Beiträge von Fee

    Ich verstehe was ihr meint.

    Ich traue auch niemanden, der betrunken oder wie auch immer betäubt ist.

    Weil ich so denke wie ihr, bin ich immer wieder gegangen. Leider habe ich den Fehler gemacht und ihm immer wieder eine Chance gegeben. Bin jedes Mal schwach geworden und habe seine Versprechungen und Schwören geglaubt. Habe mich also selbst belogen.

    Dieses Mal möchte ich nicht wieder zurück fallen und einknicken. Ich möchte eine eigene kleine Wohnung, in der wir Ruhe haben und keine Angst mehr haben müssen, dass er trinkt. Jeden Tag quasi darauf warten, wann es das nächste Mal ist. Ich bin müde und in meinem Kopf ist ein Karussell.

    Ich glaube auch, dass ich es nur schaffe es durchzuziehen, wenn ich hier in meiner gewohnten Umgebung bin. Wo die Kinder ihre Sachen haben und ich Mal die freie Minute habe, so wie heute, Anträge für das Jobcenter auszufüllen. Ach, ich weiß auch nicht, ich bin ziemlich durch den Wind. Er ruft ständig an und schreibt Nachrichten. Ich reagiere nicht darauf. Er bettelt und verspricht. In der nächsten Minute beleidigt er mich.

    Am schlimmsten ist dieses Gefühlschaos. Ich möchte nicht mehr mit meinem Mann zusammen leben aber es tut mir leid und auch weh, zu sehen wie er stück für stück immer tiefer fällt. Wenn man den Menschen kennt, wie er ist, wenn er nüchtern ist, tut mir sehr leid um ihn. Ich weiß aber auch dass ICH es ändern muss. Denn er hat es nicht getan, obwohl er viele Chancen und auch Unterstützung gehabt hat.

    Hallo Hanseat,

    Danke für deine lieben Worte.

    Ich glaube, es kommt falsch rüber, was ich schreibe.

    Ich hänge nicht an dem Haus. Ganz und gar nicht. Im Gegenteil, ich möchte so schnell wie möglich raus hier. Wäre ich ohne Kinder, wäre ich im Frauenhaus und würde mir von dort aus eine Wohnung suchen.

    Jedoch die Kinder wieder rauszureißen hier wäre nicht gut.

    Der Große ist im September eingeschult worden. Er freut sich auf die Schule. Er hat hier seine Freunde.

    Mein Mann trinkt, deswegen soll er gehen bis ich eine Wohnung habe. Ich hoffe, dass das rechtlich so möglich ist.

    Da es schon etliche Polizeieinsätze gab und er nachweislich jedesmal betrunken war, kann mich doch keiner zwingen, mit ihm unter einem Dach zu sein. Noch dazu, wenn Kinder im Haus sind.

    Das ist aber nur mein Gedanke. Der Anwalt wird mich beraten und dann werde ich handeln.

    Ich sehe es einfach nicht mehr ein, zu leiden wegen Alkohol.

    Denn ich trinke ihn nicht.

    Er trinkt und deshalb soll er gehen bis ich eine Wohnung habe.

    Aber natürlich werde ich nichts riskieren. Sollte ich hier nicht sicher sein, werde ich gehen.

    Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte in einer ruhigen Straße. Gegenüber wohnt meine Freundin.

    Und er kann nicht ins Haus, da er keinen Schlüssel hat.

    Guten Morgen Alex07,

    Ich würde jeder Frau auch raten ins Frauenhaus zu gehen.

    Weil ich selbst letztes Jahr dachte, das wäre die beste Lösung bin ich mit den Kindern dorthin. Es ist aber nicht so, wie man sich das vorstellt. Zumindest nicht hier in unserer Stadt. Ich würde da nie wieder hingehen. Die Zustände sind schrecklich. Es ist ein Flüchtlingsheim ( nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen andere Nationalitäten. Bin selbst in außerhalb Deutschlands geboren)

    Aber für die Kinder war das eine Katastrophe. Nachts keine Ruhe. Geschrei, Musik und ein saustall. Die Frau bekriegen sich gegenseitig. Da kommt niemand zur Ruhe. Und den betreuenden Frauen ist so ziemlich alles egal.

