Beiträge von Lolo

    Ich möchte mich von nun an auch um mich selbst und meine Bedürfnisse kümmern. Aber ich weiß nicht, wie das klappen wird, wenn wir zusammen wohnen. Es ist wirklich schwer, immer alles so zu machen, wie ich es möchte. Aber da denke ich, das ist normal. Denn mit einem Partner zusammen zu sein, ist es oft so, dass man nicht immer nach seinen Wünschen leben kann und Kompromisse eingehen muss. Dies ist auch bei Kindern der Fall, wenn man sie bekommt. Und man kann nicht immer seinen Hobbys etc. nachgehen, also kommen dann andere Prioritäten.

    Vielen Dank für deine Worte Aurora,

    ich weiß, dass du mir helfen willst und all dies aus deine eigenen Erfahrung heraus erzählt. Was aber, wenn der Kranke sich doch helfen lässt? Mein Freund macht aber ständig Fortschritte. Er gibt mir auch selbst seine Wodkaflasche ab und trinkt nur Bier, bis er ins Krankenhaus kommt. Er ist auch auf der Suche nach Hilfe. Er hat heute seinen Arzt angerufen und wollte mit seinem Vater in den Entzug gehen. Früher hat er auch oft dasselbe gezeigt. Aber die waren leider geschlossen. Das Problem ist, dass mein Freund, wenn er anfängt zu trinken, meistens auch andere Drogen wie Kokain und Marihuana dazu nimmt. Dann hat er so einen dummen Kopf und wird nur noch ängstlicher. Er hat 2 Jahre lang ständig Gras geraucht, als er 14 war, und jetzt bekommt er immer Angstzustände und Paranoia. Dann trinkt er, um seine Ängste zu unterdrücken. Und die Entgiftung ist auch sehr schwierig, er hat jedes Mal so viel Angst davor, dass wir das überhaupt nicht verstehen können. Und seit einem Jahr trinkt er eine Woche oder höchstens 10 Tage lang, dann schafft er es, reinzugehen. Ihm geht es schon nach 3 Tagen Trinken sehr schlecht, weil er kaum isst, schläft und diese Angstzustände noch. Er hat vor 3 Jahren eine Langzeittherapie begonnen, aber leider nach 2 Wochen abgebrochen. Er ist ein Abenteuermensch, der immer etwas braucht, um sich abzulenken, also Arbeit, Sport, ständige Abwechslung. Wir waren zusammen in Selbsthilfegruppen, aber die sind meistens so, dass nur alte Leute da sind. In so unseren Alter gibt Selbsthilfegruppen sehr selten. Deshalb ist es dann auch nicht wirklich nützlich, weil man einen nicht richtig verstehen kann. Ich denke, dass die Unterstützung durch die Familie und den Partner sehr wichtig sein kann.

    vielen lieben Dank für deine Worte.

    Hallo Ihr Lieben,

    ich muss mich hier wieder melden, weil ich mich sehr schlecht fühle und mit keinem darüber reden kann. Ich kann die Entscheidung "mit der Trennung" einfach nicht treffen. Seit diesem Rückfall vor 6 Tagen kann ich keinen Tag mehr mit meinem Freund zusammen aushalten. Er ist jetzt bei seinem Vater, und ich bin seit gestern bei meiner Familie. Aber es tut mir so leid, was er durchmachen muss. Als ich weg war, sagte er, er brauche Hilfe und sei sehr krank. Aber nach so vielen Jahren und Horrorerlebnissen mit ihm unter einem Dach, kann ich das alles nicht mehr ertragen. Ich werde aggressiv, schlage ihn und schreie. Vorgestern ging es mir soo schlecht, dass ich viel getrunken und alles in der Wohnung kapput gemacht habe, ich bin so ausgeflippt. Als ich wieder zu mir kam, konnte ich nicht glauben, dass ich das war. Sogar die Nachbarn riefen die Polizei an, weil es so laut war. Ich bereue es auch sehr. Normalerweise trinke ich nie, und ich mochte es schon nicht, bevor ich meinen Freund kennenlernte. Aber ich konnte einfach nicht mehr mit so viel Nachdenken aushalten. So ist es immer, wenn mein Freund rückfällig wird, ich kann nur noch an ihn denken. Es war auch immer so, dass ich früher die ganze Zeit bei ihm war, bis er in den Entzug kam. Aber wenn ich es manchmal nicht aushalten konnte, war er bei seinem Vater.

