Beiträge von Seeblick

    Hallo simi,

    dann willkommen zurück. Ich bin erst seit einigen Monaten hier im Forum, also werden wir uns nicht von früher kennen.

    Nun bist du seit einiger Zeit trocken und clean. Das zählt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Christrose,

    alle Fragen kann ich dir nicht beantworten und auch nur aus meiner eigenen Therapie und meiner Erfahrung sprechen.

    Ich antworte gern, frage mich aber auch, ob die Antworten dir persönlich etwas bringen. Es ist ja seine Erkrankung und er muss sehen, wie er das Angebot annimmt. Davon hängt auch der Erfolg der Therapie ab. Ob er abstinent leben möchte.

    Meine Entgiftung habe ich ambulant durchgeführt. Ich brauchte dafür keine Medikamente, habe aber vom Arzt ein Antidepressivum erhalten, das ich auch in der Reha-Klinik weiter eingenommen habe.

    Eine Entgiftung ist (soweit ich das weiß) immer notwendig, bevor die Therapie beginnt. Man wird bei der Aufnahme auch getestet (Atemalkohol und Urinprobe) und auch während der Therapie stichprobenartig.

    Die Dauer des Aufenthalts in der Klinik variiert sehr stark. Ich hatte eine Kombibehandlung, bei der 8 Wochen stationär und danach eine ambulante Therapie vorgesehen war. Ich glaube, die reguläre Zeit stationär ist sonst sehr viel länger. 12-16 Wochen bestimmt. Die Maßnahmen werden oft problemlos verlängert, wenn der Patient noch nicht stabil ist oder einfach noch Zeit braucht. Das „große“ Ziel ist natürlich die lebenslange Abstinenz. In meiner Klinik wurde auch ganz schnell darauf hingewiesen, dass ein Kontrolliertes Trinken nicht in Frage kommt. Nun sind wir Menschen ja zum Glück verschieden und auch in der Klinik haben alle unterschiedliche Lebensumstände. Einige müssen sich erstmal an einen geregelten, strukturierten Tagesablauf gewöhnen und lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen. Vielleicht eine Wohnung finden und Arbeit suchen. Einige haben ihren Körper (inkl. der Hirnleistung) so weit geschädigt, dass Sport, Motorik, Konzentrationsübungen wichtig sind. Andere haben im „Alltag“ noch funktioniert und müssen lernen, wie deren Tagesablauf umstrukturiert werden kann.

    Oft ist es auch wichtig, Abstand zum Partner, den Kindern, Familie und Freunden zu bekommen, um sich damit nicht zu „belasten“ und sich auf sich zu konzentrieren. Bei mir gab es keine Gespräche mit Angehörigen. Kann aber auch an den Corona-Maßnahmen gelegen haben. Es gibt manchmal in Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, als Angehörige/r an Treffen teilzunehmen.

    Ob ein Patient früher entlassen wird? Es ist ja kein Gefängnis. Wenn keine Einsicht da ist, die Zeit „abgesessen“ wird, wenn jemand gehen möchte, dann ist das so. Wenn der Patient nach dem Bewilligungszeitraum keine Verlängerung wünscht, erfolgt die Entlassung. „Rausgeschmissen“ wird man bei groben Vergehen: Alkohol konsumieren (bei Rückfällen, die sofort dem Therapeuten berichtet werden, kann es Ausnahmen geben), Alkohol oder andere Drogen auf das Gelände bringen, Gewaltausbrüche o.ä.

    Eine Depression muss (soweit ich weiß) nach der Therapie gesondert behandelt werden. Aber in der Reha erfolgen ja auch viele Gruppen- und Einzelgespräche, um dafür eine Grundlage zu schaffen. Antidepressiva werden ggf. verschrieben. Ich denke, dass die Therapeuten schon sehr gut erkennen, wen sie da vor sich haben. Sie sind ja dafür ausgebildet, die Wahrnehmungen der Patienten zu hinterfragen und Denkanstöße zu geben. Inwieweit das auf fruchtbaren Boden fällt, ist abzuwarten.

