Beiträge von JuSe

    Hallo Kitty,

    Deine Geschichte ähnelt meiner und ich kann Dich nur zu gut verstehen. Bei uns kommt noch dazu dass mein Mann schon 2 Krampfanfälle aufgrund eines kalten Entzugs hatte (er trinkt mittlerweile wieder, weil er hat es ja so toll im Griff....)und mit 3,7 Promille die Treppe runtergefallen ist. Jedesmal mit Krankenhaus Aufenthalt....Da er sich trotz allem seine Sucht nicht eingesteht und sich nicht helfen lässt, sind ich und meine Tochter zu meinen Eltern geflüchtet ...ich sehe ehrlich gesagt schwarz für unsere Zukunft und ich fürchte solange dein Mann sich sein Problem nicht eingesteht, wird er weitermachen...und Euch beide kaputt machen...ich wünsche Dir ganz Kraft und hoffe daß er die Kurve kriegt. Liebe Grüße

    Juse

    Vielen Dank für Eure Wünsche!

    Ich habe noch eine Frage zur Sucht. Und zwar kenne ich einge Leute die regelmäßig Alkohol trinken, z.B zum Abendessen immer 1 Flasche Wein oder Leute die von Freitag bis Sonntag sehr viel trinken und unter Woche täglich ein Bier. Diese Leute legen dann z.B.zur Fastenzeit immer eine Trinkpause ein und trinken 4 Wochen keinen Tropfen. Die bekommen aber keine Entzugserscheinungen. Liegt das dann an der Psyche oder wieso werden manchen abhängig und manche nicht?

    LG

    Juse

    Hallo Lena,

    Danke für Deinen Beitrag. Ich weiß dass es sich auch irgendwie egositisch anhört wegen der Frage zu Weihnachten und Silvester. Natürlich wäre es für mich und meine Familie kein Problem auf Alkohol zu verzichten. Aber nachdem er ja seine Krankheit leugnet würde er uns alle auslachen weil wir wegen ihm nicht trinken, er sagt ja zu mir dass er das unter Kontrolle hat und würde es gar nicht zulassen dass wir keinen Sekt aufmachen. Er würde 100% mittrinken.Ich weiß dass das zu Streit führen würde und das will ich natürlich dem Kind zuliebe an Weihnachten tunlichst vermeiden. Es ist halt auch soviel geschehen. Er sagt ja immer ich hab mir das alles zusammen gegoogelt und jetzt behaupte er sei Alkholiker weil das so im Internet steht. Dass die Ärztin das vor seinen und meinen Augen bestätigt hat, geht ihm am Arsch vorbei. Er hat zu ihr gesagt " ja ist ja super dass es keine Epilepsie ist...". Es ist soviel passiert bei uns. 3 Wochen vor seinem Anfall sind ich und meine Tochter zu meinen Eltern geflüchtet weil er mich zum wiederholten Mal in der Arbeit angerufen hat und mich als Schlampe beschimpft hat (Ich muss dazu sagen dass er aufgrund eines Herzfehlers bereits Rentner ist..und dass er nur zuhause rumhängt ist für mich halt auch ein Grund dass sich der Alkohlkonsum verstärkt hat...dazu muss ich noch sagen dass er aber trotzdem körperlich fit ist und sein Herz soweit ok ist, er war nur gut abgesichert und bekommt viel Rente, es geht also nicht ums finanzielle bei uns) Das mit den Vorwürfen und seiner Eifersucht geht schon seit einem Jahr so und ist immer schlimmer geworden. Ich dachte es sind Depressionen wegen seiner berufsunfähigkeit und dass die Depression diese Eifersucht und das Besaufen auslösen. Wir waren deswegen im Oktober beim PSychater weil er 5 Tage lang nicht mehr vom Bett aufgestanden ist, nichts mehr gegessen hat und nur getrunken hat. Beim Psychater hat er seine Depressionen zugegeben aber den Alkoholkonsum strikt geleugnet, auch als der Arzt ihn auf die hohen Leberwerte hinwies. Er hat Antidepressiva bekommen und die halfen 2 Wochen wunderbar, alles war weg, seine Eifersucht und er hat nur noch 2 Bier getrunken. Auf einmal war wieder alles vorbei und wurde nur noch schlimmer. Die Antidepressiva hat er nur 2 Woche genommen glaub ich, genau kann ich das nicht sagen. Er beschuldigt mich dass ich ihn zum Psychater gebracht habe und dass der nur Geld machen wollte. Und dann ging es weiter mit der emotionalen Misshandlung mir gegenüber, hat mich vor der Tochter im Suff als Schlampe usw beschimpft...Als wir bei meinen Eltern waren hat er gefleht dass wir wieder nachhause kommen, hat sich 1000 mal entschuldigt , auch bei meinen Eltern. Dann sind wir letztes Wochenende heimgekommen und am Montag war dann der Krampfanfall. Würde ich ihn verlassen, wenn es nicht mehr besser wird dann hängt auch für mich viel dran. Ich müsste meine Arbeit kündigen weil ich nicht mehr um 7 Uhr früh anfangen könnte (mein Mann hat meine Tochter immer in die Schule gebracht, morgens war er ja nüchtern und lieb), meine Tochter müsste die Schule wechseln weil wir dann zu meinen Eltern ziehen würden die 40 km weiter weg wohnen. Meine Tochter sagt jetzt schon immer dass das so schlimm wäre ihre Freunde zu verlassen.

