Hatte heute auch endlich wieder einen Termin bei meinem Psychiater. Ich habe mit ihm lange und ausführlich über meine Alkoholsucht gesprochen. Es war ein gutes Gespräch ... und ich weiß auch nicht warum, aber ich bin voll happy aus der Praxis raus gegangen.
Beiträge von seb24
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Nein, jetzt ist alles weg. Mein Sohn hat den Rest mit in seine Bude für die nächste Feier dort genommen.
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Ja, wir haben gestern unser Haus nahezu alkoholfrei gemacht. Das meiste haben wir tatsächlich weg geschüttet.
Ich habe die Aktion zusammen mit meiner Frau und meinem Sohn gemacht. Er nimmt morgen noch den Rest (das ist das was von seiner letzten Geburtstagsfeier übrig war) mit in die Bude für die nächste Feier die dort steigt.
Ich bin froh, daß ihr mir dazu geraten habt und wir das jetzt gemacht haben... fühlt sich nach einem weiteren Schritt in die richtige Richtung an... wie so ne Art Meilenstein.
Ansonsten war das Wochenende noch mal geprägt von dem Umzug meiner Ältesten... haben die letzten Umzugskartons gepackt und in die neue Wohnung gebracht.
Schon wieder eine Gemeinsamkeit
... Meine jüngste spielt auch Handball. Allerdings bin ich bei Handball ziemlich raus. Nicht dass es mich nicht interessiert... ich schaue oft bei den Turnieren zu aber ich bin halt Fußballer durch und durch.Ansonsten bin ich stolz auf 22 Tage ohne Alkohol und bin weiterhin motiviert. Ich vermisse das Bier immer weniger... und ich (er)lebe inzwischen wieder ein tolles Familienleben. Die Wogen glätten sich so langsam und meine Frau gewinnt vorsichtig das Vertrauen zurück... nachdem ich sie ja viele Male enttäuscht und auch angelogen habe, was den Alkoholkonsum betraf.
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Hmm... OK. Das stimmt mich nachdenklich
... Über das Lager im Keller habe ich, nachdem ihr geschrieben habt, dass es besser ist alles verschwinden zu lassen, mehrfach nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen es auch zu tun. Das gehe ich am Wochenende an.Über alles andere, was du geschrieben hast muss ich noch mal nachdenken und sortieren. Ist bestimmt was dran... schließlich hast du ja schon "etwas Vorsprung" bzw. Erfahrungen gesammelt.
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Oh, da hatte es dich aber ganz schön erwischt. Schön, dass es dir wieder besser geht.
Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist das wirklich viel weniger geworden
Ja, das stimmt... verrückt... noch vor ca. 3 Wochen habe ich gedacht, dass die Gedanken weiterhin non-stop um das geliebte Bier kreisen.. konnte mir nicht vorstellen wie das gehen soll... gesellige Stunden und Feiern ohne Bier... Aber es rückt immer weiter nach hinten und ich denke, so wie du schon geschrieben hast, nur in bestimmten Situationen daran.
Ich kann bestätigen, was viele hier im Forum schreiben... Es wird tatsächlich weniger und mit der Zeit immer besser.
Wo ich gerade beim Revue passieren lassen bin... sofern man das nach nicht ganz 3 Wochen Abstinenz überhaupt schon kann
... eine Sache ist bei mir zum Glück beim alten geblieben. Meine Freizeitaktivitäten, mein Freundeskreis und mein Umfeld. Zum Glück, weil ich mein Leben und mein Umfeld sehr gerne mag und daran eigentlich nicht so viel ändern will... außer natürlich meine Sauferei.Meine Freunde und Bekannte sind eine stabiler Faktor in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann. Das zeigt sich auch in der jetzigen Situation. Sie haben inzwischen durch die Bank reagiert und verzichten auch mal auf Alkohol und trinken ne Cola oder halt was anderes alkoholfreies mit mir. Bei Veranstaltungen und Feiern, ist das klar was anderes, aber da kann ich ja jederzeit gehen, wenn´s mir zu viel wird. Habe ich auch zuletzt so gemacht und es ist ok für mich.
Mir geht´s weiterhin sehr gut und ich bin riesig froh mich hier in der SHG angemeldet zu haben. Ich lese hier sehr viel und eure Beiträge motivieren mich von Tag zu Tag dran zu bleiben... und es lohnt sich... und es fühlt sich gut an.