    Aber dieses mal könnte ich ein Tag nicht aushalten. Das Problem ist, dass mein Freund seine Situation wirklich ändern möchte. Er trinkt 3 Monate lang nicht, aber irgendwie ist der Suchtdruck dann so hoch, dass er nicht anders kann. Ich versuche, wenn es zu diesem Punkt kommt, dass er mit mir darüber offen redet, um den Rückfall zu vermeiden. Dann können wir das sicher gemeinsam mit viel Kraft und Anstrengung überwinden. Aber er schafft es leider nicht. Ich lese hier oft, dass nur der Süchtige alleine sich selbst helfen kann.

    Die meisten Alkoholiker schaffen es auch nicht, nüchtern zu bleiben, weil sie von allen Seiten im Stich gelassen werden. Sie fühlen sich dann verzweifelt und allein.

    Und dann das ist besonders schwierig, wenn man einen vernebelten Kopf hat. Diese Menschen brauchen dann jemanden, der ihnen den richtigen Weg zeigt. Bei uns ist es so, dass mein Freund wirklich alles bereut und lange abstinent bleibt. Ich verstehe auch, dass man mit so jemandem ein sehr schwieriges Leben haben wird. Aber wir Menschen sind meist emotionale Wesen, die anderen helfen wollen. Es ist auch eine Tatsache, dass die meisten abhängigen Menschen, die am Ende ganz unten ankommen und am Ende nichts haben, diejenigen sind, die keine Unterstützung durch den Partner oder die Familie haben. Ich möchte auch nicht ständig meinen Freund verteidigen. Da ich auch so viel für meinen Freund geopfert habe, kann ich nichts in meinem Leben zu Ende bringen und meine Ziele erreichen. Deshalb bin ich jetzt hier angemeldet, und dieses Mal hänge ich nicht die ganze Zeit mit meinem betrunkenen Freund herum. Ich überlegte wirklich die Tagen, ob ich mich nicht von ihm trennen sollte. Es ist bei uns wirklich sooo schön wenn mein Freund trocken bleibt. Er ist ein so kluger, kreativer, warmherziger und wunderbarer Mensch.

    Bei uns ist es jetzt so, dass wir bald in eine andere Stadt umziehen wollten, weil er wegen seiner Arbeit monatelang immer lange fahren musste oder bzw. ich, weil er keinen Führerschein hat. Und wir haben auch schon eine Wohnung gefunden. Aber ich habe solche Angst, dass mein Leben immer nach dem gleichen Muster ablaufen wird. Und dass ich am Ende nichts zusammenbekomme. Andererseits denke ich jetzt die ganze Zeit an meinen Freund, wenn ich mit ihm Schluss machen werde. Ich denke auch, dass wir alles gemeinsam schaffen werden. Und dasd wir immer füreinander da sein sollten, in guten wie in schlechten Zeiten. Wie auch bei seinen Eltern, die für ihn da sind, weil sie ihn lieben und ihn nicht verlieren wollen. Es ist auch nicht seine Schuld, dass er süchtig geworden ist. Er hat einfach Pech gehabt. Aufgrund seiner Umgebung hat er in jungen Jahren so viel getrunken und ist dann unvorsichtig in diese Falle getappt, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten wird. Solche Menschen sind krank und man sollte nicht so streng mit ihnen sein. Ich bin ich so verwirrt und so traurig.  :cry: :cry:

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich fühle mich wirklich machtlos und gefangen. Für mich ist es so unglaublich schwer, ihn zu verlassen. Denn er ist wirklich ein guter und lieber Mensch. Außerdem ist er so klug und kreativ, dass es nur sehr selten Menschen wie ihn gibt. Ich finde es so schade, wie dieses Gift ihn zerstört, und das kann ich einfach nicht zulassen. Ich komme nicht aus Deutschland, bin seit 6 Jahren hier und habe durch ihn viel gelernt. Ich fühle mich in dieser Beziehung irgendwie gefangen. Auch eine Art Verantwortung, weil ich mich jahrelang mich so verhalten habe. Wenn ich ihn verlasse, fühle ich mich schuldig und lasse meine Liebe im Stich.
    Das Problem auch ist, dass ich mir zu 100 % sicher bin, dass er es nicht allein schaffen wird.