    Abschließend kann ich sagen, dass mit persönlich die Therapie sehr geholfen hat.

    So, jetzt habe ich doch einen Roman verfasst….

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sunbaer,

    willkommen im Forum. Da hast du die ersten Monate schon geschafft. Glückwunsch!

    Hast du das Gefühl, dass dich die Therapie erreicht, dir geholfen hat? Dass du einiges verändern konntest?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    wie toll, dass du die Situation so gut meistern konntest. Es muss jeder für sich herausfinden, was am Besten bei Suchtdruck hilft. Ganz allgemein (Wasser trinken) oder der Situation angpasst (Party verlassen). Einige essen Chili, andre schauen offensichtlich Horrorfilme. Du kannst dir auch einen Film aufs Handy/Tablet downloaden. Falls du mal unterwegs sein solltest...

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Savia,

    wie war dein Arztbesuch?

    Der Umgang mit den Emotionen muss man erst wieder lernen, da man sie gern mit Alkohol ruhig gestellt hat. Bei mir kommt es dann auf die Gefühlslage an, also welche Emotion gerade im Vordergrund ist. Ganz allgemein hilft: Reden. Die Dinge auszusprechen und Feedback zu bekommen bringt oft eine andere Perspektive und lässt das Gefühl schwächer oder beherrschbarer werden. Wenn du gerade keinen zum Reden hast, dann kannst du deine Gedanken auch verschriftlichen. Hier im Forum oder einfach für dich selbst. Auch das bringt oft Ruhe in das Chaos.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Skjaldar,

    du hast ja nichts zu verlieren, wenn du dir die AA-Gruppe einmal anschaust. Es kann ja auch sein, dass dir die Montagsgruppe nicht gefällt, aber dafür in der Donnerstagsgruppe (oder welcher Wochentag auch immer) tolle Leute dabei sind.

    Es gibt ja auch viele andere „Anbieter“. Einfach ausprobieren. Infos erhältst du bei der Suchberatung.

    Und: dieses Forum ist ja auch eine Selbsthilfegruppe!

    Alkoholfreies Bier/Wein/Sekt, würde ich alles weglassen. Die Gefahr ist zu groß, dass sich langsam der Gedanke einschleicht, dass ein Radler/Alster vielleicht ok wäre. Oder die seichte Weinschorle? Dann bist du ruckzuck wieder im alten Trott.

    Oder der Geschmack erinnert dich zu sehr an das eigentliche Getränk.

    Such dir eine schöne, wirklich alkoholfreie Alternative.

    Ich konnte mir erst eine stationäre Therapie auch nicht vorstellen, habe aber wirklich davon profitiert. Ich hatte eine Kombibehandlung. Also „nur“ 8 Wochen stationär und den Rest ambulant. Du kannst es dir ja überlegen.

    Ich finde es übrigens toll, wie du die Sache angehst!

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Skjaldar,

    Gründe fürs Trinken oder warum man nicht aufhören kann, hat der nasse Alkoholiker viele. Wichtig ist, dass du jetzt eingesehen hast, dass du nicht mehr Trinken willst.

    Ob dir die AA helfen können, musst du einfach ausprobieren. Wenn es nicht passt, versuche eine andere Gruppe.

    Deine Frage, was du machen kannst, wenn dein Leben mal nicht so rund läuft: Da kannst du dir verschiedene Strategien zurechtlegen. Dann schauen, mit welcher du gut zurechtkommst oder welche dir gerade in der Situation hilft. Da kannst du mal zum Stichwort „Notfallkoffer“ suchen. Letztendlich löst sich das Problem ja nicht mit Alkohol. Egal was da auf dich zukommt, bringt das Trinken dich nicht weiter.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Savia,

    ich finde es gut, dass du dir gleich ärztliche Hilfe geholt hast. Ich hatte es als erleichternd empfunden, meine Sucht auszusprechen. Auch bei deiner Therapie kannst du das Thema ansprechen, auch wenn der Grund der Behandlung ein anderer ist.

