Beiträge von Gisa

    Vielen Dank für eure Reaktionen!!!

    Mein Mann ist zur Zeit sehr verständnisvoll und hilfsbereit was die Situation meines Sohnes betrifft.

    Man wird sehen wie lange.

    Als Rechtfertigung für meine Feigheit benutze ich die Situation meines Sohnes nicht.

    Er hat die psychiatrische Klinik am Mittwoch verlassen. Das war ein großer Fehler.

    Ich habe zur Zeit einfach nicht die Kraft an zwei Fronten zu kämpfen.

    Hallo Lütte,

    vor seinem Klinikaufenthalt hatte mein Sohn gerade einen neuen Therapeuten gefunden und ich gehe davon aus, dass trotz der Unterbrechung durch den Klinikaufenthalt die Therapie weitergeführt wird.

    Lieben Dank für deine Reaktion!

    aber ist es wirklich so, dass dein erwachsener (!) Sohn so sehr unter einer Trennung leiden würde?

    leiden würde mein Sohn unter einer Trennung nicht.

    Aber ich bin mir ganz sicher, in seiner jetzigen psychischen Verfassung würde er sich als aktueller Verursacher

    sehen. Er kann zur Zeit nicht rational denken.

    Hallo,

    mir ist eine Sorge genommen worden. Die Biopsie meines Sohnes ist negativ.

    Diese Sorge belastet ihn zum Glück jetzt nicht mehr. Trotzdem ist er psychisch

    nicht stabil ( Mein Sohn ist 36 Jahre alt und lebt in seiner eigenen Wohnung).

    Wenn er jetzt erfahren würde, dass ich mich aufgrund der Vorkommnisse von meinem Mann

    trennen wollte, würde er das auf sich beziehen, da bin ich mir sicher.

    Mein Mann möchte natürlich wieder in die häusliche Gemeinschaft zurückkehren. Morgen

    endet der 10 tägige Wohnungsverweis.

    Diese 10 Tage haben ihm sehr zugesetzt. Er beteuert keinen Alkohol mehr trinken zu wollen.

    Ihr habt das sicherlich alle ebenso erlebt. Kann man darauf vertrauen? Ich weiß es nicht. Meine

    Hoffnung ist noch nicht gestorben. Vielleicht falsch????,

    Ich habe für mich beschlossen meinen Mann morgen wieder in die gemeinsame Wohnung zu lassen,

    sehr aufmerksam zu sein was den Alkoholkonsum betrifft und wenn nötig die Polizei früh genug zu rufen.

    Ich werde meine Nachbarn über meine Entscheidung informieren und sie bitten, sofern mir die Möglichkeit

    nicht gegeben ist, die Polizei zu rufen, in der Hoffnung, dass sie noch nicht abgestumpft sind.

    Sollte diese Situation nochmals eintreten, werde ich mich endgültig von meinem Mann trennen.

    Das habe ich ihm auch gesagt.

    Alles naiv von mir?

    LG Gisela

    Wahrscheinlich hast du recht Lanananana.

    Die große Sorge alles das, was auf mich zukommen wird, nicht bewältigen zu können lähmt mich zur Zeit.

    Mein Nervenkostüm ist sehr angeschlagen. Die vielen Jahre mit Problemen haben wohl ihre Spuren hinterlassen.

    Meinen ersten Mann habe ich wegen Alkoholabhängigkeit verlassen. Ich muss zugeben nicht ganz allein aus eigener Kraft. Mein jetziger Mann war zu der Zeit an meiner Seite.

    Der Sohn meines jetzigen Mannes war jahrelang drogenabhängig, ob heute noch ist mir nicht bekannt, er wohnt in einer eigenen Wohnung . Wir haben das volle Programm welches ein drogenabhängiger bieten kann mitgemacht.

    Das ist , zum Teil, Vergangenheit, hat aber sehr viel Kraft gekostet.

    dass du nicht nur dich, sondern auch ihn in der Suchtdynamik hälst

    Darüber habe ich auch nachgedacht. Das Verhältnis meines Mannes zu meinem Sohn ist nicht gut.

    Unabhängig von dem Ergebnis der Biopsie wird mein Sohn auf meinen Beistand angewiesen sein.

    Er leidet unter Depressionen und Panikattacken, begonnen während des Studiums, danach immer wieder in gewissen Abständen aufgetreten. Manchmal frage ich mich, wie weit sollte mein Beistand gehen (ich bin immer sehr schnell mit jeglicher Hilfe dabei) oder ist es wichtig, dass er auch gewisse Dinge allein lösen muss?