    Seine Sucht entwickelte sich stark, als ich ihn gerade kennenlernte. Damals wusste ich noch nichts über Alkoholismus und ließ ihn einfach trikken. Mit der Zeit änderten sich viele Dinge in meinem Leben. Ich traf keine Freunde mehr, ich arbeitete nicht mehr. Es hat sich alles nur um ihn gedreht. Bin die ganze Zeit mit ihm zusammen, habe auch keine Hilfe gesucht. Ich dachte immer, dass er sich ändern wird. Erst heute habe ich diesen Forum endeckt. Nachdem ich einige Beiträge gelesen habe, bin ich wirklich fassungslos. Ich habe vor 5 Monaten eine Psychotherapie begonnen, weil ich so deprimiert war. Aber ich habe es nicht zu Ende gebracht, weil ich meine ganze Zeit für meinen Freund brauchte. Das Gute auch an meinem Freund ist, dass er seit anderthalb Jahren große Fortschritte gemacht hat. Außerdem nimmt er stets das Suchtmittel - edit, Medikamentenname entfernt, Linde - , das die Abstinenz unterstützt. Aber er kann nicht länger als 3 Monaten.

    Ich liebe ihn auch sehr und wollte wirklich eine Familie mit ihm gründen. Aber wenn er trinkt, ist er unglaublich, er vergisst alle unsere Pläne und seine Arbeit, die gefährdet ist. Selbst mit seinem Führerschein schafft er es nicht, ein Jahr lang abstinent zu bleiben, um die MPU zu bestehen. Ich möchte auch endlich ein friedliches Leben führen (eine Ausbildung beginnen, eine sichere Zukunft mit Familie und Kindern). Ich werde im Februar 27 Jahre alt und habe bisher noch nichts. Mit meinem Freund ist einfach alles unsicher. Durch seine Rückfälle und Entgiftungen verschiebt sich das alles nur. Ich bin sowas von frustriert und kann mich einfach nicht entscheiden.

    Hallo, ich bin 26 Jahre alt und mein Freund ist 28. Mein Freund hat seit 4 Jahren ein massives Alkoholproblem. Wir leben bereits seit dreieinhalb Jahren zusammen. Er wird immer wieder rückfällig. Seit einem Jahr schafft er es nur noch, maximal 3 Monate lang abstinent zu bleiben, und dann trinkt er wochenlang ohne Unterbrechung. Er ist ein Angstpatient, das heißt, wenn er ein Tag trinkt, kann er nicht mehr aufhören und wird ängstlich. Vorher also in den ersten 2 Jahren hatte er so nur einen Monat oder Wochen Trinkpausen. Ich bin am Ende und weiß nicht mehr, wie ich ihm helfen kann. Ich bin mit ihm vor 2 Jahre in eine neue Stadt gezogen wegen meines Psychologiestudiums, habe nie wirklich studiert und seit einem halben Jahr studiere ich auch nicht mehr. Ich habe keine Arbeit und keine Ausbildung. Es fällt mir schwer, ihn zu verlassen, denn er ist ein wunderbarer Mensch, wenn er nüchtern ist. Wir haben wirklich schöne Zeiten zusammen, wenn er nicht trinkt. Er ist so lieb zu mir und verspricht, nicht mehr zu trinken. Wir haben kürzlich beschlossen, in 6 Monaten zu heiraten und in einem Jahr ein Kind zu bekommen. Aber vor 2 Tagen hat er wieder mit einem alten Freund getrunken, und das tut er immer noch. Ich bin so verzweifelt und kann mich nicht entschieden. Ich denke, bevor ich diese Zukunftspläne mit ihm schmiede, sollte ich genau überlegen. Das größte Problem ist, er kann alleine nicht schaffen. Er hat immer Unterstützung von seinen Eltern und von mir. Er ist Einzelkind und seine arme Eltern tun mir auch sehr leid. Seit einem Jahr hat er einen guten Job, aber er wird ihn bald verlieren, wenn er so weiter macht. Führerschein hat er seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Ich muss ihn immer zur Arbeit fahren und ihn abholen. Es ist so schrecklich bei uns, wenn er rückfällig wird :cry: . Wir sind bereits unter Nachbarn schikaniert worden. :oops: Wir haben keine Freunde. Es ist so schlimm für mich. :loudly_crying_face: Ich habe kein Leben mehr. :cry: Welchen Rat könnte ihr mir geben? Ich werde für die Freischaltung sehr dankbar.