Beiträge von Sutera

    Hallo Nicole76,

    mein Lebensgefährte ist auch Alkoholiker.

    Derzeit bin ich von ihm getrennt und es ist das erste mal, dass er zugibt, dass er Alkoholiker ist und ab sofort abstinent leben will. Derzeit macht er einen ärztlich überwachten Entzug bei seinen Eltern, was bislang auch klappt.

    Mir persönlich hat der Abstand auch sehr gut getan und ich kann endlich für mich auch wieder zur Ruhe finden.

    Vielleicht denkst du ja mal darüber nach?

    LG Sutera

    Hallo blume,

    es freut mich sehr für Deinen Mann und auch für Dich, dass er diesen Weg gegangen ist und auch weiter geht.

    Mein Lebensgefährte, der ebenfalls Alkoholiker ist, befindet sich derzeit bei seinen Eltern und macht dort einen ärztlich überwachten Entzug, da er ab sofort auch abnstinent leben will.

    Ob es bei Ihm wirklich Klick gemacht hat, wage ich noch zu bezweifeln. Auch er denkt wohl noch, dass er es alleine schaffen kann, was ich allerdings nicht glaube. Derzeit haben wir uns vorerst getrennt, da ich Abstand brauche.

    Ich wünsche Euch beiden alles Gute.

    LG Sutera

    So direkt als Co-Abhängige sehe ich mich eigentlich nicht. Ich lebe und habe mein Leben immer gelebt, Bin meinen Hobbys nachgegangen und habe mich mit Freunden getroffen egal was mit ihm war. Auch weiß jeder meiner Freunde über seine Probleme Bescheid . Ich bin ganz offen mit dem Thema umgegangen.

    Aber Co-Abhängigkeit entsteht ja auch schleichend, man muss da wohl wirklich sehr achtsam sein.

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

    Ich bin echt dankbar für eure Meinungen, das macht mir vieles leichter und bestärkt mich darin, dass ich richtig gehandelt habe.

    Er ist jetzt im Übrigen wieder bei seinen Eltern und möchte dort einen Entzug machen.

    Er sagt, dass er nach wie vor künftig abstinent sein wiill. Einmal hat er einen Entzug übrigens bei seinen Eltern schon geschafft.

    Mal sehen, wie es diesmal läuft.

    Ich habe nach wie vor keinen Kontakt zu ihm, weil ich mich schützen muss und habe seinem Vater gesagt, dass ich frühestens wieder mit Kontakt haben werde, wenn er absolut nüchtern ist, d.h. auch keine Benzos * bitte keine Medikamentennamen* mehr nimmt.

    Ich habe mir überlegt, dass er es erst über einen längeren Zeitraum bei seinen Eltern beweisen muss, dass er trocken bleibt, falls er es überhaupt schafft. So wären noch nicht alle Türen komplett zugeschlagen.

    Wei ist Eure Meinung hierzu?

    Liebe Grüße

    Sutera

    Hallo Zusammen,

    ich möchte mich hier kurz vorstellen und hier meine Geschichte in Kürze:

    Ich bin 59 Jahre alt und seit 10 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. In dieser Beziehung bin ich durch alle Höhen und Tiefen gegangen.

    Mein Lebensgefährte, ab sofort kur L genannt. war mein absoluter Traummann als ich ihn kennen gelernt habe. Absolut liebenswert, zuvorkommend zärtlich usw. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen, dass ich in meinem Alter noch so einen Partner gefunden hatte.

    Zum Ende unseres ersten Urlaubs kam schon die Ernüchterung. Mein Partner hatte ein absolutes Problem. Er hat sich psychisch total verändert und ich musste ihm unbedingt Beruhgungsmittel *Medikamentenname entfernt, Barthell* besorgen und dazu hat er Alkohol getrunken.

    Nach einem anschließenden Totalabsturz ging er dann zum Entzug. Ich hatte ihm gedroht, dass so etwas nicht mehr vorkommen darf, da es ansonsten aus ist. Natürlich kamen immer wieder Vollabstürze anschließender Entzug und auch mal eine Langzeittherapie. Ich hatte mich getrennt, dann waren wir wieder zusammen, eine richtige On-Off-Beziehung.

    Um mich vielleicht besser zu verstehen möchte ich noch sagen, dass mein L. einst sehr wohlhabend war, aber alles verloren hat. Er bezieht mittlerweile eine minimale Erwerbsminderungsrente. Ich habe eine große eigene Wohung und einen guten Job. Ich habe mir gedacht, wenn ich ihn endgültig rausschmeisse hat er gar nichts mehr wofür es sich zu leben und zu kämpfen lohnt. So habe ich ihm immer wieder geholfen, was sicherlich falsch war.

    Der letzte Absturz war vor 3 Wochen.

    Um mich nicht zu belasten, ging er in eine Pension und danach zu seinen Eltern. Dort hat er zum erstem mal gesagt, dass er Alkokoholiker ist und wohl künftig abstinent leben muss, um die Menschen, die ihn lieben nicht immer wieder zu verletzten.

    Sein Vater hat mich daraufhin zu einem gemeinsamen Gespräch mit L. und seiner Mutter gebeten zu dem ich dann auch hingefahren bin.

    L. hat gesagt, er sei schwerst alkoholkrank und absolut bereit künftig abstinent zu leben.

    Am nächsten Tag hatte er in der Klinik einen Termin zum Entzug. Sein Vater hat ihn dort hingefahren. Jetzt kommt der Hammer: Er ist wieder gegangen und sitzt jetzt irgendwo.

    Ich habe ihm gesagt, dass er sich bei mir gar nicht mehr blicken lassen braucht, bis er nicht sein Leben im Griff hat und abstinent lebt.

    Ich habe ihn dann bei WahatsApp und am Telefon blockiert. Er hat mir dann auf die Mailbox gesprochen und mich angebettelt, ihn wieder freizuschalten.

    Habe ich auch gemacht, aber nicht mehr geantwortet.

    Ich bin immer wieder hin- und hergerissen. Ganz links liegen lassen oder doch gewisse Hilfe signalisieren?

    Kann es jemand nach einer 20-jährigen Säuferkarriere überhaupt noch schaffen, noch etwas zu ändern oder ist er ein hoffnungsloser Fall?

    Zu mir nach Hause kommt er vorerst nicht mehr, soviel steht fest, außer er gestaltet sein Leben absinent und tut hierfür selbst etwas.

    Ich bitte um Eure Meinung und Erfahrungen und um einen Austausch hierzu und danke Euch schon mal von ganzem Herzen.

    LG Sutera