    Das stört meinen Mann sehr, er hat für die Situation meines Sohnes kein Verständnis. Eine Äußerung im Suff

    zu mir und meinem Sohn: verpisst euch ihr Durchgeknallten

    Deshalb befürchte ich, dass mein Mann, trotz aller Versprechen des Beistandes und der Versprechungen nicht zu trinken, das nicht durchhalten wird.

    LG Gisa

    Liebe Cadda,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Am Morgen nach dem Polizeieinsatz wurde ich sofort vom Opferschutz

    und der Frauenberatung angerufen. Die Frauenberatung habe ich bereits

    aufgesucht. Das Gespräch hat mir bezüglich der Entscheidungshilfe nicht

    weitergeholfen mir wurde aber gesagt, dass nach der 10 tägigen Wohnungs-

    verweisung eine weitere Verlängerung erfolgen kann. Darüberhinausgehende

    Verlängerungen (bis zu einem halben Jahr) müssten dann bei dem Amtsgericht

    beantragt werden.

    LG Gisa

    Hallo, ich hatte mich vor ca. 2 Jahren in diesem Forum vorgestellt.

    Mein Mann ist alkoholabhängig und damals ist die Situation dermaßen eskaliert,

    dass die Nachbarn die Polizei anriefen. Es war am 1.4.2020 und Corona erschwerte

    alles noch zusätzlich. Bei meiner damaligen Vorstellung hatte ich bereits alles dargelegt.

    Vielleicht ist die Vorstellung noch einsehbar, ich habe nicht nachgeschaut und muss

    zugeben ich bin zur Zeit ziemlich "durch den Wind".

    2020 hatte sich mein Mann aufgrund meiner Forderung in den Entzug begeben. Der Entzug währte

    nicht lange und aufgrund von Corona fanden kaum Therapien statt. Er konnte anschließend

    noch drei telefonische Therapiegespräche von zu Hause führen. Er hat ein Jahr lang keinen

    Alkohol getrunken, danach steigerte es sich wieder und am letzten Montag ist es wieder

    eskaliert, die Nachbarn riefen wieder die Polizei an.

    Dieses Mal habe nicht ich die Wohnung verlassen. Ich habe den Rat des Polizisten angenommen

    und meinen Mann für 10 Tage der Wohnung verweisen lassen.

    Das Problem besteht seit ca. 6 Jahren und ich weiß, dass ich eine endgültige Entscheidung treffen

    muss. Erschwerend für mich kommt hinzu, dass sich mein Sohn mit psychischen Problemen in

    einer Klinik befindet. Er hat auch Gedanken sein Leben beenden zu wollen da zu seinen psychischen

    Problemen noch eine Haut- Biopsie gemacht wurde . Ein Muttermal , unter einem Tattoo erschwert

    zu erkennen, wurde entfernt und er muss 12 Tage auf das Ergebnis warten. Für ihn steht fest, dass

    sein Leben bald zu Ende gehen wird. Aufgrund der psychischen Situation kommt man mit Argumenten

    nicht mehr zu ihm durch.

    Mein Mann fragte mich ob er nach den 10 Tagen wieder zurückkommen kann, er möchte mir in der

    Situation mit meinem Sohn beistehen und würde keinen Alkohol mehr trinken. Beistand könnte ich

    wirklich gebrauchen und ich fürchte ich könnte wieder einknicken (bisher schon 3 Mal) .

    Ich würde mich freuen von euch zuhören.

    Liebe Speranza!

    Vielen Dank für deine Nachricht!

    Ich würde gerne zu meinem Beitrag etwas ergänzen und hätte dann noch eine Frage.

    Nachdem ich die Wohnung im letzten Jahr verlassen hatte war der Nachbar noch bei meinem Mann.

    Ich rief die Nachbarin an um zu erfahren ob mit ihrem Mann alles in Ordnung ist. Die Polizei war

    inzwischen bei ihr eingetroffen, mit ihr habe ich dann gesprochen. Die Polizistin fragte mich ob

    ich irgendwo unterkommen könnte, sie hätte aber die Möglichkeit meinem Mann für zwei Wochen

    den Zutritt zur gemeinsamen Wohnung zu verbieten. Ich habe das abgelehnt, wie blöd von mir.

    Später habe ich mir geschworen du verlässt in solchen Situationen die Wohnung nicht mehr.