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Guten Morgen Alex,
danke der Nachfrage... ja war ein anstrengendes Wochenende aber war gut. Meine älteste ist umgezogen und wir haben das ganze Wochenende Wohnung gestrichen, geputzt, Möbel geschleppt und aufgebaut. Ich hatte gar keine Zeit über Alkohol nach zu denken... Obwohl... Zwischendurch nach dem ein oder anderen schweren Möbelstück habe ich schon mal an ein kühles Bierchen gedacht... aber ohne Gefahr... war keines da und Wasser hat´s auch getan
. Heute noch mal zum schwedischen Möbelhaus und ein letztes Möbelstück holen, dann haben wir´s geschafft. Ansonsten geht es mir weiterhin sehr gut.Und bei dir? wie lange warst du wegen Corona außer Gefecht? Hattest du Symptome?
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Naja, Alkohol so direkt jetzt nicht. Es ist auf jeden Fall kein Bier mehr im Haus. Wein oder Spirituosen sind noch im Keller. Das ist mir aber auch egal, ich habe noch nie was anderes getrunken außer Bier. Das andere Zeugs schmeckt mir überhaupt nicht. Da besteht keine Gefahr, das ich mich daran vergreife.
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Danke Alex, ja...ich nehme aktuell immer neue Veränderungen war. Heute war ich mit meinem Sohn beim Fußball. Meine Frau war völlig entspannt, als wir los gegangen sind. Sie musste sich keine Sorgen machen, dass ich wieder besoffen nach Hause komme. Das war sonst nie der Fall. Da waren in der Vergangenheit immer Sorgenfalten auf der Stirn.
Beim Fußball war ich stolz auf mich, daß ich vor meinem Sohn nicht mehr nur mit Bierflasche in der Hand da stehe und ich hatte den Eindruck das auch er viel fröhlicher war, als er sah, daß der Papa nicht ein Bier nach dem anderen trinkt.
Diese Eindrücke bestärken mich und ich will noch ganz viele weitere so positive Veränderungen wahrnehmen.
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Das kann ich nur bestätigen. Wie oft habe ich mir vorgenommen nur eines oder max. zwei zu trinken. Immer das gleiche... sobald das erste leer war, folgte das zweite, dritte, vierte... Ich bin jetzt zwar noch nicht lange trocken (sind jetzt 13 Tage), aber so langsam begreife ich, dass ich überhaupt nicht mehr daran zu denken brauche, ausnahmsweise mal eines zu trinken. Letzte Woche war das noch so. Ich habe immer wieder Mal überlegt, nach so 2-3 Monaten mal wieder einen Versuch zu starten... Das hat sich inzwischen relativiert. Ich habe keine Lust mehr wieder von vorne Anzufangen... dafür geht es mir jetzt schon nach 2 Wochen Abstinenz viel zu gut.
Und das nicht nur körperlich und psychisch, auch die geselligen Stunden mit Freunden und Bekannten haben eine neue, viel bessere "Qualität" für mich bekommen. Hätte ich nicht gedacht... Aber es fühlt sich gut an, nüchtern mit den Menschen zusammen zu sein und mit ihnen zu reden...
Ich vermisse momentan den Alkohol überhaupt nicht. Auch das Familienleben hat sich merklich zum positiven gewendet. Das will ich nicht mehr kaputt machen oder auf die Probe stellen.
Mein Entschluss steht fest: kein Alkohol mehr, ich kann es eh nicht kontrollieren, also lasse ich es gleich komplett.
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Tag 11 ohne Bier. Es geht voran... in kleinen Schritten. Gestern Mittag hatte ich kurzzeitig mal voll Lust auf ein Bier... keine Ahnung warum... Ich hatte sowohl beruflich als auch privat Erfolgserlebnisse zu Verzeichnung und war voll gut Gelaunt. Dann kam der Gedanke "jetzt ein Bier". Ich konnte dem erfolgreich widerstehen
und Abends war wieder alles im Lot. Ich hatte ein Fußballspiel. Das Bier danach konnte ich locker weglassen.Es ist zwar erst Tag 11, aber die innere Einstellung ist dieses Mal ganz anders als bei den letzten Versuchen, den Alkohol weg zu lassen. Mir geht es von Tag zu Tag besser und ich merke, wie ich mehr und mehr Situationen in denen Bier im Spiel ist in Frage stelle.
