Beiträge von Upsidedown

    Hey ich bin‘s wieder. Lange nicht mehr geschrieben.

    Wie vor einigen Wochen geschildert. Mann trinkt, Mietwohnung da. Noch nicht eingezogen.

    Bin zwiespältig, alles recht schwierig immer.

    Mein Mann beginnt ab morgen eine neue Arbeit. War am Wochenende täglich mit 5 Liter Bier beschäftigt. Abends mehr auf - edit, Schlafmittel - schlafen, verbal ausfallend, für die Kids kaum da.

    Frage an euch ist eine neue Arbeit Ablenkung um dem alkoholkonsum langfristig und bändigen oder ist das auch nur wieder so ne Sache die kurzfristig funktioniert, Jede freie Minute am Feierabend, freien Tagen mit nachholen beschäftigt ist. Habe etliches über funktionierende alloholiker gelesen.

    Mein Mann meint wenn er den Kopf frei hat, Festanstellung, finanzielle Sachen wieder rund laufen gehts in seinem Kopf auch leichter. Er war gute 10 Jahre zuvor selbstständig. Er war in dieser Zeit schon fleißig aber war letztendlich durch den Alkohol und das Zuhause aus arbeiten eher nicht so optimal.

    Wir sind eure Erfahrungen?

    Unser Sohn mit 6 ist total durch den Wind zwischen gehen wir jetzt bleiben wir. Totales Chaos. Ungewiss wie die Arbeit läuft, und am Ende 3 verflixt schwere Jahre.

    Irgendwie dreht sich alles um ihn um seine Sucht um seine Arbeit. Alles was mich betrifft ist kaum relevant. Man muss ja immer funktionieren. Die Kinder werden größer, haben meiner Meinung nach kein ruhiges Umfeld. Ich bin nur angespannt und oft so verzweifelt. Will den Kindern irgendwie nicht ihre Umgebung nehmen. Sind ein 4 Generationenhaus… ja alles schwierig….

    Der - edit, Name entfernt - geht oft mit den kleinen spazieren; die Kinder haben ein schönen großen Garten, Freunde Nachbarn links und rechts.

    Kann man das mit dem Gewissen vereinbaren? Kann man iwie eine Lösung finden?

    Hoffe auf Input und Erfahrungen von euch. LG

    Meine Gedanken sind oft sehr klar, mach vielen Exzessen bin ich wie gegen die Wand gestoßen und verliere mich immer mehr, dann stehe ich wieder auf und kämpfe weiter.

    Den Kindern ist es eigentlich nicht zumutbar, dennoch spitzt sich die Lage erst immer zu wenn sie schlafen, davon aufgrund ihres Alters noch nicht die Situation eindeutig wahrnehmen können.

    Seine Gehabe rund um den Alkohol wird ständig herunter gespielt, bagatellisiert.

    Die Dynamik aus Wut, Hoffnung, Ärger, dem Gedanken alleine zu sein irgendwo, ihn aufzugeben, alleine zu lassen machen so viel mit mir innerlich. Das Ganze überkommt mich seit dem Herbst so richtig. Davor bin ich begeisterte Sportlerin gewesen, wovon heute kaum mehr die Rede ist. Alle sagen ich soll gehen! Und es fehlt nur mehr dieser kleine Absprung und dennoch fällt es so schwer und fühl sich so falsch an. Und warum fühlt sich das so falsch an??

    Hi Leute, ich 35 weiblich, 2 Kinder (2 und 5) leben mit dem Vater der Kinder, meinem Mann zusammen. Seit gut 3 Jahren trinkt er recht viel, hat Entzugserscheinungen, ständige wechselnde Gefühle, zwischen depressiver, aggressiver (psychisch mir gegenüber) und guter Laune.

    Er wurde arbeitslos, hat seinen Schein abgeben müssen, verlor sich selbst. Vor einem Jahr hätte er sich stationär behandeln lassen wollen, aber es wurde nichts daraus.

    Seit nun knapp einem halben Jahr geht er für gut 30 Stunden wieder arbeiten, aufstehen, ohne Alkohol zu trinken, arbeiten ohne Alkohol geht, kaum ist er zuhause geht das erste Bier auf, täglich 6! Wenn er frei hat schafft er es nicht mal bis 10:30 ohne Bier. In der Arbeit geht es. Zuhause nicht.

    Hier meine erste Frage an euch. War oder ist das bei euch auch so?

    Er ist soweit ein Vater der ganz okay ist, er nimmt sich gezielt immer Bierzelten raus. Während ich mit den Kindern esse, trinkt er, wenn wir mittags pausieren trinkt er, wenn wir etwas unternehmen wollen, dann ist alles immer ein großes Thema, mit viel Missstimmungen. Es wird diskutiert wegen Unternehmungen wie schwimmen, Spielplatz gehen, einfach ganz normale Sachen. Abends hilft er ab und zu mal mit beim Niederlegen wobei ich des Öfteren ihn auch nicht mehr lassen habe, da sich meiner Meinung nach kein alkoholisierter Mensch neben ein Kind zulegen hat.

    Wie war das bei euch??

