

    Aber soll ich sie einfach sich selbst überlassen? Ich will doch mit ihr gemeinsam die Situation verbessern. Ist das zu naiv?

    Ja. Die einzige Hilfe für einen Alkoholiker ist Nichthilfe.
    Du kannst nicht mit ihr gemeinsam die Situation verbessern, wenn sie keine Krankheitseinsicht hat.
    Und ja, das ist naiv.

    Wenn du dich hier mal durch die Beiträge und durch die Erfahrungen von anderen Angehörigen liest, wirst du viele Antworten auf deine Fragen bekommen, die vielleicht immer mal anders formuliert werden, aber im Prinzip alle das Gleiche ausdrücken: Nur das eigene Leben kann verändert werden. Niemals wird es jemandem gelingen, dass Leben eines anderen zu verändern.
    Gemeinsam eine Situation verbessern setzt voraus, dass auch in gleiche Richtung geschaut wird.

    Sie hat auch letztens erwähnt, dass sie lieber wieder auf das 5:2 Format umsteigen würde, weil sie bei 4:3 das Gefühl hat, die reduzierten Tage dann wenigstens auskosten zu müssen und nicht nur für 1 Glas Wein zu verschenken

    Was brauchst du noch?
    Sie will trinken. Und sie darf das auch für sich so entscheiden.

    Es gibt doch für dich nur zwei Möglichkeiten: Ihr behaltet euer Saufmodell bei, passt es ggf. ihren Bedürfnissen (oder ihrer Notwendigkeit?) an. Und das ist dann eine Entscheidung, die hier nicht kommuniziert wird.
    Oder du distanzierst dich davon. Dazwischen ist nichts.

    Wir sind ein Alkoholiker-Forum. Da wird sich über Nichttrinken ausgetauscht. Über alkoholfreie Wohnungen. Über Wege, sich aus einer Co-Abhängigkeit zu lösen. Über Möglichkeiten, sein eigenes Leben so zu gestalten, dass es glücklich und zufrieden ist….. Alkohol kommt darin nicht vor.

    Hallo Alvin,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich habe mir mal deine Fragen rausgepikt und versuche, sie so zu beantworten, wie ich sie für mich beantworten würde. Ob sie für dich passen, musst du selbst entscheiden.

    jetzt stellt sich mir natürlich ob ich in meiner sorge da übertreibe - sie überanalysiere . helicoptere?

    ist das gar nicht so problematisch und ich schieb hier nur drama?

    Ich finde es völlig normal, dass, wenn etwas am Partner auffällt, das das auch hinterfragt wird.
    Und ich finde es immer gut und richtig, seinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen.

    Wenn ich mir die Frage stelle, ob irgendetwas problematisch ist, dann ist es problematisch.
    Und wenn ich mich frage, ob ich da vielleicht nur ein Drama schiebe, dann verschließe ich die Augen vor der Realität.

    ich lese hier immer nur dass eine beziehung zu einem menschen mit alkoholproblem letztlich immer zum scheitern verurteilt ist. das man als angehöriger oder partner die beziehung beenden muss. dass es gar keinen anderen weg gibt.

    Müssen tut man erstmal gar nix. Auch du nicht.
    Aber die Beziehung zu einem trinkenden Alkoholiker ist immer belastet.
    Der Alkoholiker befindet sich in einer Suchtspirale….und in ihr geht es nur nach unten. Immer. Ohne Ausnahme. Nur die Zeitspanne variiert. Letztendlich zieht es alles und jeden im unmittelbaren Umfeld des Alkoholikers in diese Spirale mit rein. Immer. Ohne Ausnahme.

    aber dennoch gibt es einen weg diese beziehung zu leben? kann man einen weg finden mit einer alkoholikerin zu leben ? wenn sie trocken ist doch sicher oder ?

    und wenn sie nass ist?

    Mit einem trinkenden Alkoholiker kann es keine glückliche Beziehung geben.
    Der Alkoholiker wird irgendwann alles dem Alkohol unterordnen ….auch den Partner. Das ist suchtbedingt.

    Mit einem nüchternen Alkoholiker kann es sehr wohl eine glückliche Beziehung geben.
    Aber dazu kannst du als Angehöriger leider gar nix beitragen, wenn der abhängig trinkende Partner seine Krankheit nicht sieht und nicht für sich selbst ein dauerhaft nüchternes Leben will. Und mit dauerhaft meine ich: Für immer. Denn für einen Alkoholiker kann es nie wieder Alkohol geben.

    kann ich irgendwas unterstützend tun? was kann ich für mich tun um das alles durchzustehen?