Auch das mitlesen der Beiträge hier im Forum motiviert mich und tut mir sehr gut. Ich traue mich noch gar nicht so recht, bei dem ein oder anderen Thread mit zu schreiben... ich kann ja noch nicht wirklich gute Ratschläge geben Bin ja erst kurz Abstinent und kurz hier dabei... aber das wird auch noch

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Nein, Erna definitiv nicht. Das ist mir dabei auch klar geworden. ich habe das seit ewiger Zeit nun wieder von der anderen Seite betrachtet. Sonst war ich ja immer einer von denen, der besoffen war.
Wie habe ich mich gefühlt... Ich würde sagen gemischte Gefühle. Ich war froh, das ich es nicht bin der sich hier gerade blamiert. Auf der anderen Seite hab ich mich erschrocken, weil ich ja in der Vergangenheit der war der rumgestolpert und dumm gelabert hat.
Das war auch einer der Da-will-ich-nicht-mehr-hin-Gedanken: "was haben die Leute immer von mir gedacht? Was sagen die Leute untereinander über mich... schaut euch mal wieder den Alexander an, der ist schon wieder dicht."
Das ist das eine. Es macht mir schon was aus was/wie andere über mich reden. Aber auch in mir drin unabhängig was andere über mich reden, hat es was ausgelöst. Ich habe da auch an meine Frau und meine Kinder gedacht: "Mensch Alexander, du bist ein Erwachsener Mann und Vater von 3 Kindern. So haben sie dich in der Vergangenheit auch oft gesehen. Das kann´s nicht sein... echt nicht... gut das ich das jetzt ändere".
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Das sind sehr gute Fragen, vielen Dank dafür. Am Anfang fand ich mich schon etwas verloren und fehl am Platz. Das merkte mir man wohl auch an. Einige fragten mich, was denn los mit mir sei. So nach und nach, als sie mitbekommen haben, was los ist hat sich das dann gebessert und ich hatte auch wieder bessere Laune.
Amüsant war es schon... Vor allem je später der Abend wurde und der ein oder andere nicht mehr gerade aus laufen konnte. Da hab ich mir gedacht... Puh so bist du auch immer rumgestolpert und hast rum gelallt... da will ich nie mehr hin.
Und am nächsten Morgen, ich Top Fit beim Frühstück, der ein oder andere mit zerdrücktem Gesicht und glasigen Augen, habe ich mir gedacht, so hast du auch immer ausgeschaut und vor allem auch gefühlt.
Das Gefühl / mein Zustand jetzt ist bedeutend besser.
Das gab mir schon wieder Kraft und Motivation für den Tag und für die Gesamtsituation, auf dem richtigen Weg für eine bessere Zukunft zu sein.
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Wenn einer für die Gruppe Getränke geholt hat, dann hat er mich gleich gefragt ob ich ein alkoholfreies Bier, Wasser oder Spezi möchte. Am Tisch haben sie das große Anstoßen untereinander mal weggelassen. Es hat mich auch niemand gedrängt ein Bier zu trinken... So nach dem Motto: "Hop, eines kannst du doch trinken." Das hat mir sehr geholfen Abstinent zu bleiben.
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Danke Elly das du fragst. Das freut mich. Das Wochenende ist sehr schön. Ich bin mit zu Wandern gefahren und bin auch froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Ich habe meine Alkoholsucht offen kommuniziert und die Reaktionen waren wie ich erwartet habe positiv. Die meisten haben das ja in der letzten Zeit schon beobachtet, das es mit der Trinkereie bei mir "nicht mehr normal" ist.
Alle haben mich für mein "Vorhaben" trocken zu werden bestärkt und auch Rücksicht genommen. Ich bin erstaunlich gut damit klar gekommen, dass ich kein Bier, sondern Wasser und Kaffee getrunken habe.
Ich hatte nur ein einziges Mal den Gedanke "jetzt ein kühles Bierchen"... aber konnte mich erfolgreich gegen den Gedanken wehren
.Ich fühle ich richtig gut und das Wochenende hat auch ohne Alkohol richtig viel Spaß gemacht.
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Vielen Dank. Das baut mich auf, was du geschrieben hast. Ich hoffe das die Gedanken um das sch... Thema Alkohol bald weniger werden. Erst denkt man drüber nach wann man das nächste Bier aufmachen kann und jetzt denke ich drüber nach, dass ich keines mehr aufmachen werde.
Ich hoffe es kommt die Zeit, dass man keinen oder nur selten einen Gedanken daran verschwendet, dass man ungezwungen wieder mit Freunden auf Veranstaltungen oder einfach mal in den Biergarten gehen kann.
