Beiträge von orangeblau

    Für mich war es lange beschlossene Sache, dass eine Beziehung nur dann in Frage kommt, wenn ich an meinem Konsumverhalten, ausser Alk auch andere Drogen, nichts ändern muss.

    Ich bin deswegen Beziehungen schon nicht eingegangen und bin lieber Singe geblieben.

    Saufen war für mich unkomplizierter als Beziehungen.


    Denke so war es bei Nr. 2 auch.
    Ich habe schon Stress gemacht wegen Alkohol und ihn auf Abstand zu meinen Kindern etc. gehalten, weil ich das Problem vermutet aber nicht ganz wahr haben wollte.
    tue ich Imme noch nicht ganz, obwohl es eigentlich sehr offensichtlich ist.

    Schon traurig, dass man Selbstmord auf Raten der Liebe vorzieht.

    Hallo Orangeblau,

    nein, habe ich tatsächlich nie. Ich habe nie Probleme gesehen, solange ich in Ruhe saufen durfte. Wenn ich das nicht mehr durfte, hab ich zwar regelmäßig einen Streit vom Zaun gebrochen, um einen Grund zum Saufen zu haben (so meint der Alkoholiker dann), aber ich habe die Beziehungen nie selbst beendet.

    Ich mochte die Menschen auch wirklich, ich würde auch sagen, dass ich sie geliebt habe, aber die Alkoholsucht war immer dominanter.

    VG Soapstar


    Ja, mein Ex hat auch regelmäßig Streit angefangen. Dann war ich wieder eine zeitlang damit beschäftigt bei mir den Fehler zu suchen und an mir zu arbeiten und er konnte in Ruhe saufen.

    Das ist eine typische Co‑Frage, die an etwas festhalten will, das nicht mehr zu halten ist.;) Da spielen Angst und Hoffnung ein Wechselbad der Gefühle. Aber derjenige, der säuft, säuft. Und er findet seine Gründe, weiterzumachen , egal, ob jemand nervt, zugewandt ist oder sonst irgendwas tut.

    Das Verhalten des Partners ist dabei nicht der entscheidende Punkt. Die Sucht bestimmt das Handeln, nicht die Beziehung.


    Ich frage, weil ich den Eindruck habe, dass es meistens der Co ist, der den Schlussstrich zieht.

    Bei mir gab es 2 Alkoholiker.

    Den 1. habe ich verlassen nach vielen Jahren Beziehung, der 2. wollte mich zuerst nicht mehr, es kam nie zu einer richtigen Beziehung (besser so!) Zweifle allerdings manchmal, ob es wirklich so schlimm um ihn steht wie ich vermute und vielleicht einfach zu viel genervt/übertrieben habe. (Auch typisch Co ich weiß)

    Das glaube ich auch. Der Alkohol hat mir bis auf die aktuelle alle (Liebes-)Beziehungen zerstört, auch die, an denen mir wirklich viel lag.

    Aber hey, immerhin ein Grund, mal wieder wochenlang richtig zu tanken. Es ist der Liebeskummer, nicht die Alkoholsucht. (Ironie aus)

    Hast du eine dieser Liebesbeziehungen auch selbst beendet, weil sie/er zu viel genervt hat?

    Das weiß ich leider nicht .

    Er trinkt ja vor den Kindern nicht viel , denke das sie es nicht mit den trinken richtig wahrnehmen allerdings merken sie wenn Mama traurig ist nach einem Streit was ja auch nicht schön ist.

    Mein Vater war auch Alkoholiker, ich kenne dies zu gut allerdings hat er noch viel mehr getrunken, hat etliche Therapien hinter sich gehabt , ich fande es als Kind auch sehr schlimm obwohl er immer lieb zu uns war fand ich es sehr unangenehm.

    Gerade weil mein Vater Alkoholiker war , reagiere ich auf dieses Thema noch sensibler , hatte auch niemals gedacht,dass ich Mal mit einen Alkoholiker zusammen kommen wo ich doch genau weiss was es alles kaputt machen kann .

    Als ich mich in ihm verliebt habe wusste ich natürlich nichts davon wobei er da auch schon immer trinken wollte .


    Immer wieder erstaunlich und erschreckend zugleich wie sich die Lebensgeschichten ähnlich sind.