    Ich kann nicht sagen, dass da geholfen wird. Man hat lediglich ein Dach über dem Kopf......

    Guten Morgen

    Was Lea geschrieben hat, ist genau was ich denke.

    Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Aber ich kann dafür sorgen, dass die Kinder eine ruhige Zukunft haben.

    Ich bin in den letzten 3 Jahren immer wieder geflüchtet.

    Zu meiner Familie, ins Frauenhaus, zur Freundin......

    Dieses Mal will ich es richtig machen und vorallem ruhig für die Kinder. Ich habe 14 Tage Zeit und möchte mich von einem Anwalt beraten lassen.

    Am Mittwoch habe ich den Termin beim Jugendamt. Habe dann eine Familienhilfe, die mir evtl auch helfen kann.

    Ich bin es leid, dass ich flüchten muss weil ER säuft.

    Klar bin ich durcheinander und fertig mit der Welt.

    Aber dieses Mal versuche ich alles zu regeln. Sollte mir der Anwalt sagen, dass ich keine Chance habe vorerst hier zu bleiben, dann würde ich gehen.

    Mit IHM werde ich nicht mehr unter einem Dach sein.

    Aber verdammt nochmal, es kann doch nicht sein, dass die Frau mit Kindern aus dem Haus muss und der Säufer sitzt hier.

    Ich möchte doch nur die Möglichkeit haben, mir eine Wohnung zu suchen und dann vernünftig umzuziehen.

    Mir bleibt nichts anderes übrig, als morgen beim Anwalt anzurufen und so schnell wie möglich einen Termin zu bekommen.

    Hallo Lea.....

    Ich kann mit den Kindern nicht zu einer Freundin. Das ist nicht möglich. Die haben alle selbst ihre Familien und auch keinen Platz. Meine Eltern sind zu weit weg und ich muss auch hier vor Ort sein, um mich um alles wichtige zu kümmern. Letztes Jahr habe ich meine Arbeit gekündigt, weil ich meinen Mann nicht mit den Kindern alleine lassen wollte. Wusste ja nie, wann er trinkt....

    Da ich Krankenschwester bin. musste ich auch Wochenende, Spätdienst, Rufdienst arbeiten.

    Ich habe im OP gearbeitet und der Stress zu Hause hat es unmöglich gemacht.

    Jetzt habe ch einen riesen Stapel Anträge, die ich für Jobcenter ausfüllen muss.

    Habe die Anträge vor kurzem angefordert.

    Ich fühle schon seit einiger Zeit, dass ich Ihn verlassen muss.

    Hallo Cadda,

    Ja ich war im Frauenhaus. Damals habe ich meinem Mann gesagt, dass ich erst zurück komme, wenn er in einer stationären Therapie ist. Und das war dann auch so. Sein Bruder hat ihn nach Daun gefahren, wo er eine 3 Monatige Therapie gemacht hat.

    Ich bin in der Zeit wieder zurück ins Haus, weil ich wirklich Hoffnung hatte.

    Hallo zusammen....

    Danke euch.....

    Ich bin fest entschlossen, es dieses Mal durch zu ziehen.

    Ich versuche mich zu sortieren und ein Schritt nach dem anderen zu machen. Ich habe ein handvoll Freundinnen, die da sind wenn ich sie brauche. Natürlich können die nur bedingt helfen. Ich muss das alleine machen. Und egal wie schrecklich der Tag heute war, die Ruhe jetzt gerade tut soooooo gut. Die Kinder schlafen und ich habe keine Angst weil ein Tyrann neben mir sitzt...........