    Wie kommst du denn gerade im Alltag zurecht?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Skjaldar,

    willkommen im Forum. Zunächst einmal Glückwunsch zu deiner Entscheidung, keinen Alkohol mehr trinken zu wollen. Du hast ja schon herausgefunden, dass ein kontrolliertes Trinken nicht funktioniert. Ich würde dir dennoch raten, beim Arzt vorstellig zu werden. Er kann dann auch gleich deine Werte einmal durchchecken.

    Hast du mal über eine Therapie nachgedacht? Dort erhält du viele Anregungen, wie du dein alkoholfreies Leben gestalten kannst oder mit Suchtdruck umgehst. Da wäre dann eine Suchtberatungsstelle die erste Anlaufadresse. Du kannst dir natürlich die Strategien selbst aneignen und auch hier im Forum nachfragen/nachlesen.

    Zunächst kannst du dein abendliches Ritual überdenken. Entweder statt fernsehen/zocken etwas anderes unternehmen. Wie kannst du anderes entspannen? Falls du doch am Rechner bist, kannst du dir ein anderes „besonderes“ Getränk suchen oder etwas knabbern (hier im Forum sind bei vielen Usern gerade Gemüsesticks angesagt – ich halte mich lieber an Schokolade). Vielleicht eine Alternative, auf die dich freuen kannst.

    Bei Suchtdruck hilft oft, ein großes Glas Wasser zu trinken und sich zu sagen „heute trinke ich nicht“.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Marla,

    wenn du dein Problem erkannt hast, dann kommt jetzt das Handeln: Erst der Arztbesuch und dann die Festigung der Abstinenz. Ich würde vorschlagen, zur Suchtberatungsstelle zu gehen. Dort gibt es viele Tipps, zum Beispiel auch über eine geeignete Therapie.

    Wie klingt das für dich? Die ersten Schritte?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Savia,

    willkommen im Forum. Zum Arztbesuch wurde ja schon einiges geschrieben. Eine ärztliche Begleitung ist wichtig.

    Dann geht es ja darum, dass du eine Stabilität aufbaust. Kannst du zu einer anderen Suchtberatungsstelle gehen? Vielleicht kommst du mit dem Berater besser zurecht. Ich würde dir auch empfehlen, viel über die Krankheit zu lesen. Ganz wichtig sind da die Grundbausteine und der Notfallkoffer.

    Konkret hätte ich zwei Tipps, die vielleicht umsetzbar sind: Gehe in der ersten Zeit nicht alleine einkaufen. Sag die Firmenfeier ab, wenn dort getrunken wird.

    Gerade in der Anfangszeit würde ich alle Gefahren vermeiden.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Anika,

    willkommen im Forum. Gut, dass du hergefunden hast.

    Wie möchtest du denn das Problem "in den Griff" kriegen? Wenn du dich als Alkoholikerin siehst, gibt es einen Ausweg: die Abstinenz.

    Da gibt es einiges zu tun, aber der Weg lohnt sich und man kann ihn Schritt für Schritt gehen.

    Wenn du mit dem Trinken aufhören möchtest, solltest du dich zunächst mit deinem Arzt bespechen. Über eine eventuelle Entgiftung und um zu sehen, wie dein Körper den Missbrauch verkraftet hat. Dann geht es darum, sich eine zufriedene Abstinenz aufzubauen. Da kann dir eine Suchtberatungsstelle helfen, vielleicht eine Reha, einiges an Literatur und natürlich dieses Forum.

