Beiträge von Kati

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    Sam: Mich würde mal noch interessieren, wie du/ihr es geschafft habt, als Familie bestehen zu bleiben.

    Ich persönlich stelle es mir sehr schwer vor, wieder Vertrauen zu fassen bzw. könnte mir gut vorstellen, dass immer ein gewisses Misstrauen präsent ist.

    Meine Erfahrung ist nicht böse gemeint, Kati. Ganz im Gegenteil.

    Habe es auch nicht böse aufgefasst. Im Gegenteil. Ich bin über jede Antwort hier froh und dankbar. Es macht mich was das angeht nur wachsamer bzw. werde ich jetzt definitiv bestimmte Dinge unterbinden.

    Merkst du, wie tief du drin steckst?

    Jetzt gerade, ja 😥 Ist eigentlich echt schon peinlich und verantwortungslos meinerseits. Könnte mich gerade echt schämen, wo ich das hier so lese.

    Es heißt der säufer braucht seinen persönlichen tiefpunkt, womöglich schiebt ihr gemeinsam seinen grad auf.

    Das ist sehr gut möglich. Wobei ich ehrlich gesagt nicht wissen möchte, wie tief er fallen muss, um endlich aufzuwachen.

    Ich hab das gefühl, dass die antwort auf die du hoffst leider nicht dabei war.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich auf DIE Antwort warte, da es sie vermutlich nicht gibt. Es hilft mir schon sehr einfach zu lesen, wie er ticken könnte und was der Alkohol aus einem macht bzw. welche Erfahrungen andere gemacht haben. Und durch die vielen Parallelen weiß ich halt immer mehr, dass ich mich nicht irre.

    Gestern ist es auch mal wieder eskaliert. Mittags hatte ich noch um ein Gespräch gebeten, worauf er ganz normal und verständnisvoll reagiert hat. Abends sah die Sache dann schon anders aus. Warum, brauche ich ja nicht schreiben.

    Hallo Hartmut,

    mir fehlt aktuell leider etwas die Zeit, um diesen ganzen Thread durch zu lesen. Sollten die Fragen also schon mal beantwortet worden sein, dann sorry.

    Was war denn für dich der ausschlaggebende Punkt, dem Alkohol den Kampf anzusagen? Und wie war dann deine Reise?


    Ich habe tatsächlich bei meinem Mann auch die Vermutung, dass er seine Familie ziehen lässt und ihm der Alkohol wichtiger ist. Ich glaube eine große Angst für ihn ist es auch, sich die Blöße geben zu müssen. Ich bin nach wie vor sehr zerrissen. Wobei ich im Moment mehr dazu tendiere das Ganze für mich und meine Kinder zu beenden. Mein Mann ist kein schlechter Mensch und man merkt ihm auch so nie wirklich an, dass er getrunken hat (zumindest zu Hause, auf Feiern sieht das ganz anders aus). Aber er trinkt nun mal jeden Abend (mind. 6 Flaschen Bier à 0,5l) und das auch schon seit Jahren. Gestern hat er bereits um 16 Uhr damit begonnen und eine Stunde später waren 4 Flaschen leer. Das alles passiert natürlich nicht in meinem Beisein.

    Ich bemerke wie sich etwas in mir bewegt

    Das kann ich nur bestätigen.

    Vor allem hilft es mir, einiges besser zu verstehen. Und ich weiß jetzt, dass ich mich nicht irre o.ä. Denn so viele Parallelen zu anderen können nicht falsch sein.

    Auch wenn immer noch Selbstzweifel da sind, sie lassen langsam nach.

    Aus den letzten Antworten werde ich dann mal das Passende für mich heraussuchen 😉

    Und ja, mein Mann hat durchaus nüchterne Momente, bekommt seinen Alltag (Arbeit) super auf die Reihe und ist anderen gegenüber sehr zuverlässig. Daher ist es ja auch so schwer zu verstehen, dass er ein Problem hat. Ich würde auch meine Hand dafür ins Feuer legen, dass er auch nie alkoholisiert Auto fährt. Die Frage ist bloß, wie lange noch bzw. wenn die Mengen abends steigen, ist definitiv Restalkohol am nächsten Morgen vorhanden.

    Er fängt unter der Woche an, sobald er nach Hause kommt und nicht mehr weg muss. Am Wochenende je nachdem auch schon früher.

    Ich habe es so erfahren, das es mich immer mehr zur Projektionsfläche des nassen Alkoholikers gemacht hat. Damals wußte ich noch nicht, das der nasse Alkoholiker diese Fläche braucht, um seine Schuldzuweisungen usw. loszuwerden, und damit für sich wieder den Freiraum zum Trinken.

    Ich war ja erstmal wieder damit beschäftigt, zu sortieren, ob er nicht vielleicht doch recht hat.