    Ich sage mir, irgendwie geht es immer weiter.....

    Hallo Blume, danke dass du geantwortet hast. Tut einfach gut :(

    Ich war schon letztes Jahr im Frauenhaus und es war schwierig. Ohne Kinder kein Thema. Aber mit zwei Kindern und der große geht zur Schule ist es sehr wirklich schwierig da.

    Ich hoffe, dass mir der Anwalt helfen kann. Es soll die Möglichkeit geben, beim Gericht eine Hauszuweisung zu bekommen. Es kann mich doch keiner zwingen, mit einem Alkoholiker unter einem Dach zu leben. Vorallem für die Kinder.

    Am Mittwoch habe ich auch einen Termin beim Jugendamt. Habe vor einiger Zeit eine Familienhilfe beantragt und am Mittwoch ist der Termin zum Gespräch mit ihr. Ich habe sie beantragt aufgrund des Alkohols und zum Glück wurde sie mir genehmigt. Das gibt mir etwas Sicherheit, wenn jemand regelmäßig kommt und ich bekomme evtl Unterstützung.

    Leider wohnt meine Familie 450 km weit weg und beide Eltern sind an Krebs erkrankt. Sie kennen meine Situation und sagen auch, ich soll von ihm weg. Ich weiß nur nicht, woher ich noch Kraft schöpfen soll.....

    Hallo zusammen.....

    Ich bin einfach nur noch verzweifelt und kraftlos.

    Heute war ein Katastrophaler Tag.

    Als ich heute morgen mit den Kindern nach unten kam.

    ( Mein Mann schläft unten im Wohnzimmer auf dem Sofa )

    Lag er besoffen da. Er hat noch nicht einmal mitbekommen, dass wir da waren. Ich musste ihn wecken und es war schrecklich. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass er noch sternhagel voll ist und er im Schlafzimmer weiter schlafen soll, weil die Kinder ihn so nicht sehen müssen, wurde er gleich aggressiv. Der große Sohn wäre schuld. ( 7 Jahre) Er hätte ihn in der Nacht geweckt, weil er zur Toilette musste.

    ( Der 7 Jährige ist mein Sohn. Ist aus meiner ersten Ehe )

    Nachdem der betrunkene Herr aufgestanden ist, hat er den Jungen erstmal zurecht gewiesen, dass er vor dem Schlafen "pissen" soll und nicht nachts.

    Mein Mann wird sehr aggressiv und provozierend, wenn er getrunken hat. Vorallem gegenüber meinem Sohn. Ich werde dann vor den Kindern ( der Kleine ist 20 Monate alt und unser gemeinsames Kind)

    aufs übelste beleidigt.

    Mittlerweile bekomme ich richtige Angstzustände sobald ich merke, dass er was getrunken hat. Ich weiß dann gar nicht mehr, wohin mit mir und habe Angst, dass mein Sohn wieder seine Aggressionen ab bekommt. Mein Mann brüllt dann rum und beleidigt den Jungen. Er wäre ein halbaffe, total gestört und soll sich am besten verpissen. Solche Dinge......

    Wenn ich mich einmischen, was ich als Mutter natürlich mache, und den Jungen in Schutz nehme, bekomme ich mein Fett weg.

    Auf jeden Fall war er heute morgen noch ziemlich betrunken, weil er wahrscheinlich die halbe Nacht gesoffen hat. Mittags musste ich meinen Mann wecken, weil der Kleine Mittagsschlaf machen musste und er schläft mit mir im Schlafzimmer. Mein Mann ist runter gegangen und ich dann auch, nachdem der Kleine eingeschlafen ist.

    Sofort merkte ich, das die Stimmung wieder aggressiv war.