    Natürlich bekommen es deine Kinder mit und es prägt sie. Genauso wie du es als Kind mitbekommen hast und es dich unbewusst geprägt hat.

    Schneide den roten Faden durch!

    Du kannst hier sehr oft lesen, dass du rein gar nichts tun kannst, damit er sein Problem richtig versteht. Es liegt nicht an deinem Verhalten oder deine Worten!

    Diese Hilflosigkeit ist schrecklich und sehr schmerzhaft, am Ende kannst du wirklich nur für dich und deine Kinder etwas tun!

    Auch möchte ich dir ans Herz legen deinen eigenen Wert zu kennen. Es gibt keine einzige Ausrede und Rechtfertigung auf dieser Welt dich als Blitzableiter zu missbrauchen - Krankheit hin oder her - das hast du nicht verdient. Auch egal wie lieb und nett er dann wieder sein kann.

    Bedenke auch, dass der Weg von verbaler Gewalt zur körperlichen Gewalt oft nicht mehr weit ist, gerade wenn Alkohol ein Thema ist.

    Verstehe es so gut….

    Bedenke bitte auch, was es für Kinder bedeutet in so einem Elternhaus groß zu werden, so eine Beziehung vorgelebt zu bekommen.


    Bei mir waren am Ende meine Kinder die mir die Stärke zur Trennung gegeben haben.
    Ich wollte ihnen das einfach nicht mehr tagtäglich antun und hatte Angst dass sie lebenslangen Schaden davon tragen.

    Die heile Familie war sowieso nur eine Illusion. Manchmal ist es besser man lebt ihnen vor, dass man auch aussteigen kann aus ungesunden Beziehungen und aus Krisen gestärkt hervorgehen kann.


    Nebenbei könnte auch das fallen lassen deinen Mann wachrütteln.


    Schütze in erster Linie dich und Vorallem deine Kinder! Ihm kannst du sowieso nicht helfen, leider!

    Trennen sich Alkoholiker bzw ziehen sie sich auch vor jemanden zurück den sie lieben?
    wenn man das Thema angesprochen hat bzw ihnen auf die Schliche gekommen ist?

    Weil sie zB wissen dass der andere nicht glücklich werden könnte damit?


    Normalerweise trennt sich ja eher der Co…

    Könnte ich geschrieben haben vor einige Jahren…genau die gleichen Gedanken gehabt.

    Du musst ganz gut auf Dich hören und deine eigenen Grenzen respektieren.

    Es „könnte“ alles schön sein, ist es aber nicht. Du leidest. Aber du musst selbst für dich herausfinden wie hoch dein Leidensdruck ist und wann es besser ist dich und deine Kinder aus der Beziehung zu befreien.


    Natürlich wünsche ich dir, dass es bei euch ein Happy-End gibt, aber hoffe nicht zu lange darauf. wichtiger ist, dass es DIR und den Kindern gut geht.

    Hey!


    Kenne das exakt genauso.

    Mein Ex war auch immer sehr anstrengend und schlecht gelaunt, wenn er mal Trinkpause gemacht hat. Es hat sich so angefühlt als wäre ich an „seinem Leid“ schuld.
    Man versteht es nicht und wünscht sich schon fast er würde wieder trinken.
    Unerträglich so einen launischen Mann tagetäglich zu ertragen und sich ständig kritisiert zu fühlen.


    Hat er denn einen professionellen Entzug gemacht oder sowas?


    Meiner hat dann ja immer irgendwann wieder angefangen zu trinken und am Ende habe ich mich getrennt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

    Hey!


    Ich verstehe deine Sorgen.

    Ich hatte gegen meinen Ex auch eine einstweilige Verfügung. Da muss schon was gröberes vorgefallen sein.

    Ich habe mir trotz allem auch Riesen Sorgen gemacht und hatte auch Angst, dass er sich was antun könnte.

    Hat er nicht, er lebt noch und hat eine Wohnung gefunden. Er war auch zu stolz irgendwo unterzukommen, hat ein paar Wochen im Hotel gelebt.

    Dein Vater ist ein erwachsener Mensch, egal was er macht, es ist seine Entscheidung und liegt nur in seiner Verantwortung.
    Siehe es so, bei allem Unglück ist das auch für ihn eine RIESEN Chance. Nun MUSS er zwangsläufig wieder mehr Verantwortungen übernehmen, weil deine Mutter ihn nicht mehr tragen/Nix mehr abnehmen wird. Man ließt hier immer wieder, dass Alkoholiker ihren persönlichen Tiefpunkt erleben müssen um was zu ändern, vielleicht erreicht er ihn so schneller, und wenn nicht, dann kannst du nichts dafür.

