Beiträge von Seeblick

    Hallo Mea Culpa,

    es freut mich, dass du weiterhin deinen Weg gehst und die Vorteile deiner Nüchterheit genießen kannst.

    Auch wenn der Umgang mit deiner (Noch-)Frau schwierig ist, werdet ihr sicher eine Lösung finden.

    Der Weg durch die Chemo wird nicht leicht sein (so habe ich es in meiner Familie erleben müssen), aber du kannst für deine Tochter uneingeschränkt da sein und deine Frau dadurch entlasten.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Optimistin,

    nun weiß ich nicht, wo du lebst, aber ich kenne es nicht, dass es nur eine zuständige Einrichtung gibt.

    Ich meine, dass man mit Hilfe einer Suchtberatungsstelle einen Antrag einreicht und dann eine Klinik zugewiesen bekommt oder sogar in den Antrag schreiben kann, falls man eine Wunschklinik hat.

    Oder geht es um die Entgiftung? Da würde ich immer erstmal den Hausarzt empfehlen.

    Wenn also bei euch nur diese Klinik in Frage kommt, bleibt der tägliche Anruf. Wie du schon schreibst, muss er das selbst übernehmen. Und in ganz akuten Fällen bleibt die Notaufnahme.

    Als es mir ganz schlecht ging und ich aufhören wollte, war es ebenfalls schwer, jemanden zu erreichen. Man muss hartnäckig dran bleiben.

    Hausarzt, Suchtberatungsstelle. Diese beiden Anlaufstellen würde ich als erstes empfehlen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Ratlos,

    dafür ist dieses Forum da, damit du einen Raum hast und es hier um dich gehen darf.

    Du hast viel erlebt, deine Worte machen mich traurig und ich wünsche dir, dass du zur Ruhe kommen kannst.

    Ich bin Alkoholikerin (seit etwas über 1,5 Jahren "ohne"), aber deine Geschichte zeigt mir ganz persönlich, dass der Alkohol keine Macht mehr über mich haben darf. Ich bin beeindruckt, wie du dir Hilfe und Halt suchst. Danke fürs Teilen.

    Nun wirst du deinem Mann nicht helfen können. Es ist sein Leben und seine Entscheidung weiter Alkohol zu trinken. Da musst du kein schlechtes Gewissen haben. Du lässt ihn nicht im Stich. Er will es so. Was ist daran unfair? Er ist egoistisch und gestaltet sich sein Leben so, wie er es haben will. Wieso musst du dich in seine Rahmenbedingungen hineinpressen? Musst du nicht. Auch du hast nur dieses eine Leben und du darfst und hast auch jedes Recht, glücklich zu sein, so wie es für dich passt. Und wenn das nur ohne ihn geht, dann ist das der Weg.

    Viele Grüße

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    Hallo Nika,

    ich finde, du bist auf einem tollen Weg.

    Ich erinnere mich, dass ich dachte "Wie soll ich nur mein Leben schaffen? Ohne Alkohol kann ich das nicht meistern." Es hat sich herausgestellt, dass es sehr wohl geht und so viel besser als mit dem Zeug.

    Natürlich ist nicht alles gut und es gibt auch Tage, die überhaupt nicht schön sind. Aber ich weiß, dass Alkohol es noch schlimmer machen würde.

    Auch diese Tage werden auf dich zukommen, aber wenn du gewappnet bist, wirst du damit zurechtkommen.

    Erinnere dich an deine Freiheit, die du zurück bekommst. Klar, kannst du auch spät abends oder früh morgens Termine wahrnehmen. Der Alkohol steht dir da nicht mehr im Weg.

    Achso, und dass du deinen Entzug zu Hause machst, ist mit deinem Arzt ja so besprochen. Nur ein Kalter Entzug ohne ärztliche Begleitung ist eine ganz schlechte Idee.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sutera,

    willkommen im Forum. Ich bin nun keine Angehörige, sondern Alkoholikerin. Aber ich denke, es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Eine Abstinenz ist ein wertvolles Ziel, egal wie lange man getrunken hat oder wie alt man ist.

    Nun scheint dein Partner aber Probleme zu haben, seinen Entschluss durchzusetzen. Er bekommt Hilfe, die er nicht annimmt. Er wird sogar zum Entzug gefahren, aber er verlässt die Klinik. Ich glaube nicht, dass du da etwas für ihn tun kannst. Er selbst muss die nötigen Schritte gehen.