    Ich wartete bis mein Mann nach draußen ging, um eine Zigarette zu rauchen. Ich machte dann schnell die Tür von innen zu und sperrte ihn aus. Ich war so wütend, verletzt und hatte endgültig die Nase voll von seinen Beleidigungen und Demütigungen. Er stand draußen und war außer sich und tobte. Also rief ich die Polizei und da mein Mann da schon bekannt ist, haben ihm die Beamten ein Rückkehrverbot ausgesprochen für 14 Tage.

    Da mein Mann das in seinem betrunkenen Zustand ignoriert hat und immer wieder zurück gekommen ist und sturmklingelte, an Fenster klopfte und mir gedroht hat, dass ich bald sterben werde, rief ich wieder die Polizei und sie haben ihn mitgenommen.

    Bis morgen früh muss er in der Zelle bleiben. Ich habe jetzt schon Angst davor, wenn er morgen früh wieder rausgelassen wird. Ich werde am Montag gleich beim Anwalt anrufen und versuchen eine Hauszuweisung zu bekommen.

    Das Haus hatte mein Mann schon vor unserer Ehe. Er steht auch alleine im Grundbuch. Ich kann aber nicht mehr mit ihm unter einem Dach sein. Ich muss auch meine Kinder schützen. Ich hoffe, dass ich in den 14 Tagen einiges klären und erledigen kann. Noch dazu hat mein Mann das Konto leer geräumt. So dass ich kein Geld zum Einkaufen habe. Und das geht nicht mit 2 Kindern.

    Ich bin total durcheinander und hoffe, dass ich nicht wirres geschrieben habe. ;(

    Hallo zusammen,

    Die Frage von Schmetterling habe ich mir auch sehr oft gestellt.

    Wie soll ich mich verhalten, wenn ich merke, dass mein Mann getrunken hat.....

    Ich denke dann immer, wenn ich nichts sage, dann denkt er ich merke nicht dass er trinkt.

    Das wäre dann evtl. ein Freifahrtschein für ihn, noch mehr zu trinken.

    Wenn ich ihn aber darauf ansprechen, dass ich das Gefühl habe, er hat wieder getrunken, dann reagiert er aggressiv und der Streit ist vorprogrammiert.

    Hallo Linde66,

    Ja ich weiß. Da hast du auch vollkommen Recht. Ich versuche ihn nicht zu provozieren und gehe ihm aus dem Weg.

    Aber, ich schaffe es nicht immer.

    Irgendwann kocht die Wut bei mir über.

    Und ich weiß, wozu er in der Lage ist.

    Musste selbst schon die Polizei rufen.

    Lg

    Ich finde es so hilfreich, zu lesen und dabei festzustellen, dass die Geschichten sich sehr oft ähneln.

    Wenn mein Mann trinkt, wird er zum Teufel. Beleidigungen, die ich mir dann anhören muss, sind so derbe und verletzend, dass ich manchmal nur da saß und geweint habe.

    Teilweise habe ich mich sogar schon so gefühlt, wie er mich beschimpft hat.

    Wenn ich aber hier lese, dass es vielen anderen genauso so erging, hilft mir das dabei, es besser weg zu stecken.

    Es scheint ein Schema zu sein, sogar die gleiche Wortwahl.

    Und somit trifft es mich gar nicht mehr so doll. Weil ich es nicht mehr persönlich nehme.

    Und muss dann sogar schmunzeln und sage ihm, ob es denn ein Handbuch gibt für Beleidigungen unter Alkoholeinfluß

    Es ist schön zu lesen, wenn jemand auf einem guten Weg ist.

    Ich freue mich für und mit jedem, der es schafft, vom Teufel Alkohol weg zu kommen.

    Traurig macht es mich, dass mein eigener Mann es nicht schafft.

    Ich drücke dir die Daumen, Hanseat.

    Du schaffst es!!!!!!!!

    LG

    Ja das ist richtig.

    Ich habe keine Wahl.

    ER lässt mir keine Wahl.

    Es ist unglaublich, ich lese hier Dinge, die ich auch hätte schreiben können.

    Sogar die Ausreden sind die selben, die die haben.