    Lena, lebst Du von Deinem Noch-Mann räumlich getrennt.? Ich überlege vielleicht dann im Fall der Fälle hier in der Nähe eine Wohnung zu nehmen, damit wir vielleicht räumlich getrennt sind aber halt doch noch zusammen....Er ist jetzt dem Tod 3 mal von der Kippe gesprungen, die 2 Krampfanfälle und vor 3 Wochen ist er mit 3,7 Promille die Treppe runtergefallen und hatte eine Platzwunde und Gehirnerschütterung (diese hat aber den Krampfanfall nicht ausgelöst). Und das beste war: Als er im Krankenhaus war, wollte ich mich bei der Ärztin nach dem Befund erkundigen, die hat mir gesagt dass mein Mann angeordnet hat dass seine Familie keine Auskunft bekommt!! Ich hab ihn dann doch dazu gebracht dass ich die Auskunft vor seiner Entlassung bekomme, aber das ist auch der Grund warum ich so wütend bin und auch meine Famlie. Die Krankheit würde jeder hinnehmen, aber das Gelüge nicht mehr lang! So das war jetzt viel Text..Danke fürs lesen!

    LG

    JUSe

    Hallo Mexico und Linde,

    Ja er kommt direkt vom Klinikum nach einem kalten Entzug, die Krampfanfälle waren am 13.12. Und so wie es Mexico geschildert hat ist es auch. Bis jetzt hatten immer die anderen Schuld. Ich sehe wie er sich jetzt versucht abzulenken mit viel Arbeit am Haus, und er trinkt ein alkoholfreies Weissbier nach dem anderen und wir sind beide sehr gereizt. Ich weiß selber dass es nicht lange gut geht...

    LG

    Juse

    wenn er seine Sucht akzeptieren würde und sich bewusst wäre wie gefährlich sie ist, könnte ich ihn besser unterstützen aber mir fällt es sehr schwer weil er es auf alles andere schiebt, also die 2 Krampfanfälle. Obwohl ich beim Gespräch mit der Ärztin dabei war und sie ihn seine Alkoholsucht bestätigt hat, sagt er dass es an einem Medikament lag, dass er aufgrund Bluthochdruck nimmt...das macht mich wahnsinnig und ich verstehe nicht wie er sich selber so anlügen kann. Trotzdem hab ich ihn noch nicht aufgegeben weil ich ihn ja auch schon gekannt habe als er noch nicht süchtig war, und diesen Mann liebe ich so sehr und dieser Mann fehlt mir so sehr. Aber dass ich den nötigen Schritt machen muss wenn es nicht mehr geht , vor allem meiner Tochter zu Liebe, habe ich verstanden. Ich wünsche mir nichts sehnlicher dass er einsieht was er anrichtet. Danke Euch allen so sehr für Eure Antworten

    Meine Tochter wünscht sich natürlich dass wir alle beisammen sind aber wenn sie sich entscheiden müsste dann sind Oma, Opa und Tante wichtiger für sie weil sie natürlich weiss dass es mit Papa oft im Streit wegen Alkohol endet. Die Beziehung zwischen Tochter und Vater ist übrigens bei weitem nicht so innig wie zu mir oder zu ihren Großeltern . Aber ich weiss dass sie trotzdem traurig wäre wenn er alleine zu Hause ist. Vielleicht reisst er sich ihr zuleibe zusammen

    Ich weiss echt nicht wie das an Weihnachten und Silvester werden soll. Wir sind da immer bei meinen Eltern und lassen es uns an den Feiertagen kulinarisch sehr gut gehen, auch mit Champagner , teuren Weinen etc. Und Silvester erst recht. Sollen wir jetzt ihm zuliebe auf Alkohol verzichten oder muss er da selber schauen wie er damit zurecht kommt.

