Beiträge von Zitrone

    Es ist dieses Gefühls Auf und Ab. Rational handel ich richtig und halte Abstand. Emotional halte ich es kaum aus. Da bringen Trennungen mit sich. Ich kann mir es leider nicht erklären, warum der Alkohol wichtiger als ein gesundes, strukturiertes, zufriedenes Leben, ob mit oder ohne mich. Ich wünsche ihm dennoch, das er es irgendwann schafft. Ich muss mich erstmal um mich selbst kümmern und das ist so schwer. Bin mehr in Gedanken bei ihm als bei mir.

    Danke für Eure Antworten. Das tut sehr gut. Grenzen setzen und konsequent sein gehört nicht zu meinen Stärken, dafür muss ich sehr viel tun. Momentan wendet er sich an meine Freundinnen. Sie sagen ihm zu Glück deutlich ihre Meinung. Ich bin noch lange nicht da, dass mein Herz das Gleiche macht, wie mein Kopf. Rational weiß ich, dass es für uns nur weitergeht, wenn er eine Langzeit durchhält. Wenn nicht, dann nicht. Ich war Teil seines Systems. Er meinte immer, er muss sich nach mir richten, dabei habe ich mein Leben schon längst der Sucht und ihm untergeordnet. Ich weiß nicht, wie tief ein Mensch fallen muss, um sich Hilfe zu holen. Natürlich ist meine Hoffnung die, er begreift, macht Therapie und kommt zurück. Das ist mein Luftschloss. Mich wieder um mich zu kümmern, mach ich jetzt Schritt für Schritt. Es ist nicht so leicht, wie ich es geschrieben habe. Ich sitze noch oft da und weine. Meine Freundin sagte, wenn eine Fee käme und ich könnte ihn mir für immer zurückwünschen, so wie er jetzt ist und würde für immer bleiben. Würdest du diesen Wunsch aussprechen? Da wurde mir klar-nein. Ich möchte stark bleiben.

    Hallo an Alle

    Mein Name ist Annett. Ich bin 50 Jahre, habe 2 Söhne und lebe seit 5 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. Ständiges Auf und Ab. Anfangs retten wollen, dann Kontrolle, das ganze Programm. Ich lebst trinke gar keinen Alkohol, rauche aber Zigaretten. Nun zu meinem Anliegen. Im Januar gab es eine heftige Auseinandersetzung zwischen uns. Danach kam er selbst drauf, sich Hilfe zu suchen. Begann Entzug und beantragte Therapie. Von Februar bis Mai war er bereits 3 Mal rückfällig. Im Mai fuhr er in die Rehaklinik und brach nach nur 1 Woche ab. Als er zurück kam, hatte ich seinen gesamten Sachen gepackt und fuhr sie in seine nicht eingerichtete Wohung, die er sich vor der Therapie ( wohl sein Zufluchtsort) angemietet hatte. Wir hatten Kontakt, meine Bedingung war, nur nüchternen. Das ging paar Mal gut, dann kam er wieder mit Restalkohol. Worauf ich ihn freundlich aber deutlich ein Grenze gesetzt habe, dass er meinen Schlüssel zurück geben soll. Das mir sein Alkoholkonsum zu viel wird und ich erstmal 2 Tage für mich brauch. Daraufhin wurde ich beschimpft, beschuldigt, für seine Situation verantwortlich gemacht. Seitdem kein Kontakt. Ich bin co- abhängig. Hatte, als er in Therapie wollte, ganz viel Hoffnung. Die ist zerplatzt. Ich will mir um meine Rolle, die ich hatte, bewusst werden. Ich hab mit dieser Beziehung eine Leere gestellt. Zur Zeit gelingt es mir gut, mich abzugrenzen. Ich verbringe viel Zeit mit Freundinnen und lerne gerade Klavier. Doch vermisse ich ihn, nüchtern ist er ein wundervoller Mensch. Ich hab einen Helferkmplex, das weiß ich auch. Er hat das Problem, nicht ich. Nur hab ich auch eins, die Co- Abhängigkeit und da will ich raus.