Beiträge von Seeblick

    Hallo Hope,

    ich habe bei dir nochmal quer gelesen. Im Moment bist du ja nüchtern. Du hattest geschrieben, dass es dir aber nicht gelingt, auf Dauer am Ball zu bleiben.

    Hast du dir Gedanken gemacht, was dich dazu bringt, wieder zur Flasche zu greifen und was du anders machen kannst, damit du entweder gar nicht erst in die Situation kommst oder "unfallfrei" herauskommst?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Schmidtty,

    im Grunde hast du erkannt, dass eine stationäre Reha für dich wichtig ist. Es geht dabei um deine Gesundheit und ich finde, da darf man auch ruhig egoistisch sein und seinen Weg gehen. Denn krank nützt du deinem Arbeitgeber auch nicht.

    Wenn du zu deinem Vorgesetzten ein gutes Verhältnis hast, kannst du das Gespräch suchen, auch ohne den Alkohol zu erwähnen. Einfach, dass es dir nicht gut geht und du Hilfe brauchst. Dazu musst du einige wichtige Termine wahrnehmen und auch für einige Wochen in eine Reha. So kann man unter Absprache vielleicht auch die Termine gut einbinden. Ein guter Arbeitgeber wird wahrscheinlich nicht erfreut sein, sollte aber dem Abreitnehmer Unterstützung anbieten. Denn wenn alles gut läuft, erhält der Arbeitgeber einen gesunden und motivierten Mitarbeiter zurück.

    Wenn du jetzt schon siehst, dass eine ambulante Therapie zu stressig wird, dann ist die stationäre Variante richtig. Ich würde auch empfehlen, eine Klinik weiter weg zu wählen. Dann kannst du Abstand vom Alltag nehmen und dich auf deine Genesung konzentrieren. Aber da kann dir die Suchtberatung wieder helfen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Schmidtty,

    inwieweit du deinen Arbeitgeber informierst, liegt vielleicht ein wenig am Umfeld. Falls du schon auf das Trinken angesprochen wurdest, wäre es sicher gut, etwas offener zu sein. Wenn nicht, wäre ich persönlich eher vorsichtig.

    Dein Krankheitsbild geht deinen Arbeitgeber nichts an. Bei den Beratungen hast du einen wichtigen Termin und gut ist. Wenn du wegen der Reha ausfällst, musst du ja irgendwie Bescheid geben. Ich habe damals nur gesagt, dass es mir nicht gut geht, ich eine Therapie in einer Klinik mache und in etwa xy Wochen ausfalle - von Alkohol habe ich nichts gesagt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo SoberMom,

    willkommen in der online-SHG und Glückwunsch zu deinen ersten nüchternen Wochen.

    Mir erging es auch so, dass ich am Anfang traurig war, keinen Wein mehr trinken zu dürfen, ausgeschlossen zu sein. Aber das hat sich komplett geändert. Den meisten Menschen ist es eh egal, ob wer was trinkt. Oft sind es die, die selbst einen problematischen Umgang mit Alkohol haben, die darauf anspringen.

    Die erste Situation hast du gemeistert. Dieser kleine Schluck Sekt hätte fatal enden können. Dann springt das Suchtgedächtnis an und wenn das kleine Gläschen geht, dann ist ein ganzes auch ok…

    Du kannst, wie vorgeschlagen, vorher schon etwas Alkoholfreies in der Hand haben oder eben einfach ablehnen. Vielleicht direkt um ein Glas Wasser bitten „gegen den Durst“. Dann ist das Thema auch oft gleich erledigt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Iris,

    wie schade, dass deine Therapie für dich so beschwerlich ist. Sinn der Sache ist aber, den Patienten:innen auch Freiraum zu geben. Für mich persönlich gab es in meiner Therapie auch etwas zu wenig Therapieeinheiten, aber viele andere wären mit mehr auch überfordert gewesen. Leider muss dann oft darauf Rücksicht genommen werden. Kannst du das Problem bei deinen Therapeuten ansprechen? Vieleicht ist auch eine Umwandlung möglich? Ich hatte eine Kombibehandlung: Erst stationär und dann wöchtenlich ambulant. Ist das eine Option für dich?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Iris,

    Glückwunsch zu den ersten trockenen Wochen. Das ist toll. Die Gefühle von Scham und Traurigkeit wen man an die alkoholgetränkten Zeiten denkt, kenne ich auch. Aber die kannst die Vergangenheit nicht ändern, sondern es jetzt besser machen. Wenn du dich im hier und Jetzt gut fühlst, dann halte doch daran fest und denke erstmal von Tag zu Tag, zunächst in kleinen Schritten.