    Und eigentlich ist es POSITIV, dass er sich von dir nicht helfen lassen will, schlimmer wäre wenn er dir Verantwortungen übertragen würde mit Mitleid und so…

    Aber ich weiß wie hart es ist, wenn man in der Situation steckt.

    Absolut! Es gäbe theoretisch so viele Sachen zu tun, sei es endlich mal Schränke aufräumen, Kleidung sortieren, neue Hobbys, Sport... Stattdessen scrolle ich ewig auf dem Handy, weil es mir so komisch vorkommt, plötzlich Zeit zu haben und ich gar nicht weiß, wie ich meinen Tag abseits der Arbeit strukturieren soll, wenn ich nicht auf den nächsten Anruf warte oder die nächste Fahne erschnüffle oder darüber nachdenke, ob er eventuell gerade trinkt. Ich komme mir vor wie einer dieser alten Kommissare im Krimi, die in Rente geschickt werden und dann privat ermitteln, weil sie ohne Verbrechen nichts mit sich anzufangen wissen :roll:

    Ich musste lachen.

    Mir geht es gerade genauso.

    Gut dass es dieses Forum gibt. Das muss einem erstmal bewusst werden

    Das mit den es gäbe viele Sachen zu tun ist ein guter Ansatz. Ich werde mit eine Liste schreiben was ich die nächsten Tage tun will, Hauptsache weg von dem Thema.

    Heute war es dann so, dass mir doch danach war ihm zu schreiben, dass ich das geklärt haben möchte, warum das letzte Woche so fürchterlich war und dass ich ein Gespräch möchte oder sich so nicht weitermachen kann. Sonst dann hat er gesagt, dass er im Moment so ein Stress hat und dass ich ihm jetzt nicht auch noch mit Gesprächen kommen soll und dass wir das nächste Woche besprechen können Und dann habe ich gesagt das ist in Ordnung, dann werde ich das Wochenende alleine verbringen und wir sprechen nächste Woche drüber


    ich verstehe dich, deinen guten Willen und wie du dich fühlst, doch du kannst nichts klären wenn es um Sucht geht.

    Er hat keinen Stress, wem seine Partnerin wichtig ist, der hat Zeit für ein Gespräch, will die Dinge auch klären, er will in Ruhe saufen und dir gleichzeitig ein schlechtes Gewissen machen damit du wieder auf Spur kommst.

    Ich weiß das willst du nicht hören aber du kannst seine Sucht nicht gesund Reden und leider auch nicht gesund lieben. Das haben ich und wahrscheinlich Tausend andere Frauen schon versucht. Du wirst auch nicht die Ausnahme sein, wir alle wollten das. Es ist hoffnungslos.


    Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man in einer Partnerschaft alles klären kann, aber nicht Sucht.

    Nasse Alkoholiker sind beziehungsunfähig. Da wirst man nicht glücklich damit.

    Ich habe meinen Ex auch sehr oft versucht Limits zu setzen.

    Es ist immer die gleiche Konsequenz: Sie KÖNNEN sich nicht daran halten, sie werden heimlich trinken, Frau kommt irgendwann drauf, ist enttäuscht und fühlt sich belogen, es gibt Streit, Mann verspricht Verbesserung, der Kreislauf beginnt von vorne.

    Bei mir wurden leere Bierflaschen mit Wasser gefüllt, ich habe über Jahre hinweg immer wieder Verstecke gefunden. Er hat mit Sicherheit auch nach der Arbeit etc. getrunken. Auch ich habe versucht seinen Konsum zu kontrollieren in dem ich mitgetrunken habe, das ist nicht nur Quatsch sondern kann einem mitunter selbst in die Sucht führen. Die wahre Menge die er konsumiert hat, das ist mir heute bewusst, wird mir sowieso immer ein Geheimnis bleiben. Solche Menschen lügen wie gedruckt.

    Als Partnerin KANN man das nicht kontrollieren. Will man wenn man ehrlich ist auch gar nicht, oder? Wir wünschen uns doch alle einen Partner dem wir vertrauen können, auf den wir nicht aufpassen müssen.


