Beiträge von Seeblick

    Hallo John,

    willkommen im Forum. Wenn du mit dem Trinken aufhören möchtest, kannst du hier viel Unterstützung finden.

    Als erstes solltest du zum Arzt gehen und deine Entgiftung besprechen. Danach geht es darum stabil trocken zu bleiben. Ich kann dir schon mal die Artikel empfehlen. Da steht schon einiges drin, womit du starten kannst.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    du kannst Stolz auf dich sein. Jeder Tag zählt.

    Das mit dem Tagebuch finde ich eine gute Idee. Hat mir gut geholfen, meine Gedanken zu sortieren. Wenn dich ein bestimmtes Thema beschäftigt, habe ich noch einen anderen Tipp ist: Sag zu dir selbst: So, jetzt habe ich für heute genug darüber nachgedacht. Ich finde gerade keine Lösung. Morgen beschäftige ich mich wieder mir diesem Problem." Hat mir mit ein bisschen Übung schon geholfen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Soweit ich weiß, gibt es da folgende Richlinie, von denen drei oder mehr Punkte erfüllt sein müssen:

    • Ein starkes Verlangen nach Alkohol
    • Kontrollverlust (also wann und wieviel man trinkt). Das Nicht-Aufhören-Können
    • Körperliche Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Zittern, Schlaflosigkeit, Ängste
    • Toleranzentwicklung: man muss immer mehr trinken, im den gewünschten Effekt zu erreichen
    • Vernachlässigung: Der Körperhygiene aber auch anderer Interessen wie Freundeskreis oder Hobbys. Alles dreht sich um den Alkohol: Beschaffung, Konsum, Kater
    • Fortgesetzter Alkoholkonsum trotz besseren Wissens

    So habe ich es in der Therapie gelernt.

    Hallo Kalle,

    willkommen im Forum. Dein Schamgefühl kann ich verstehen. Aber ich kann dir auch sagen, dass du das nicht musst. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und damit solltest du zum Arzt gehen. Das Aussprechen, die Karten auf den Tisch zu legen, ist ein wichtiger Schritt. Und du möchtest ja etwas anders machen als bei deinen vorherigen Versuchen.

    Zu Anfang würde ich nicht in den Urlaub fahren. Du hast zu Recht ein ungutes Gefühl dabei. Sei bei der Lustlosigleit und dem Aktivismus nicht zu ungeduldig. Es dauert, bis man in seinem "neuen Leben" zurecht kommt. Probiere doch Dinge aus, die die Spaß machen könnten. Wenn es nicht passt, lass es wieder und wenn du einfach mal gar nichts machen möchtest, erhol dich einfach.

    Warst du schon mal bei einer Suchtberatungssstelle? Vielleicht ist das ein neuer Ansatzpunkt für dich.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Erna,

    auch von mir noch ein Willkommen. Ich finde, du liest dich sehr entschlossen und sortiert. Das ist toll, bleib dran. Also, geh zum Art und zur Suchtberatungsstelle.

    Deine Wohnung sollte auf jedem Fall alkoholfrei sein und bleiben. Vielleicht kannst du zum Einkaufen jemanden mitnehmen, der Bescheid weiß? Dann ist die Gefahr geringer.

    Das Suchtgedächtnis wird sich im Laufe der Zeit weniger melden und du wirst immer bessser damit umgehen können. Aber lass dir Zeit und habe Geduld. Man hat jahrelang getrunken, das geht also alles nicht von heute auf morgen. Ich habe recht schnell noch einen weiteren Vorteil des Nicht-Trinkens festgestellt: Der Zeitgewinn. Die Beschaffung, die Trägheit, der Kater. Alles hat einen den ganzen Tag beschäftigt. Und auch die Zeit, die man damit verbringt, an Alkohol zu denken oder die Zeit, die man mit der Scham über die vergangenen Situation verbringt. Eine riesige Erleichterung.

    Gut ist auch sich zu überlegen, was man mit der gewonnen Zeit anfangen möchte. Oder wie kannst du mit negativen Gefühlen ohne Alkohol umgehen? Und nicht zu vergessen auch die positiven Gefühle. Mit Freude oder dem Wunsch nach einer Belohnung.

    Weiter so, du bist auf einem guten Weg!

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Zwan,

    ich würde mich diesen Situationen auch nicht bewusst aussetzen. Viel zu gefährlich. Also Abstand halten.

    In deinem Fall war es ja nicht möglich. Du wolltest ja Pommes. Du könntest nächstes Mal, wenn du soetwas ahnst, vorher ein Wasser trinken. Dann ist es zumindest nicht der Durst, der sich meldet. Trotzdem kann es immer wieder passieren, dass sich plötzlich das Suchtgedächtnis meldet. Letzens hat eine Strandbude damit geworben, dass sie nun fertig gemixte Cocktails anbieten. Da dachte ich, ach bin gespannt ob die Fertiggetränke wohl schmecken. Nun, das werde ich nie herausfinden. Aber diese Gedanken werden weniger und man kann mit derZeit viel besser damit umgehen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Hanseat,

    bei einer depressiven Phase hat man meist zu gar nichts Lust. Gibt es trotzdem etwas, worüber du dich freuen könntest? Wenn du dir etwas gesundes kochst oder eine unliebsame Aufgabe erledigt hast. Oder einen Film schauen, den du schon immer sehen wolltest?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo tirob,

    das hört sich an, als wärst du im Großen und Ganzen gut aufgestellt. Toll, dass du schon so viel in die Wege geleitet hast.