    Hast du eine Vorstellung, wie es bei dir weitergehen soll?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Cadda,

    ich drücke die Daumen, dass die Krebstherapie erfolgreich ist. Kurz nachdem mein Vater gestorben war, hatte meine Schwester eine Krebsdiagnose bekommen. Es war eine harte Zeit; nicht nur für mich, besonders für meine Mutter und in erster Linie für meine Schwester. Die Chemo hat sie nicht gut vertragen, aber der Krebs ist erstmal besiegt. Leider schwingt immer wieder die Angst mit, dass er wiederkommt. Es ist schön zu hören, dass dein Familienmitglied auf einem guten Weg ist.

    Die Traurigkeit über die Trinkzeit kann ich verstehen. Bei mir kommen auch immer wieder Erinnerungen hoch. Ich habe mich nie „daneben“ benommen und bin einfach betrunken ins Bett. Aber wenn einige Freunde in (für sie positiver Erinnerung) schwelgen und sich Bilder anschauen oder über die Partys sprechen, habe ich eher ein schlechtes Gewissen und bin beschämt. Für die Freunde ist es ja auch lustig, dass sie selbst an dem Abend betrunken waren. Ich sehe mich da nur gefangen in meiner Krankheit. Dann blicke ich nach vorn und bin erleichtert, dass diese Zeiten vorbei sind und ich die Sorgen des Trinkens ablegen konnte.

    Urlaub hätte ich auch gern, aber Ende Januar habe ich eine Woche frei. Das Schöne ist ja, dass man im Urlaub ein Mittagsschläfchen halten kann. Da ist das früher Aufstehen eher angenehm.

    Viele Grüße und viel Spaß an der Ostsee

    Seeblick

    Hallo Erik,

    du hast in einem anderen Beitrag gefragt, warum ich schrieb, dass ein reduziertes oder kontrolliertes Trinken nicht möglich ist.


    Wer kein Alkoholiker ist muss sich über den Konsum keine Gedanken machen. Wer noch nicht abhängig ist, kann vielleicht noch "die Kurve kriegen", indem das Trinken reduziert wird.


    Wer allerdings alkoholkrank ist, kann eben nicht "in Maßen" trinken. Das ist ja ein Teil der Krankheit. Nach einiger Zeit ist man dann beim hohen Konsum oder trinkt sogar noch mehr. Das Stichwort hier ist der "erlaubniserteilende Gedanke", der einen dazu bringt, weiter zu trinken.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Gibt es eigentlich auch für Alkoholiker Stadien, die vor der Erkenntnis kommen? Dieses widersprüchliche Verhalten und sein eigenes schlechtes Gewissen, wenn er doch wieder trinkt, obwohl er am Tag zuvor vor Panik fast zum Krankenhaus ist, weil er sich vielleicht schon ein Organ kaputt gesoffen hat. Ist das immerhin schon ein Schritt weiter als „Ich trinke und da ist nichts dabei. Alles harmlos.“ Ging es vielleicht wem ähnlich? Falls jemand mitliest, der da eine eigene Erfahrung oder Wissen teilen kann.

    (Bin mir bewusst, dass die Frage auf der Hoffnung beruht, dass wenigstens ein Prozess angestoßen wurde bei ihm. Der Ausgang ist offen und nicht jeder findet die Erkenntnis. Aber hier sind so viele, die sie gefunden haben!)

    Hallo M.D.,

    es gibt in der Theorie die veschiedenen Stadien einer Alkoholsucht. Die letzte Station ist der Tod. Man kann also nicht sagen, wann (oder ob) ein alkoholkranker Mensch ausstiegt. Es geht ja auch irgendiwe immer um den persönlichen Tiefpunkt. Das muss kein singuläres Ereignis sein, sondern der Moment, in dem man bereit ist, etwas zu unternehmen. Für sich selbst und gegen die Sucht.

    In deinem letzten Satz steckt aber eigentlich alles drin. Was bringt dir das Wissen um die Phasen oder die Einordnung, wo dein Partner sich befindet? Hoffnung. Leider kann man nicht sagen, halte noch so und so lange durch, dann wird er etwas ändern. Vielleicht findet er nie den Ausgang? Die Frage ist, wie lange du darauf warten möchtest, dass er zur Erkenntnis kommt - falls er überhaupt dazu kommt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Nele,

    willkommen im Forum. Glückwunsch zu deiner Entscheidung und zu den ersten trockenen Monaten.

