Beiträge von Seeblick

    Hallo Mara,

    ist doch toll, dass deine Mutter gleich auf Alkohol verzichtet hat und gut, dass du bei dir zu Hause alles entsorgt hast.

    Du musst ja auch nicht jedem sagen "Ich bin Alkoholikerin". "Ich trinke keinen Alkohol" reicht meist völlig aus.

    Einen schönen Abend

    Seeblick

    Hallo Mata,

    wie war das Kaffeetrinken mit der alkoholischen Umgebung?

    Ein alkoholfreier Haushalt ist ganz wichtig. Es kann passieren, dass dich der Alkohol beim Osterkaffee im Nachhinein noch triggert. Dann ist der Griff zur Flasche nicht weit.

    Deinen Gästen musst du nichts anbieten. Wozu? Es ist nicht deine Aufgabe, für Alkohol zu sorgen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mara,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu den ersten nüchternen Tagen.

    Falls du noch nicht beim Arzt warst, solltest du das nachholen, damit deine Werte gecheckt werden.

    Hast du dir schon überlegt wie du dein Leben verändern kannst, damit du weiterhin nüchtern bleibst? In dem Artikel zu den Grundbausteinen findest du schon einige Strategien.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sternchen,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss. Ich finde es toll, dass du mit deiner Ärztin gesprochen hast.

    Du kannst auch ganz unverbindlich zu einer Suchtberatungsstelle gehen Da gibt es Tipps und Informationen-auch über eine mögliche Therapie.

    Es ist hilfreich zu überlegen "was mache ich wenn". Wie kannst du dich ablenken, wie deine gewonnene Zeit nutzen, wie spreche ich mit Freunden darüber....

    Gibt es konkret Situationen, die dir Sorge bereiten?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Politurat,

    willkommen im Forum. Toll, dass du diesen Weg eingeschlagen hast und dir Hilfe gesucht hast.

    Was ist denn deine größte Herausforderung, wenn du aus der Therapie zurück in deinen Alltag kommst?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sonne,

    die Gefühle sind völlig normal. Das Leben ist ja auch nicht nur toll und alles ist super, nur weil man nicht mehr trinkt.

    Der Umgang ist nur ein anderer. Früher hat man zur Flasche gegriffen. Jetzt gehst du spazieren, lenkst dich ab, schreibst im Forum oder hälst es aus, usw.

    Es gibt viele andere Möglichkeiten. Nur nicht trinken.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lisa,

    sein eigenes Ich wieder zu finden ist toll und bringt viel mehr Zufriedenheit ins Leben. Wenn ich über die Zeit von früher nachdenke, komme ich iregendwann zu dem Punkt an dem ich mir sage: "Die Vergangenheit kann ich nicht ändern. Ich kann es nur für die Zukunft besser machen".

    Das hilft mir, um nicht in den negativen Gefühlen festzustecken.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo n8shift,

    willkommen im Forum. Ich kann dir nur kurz von meiner Sicht als Alkoholikerin schreiben. So traurig es ist, wenn sie keine Krankheitseinsicht hat und nicht mit dem Trinken aufhören möchte kannst du nicht viel tun. Der Wunsch zur Abstinenz muss von ihr kommen. Erst dann kannst du ihr helfen, indem du sie unterstützt.

    Hier im Forum kannst du aber erwas für dich tun und dich austauschen. Es gibt viele Angehörige, die hier schreiben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Bernd.

    willkommen im Forum. Ein Rückfall ist nicht schön. Aber jetzt heißt es erstmal Entgiftung und wieder an der Abstinenz zu arbeiten. In der Therapie wirst du viel gelernt haben. Kannst du sagen, wo du Probleme hast, die erlernten Strategien anzuwenden?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,

    mal ein kleines Update von mir. Auch wenn es gar nicht so viel Neues gibt. Es läuft alles seinen Gang. Ich bin froh, dass die Arbeits- und Wohnungssuche so reibungslos gelaufen ist. Aber die Planungen bestimmen den Alltag. Was soll mit umziehen, was verkaufen oder verschenken wir, wann soll der Umzug stattfinden, wie passt der Besuch unserer amerikanischen Freunde in die Zeit, dann der Aufbau des neuen (gebrauchten) Wohnwagens, die Beanstandungen beim Händler (es gibt ein paar Transportschäden), usw. Es ist alles im Fluss, aber auch viel, was man bedenken muss. Ich versuche, gut zu planen und mir meine Auszeiten zu nehmen, damit ich mich nicht zu sehr stresse.

    Am Wochenende war der erste Tag auf dem Campingplatz. Nach dem ganzen Aufbau und putzen war ich dann geschafft und froh, einfach nur in der Sitzecke zu hocken. Mein Mann ist zu den Nachbarn zum Bier trinken. Da habe ich sicher keine Lust zu. Am nächsten Tag hatte er ein wenig schlechtes Gewissen, weil er mich „alleine“ gelassen hatte und meinte, ich hätte ja auch mitkommen können. Ich habe ihm dann erklärt, dass das eine Situation ist, wo ich nichts zu suchen habe. Viele hatten nachmittags schon ihr erstes Bier, im kleinen Vorzelt riecht es dann auch schnell nach Alkohol und auch wenn da keiner volltrunken ist, ist die Stimmung doch angeheitert. Das hat er dann auch verstanden. „Da muss ich wohl noch etwas sensibler werden“, meinte er. Für alle ein Lernprozess.