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Vielen Dank für eure Worte. Und ja, ich bin froh und euch sehr dankbar, das ihr eure Erfahrungen mit mir teilt. Ich weiß, dass mir niemand etwas böses will und finde es sehr gut, das ihr Klartext mit mir sprecht. Das ist denke ich auch wichtig in der SHG. Ich stehe ja wirklich erst am Anfang und ihr habt das alles schon durchgemacht.
Ja, ich muss mich erst noch damit abfinden, dass ein neues Leben beginnt... ich will es nur (noch) nicht wahrhaben. Meine engsten Freunde werden mich unterstützen, da bin ich mir sicher. Sie haben das eh schon gemerkt, dass ich jede Gelegenheit genutzt habe um mir die Lichter aus zu knipsen... und ich habe mir auch vorgenommen, in den nächsten Tagen offen mit ihnen darüber zu sprechen.
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Vielen Dank für eure Antworten. Aber so einfach ist das bei mir leider nicht. Ich komme momentan noch gut damit klar, dass in meinem Umfeld Alkohol getrunken wird. Ich übertrage das nicht auf mich. Ich habe meinen Entschluss gefasst und der steht fest. Ich bin ein sehr Willensstarker Mensch und ich will jetzt wirklich aufhören Alkohol zu trinken.
Für mich alleine sein und grübeln ist die schlechtere Option... da wird mir ganz schnell langweilig und mir fällt irgend ein Blödsinn ein. Da ist die Gefahr größer, dass ich mir ein Bier auf mache. Unter Menschen sein oder etwas zu tun haben, dass ist das was mir gut tut... und wie Sunshine richtig geschrieben hat... Geselligkeit hat nicht zwangsweise mit Alkoholkonsum zu tun. Das sehe ich auch in meinem Umfeld. Da gibt es auch Beispiele, die wenig bis keinen Alkohol trinken und trotzdem Spaß haben... da muss ich hin kommen und ich bin fest entschlossen das auch zu schaffen.
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Heute ist Tag 5 der Entgiftung... Zeit mal eine Zwischenbilanz zu ziehen. Mir geht es sehr gut. Körperlich und momentan tatsächlich auch psychisch. Ich war in den vergangenen Tagen mehrfach in der Situation, dass mir ein Bier angeboten wurde. Ich konnte ohne weiteres dankend ablehnen. Der ein oder anderen Situation bin ich entflohen oder gar nicht erst hin gegangen, weil ich wusste ich werde wieder mit Bier konfrontiert. So ganz weiß ich aber auch noch nicht wie das in Zukunft gehen soll. Wie ich schon geschrieben habe bin ich ein sehr geselliger Mensch und mein Umfeld ist´s einfach gewöhnt, das ich gerne eins mittrinke... und so langsam gehen mir die Ausreden aus.
Kommendes Wochenende gehe ich mit ein paar Freunden zum Wandern in die Berge. Vielleicht sollte ich ihnen einfach die "ganze Wahrheit" sagen, damit sie in Zukunft gar nicht mehr versuchen müssen, mir ein Bier an zu bieten.
Ab morgen ist dann das Thema Entgiftung mit ärztlicher Begleitung rum. Wie es dann weiter geht weiß ich auch noch nicht genau.
Momentan bin ich was das Thema betrifft komplett auf mich alleine gestellt... und natürlich das Forum hier nicht zu vergessen

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Heute ist Tag 1... die Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht hat begonnen. Am vergangenen Freitag war ich dort und habe das Ergebnis der Blutuntersuchung bekommen. Alle Werte sind so weit in Ordnung. Heute Nachmittag habe ich dann den nächsten Termin.
Es sind schon gemischte Gefühle... einerseits freue ich mich, dass es jetzt vorwärts geht, andererseits habe ich "Angst" wie das alles werden soll und ob ich das wirklich auf lange Sicht aushalte und dem Bier den Rücken kehre. Wird nicht einfach, aber ich bin fest entschlossen das jetzt anzupacken und durchzuziehen.
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Ja, so in etwa. Ich habe ihm erzählt, dass ich vor etwas mehr als 2 Wochen den Entschluss gefasst habe, mit dem Trinken aufzuhören ... das ich nach 2 Wochen Abstinenz einen "Rückfall" hatte und am Freitag mit einem üblen Rausch ins Bett gefallen bin... dann aber seit Samstag wieder nichts mehr getrunken habe. Er fand das Vorgehen nicht so toll und hat gesagt, das ich mich bis zur Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht nicht verrückt machen soll, wenn ich noch das eine oder andere Bier trinke. Ich soll halt versuchen das nicht wieder ein Vollrausch dabei rauskommt.