Beiträge von Lanananana

    vl wäre es auch leichter, wenn der andere zugeben würde, dass er ein Problem hat.

    Nein - mein Ex-Freund hat sogar eine Langzeittherapie während unserer Partnerschaft erfolgreich und mit bester Prognose durch seine Therapeuten abgeschlossen.

    Ich fand es trotzdem unfassbar schwer loszulassen.

    Seine Krankheitseinsicht war für mich eher ein zusätzliches Band, das soooo viel Hoffnung geschürt hat. Ich dachte, er sieht doch ein, dass er krank ist - dann schaffen wir das doch gemeinsam. Aber so funktioniert das nicht.

    Klar - Einsicht ist die Voraussetzung, dass der Kranke genesen kann … aber sie rettet nicht automatisch den Alkoholiker oder die Partnerschaft- oder macht das Gehen leichter … im Gegenteil…

    Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Sorry - das klingt mehr als halbherzig. „Überlegt“ … wir reden hier nicht über einen verstauchten Knöchel, der eventuell auch von allein wieder ausheilt …


    Lass dich nicht veräppeln. Wer Krankheitseinsicht hat handelt. Hier geht es nämlich um eine Krankheit, die tödlich endet!

    Ich habe gesagt, dass das stimmt, aber er es in der Hand hat. Ich werde zudem auch immer aus der Wohnung gehen, wenn da nur eine Flasche Bier steht. Und alkoholfrei zählt nicht. Zwar hat er dazu nur genickt

    Wenn Du sagst, Du verlässt ihn, musst Du es auch tun - sonst nimmt er Dich nicht mehr ernst. Dazu passt dann aber überhaupt nicht die Duskussion um die Flaschen auf dem Tisch. Entweder oder.

    Aus eigener Erfahrund kann ich Dir sagen, dass solche Gespräche nix bringen. Du versuchst eine Situation unter Kontrolle zu bringen, die Du so nicht unter Kontrolle hast,


    Du kann nur für Dich entscheiden, ob Du gehst oder bleibst und zu welchen Bedingungen. Und dann musst Du handeln.

    Eine Stunde später kam dann die Nachricht, dass es vorbei ist. Dann ging es los- Nachrichten im Minutentakt.. er sperrt das Konto, kündigt den Kredit, sperrt mir die Tür ab, usw usw usw.. Ich weiß dass er rechtlich vieles nicht darf.

    Es war ein bisschen ein Schlag ins Gesicht seinen echten Charakter zu sehen. Kein Wort von Liebe, nur von Existenz und Geld..

    Und dann sind da die Gedanken, ob ich ich da was anders hätte machen sollen... Diese Nachricht die er mir geschickt hat, dass er so viel gemacht hat in den letzten Wochen für eine Veränderung, die geht mir ans Herz..

    Das eine ist das, was gerade passiert. Erpressung und Manipulation - abgesehen vom Grundproblem „Alkohol“. Das andere ist das, was Du ersehnst. Liebe, Mitgefühl Zweisamkeit, Familie …


    Ich fühle mit Dir. Aber bring Dich in Sicherheit. Das was Du sehen willst, ist da leider nicht. Er hat nichts gemacht für eine Veränderung. Er manipuliert und erpresst Dich.


    Ich wünsche Dir einen kraftvollen Start in ein gutes neues Jahr!

    Liebt man ihn nicht mehr, ist es wohl besser sich zu trennen.

    Im Gegenteil - wenn man ihn liebt, ist es ebenfalls wichtig aus dem Suchtsystem auszusteigen. Damit überhaupt Bewegung in die ganze Situation kommen kann.

    Liebt man diesen Menschen immer noch, dann ist es sicher richtig ihn bei der Abstinenz zu unterstützen.

    Das finde ich schwierig: klingt für mich wie ein Aufruf zu Co-Verhalten. Der Alkoholkranke ist für seine Gesundheit ganz alleine verantwortlich.

    Nein - Co-Verhalten ist keine Sucht. Jedenfalls nicht in meinem Fall. Auch keine nach einem Menschen. Das wäre ja auch schwierig - Menschen komplett zu meiden.


    Es ist ein sehr krankes Verhaltensmuster. Basierend auf geringem Selbstwert, mangelnder Selbstfürsorge, manipulativen erpresserischen Glaubenssätzen … etc.


    Co- Verhalten ist sehr hartnäckig und oft selbstzerstörerisch. Es braucht ungeheuer viel Energie, sich seiner selbst bewusster zu werden und dem Suchtsystem zu entrinnen. In meinem Fall auch viel professioneller Hilfe. Aber es ist keine „Sucht“.

    Ich weiss dass es falsch von mir war sie wieder in mein Leben zu lassen. Ich habe mich freiwilig wieder ins Hamsterrad begeben und leide weiter. Durch meine eigene Dummheit hab ich mich selbst verletzt.

    Wie sollte meine Reaktion jetzt ausfallen?

    bitte um Hilfe oder Rat.

    Der Rat steckt in Deinen eigenen Zeilen.

    Schnell wieder raus aus dem Hamsterrad!

    Lies Dir nochmal Deinen Faden durch. Ich habe nicht den Eindruck, dass Du wirklich glaubst, dass er (jetzt) was ändert.

    Zudem hast Du selbst gesagt, dass Du nicht weißt, ob Du überhaupt verzeihen kannst.


    Bei Deinen Eltern zu bleiben, heißt Provisorium - Hintertür zur Rückkehr weit auf.

    Eine eigene Wohnung zu beziehen wäre ein Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft. Ein Zeichen! Für Dich, die Kinder und Deinen Mann.


    Dass Dir das Angst/Druck macht, verstehe ich. Aber aus meiner Sicht lohnt es sich.