    Der Besuch bei deinen Eltern ist problematisch. Da sie von deiner Entscheidung wissen, würde ich nochmal das Gespräch suchen. Ist es ihnen möglich, für die Zeit deines Besuchs auf Alkohol zu verzichten? Oder könnt ihr statt eines Abendessens auf Kaffee am Nachmittag (am Wochenende) ausweichen. Oder übergangsweise nur telefonisch Kontakt halten?

    Der Suchtdruck kann auch nachträglich enstehen, wenn du von deinen Eltern nach Hause zurückgekehrt bist.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo tirob,

    willkommem im Forum und Glückwunsch zu den ersten nüchternen Tagen.

    Auch wenn der Entzug durch ist, solltest du mit deinem Hausarzt sprechen, damit deine Werte überprüft werden.

    Dass Depressionen und Angstzustände zusammen mit Alkoholabhängigkeit auftreten ist häufig der Fall. Bei mir war es auch so. Und auch bei mir sind diese mit der Abstinenz verschwunden.

    Nun geht es für dich darum, auch abstinent zu bleiben. Da kann dir das Forum helfen oder du kannst parallel unverbindlich bei einer Suchtberatungsstelle nachfragen. Dort gibt es auch einige Tipps und Informationen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Dom,

    willkomen hier im Forum. Der Tag bis zur Entgiftung erscheint dir vielleicht lang, gerade mit der Krankschreibung. Die paar Tage werden aber schnell vergehen. Dein Körper wird dir die Erholung danken. Wenn man aufhört zu trinken, muss sich der Körper erstmal daran gewöhnen. Und natürlich auch der Geist/Kopf.

    Der Umgang mit Gefühlen und herausfordernden Situatuonen (auch die postiven Erlebnisse), das braucht Zeit. Also nimm sie dir. Es gibt viele tolle Artikel und Bücher zum Thema Alkoholabhängigkeit. Du kannst dir auch schon überlegen, wie du deine neue gewonnene Zeit nutzen möchtest.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Spirit,

    auch von mir ein willkommen im Forum. Die ersten Schritte hast du nun unternommen: Arztbesuch, Termin beim Psychologen und die Anmelung hier. Das sind tolle Anlaufstellen.

    Mein Gedanke ist: Hast du dir schon überlegt was du in deinem Leben verändern musst, um zufrieden trocken zu sein? Hast du Ideen zu Strategien, was du bei Suchtdruck unternehmen kannst oder einfach wie du reagieren möchtest, wenn dir hartnäckig Alkohol angeboten wird?

    Bei einer Alkoholabhängigkeit muss man viel in Eigeninitiative unternehmen und an sich arbeiten, wenn man dauerhaft Erfolg haben möchte. Man bekommt die Abstinenz nicht "übergestülpt".

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Borussia,

    ich würde deinem neuen Bekannten auch gleich die Wahrheit sagen. Dann weiß er gleich Bescheid und kann sich darauf einstellen. Stell dir vor, ihr habt ein schönes Treffen und dann kommt der Vorschlag, noch gemütlich ein alkoholisches Getränk zu nehmen. Ist es nicht unangenehm, erst dann etwas zu sagen? Oder noch schlimmer, vielleicht magst du in dem Moment nicht Nein sagen und trinkst doch etwas. Dann doch lieber das Gespräch vorher.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mond,

    für heute Abend kannst du dich ablenken. Vielleicht den Kleiderschrank aufräumen. Oder du kannst für dich alles Positive aufschreiben, was dir einfällt. Das Schreiben lenkt ab, die Zeit vergeht und du hast gleichzeitig eine Liste mit tollen Dingen. Das kann postiv bezüglich deiner Abstinenz sein oder einfach eine schöne Erinnerung oder ein Plan was du gern mal machen würdest.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,

    nun habe ich seit einiger Zeit nicht geschrieben. Also, hier ein kleines Update.


    Vor einigen Tagen hatte ich meinen Abschied in meiner alten Firma. Meine Kollegen haben eine Feier ausgerichtet mit Essen und Trinken, sogar einigen auf mich umgewandelten Spielen und sehr vielen warmen und netten Worten. Das war schön zu hören und auch ein wenig traurig. Nun war ich aber so viele Jahre da, dass ich mich auf etwas Neues freue. Im Juli geht es los.


    Der Umzug lief auch reibungslos, allerdings konnte ich mich noch nicht eingewöhnen. Ich bin gleich danach mit Freunden in den Urlaub gefahren. Sie wissen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke und ich habe hier die Möglichkeit, mich auch zurückzuziehen. Also für mich kein Problem. Eine meiner Freundinnen macht sich Sorgen um das Trinkverhalten ihres Mannes. Noch jemand, der vielleicht schon die Grenze zur Abhängigkeit überschritten hat. Ich konnte keine große Auffälligkeit feststellen, aber sie wird es besser wissen. Ich konnte kurz mit ihr sprechen und habe ihr gesagt, dass sie nichts ändern kann und sehen muss, dass es ihr gut geht. Das ist immer traurig. In den Momenten bin ich aber auch froh, dass ich den Ausstieg schaffen konnte.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mond,

    willkommen hier im Forum. Wenn du traurig bist, was du durch den Alkohol verloren hast, dann gib nicht auf. Es ist nämlich nicht egal. Das Vergangene kannst du nicht ändern, aber du kannst es in Zukunft besser machen. Wenn du dann wieder trinkst, verlierst du ja noch mehr "on top". Also bleib dran. Es lohnt sich. Du solltest dir aber überlegen, was du zum Beispiel abends zur Entspannung/Belohnung sonst Gutes tun kannst.

    Viele Grüße

    Seeblick