    Aber was kann ich dann tun? Kann ich die Polizei rufen auch wenn mein Mann mich nicht tätlich angreift?

    Was passiert nach den zwei Wochen Wohnungsverweis?

    Wir wohnen in einer Eigentumswohnung die uns Beiden gehört.

    Liebe Grüße

    Gisa

    Liebe Lea,

    vielen Dank für deine Zeilen <3

    Wir sind in der alkoholfreien Zeit sehr gut miteinander ausgekommen. Das macht eine endgültige Entscheidung auch so schwierig.

    Aber der Gedanke, dass ein Rückfall, verbunden mit all den Aggressionen und Anschuldigungen, jederzeit und immer wieder möglich ist macht mich schon depressiv.

    Die falschen Aussagen gegenüber der Polizei ,in denen er mich eines tätlichen Angriffs beschuldigt hat ,lassen in mir die Sorge hochkommen, dass er im Falle einer Trennung mir nur Steine in den Weg legen wird.

    Eine Entscheidung muss fallen, wann auch immer ...

    Einige tragische Ereignisse in der Familie meines Mannes (meine zweite Ehe) lassen meinen Gedankengängen auch keine Ruhe:

    der Großvater meines Mannes war depressiv und hat sich das Leben genommen

    ein Cousin meines Mannes verbringt sein Leben in der Psychatrie (Schizophrenie), er ist mit der Axt auf seine Eltern losgegangen

    eine Cousine ist von einer Brücke gesprungen, sie war drogenabhängig

    der Sohn meines Mannes ist ebenfalls drogenabhängig

    genetische Disposition???

    Hallo Linde, danke für deine Nachricht, mit der Anmeldung hat es also geklappt.

    Ich bin nicht die große Computerexpertin :( .

    Ich bin froh hier meine Gedanken und Sorgen preisgeben zu können. Wenn man schon drei Mal die gemeinsame Wohnung verlassen hat im Laufe der letzten Jahre (zwei Mal für jeweils eine Woche, ein Mal für drei Wochen) dann mag man die Freundinnen und meinen Sohn (der seine eigenen Probleme hat) nicht schon wieder mit den immer wieder auftretenden Problemen überschütten, zumal ich jedes Mal vor einer Rückkehr gewarnt wurde.

    Meine letzte Abwesenheit war letztes Jahr im April, es gab bereits Corona Einschränkungen, ich konnte nicht ins Hotel, wollte keine Freunde damit belasten und bin dann drei Wochen bei meinem Sohn untergekommen.

    Die vorausgegangene Auseinandersetzung mit meinem Mann war so extrem, dass sich die Nachbarn eingeschaltet haben. Dank des Nachbarn konnte ich dann "entwischen", die Nachbarin hatte in der Zwischenzeit die Polizei angerufen.

    Die Polizei war vor Ort und mein Mann hat ihnen seine eigene Version des Vorfalls erzählt:

    Aus gesundheitlichen Gründen erhält mein Mann Cortison wodurch die Haut sehr dünn wird. Bei jedem leichten Stoß reist die Haut und blutet, was ja im betrunkenen Zustand dann auch häufiger vorkommt. Der Polizei gegenüber hat er dann behauptet ich hätte ihn tätlich angegriffen und ihm diese Wunden zugefügt.

    Nach drei Wochen, auch nach erfolgloser Wohnungssuche, bin ich dann aufgrund von Versprechungen wieder schwach geworden und in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt. Mein Mann war danach eine Woche zum Entzug, hatte anschließend ca. fünf telefonische Therapiegespräche

    (we. Corona) und danach ein Jahr keinen Alkohol getrunken, das war's. Die alkoholfreie Zeit ist vorbei und all das was ihr ja auch mitgemacht habt fängt wieder an. Ich bin im Rentenalter, was man früher vielleicht noch mal wegstecken konnte das klappt nicht mehr und es übersteigt dann die eigenen Kräfte.

    Ich freue mich auf weiteren Kontakt

    und danke für's Zuhören.

    Puh, ich weiß gar nicht so recht wie ich anfangen soll.

    Ich habe vor zwei Stunden Eure Seite entdeckt, die ganze Zeit gelesen und musste mich dann unbedingt anmelden.

    Es hat gut getan aber ich bin jetzt ziemlich aufgewühlt.

    Ich hoffe, dass dies als Vorstellung erst einmal bestand hat.

    Mein Mann lässt mir im Augenblick keine Ruhe.

    Ich melde mich gerne später noch einmal, ist das OK?

    Vielen Dank