    Mir hat sehr geholfen, dass es völlig egal ist ob er 4 oder 10 Bier trinkt. Es stört mich sowieso das Alkohol ständig Thema ist unabhängig von der Menge.

    Ja und ich schließe mich den anderen an.

    Ziehe auf gar keinen Fall mit ihm zusammen. Du wirst dann noch mehr mitbekommen und sehr leiden.
    Die Sucht wird als vergiften, du wirst seine Launen abbekommen, ständig 24-7 Alarmzustand. Bei mir ging es bis zur körperlichen Gewalt.

    Das nächste Problem ist, dass du ihn dann noch schwerer los wirst, falls du ihn loswerden willst.

    Meinem habe ich über 6 Monate täglich mitgeteilt dass ich die Trennung will. Ich wurde ausgelacht. Am Ende half nur die Polizei.

    Mach es nicht. Er ist schwerkrank und es wird auch dich krank machen.

    Lass dir ja nicht von seiner Mutter oder sonst wem Schuldgefühle einreden.


    War bei mir genauso. Meine Ex-Schwiegermutter redet bis heute kein Wort mit mir und nimmt es mir sehr sehr übel dass ich ihn fallen gelassen habe.


    Dabei war sie die Erste, die ich in die Problematik eingeweiht hatte. Es gab null Verständnis gar nix, ehe ein Gegenteil nur Beschuldigungen, Angst wolle sie mir machen, was ich nicht alles verliere, die Probleme wurden runtergespielt, nur ER ist das Opfer in ihren Augen.

    Da wird dir eine Verantwortung zugeschoben, die nicht deine ist.

    Rede am besten nicht mit seiner Mutter. Es bringt dir Nichts und ihm nichts und ihr nichts und ändert nichts an der Sucht.

    Ich dachte auch eine zeitlang, dass es hilft wenn ich das Umfeld aufkläre, mir dort Unterstützung suche. Ob eine Person auf ihn einredet oder 100, An der sucht ändert es nichts!

    Hast du einen Entzug gemacht oder von alleine es geschafft?

    Kann man es überhaupt alleine schaffen?


    Ich kenne das ja, das Alkoholiker es schon in Aussicht stellen und meinen es geht ohne Hilfe.

    Mein Ex hat es laut eigenen Aussagen ohne Entzug/Therapie geschafft. Das kann ich ihm nicht glauben. Ich denke es ist gelogen, alleine wenn ich sehe wie er mittlerweile aussieht. Aber wer weiß…:

    Hier kursiert eine goldene Regel fûr Alkoholiker: Nur nicht trinken reicht nicht.

    D. H. Im Zweifel auch neue Kontakte aufbauen, mit Leuten, die nicht zwingend Freizeit und Spaß mit Alk verbinden, hattest Du ja auch schon für dich überlegt.

    Ja, Deutschland ist ein Hochkonsumland. Aber es gibt auch andere, die falken nur nicht so auf.


    Ja, ich denke das wird auch mein Weg sein in Zukunft. Habe so eine Abneigung entwickelt wird immer schlimmer

    Übrigens habe ich selbst schon mal die These aufgestellt, wenn Du ohne Alkohol keinen Spaß haben kannst, bist Du bereits psychisch abhängig. Und als EKA bist Du schon von Haus aus nicht gerade ungefährdet, weil Du genau das lernst.


    Ich weiß schon immer, dass ich allein aufgrund der Herkunft/Gene suchtgefährdet bin. Meine Mutter hat uns früh eingetrichtert das Vorsicht geboten ist.

    Ich persönlich kann auch Spaß ohne Alkohol haben und leben, sehr gut sogar.
    Ich wollte nur darauf hinweisen dass Alkohol LEIDER schon sehr stark gesellschaftlich verankert ist.

    Als Single: Weinfest unter Gesellschaft oder alleine zuhause vor dem TV sitzen?

    Ich finde schon das Abstinenz zur Vereinsamung führen kann, bzw. verstehe wenn nasse Alkoholiker Angst davor haben, gerade alleinstehende. Meistens bewegen sich solche Leute ja in einem trinkfreudigen Umfeld, sind gesellig. Das erschwert den Ausstieg mit Sicherheit nochmal. Darauf wollte ich hinaus.