    Hast du nach dem Entzug auch eine Reha oder Therapie gemacht? Ist ja nicht zwingend notwendig, aber ich frage deshalb, weil man dort viele Anregungen bekommt, wie man sein neues, trockenes Leben zufrieden gestalten kann und wie man mit Suchtdruck umgeht. Hast du da Fragen oder bist du da gut informiert?

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lolo,

    bei der "Angehörigen-Ecke" schreibe ich eher selten, aber zu deiner Frage an die Alkoholiker unter uns: Der Alkoholiker muss erst eine Krankheitseinsicht haben und aufhören wollen. Wenn der/die Betroffene wirklich aufhören will, dann kann gehandelt werden. Das kann der Süchtige auch allein. Mir persönlich hat mein Mann dann sehr geholfen. Also ich soweit war, mir Hilfe zu suchen und annehmen zu können, konnte er mich unterstützen: Beim Gespräch bei der Suchtberatung, das besprechen der Optionen (Reha) und natürlich auch emotional - Mut machen, in den Arm nehmen.

    Das erste Glas stehen lassen, sein Leben neu zu ordnen, sich Strategien für eine zufriedene Abstinez erarbeiten. Das kann man nur selbst. Da kann einen auch keine Therapie "trockenlegen", wenn man die Dinge nicht annehmen und umsetzten kann.

    So traurig es ist, du wirst ihm "vorher" nicht helfen können.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Veru,

    Glückwunsch zu den ersten 5 Wochen und zu dem entspannten Silvesterfest. Ich trinke tagsüber auch Wasser und freue mich im Restaurant oder abends auf etwas Besonderes, eine Belohnung. Ich habe für mich als Softdrink "Wild Berries" entdeckt. Mit etwas Wasser gestreckt, ist es nicht mehr so süß.

    Auf dein Suchtteufelchen musst du aufpassen. Nicht dass du meinst wieder trinken zu können, da du ja jedrzeit wieder aufhören könntest. Diese Gedanken hat man, aber sie dürfen dich nicht überzeugen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Tippi,

    ich finde es gut, dass du dich hier mit deinen Sorgen meldest. Nun ist es ja nicht so, dass alles wieder gut wird, nur weil man nicht mhr trinkt.

    Die Schmerzen hast du auch vor deiner Abstinenz gehabt? Aber mit Alkohol bekämpft. Dass die Schmerzen bleiben (sofern sie nicht vom Konsum kommen), ist nachvollziehbar. Aber die Last des Trinkens ist weg: Die Sorgen um die Beschaffung, das zusätzlich schlechte Befinden durch das Trinken, die Angst vor den körperlichen Schäden...Die Liste ist lang.

    Wenn du selber schon sagst, dass es eigentlich Jammern auf einem hohen Niveau ist, kannst du dann versuchen, dich mehr auf die positiven Dinge zu konzentrieren? Ich schreibe in dem Zusammenhang gern von den Übungen aus meiner Therapie, weil die mir erstaunlicherweise geholfen haben. Auch jetzt noch, wenn ich einen schlechten Tag habe. Zum einen kannst du dir bei jedem auch noch so kleinen, schönen Erlebnis eine Kaffebohne/Erbse oder sonstwas in eine Tasche stecken. Am Ende des Tages siehst du, dass der Tag viel Positives zu bieten hatte. Du kannst dir auch am Ende des Tages überlegen, was gut war. Suche dir irgendwas heraus (die warme Sonne im Gesicht, der nette Plausch mit der Nachbarin) und denke daran.

    Das hilft dir vielleicht für die positive Grundstimmung, von der Florian schrieb.

    Viele Grüße

    Seeblick