    Du kannst nichts tun, wenn sie deine Hilfe nicht will. Und selbst wenn sie deine Hilfe möchte, wird Hilfe nur ankommen, wenn, wie oben schon geschrieben, wirklich eine Krankheitseinsicht bei deiner Partnerin vorhanden ist und sie akzeptieren kann, dass sie Alkoholikerin ist und deshalb keinen Alkohol mehr trinken kann. Nicht eine Woche oder 2 Monate, sondern nie wieder. Denn die Alkoholsucht ist nicht heilbar. Aber sie geht mit absoluter Abstinenz zum Stillstand zu bringen. Aber das kann nur der Alkoholiker selbst schaffen. Für sich.

    Für dich kannst du eine Menge tun.
    Du hast geschrieben, dass ihr beide auch gut ein Leben voneinander weg führen könnt. Vertiefe das. Stelle dich an 1. Stelle in deinem Leben und schaffe dir schöne Momente für dich.
    Denn das ist das Einzige, worauf du wirklich Einfluss hast.

    Die einzige Hilfe für einen trinkenden Alkoholiker ist die Nichthilfe. Weil alles ‚gutgemeinte‘ eben nur gut gemeint ist und dein eigenes ‚Durchstehen‘ verlängert.


    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern im Forum klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur ganz kurz etwas zu schreiben.

    Danach werden wir dein Thema in den offenen Bereich zu den "Erste Schritte für Angehörige und Co-Anhängige" verschieben.

    Es ist gut, dass du mit den Kindern gegangen bist. Damit hast du einen ganz wichtigen und großen Schritt für euch gemacht. Wirklich ganz große Klasse.

    Ich Versuche stark zu bleiben und nicht einzuknicken, habe natürlich auch irgendwie Mitleid.

    Mitleid nimmt dir nicht deine Angst. ‚Einknicken‘ bedeutet: Es ändert sich nichts.

    Angst ist immer begründet und sie wird nicht kleiner, wenn du bei dir nichts änderst.
    Gehen ist eine große Veränderung, Wegbleiben die größte, die du für dich erreichen kannst.

    Habe mir auch heute eine Liste mit Psychotherapeuten rausgesucht und werde die jetzt nach und nach abtelefonieren.

    Nimm alle Hilfe, die du bekommen kannst.

    Ich war es ja alles selber mit Schuld dass es soweit gekommen ist.


    Was genau meinst du mit ‚dass es soweit gekommen ist‘?
    Und warum denkst du, dass du selber mit Schuld bist?

    Reicht es nicht wenn ich mich in meinem Inneren von allem loslöse?

    Das wird dir am Besten gelingen, wenn du mal mehr an dich denkst.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass du dich innerlich von allem löst. Deine Gedanken sind viel zu sehr in der Vergangenheit und bei ihr.

    Es kostet sehr viel Mut neue Wege zu gehen und bei sich zu bleiben. Emotional bin ich ziemlich am Boden, das merke ich.

    Natürlich ist auch Mut erforderlich, um neue Wege zu gehen. Aber erstmal ist es notwendig, den alten Weg zu verlassen…..zumindest erstmal im Kopf.

    Eine Trennung tut (fast) immer weh.
    Schau auf dich, schau nach vorn. Dein weiteres Leben findet ohne sie statt. Das ist jetzt deine neue Welt, in der du lernen musst, dich zurechtzufinden.

    Du hattest irgendwas geschrieben, dass sie sich für den Alkohol und gegen dich entschieden hat (oder so ähnlich).
    Da habe ich lange drauf rumgedacht. Ich bin Alkoholiker und bin der festen Überzeugung, dass kein Alkoholiker sich gegen den Partner entscheidet, wenn er immer weiter trinkt und nicht vom Alkohol wegkommt.,
    Alkoholiker sind süchtig nach Alkohol, sie können nicht mit dem Alkohol trinken aufhören, wenn sie nicht verstehen, dass sie Alkoholiker sind und sich nicht helfen lassen wollen. Und selbst, wenn sie erkennen, dass sie Alkoholiker sind und sich helfen lassen wollen, schaffen es die wenigsten, dauerhaft nüchtern zu bleiben. Das ist der Krankheit geschuldet und hat erstmal mit dir gar nix zu tun. Eine bewusste Entscheidung gegen dich ist das bestimmt nicht.

    Wenn es dir hilft, sie zu blockieren, dann tu es. Abstand ist auf jeden Fall eine gute Wahl.

    Bei dir habe ich nach wie vor den Eindruck, dass du die Hoffnung noch nicht aufgegeben hast.
    Du wirst nie Einfluss auf das Trinkverhalten eines Alkoholikers nehmen können. Er befindet sich in einer Suchtspirale, die immer nur nach unten führt, wenn er selbst den Ausgang nicht findet. Er zieht alles und jeden in seinem Umfeld irgendwann in diese Spirale mit rein.