    Im Moment kannst du nur versuchen, Abstand zu halten und dein Leben so gestalten, dass es dir gut geht.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Tippi,

    da du ja schon beim Arzt warst, musst du vielleicht etwas mehr Geduld haben. Mit Alkohol hat man jedes Wehwehchen und jede Empfindung gar nicht erst wahrgenommen oder betäubt. Es kann also durchaus sein, dass du dich erstmal daran gewöhnen musst. Wie du schon sagst, Körper und Geist gehören zusammen und müssen vielleicht erstmal wieder zueinander finden.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Tinka,

    das hört sich nach einem guten Plan an! Die Nachsorge und der Austausch mit anderen sind sehr wichtig. Gerade, wenn man im Alltag auf Herausforderungen trifft, kann man sich einen Rat und Meinungen einholen. Auch wenn es machmal unbequem ist und nicht immer das, was man hören will. Aber es hilft ungemein.

    Ich war zwar in einer stationären Reha-Einrichtung, aber da ich eine Kombibehandlung hatte, ging der stationäre Teil "nur" 8 Wochen und anschließend dann die ambulante Phase. Mir hat es sehr geholfen, in der stationären Zeit, sich voll und ganz auf mich und mein Poblem zu konzentieren. Mit der Gruppe aus der ambulanten Zeit konnte man dann Themen besprechen, die einen in der Woche beschäftigt haben. Welche Erfahrungen interessieren dich denn da genau?

    Wie sieht es mit dem Jobwechsel aus? Meinst du, dass das nahtlos geht, also dass du gar nicht erst in deinen alten Job zurück musst? Ich denke da an die Trigger-Gefahr.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Nika,

    ich hoffe, du hattest eine einigermaßen gute Nacht. Ich finde es richtig, dass du dich von deinem Partner erstmal abgrenzt. Du musst deinen Weg finden. Das Reduzieren wird erfahrungsgemäß nichts werden.

    Die Trigger werden dich noch ein wenig begleiten. Wenn es ganz schlimm wird, kanst du auf deine "Notfallkoffer" zurückgreifen. Ansonsten werden die Situationen aber weniger und du wirst sehen, dass du dich freust, dass der Alkohl in dem Moment keine Rolle mehr spielen wird.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Ich gratuliere zu deinem Entschluss!

    Wenn du vor dem nächsten Einkauf Angst hast, kann dich jemand begleiten? Also am Besten nicht dein Partner (der trinkt ja noch), sondern vielleicht eine Freundin, die du auch einweihen kannst?

    Auch wenn du nicht so gut schläfst, versuche einfach Ruhe zu finden. Vielleicht mit einem Hörbuch/Podcast?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Ich glaube in einem Podcast gehört zu haben, dass sich das "Mikromomente" nennt. Es ist wichtig, sich auch über die kleinen Dinge zu freuen.

    Wenn ich einen schlechten Tag habe, versuche ich, mich an etwas Positives zu erinnern, das ich an dem Tag erlebt habe. Und wenn es nur das Nachbarskind ist, das lachend draußen gespielt hat. Hilft mir ganz gut bei bedrückter Stimmung.

    Seeblick

    Ist doch gut, dass viele anspringen, dafür ist der Austausch und das Aufschreiben der eigenen Sichtweise ja da.

    Für mich hört sich "nasse Gedanken" oft so an, als wäre es gleich zu setzten mit "du hast nichts verstanden und nimmst die Sache nicht ernst", "du bist noch nicht so weit". Also eher negativ besetzt und als Vorwurf. Wenn ich es richtig verstehe, siehst du (Hartmut) den Begriff aus einer anderen Perpektive. Also eher, das sind alte Gedanken, von den man sich lösen muss, damit die Wunde heilt. Finde ich einen guten Ansatz.

    Seeblick

    Hallo Forum,

    ich denke, dass vieles einfach im Kopf reifen muss. Ich mache inzwischen auch viele Dinge anders als zu Beginn meiner Abstinenz. Nach wie vor binde ich nicht jedem meine Situation auf die Nase und belasse es einfach bei „ich möchte nichts trinken“, bisher hat das ausgereicht.

    Ich würde nicht sagen, dass es sich immer um nasse Gedanken handelt oder man seine Krankheit nicht ernst nimmt. Man macht ja einen Prozess durch und lernt immer wieder dazu. Das geht manchmal nur durchs Ausprobieren. Blöd nur, wenn es schief geht. Daher kann man eigentlich immer nur warnen und auf die Gefahren hinweisen. Wer sich dem trotzdem aussetzten will, sollte sich das gründlich überlegen, sich mit der Situation auseinandersetzen und im Vorwege Ausstiegsstrategien zurechtlegen. Wenn man sich dann dafür entscheidet, dann hat man doch für sich gesorgt, oder? Und wenn man sich dann im Nachgang noch reflektieren kann (Wie war die Situation? Sich bewusst macht, dass es beim nächsten Mal anders laufen kann), umso besser.

    Schwierig ist es, wenn alle Warnungen in den Wind geschossen werden: „Bei mir ist das anders“. Da schrillen dann bei mir die Alarmglocken.

    Viele Grüße

    Seeblick