    Er hatte als wir uns vor 10 Jahren kennengelernt haben ein massives Problem mit Cannabis, das wurde gegen Alkohol ersetzt etwa vor 5 Jahren. Er war anfangs sehr einfühlsam, umgänglich und konnten gut miteinander reden, teilten Gemeinsamkeiten, hatten dieselben Vorstellungen. Das einzige was mir immer schon komisch vor kam, war seiner sehr kontrollierende Art, ich hatte einen GPS Tracker im Auto, da war unsere Tochter gerade 1 Jahr alt geworden. Damals war ich schon mit dem Gedanken alles zu beenden, mir wurde das alles zu viel. Hatte eine Bekanntschaft, es kam einmalig zu einem Onenightstand. Ich gestand meinem Mann alles und wir redeten offen über alles, paartherapie folgte mit seiner Bedingung es dürfe nie über alk gesprochen werden. Wobei dass der Hauptgrund für viele Probleme ist, familiär etc…

    Nach 6 Sitzungen alles beendet, er wollte nicht mehr hin weil ich gehofft habe im laufe der Sitzungen dass er offener wird. Fehlanzeige. Danach lief es recht gut, 2 Jahre später kam Tochter nr 2 zur Welt. Schwangerschaft geprägt von exzessen, ständiger Cannabiskonsum, statt Bier war Wein immer mehr im Fokus und von dort an war die kritische Phase in die chronische übergegangen.

    Jetzt ist die kleine 2 Jahre alt, Cannabis ist nicht mehr vorhanden, er nahm längere Zeit Alkoholersatztabletten zum schlafen, missbr suchte sie öfter. Abgesetzt und jetzt ist das Thema Alkohol eben noch sehr präsent. Er wurde mir gegenüber einige Male gewalttätig, ich wäre schuld gewesen, dass er so reagiert, Dumme reden mehr nicht. Psychische Gewalt, emotionale Erpressungen, Beschimpfungen, sind oft an der Tagesordnung. Versuchte mich sozial auch zu isolieren, machte extra Szenen wenn Freunde vorbei kommen wollten. Wenn ich abends rausgehen wollte,…. Hab mich durchgesetzt, es reicht! Ich war die letzten 6-12 Monate sehr sehr sehr kalt mit ihm, habe mich selbst geschützt einen harten Panzer aufgebaut, war auch oft sehr gemein zu ihm, weil ich es nicht mehr sehen kann wie Alkohol ihn zerstört und er nicht reagiert. Erneut einen tracker im Auto gefunden, meine Finger im türstock eingeklemmt, Tür eingebrochen so dann war’s für mich einfach mal genug, ich habe mir eine Wohnung genommen, bin bis jetzt noch nicht ausgezogen. Es fällt mir so schwer zu gehen, loszulassen. Die Kinder sind aufgrund der Stimmung oft sehr verwirrt, die große ist total aufgedreht, sehr frech.

    Seit ich die Wohnung angemietet habe weine ich sehr viel und mein Panzer nach außen ist zerbrochen. Mein Mann hat gemeint ich liebe ihn nicht mehr aufgrund meiner harter Art ihm gegenüber. Es folgte erneut ein gutes Gespräch. Er erkläre mir, dass er viel Zeit gebraucht hat um eben wieder in den Weg in die Arbeit zu finden, die Tabletten zu lassen, Cannabis zu lassen und er will nie aufhören ganz zu trinken aber moderat umgehen lernen zu wollen. Was meiner Meinung nach nicht möglich ist, weil sonst wäre er ja kein nasser Alki. Psychiater, Arzt, Klinik alle sagen soweit wie er ist ist es kaum möglich alles das zu schaffen und aber auch lernen damit umzugehen unmöglich ist. Der Rückfall wäre viel zu riskant. Ohne stationäre Behandlung keine Chance.

    Ich denke er schmiert mir Honig ums Maul damit ich bleibe, er sich weiter sein feines Leben machen kann. Wenn ich gehe kann er alles alleine machen und zumal auch mein Einkommen wesentlich ist!

    Die Kinder sind oft entspannter wenn er nicht zuhause ist oder ich nicht, wenn keine Spannungen sind. An seinen 3-4 freien Tagen in der Woche sind die Tage extra anstrengend, man sieht soviel was erlegt werden müsste und jemand nur seine Bierzeiten sich rausnimmt, verärgert mich das.

    Würdet ihr immer weiter zuschauen und hoffen oder wenn ihr die Kraft habt zu sagen Trennung trotz liebe aber der Kinder zu liebe besser?!

    Es ist ein auf und ab.

    Ich sehe schon was alles besser geworden ist, aber ständig so einen Klotz mitschleifen ist ja echt nervig. Auch wenn es der Mensch ist den man liebt und man immer sagen möchte wir haben alles geschafft und das macht eine Ehe/Beziehung aus….

    Ist es unfair jemanden in einer Lebenskrise zu verlassen? Wie werden die Kinder wenn sich so einen Vater haben? Wie werden die eine Trennung verkraften??

    Und wer würde sich von euch kontrollieren lassen, noch bevor es eigentlich einen Grund gab und darüber hinaus mit einem up and down probiert zu machen, klein machen….

    Hoffe ich habe nicht zu verwirrend alles geschrieben.

    Hoffe auch zahlreiche Antworten, auch Erfahrungen.

    Danke schöne Grüße Biene