Beiträge von Hera

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir klar machst, dass du absolut nichts dagegen hättest tun können. Nur er allein hätte die Macht gehabt, mit dem Trinken aufzuhören. Mein herzliches Beileid!

    Hera (Alkoholikerin)

    Hallo Koda,

    Danke für Deine Zeilen.

    Natürlich will ich nicht dabeisein wenn sie trinkt oder die ganzen Auswirkungen miterleben.

    Es hilft nur eine klare Grenze und den ganzen Fokus auf mich zu richten. Ich habe mich für mein Leben entschieden.

    Dann herzlichen Glückwunsch!

    Sieh es doch mal so. Du gehst mit dem Gedanken hin, wieder zu gehen, falls es eng wird, bedeutet: RISIKO

    Du schreibst, du schätzt das Risiko ein und minimierst es. Du gehst also mit dem totalen Bewusstsein dorthin, dass es eins ist. Merkst was?

    Soziale Isolation sei Gift, was ist Alkohol für dich? Am Alleinsein stirbst du erstmal nicht.

    Hi Naira, ich hab bei deinem Text auch direkt weitergescrollt. Nicht, weil ich dachte, das ist bestimmt nicht interessant, sondern weil ich lieber über selbsterlebte Dinge lese. Alles andere kann ich nämlich googeln. So Selbsthilfe-Ratgeber, Podcasts, Bücher etc kann man ja empfehlen, aber im diesem Forum hier, stehen hunderte verschiedene Menschen an hundert verschiedenen Punkten in ihrem Leben oder Prozess. Wie man Dinge erlebt, empfindet, gemeistert hat, was einem im Alltag als Co oder Alkoholiker passiert und wie man damit umgeht, sowas interessiert mich (persönlich). Deshalb klick ich manchmal schneller weg oder scrolle dann. Das ist nie was persönliches, nur für mich im Moment nicht relevant. Ich hoffe, das kommt richtig rüber.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

    Ja genau so fühle ich mich auch..als die nervige Person, die grade im Weg steht... und genau das ist so verletzend. Das alles hat doch nichts mit einer Beziehung zu tun, bei der der Eine für den Anderen einsteht und da ist. Das ist alles eher sehr einseitig. Mittlerweile stelle ich mir die Frage ob ein Alkoholkranker überhaupt Liebe empfinden kann oder überhaupt Beziehungsfähig sein kann oder ob man eigentlich nur solange praktisch ist, solange man alles hinnimmt und das Trinken duldet.

    Hi und willkommen.

    Zuerst einmal kann ein Alkoholkranker Liebe empfinden. Aber der Alkohol steht an erster Stelle. Und wenn er nicht von sich zu aufhören möchte zu trinken, wird das nichts. Sobald Abstinenz an eine Bedingung oder eine andere Person geknüpft wird, hat das nichts mehr mit eigenem Willen zu tun. Und der Alkoholiker lässt sich zudem ein Hintertürchen auf.

    LG, Hera

    Ich hätte gern ein Herz gegeben, aber finde es echt schade und bedenklich, dass du nach über einem Jahr noch immer so intensive Cravings hast. Was tust du denn dann dagegen? Kannst du ein Muster erkennen?

    Liebe Grüße

    Ich bin da total bei dir. Du musst dir deine Zone schaffen. Bei mir wäre es auch verheerend, wenn meine Krankheit publik werden würde. Es gibt auch einfach unberechenbare und geschwätzige Menschen, denen muss man gar nix auf die Nase binden. Ich hab anfangs auch das alkoholfreie Jahr als Erklärung benutzt und inzwischen fragt mich keiner mehr bzw wissen alle, dass ich keinen Alk mehr trinke, weil er mir null gefehlt hat.

    Huhu, du kannst natürlich auch über andere Dinge schreiben, nur den Alkohol nicht aus dem Fokus verlieren, denn deshalb bist du hier gelandet. Wir alle sind deswegen hier. Du darfst dich auch angegriffen fühlen, da wo's weh tut, musst du nämlich ansetzen. Das hier ist kein Larifari-Forum, von denen gibt es genug. Hier bekommst du gescheite Ansätze und die Regeln sind einfach sinnvoll. Irgendwann wirst du das auch so sehen können. Bleib dabei.

    Hab einen schönen Tag!

    Um Gottes Willen, ich rede doch nix klein oder verharmlose Gewalt. Das geht natürlich nach wie vor gar nicht! Aber inwieweit die Menschen mit denen du, Momo, darüber gesprochen hast, involviert sind oder Bescheid wissen, darüber wissen WIR hier doch gar nix. Dieses allgemeine Verteufeln von Alkoholikern ging mir gegen den Strich, das war alles. Nicht alle nassen Menschen haben keine Moral mehr. Und für dich Momo, tut es mir leid, dass es dir so zusetzt und ich hoffe, du kommst ganz schnell raus aus dem blöden Gefühl.

    Ich kann es dir aus meiner Sicht als Alkoholikerin erzählen. Ich hatte ja permanent ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Familie, weil ich eben trank. Aufgrund dessen, hab ich nie gesagt, was mich stört, weil das über allem schwebte. Und als ich nüchtern wurde, fielen mir ganz viele Dinge aus, die ich "ausgehalten" habe. Und nach einiger Zeit konnten wir darüber reden. Klar.

    Ich glaube Snacktipps kannst du selbst googeln Naira? Das Kernproblem ist ein ganz anderes. Nämlich, dass du dir komisch dabei vorkommst, ohne Alkohol dort aufzukreuzen. Dabei sollte das etwas total Normales sein, das weder Diskussionsbedarf, noch Rechtfertigung nach sich zieht.