    Eine gute Woche wünscht

    Seeblick

    Hallo Estenbol,

    Glückwunsch zu den (fast) 7 Monaten. Oft gehen Depressionen und Alkoholabhängigkeit miteinander her und manchmal verbessert sich die Situation, wenn man seinen nüchternen Weg geht. Aber nicht immer. Dann muss die Depression behandelt werden und das geht nur, wenn man nüchtern ist. Also würde ich das an deiner Stelle in Angriff nehmen. Du hast in deinen vorherigen Posts von einer Therapeutin/Psychologin gesprochen. Wenn ich dich richtig verstehe, wartest du nun auf einen Therapieplatz, um deine Depressionen behandeln zu können? Nun kenne ich mich mit dem Thema nicht ganz so aus, aber gib es da nicht auch Beratungsstellen, wie du die zeit bis zum Therapiebeginn überbrücken kannst? Vielleicht eine Selbsthilfegruppe? Hat die Psychologin dir Tipps geben können?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Hanseat,

    viel Spaß bei deinen Fahrstunden. Ich bin auch erst seit kurzem wieder unter den Autofahrern. Ich hatte mit 18 den Führerschein gemacht und bin danach eigentlich nicht wieder gefahren. Da war der Respekt vor dem Steuern der Fahrzeugs groß. Nach 20 Jahren habe ich mich getraut und hatte dann auch zwei Fahrstunden gebucht. Mein Fahrlehrer meint, das reicht und nun fahre ich wieder regelmäßig. Ich bin zwar immernoch aufgeregt und nicht immer läuft alles so automatisch wie bei denjenigen, die schon lange Fahrpraxis haben, aber wieder die Möglichkeit zu haben ist super. Und die Fahrlehrer kennen aufgeregte Fahrschüler. Ich glaube, die kann so leicht nichts schocken.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,

    in den letzten Tagen habe ich über meine bisherige Entwicklung nachgedacht. Anlass war die Diskussion über alkoholfreies Bier. Ich muss zugeben, dass ich auch in der Anfangszeit alkoholfreies Bier oder Wein (gibt es auch mit 0,0) getrunken habe. Glücklicherweise hat es mich nicht direkt getriggert und keinen Rückfall herbeigeführt. Ich kenne auch noch meine Gedanken: Ist doch nichts dabei, ist ja ohne Alkohol. Jetzt weiß ich, wie dämlich das war. Mit dem jetzigen Abstand kann ich nur mit dem Kopf auf den Tisch schlagen. Mir war zu dem Zeitpunkt klar, dass ich Alkoholikerin bin und ich war überzeugt, dass alle Hintertüren geschlossen sind und ich keinen Alkohol mehr trinken möchte. Dennoch habe ich an diesen Getränken festgehalten. Nicht oft, aber manchmal „zu besonderen Anlässen“. Nun habe ich versucht, das Verhalten zu reflektieren. Ich habe mich wohl doch noch „festgeklammert“. Unbewusst daran, dazuzugehören, nicht aufzufallen, mich zu verstecken. Einige würden sagen „nasses Denken“. Auch wenn ich es zu dem Zeitpunkt abgestritten hätte und es nicht schön ist, sich das einzugestehen, aber das war es wohl. Es hat ein bisschen gedauert, bis mir das klar wurde. Inzwischen sehe ich das völlig anders. Mir würde nicht mehr einfallen, auf diese Art von Getränken zurückzugreifen. Ich habe verstanden, dass es nicht nur blöd und brandgefährlich ist, sondern ein wichtiger Schritt für meine stabile Trockenheit ist. Ich würde sagen, dass das bei mir ein Prozess war, aber mir ist eine Situation in den Sinn gekommen, die ich vor einiger Zeit erlebt habe: Wir waren in einem Restaurant und es gab auf der Extra-Karte einen Aperitif. Einmal mit und eine Variante ohne Alkohol. Da ich mir die Zusammensetzung geschmacklich sehr gut vorstellen konnte, habe ich mir die alkoholfreie Variante bestellt. Der Drink wurde serviert und ich habe auch nochmal betont, dass ich die alkoholfreie Variante bekomme. War auch so – kein Alkohol im Getränk. Im Kopf aber doch die Stimme: Ist der auch wirklich ohne Alkohol? Hat sich der Barkeeper auch ja nicht vertan? Das war ein Moment der mir gezeigt hat, dass ich im Restaurant lieber bei Saftschorle oder einem anderen Softdrink bleibe. Zu Hause weiß ich, welche Zutaten ich in meinem Getränk habe. Woanders habe ich da keinen Einfluss. Also lasse ich es lieber.

    Es gibt viel zu lernen für die Abstinenz. Ich bleib dran und wachsam.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo nochmal,

    auch wenn der Inhalt der Therapie ein anderer ist, würde ich trotzdem von deiner Alkoholabhängigkeit erzählen.

    Die Ablenkung ist eine gute Strategie. Du kannst auch neue "Rituale" beginnen. Falls du bespielsweise getrunken hast um Stress abzubauen, kannst du dir deine Lieblingsmusik einschalten um abzuschalten. Das Zulassen und der Umgang mit den Gefühlen ist anders, wenn man sie nüchtern erlebt. Aber im Grunde macht es ja das Leben aus, so kann man oft auch aus dem Negativen positive Ansätze finden.

    Viele Grüße

    Seeblick