    Er hat schon gesagt dass er dann zuhause bleibt...weil ich meine Eltern natürlich darüber informiert habe was los ist und er da jetzt nicht fröhlich mittrinken kann .Aber dass er dann alleine zuhause sitzt mag ich jetzt auch nicht. Oh mann es ist echt zum verzweifeln....😢

    Danke für Eure ausführlichen Schilderungen.

    Ich wollte auch noch wissen wie ihr diese Krankheit mit Freunden kommuniziert, bzw ob ihr offen sagt ,"ja mein Mann ist Alkoholkrank" oder ob ihr das lieber verheimlicht. Die größte Sorge von meinem Mann scheint dass ich das unseren Freunden erzähle dass er ein Alkoholiker ist. Die engsten Freunde wissen Bescheid, aber was sage ich zu Bekannten die wissen wollen was los ist bei uns. Wie offen soll man damit umgehen ?

    Danke für Eure schnellen Antworten. Das hilft mir sehr. Hab nämlich überhaupt keine Ahnung was diese Krankheit bedeutet....es ist schlimm und man will es nicht wahrhaben aber ihr helft mir der Wahrheit ins Gesicht zu schauen.

    LG

    Juse

    Ich habe noch eine Frage. Mein Mann würde heute vom Klinikum entlassen. Es war definitiv ein Entzugskrampf ausgelöst durch kalten Entzug. Er will es noch immer nicht akzeptieren dass er ein Suchtproblem hat und schiebt es auf Medikamente, was aber gelogen ist. Laut Ärztin ist der Entzug abgeschlossen. Heisst das, dass er beim nächsten Schluck Alkohol wieder süchtig ist und es nicht mehr kontrollieren kann? Er geht nämlich davon aus dass er ja 1 bis 2 Bier trinken kann und keinen Rausch mehr bekommt also er ist sich sicher dass er es unter Kontrolle hat. Kann das möglich sein?

    Danke für den Rat. Ich werde mir in Ruhe die Beiträge durchlesen. Momentan bin ich für ihn die Böse, die ihm das Alk-Problem aufschwätzen will, obwohl er doch nur ein "normaler Alkoholkonsument" ist.

    Meiner Tochter will ich sowas nie wieder zumuten, sie ist das wichtigste in meinem Leben.

    Danke Dir, lg Juse

    Hallo Elly,

    Danke für Deine Worte!

    Ja wir haben den Notarzt verständigt. Ich hab zuerst nicht gewusst was das ist, ich dachte er stirbt jetzt...ein wirklich schreckliches Erlebnis und ich habe ihm schon oft gesagt wie schlimm das für uns war. Er verharmlost es nur und sagt dass das ja nicht so schlimm war...und er jetzt eh nicht mehr soviel trinkt. Morgen wird er entlassen weil er jede weitere Behandlung ablehnt. Die Ärzte können nix machen. Ich weiß nicht wie das wird wenn er wieder zuhause ist. Meine Tochter hat jetzt schon Angst dass es wieder passiert. Ich überlege auszuziehen , andererseits will ich ihn nicht allein lassen. Aber dass es eine Sucht ist, sieht er nicht ein.

    LG

    Judith

    Hallo Morgenrot,

    Danke für Deine Antwort. Uns geht es sehr schlecht. Meine Tochter hat den Anfall hautnah miterlebt (er hatte Schaum und Blut vorm Mund, ganz schrecklich). Wir haben Rückhalt durch meine Eltern, aber es ist zum Verzweifeln. Sind auch gerade unterm Hausbauen...Schlimm ist auch seine krankhafte Eifersucht, die schon seit einem Jahr immer schlimmer wird., genauso wie sein Alkoholkonsum

    lg

    JuSe

    Hallo ,

    ich bin JuSe 39 Jahre , verheiratet, 8jährige Tochter. Mein Mann trinkt sehr viel und hatte am Montag 2 epileptische Anfälle. Vermutlich ein Alkoholentzugsanfall weil er uns zuliebe 2 Tage nichts mehr getrunken hat. Im Moment bin ich ratlos, weil er keine Hilfe annimmt. Würde mich freuen ein paar Erfahrungen über solche Anfälle zu hören.

    LG

    JuSe