    In er Therapie wirst du sicher auch auf das „Nach-Hause-Kommen“ vorbereitet, auf den Alltag. Ist denn deine Wohnung alkoholfrei?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Beere,

    dein Körper muss sich erst erholen, da ist die Müdigkeit ganz normal. Vielleicht kommt zusätzlich noch etwas wie Eisenmangel hinzu, aber das wird das Blutbild klären.

    Deine gewonnene Zeit kannst du genießen und einteilen wie du möchtest. Wenn du müde und geschafft bist, dann ruh dich aus oder höre einen Podcast. Oder nehme dir Zeit für das was ansteht (z.B. mehr Zeit fürs Kochen investieren) oder probiere ein neues Hobby aus. Alleine schon, dass man beim Fernsehen mehr von der Sendung mitbekommt, ist toll.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Stefan,

    willkommen im Forum. Erstmal Glückwunsch zu deinen ersten 40 trockenen Tagen. Gerade in der Anfangszeit ist es ja wichtig, die Stabilität zu festigen und eben Kontakte und Treffen zu meiden, bei denen getrunken wird. Dass dir das bei deinen Bekannten besser gelingt, als bei deiner Familie, kann ich verstehen.

    Mein erster Gedanke ist, ob du temporär den Kontakt zu deiner Familie einschränken kannst? Kannst du offen darüber sprechen, dass du nur kurz oder gar nicht zu Feiern kommst, auf denen dein Bruder sich betrinkt? Vielleicht kannst du ihm auch deutlich sagen, dass du derzeit keinen Kontakt zu ihm wünschst, da deine Abstinenz oberste Priorität hat und du nicht in seiner Nähe sein kannst, wenn er trinkt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Beere,

    und wenn du wieder trinken würdest, wäre die Waschmaschine immernoch kaputt. Und du wärst vielleicht nicht in der Lage, die Dinge schnell und ordentlich zu lösen.

    Wenn das Gedankenkarussell kreist, kannst du dir auch ein paar Dinge aufschreiben. Eine ToDo Liste mit Prioritäten und Wenn-Dann-Übersichten.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Beere,

    erstmal willkommen und Glückwunsch zu deinem Entschluss. Und zu deinem Handeln. Du bist ja schon gut aktiv geworden. Vor dem Gespräch mit der Ärztin musst du keine Angst haben. Es gibt zwar immer wieder Ausnahmen, aber normalerweise ist dieser Schritt schon fast befreiend und man erhält die erste Unterstützung. Deine Trinkmengen solltest du da allerdings richtig angeben. Hier im Forum ist es letztendlich egal. Es gibt kein "nur Bier" oder "nur abends"; wenn abhängig ist und aufhören möchte spielt das hier keine Rolle.

    Es ist gut, dass du nicht naiv bist. Man weiß nie, ob plötzlich der Gedanke an Alkohol da ist. Das kann nur der Gedanke sein, richtiges Verlangen oder ganz "harmlos", dass ein "Gläschen" ja wohl nicht schlimm ist. Da ist es gut wenn man weiß wie man dem begegnen kann.

    Hast du dir da schon Strategien überlegt? Ist dein Zuhuse alkoholfrei?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Ely,

    in der Anfangszeit habe ich mich viel abgelenkt, aufgeräumt und geputzt, Sport, Spaziergänge, Kochen. Ich habe viele Getränke ausprobiert und viel getrunken. Außerdem habe ich viel Eis gegessen und genascht. Aber jeder hat so seine Strategien. Einige suchen auch alte oder neue Hobbys hervor und malen oder stricken. Alles was dich ablenkt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Eri,

    ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst, wie du deinen Partner unterstützen kannst.

    Es gibt hier im Forum einen Artikel zu den Grundbausteinen. Da gibt es einige Punkte, die ein Alkoholabhängiger beachten sollte. Das könnte auch für dich interessant sein. Ich finde das alkoholfreie Zuhause sehr wichtig. Wohnt ihr zusammen? Falls nicht, solltest du dir überlegen, deine Wohnung ebenfalls alkoholfrei zu gestalten. Mir geht es auch besser, wenn in meinem Umfeld nicht oder nur wenig getrunken wird. Wenn mein Mann und ich essen gehen, bleibt er meistens auch bei alkoholfreien Getränken. Achte darauf, dass die Lebensmittel alkoholfrei sind. Mit diesen Dingen kannst du ihn schon unterstützen.