    Das finde ich sehr interessant und trifft glaube ich auch bei uns zu. Denn in Schuldzuweisungen ist er auch ganz groß.

    Guten Morgen,

    gestern hat mich mal wieder die Co Spirale eiskalt erwischt. Ich bin in den Keller gegangen , um zu sehen, wie viel er getrunken hat. Ob das alles war, weiß ich natürlich nicht. Der Kasten war jedenfalls mal wieder leer. Als ich dann im Bett lag, bin ich nochmal aufgestanden und an sein Auto gegangen. Und ich wurde natürlich nicht enttäuscht. Im Kofferraum stand schon der nächste volle Kasten. Es ist nämlich so, dass wenn die Kofferraumabdeckung zu ist, ist in der Regel auch was im Kofferraum. Ist dann immer bloß die Frage, ob leer oder voll.

    Ich glaube, dass er alles für sich relativiert, da er ja so gesehen nicht heimlich trinkt, da ich ja weiß wo das Bier steht. Das hatte ich ihm u.a. auch oft vorgeworfen. Aber wie ja schon gesagt wurde, weiß ich, ob das alles ist? Wohl kaum.

    Mir wird immer klarer, auch dank euch hier, dass es nur noch einen Weg gibt. Und der führt nur noch raus. Hier kann ich auch noch als Ergänzung sagen, dass es wohl aktuell so ist, dass ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt 190€ plus MwSt. kostet. Habe jetzt mehrere Rückmeldungen erhalten.

    Man glaubt auch oft wirklich noch lange, das wieder selbst in den Griff zu bekommen. Ich habe das auch so oft versucht und bin immer wieder gescheitert.

    Mir war das gar nicht richtig klar, das ich alleine aus dem Schlamassel nicht wieder raus komme

    Das kann ich mir bei meinem Mann auch sehr gut vorstellen. Er sträubt sich gegen jegliche Art von Hilfe. Es kam auch schon mal der Satz "das habe ich alles schon mal durch", da er damals beim Verkehrspsychologen war. Aber da wurde soweit ich weiß ja nicht dieses Problem angegangen bzw. glaube ich, dass es zu dem Zeitpunkt noch keine Sucht war.

    Die Kunst des CO-Abhängigen besteht darin, genau das NICHT zu tun.

    Dieses ewige Gelaber bringt doch rein gar nix.

    Ein Alkoholiker weiß, das er zu viel säuft.

    Und er weiß auch, wo und welche Hilfsangebote es gibt, die sind nur ein paar Klicks entfernt zu finden im net.

    Das denke ich auch. Wir haben schon so viele Gespräche gehabt und gebracht hat es nichts, außer leeren Versprechungen und darauf folgenden Enttäuschungen, weil er seine Vorhaben/Absichten nicht einhalten konnte.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mal einen Zeitpunkt gab, an dem er es wirklich wollte, es allein versucht hat und gescheitert ist. Inzwischen ist er wohl so tief drin, dass selbst diese Versuche nicht mehr möglich sind.

    Ich stelle mir im Moment auch immer öfter die Frage ob er, auch wenn er nicht trinkt noch der Mann ist den ich liebe/geliebt habe (kennengelernt habe)???

    Das Frage ich mich auch. Ich habe das Gefühl, dass bereits so viel kaputt gegangen ist. Umso weniger kann ich eigentlich verstehen, warum ich das immer noch mit mache/aushalte.

    Kann mir an der Stelle eine trockner Alkoholiker erklären warum er/die das machen? Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen wo ich zu ihm sage das es nicht mehr nötig ist da ich es ja weiß und ich ihn auch nicht mehr daran hindere oder Vorhaltungen mache. Dennoch geht der Weg nach draußen oder in den Keller???

    Mein Mann hat mal geäußert, dass es ihm unangenehm sein vor mor zu trinken. Zu Hause zieht er das auch nach wie vor durch. Inzwischen ist es aber so, dass wenn iwo sind und das über einen längeren Zeitraum, er da auch vor mir was trinkt. Vermutlich ist da inzwischen der Suchtdrang größer.

    Bei mir war es so, ich trank schon immer Bier, zuerst nur am Abend zwei … drei, dann begann ich immer früher damit, gleich nach der Arbeit, es wurden dann vier … sechs Bier/Tag, jeden Tag, am Wochenende begann ich auch schon am Vormittag, kurzes Nickerchen und es wurde weiter gleichmäßig über den Tag getrunken.

    Ich habe tatsächlich die Vermutung, dass es bei meinem Mann auch so ist. Wie z.B. am Sonntag: Vormittags schon ein oder mehr Bier, dann ein Mittagsschläfchen und dann ging es mit Sicherheit weiter.

    Oberste Priorität war, daß ich immer genügend Vorräte hatte. Ich hatte weder ein schlechtes Gewissen, noch machte ich mir Gedanken, über mögliche Konsequenzen. Ich verdrängte es einfach, mit Alkohol sehr erfolgreich!

    Auch das ist hier der Fall.

    Ich plädiere immer auf: miteinander (!) reden, einen gemeinsamen Plan erstellen

    Das ist leider mit ihm nicht möglich. Man kann nicht vernünftig mit ihm reden. Er ist dann immer das Opfer bzw. ich bekomme die Dinge aus der Vergangenheit vorgeworfen.

    Hallo Sam,

    deine Antwort hat mich tatsächlich zu Tränen gerührt.

    Aber wenn ich es richtig gedeutet habe, hast du den Schritt geschafft und deine Familie besteht noch.....

    Ich denke, dass es bei meinem Mann auch so ist, dass er oft nur das Bier im Kopf hat. Die Wege in den Keller häufen sich hier auch enorm. Es war mal besser. Inzwischen ist es aber wieder so, dass er oft ziemlich lange im Keller oder draußen verweilt und wir dadurch eigentlich gar kein richtiges Familienleben mehr haben. Wenn ich etwas von ihm möchte, habe ich auch das Gefühl, dass er es nur macht, damit ich Ruhe gebe und er schnell wieder seine Sucht befriedigen kann.

    Für mich setzt sich gerade immer mehr ein großes Puzzle zusammen.

    Hallo achelias,

    ich danke dir für deine wirklich hilfreichen Antworten.

    Was bewirkt denn letztendlich der Alkoholkonsum und wie lange kann ein Körper das aushalten? Bleibt es bei Bier oder kommen iwann auch härtere Sachen dazu, weil das Bier nicht mehr den gewünschten Effekt erzielt?

    Es ist inzwischen so, dass wenn mein Mann von der Arbeit kommt, er durch den Keller rein geht und sich direkt ein Bier aufmacht. Das konnte ich gestern feststellen. Und am Sonntag gab es bereits Vormittags eins.

    Würdest du an meiner Stelle nochmal mit seiner Familie darüber sprechen und sie auch in mein Vorhaben einweihen? Denn nachdem was ich in den wenigen Tagen hier schon gelesen habe, gibt es wohl tatsächlich nur noch den einen Weg für mich und meine Kinder.

    Was das Thema Kinder angeht: Er kann so liebevoll und toll mit ihnen umgehen (wenn er will). Vorhin hat er den Großen ins Bett gebracht und mit dem Kleinen noch rum gealbert. Und das obwohl er schon was getrunken hatte.

    Es trifft eigentlich und zum Glück immer mich, indem er mich ignoriert, wenn es brenzlig wird. Oder er Sprüche "ablässt", die wirklich abwertend mir gegenüber sind.

    Die Kinder, vor allem der Größere, haben mit Sicherheit schon unsere Streitigkeiten mitbekommen. Bisher ist mir aber zum Glück nichts bei ihnen aufgefallen. Wobei das ja noch lange nichts heißt.

    Um ehrlich zu sein mache ich das schon relativ lange so, also ihn trinken und rauchen lassen. Allerdings kann ich mir manchmal eine Bemerkung nicht verkneifen. Aber er geht ja eh nicht drauf ein, ignoriert es. Es wird ihm mit Sicherheit nicht egal sein, aber dieses Ignorieren macht mich so wütend.

    Kann es denn auch sein, dass durch den Versuch von dem Alkohol los zu kommen, eine weitere Sucht dazu kommt und letztlich beide bestehen bleiben?

    Mein Mann hat z.B. früher geraucht, war aber als wir uns kennenlernten Nichtraucher. Eines Tages bemerkte ich, dass er nach Zigarette riecht. Davor war der Alkohol akut Thema bei uns und ich hatte ihn damit konfrontiert, dass ich denke, dass er Alkoholiker ist. Er hat es natürlich abgestritten, sowohl das eine als auch das andere. Er wollte allerdings zu dem Zeitpunkt weniger trinken. Könnte es sein, dass er dadurch wieder mit dem Rauchen angefangen hat?

    Kinderplanung mit einem nassen Alkoholiker geht gar nicht. Das Forum ist voll mit Erwachsene Kinder von Alkoholiker die nach Jahre noch Leid mit sich rumschleppen. Kannst dich mal einlesen.

    Weil sie es im Alter bewusst mitbekommen haben? Mache mir gerade echt Gedanken, ob und was meine kleinen Kinder (1 und 3) schon so alles diesbezüglich mitbekommen.

    Ich bin übrigens seit 15 Jahr trockener Alkoholiker und weiß genau was im Kopf eines nassen Alkoholiker ab geht. Wir können in dieser Zeit verdammt gut manipulieren.

    Das kann ich nur bestätigen. Manipulieren kann mein Mann auch sehr gut und meistens hat man selbst danach wieder ein schlechtes Gewissen.