    Wie schon geschrieben ist es aber seine Aufgabe, sich um seine sichere Abstinenz zu kümmern.

    Vielleicht suchst du das Gespräch mit ihm? Möchte er über seine Gefühle und Einstelllungen reden? Gibt es etwas, was ihr im Miteinander verbessern könnt?

    Und ansonsten: Frag ich einfach!

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo nochmal,

    es gibt einige Kriterien, an denen man fest machen kann, ob man alkoholabhängig ist. Das kannst du mal in die Suchmaschine deiner Wahl eingeben, dann findest du sie. Ich meine aber nicht die komischen online-Tests. Dass du nach einer Falsche Wein kaum eine Wirkung verspürst, ist auch ein Punkt.

    Viele haben das Bild von hilflosen Menschen unter der Brücke im Kopf. Das sieht in der Realität nur meist anders aus. Ich habe weder meinen Führerschein noch meinen Job verloren, habe keine Freunde verletzt, war nie aggressiv, war immer gepflegt und konnte meinen Konsum verstecken. Aber ich bin Alkoholikerin. Ich bin abhänging. Ich konnte zum Glück den Mut finden, Hilfe anzunehmen und einen Ausweg finden.

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    Hallo Ely,

    willkommen hier im Forum. Kontrollverlust heißt nicht unbedingt Filmriss, sondern bedeutet auch, dass man mehr trinkt als man sich vorgenommen hat. Das ist schon mal ein Kriterium für eine Abhängigkeit. Auch deine Gereiztheit deuten darauf hin. Auch sind das unter Umständen sogar leichte Entzugserscheinungen.

    Gut, dass du schon beim Arzt warst. Hast du denn da deutlich deine Trinkmengen angegeben? Seit wann trinkst du nicht mehr? Wenn deine Entgiftung durch ist, dann geht es darum, wie du weiterhin abstinent bleiben kannst. Ein paar Informationen findest du hier im Forum bei den Artikeln, z.B. über die Grundbausteine und den Notfallkoffer.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    eine Belohnung muss ja nicht kostspielig sein. Vielleicht sind es auch nur 5 Minuten Ruhe in absoluter Stille. Oder zufällige Situationen wie ein gutes Gespräch oder eine positive Nachricht. Manchmal hilft es, die kleinen Dinge wieder zu sehen und sich darüber zu freuen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Natze,

    willkommen im Forum. Bei dir dreht sich das Gedenkenkarussel ganz schön. Aber ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es besser wird. Bleib dran.

    Du kannst jede Hilfe annehmen, die du bekommen kannst. Im Laufe der Zeit wirst du weniger benötigen. Aber so lange du auf wackeligen Beinen stehst, ist das ein guter Plan. Denk eher in kleinen Schritten. Was du JETZT tun kannst. Um die Gedanken zu sortieren kannst du sie aufschreiben. Gönn deinem Körper die Ruhe, die er jetzt braucht.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Stefan,

    vielleicht kannst du da ansetzen. Wichtig ist ein alkoholfreies Zuhause. Wenn man erst Schuhe und Jacke anziehen muss und dann noch den Weg zum Laden hat, kann diese Zeit ausreichen, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen.

    Wie kannst du deine Pause füllen? Etwas anderes Trinken oder essen? Dein Lieblingslied hören? Kurz die Augen zumachen und abschalten? Was würde für dich passen? Und richtig, deine Probleme sind morgen auch noch da. Auch wenn du trinkst, nur vielleicht sogar noch größer. Hilft dir ein "Fahrplan", wie du deine Probleme angehen kannst? Wen du vielleicht um Rat oder Hilfe bitten kannst?

    Das nur mal als Denkanstöße.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo LoA,

    deine Aufregung vor der Therapie kann ich verstehen, möchte dir aber die Angst nehmen. Die Therapeuten sind ausgebildet, kennen die Problematik und wollen dir helfen. Die Mitpatienten stehen genauso vor den Aufgaben wie du und verstehen dich. Und ja, du wirst duch mit dir selbst beschäftigen. Das ist auch nicht immer einfach. Aber es hilft. Denn mit Alkohol haben wir viel verdrängt und nun muss man lernen, damit umzugehen. Aber denk am Besten in kleinen Schritten. Alles nach und nach. Du wirst dich weiterentwickeln und erarbeitest dir deinen Weg.

    Viele Grüße

    Seeblick