Beiträge von Panama

    Also wenn doch alles so gut läuft bei euch und dich wirklich nur die körperlichen Folgen stören, dann akzeptier es doch einfach.

    Menschen verändern sich so oder so mit dem Älterwerden. Manche nehmen auch ohne Alkohol ordentlich zu. Manche rauchen eine Schachtel Kippen am Tag, ist auch nicht gesund. Manche bekommen andere schwere Krankheiten oder haben nen Unfall und sind körperlich eingeschränkt, damit muss man dann als Partner auch leben.

    Und es ist soo verdammt schwer! Mein Körper möchte einfach zur Ruhe kommen und dieses weiter auf meiner Linie bleiben verlangt mir alles ab!

    Ich glaube, es wird leider auch so schwer für dich bleiben durch den ständigen Kontakt. Es muss doch eine Möglichkeit geben, deinen Job anders zu organisieren, als ihm permanent über den Weg zu laufen? Wie machst du das denn, wenn das Haus verkauft wird?

    So kannst du ja gar nicht zur Ruhe kommen oder heilen, das ist wie bei einer Wunde, du kratzt die sich bildende Kruste immer wieder sofort ab.

    Ich weiß gerade gar nicht, was ich mit meiner freien Zeit plötzlich anfangen soll, auch wenn das total bescheuert klingt. Da, wo die ganze Zeit die Hoffnung und die Anspannung war, ist jetzt so ein Loch in meinem Alltag...

    Ich glaube, das ist ein ganz ganz wichtiger Aspekt der Co Abhängigkeit, das lässt viele so lange hoffen und aushalten und bleiben. Weil sie nämlich das Gefühl brauchen, gebraucht zu werden. Und wenn dann der Mittelpunkt auf einmal weg ist, um den man so lange gekreist ist, steht man vor einer Leere, ohne Bestätigung das man gebraucht wird und muss auf einmal mit sich selbst klar kommen.

    Seine Mutter sagt, das sei sein einziger Lichtblick und ohne hätte er ja erst recht keinen Grund aufzuhören... :roll:

    Und das ist ganz genau die falsche Motivation.

    Auch wenn er jetzt richtig abstürzt, ist das allein seine Verantwortung. Er muss es von sich aus für sich selbst wollen und nur für sich selbst, nicht für andere.

    Meiner Meinung nach ist das täuschen, tarnen, tricksen.

    So lange er noch von einem "Problem" spricht, redet er sich die Sache schön. Vor allem, so lange er nicht einsieht oder akzeptiert, dass es ein "nie wieder Alkohol" sein muss. Es "von Tag zu Tag versuchen" ist kompletter Blödsinn.

    Edit: mein Mann hatte sein "Problem" auch eingestanden und war dann sogar 3 Wochen in einer Klinik (in die er nüchtern gefahren war, da er da zwei Wochen vorher nichts getrunken hatte). Aber sich einzugestehen und wirklich zu wissen, dass es ein "nie wieder" sein MUSS und das auch noch zu akzeptieren... das hat gedauert.

    Lies mal ein bisschen hier quer, wie oft liest du von Alkoholikern, die schon x mal klinisch entzogen haben, schon mehrere Langzeittherapien/ rehas gemacht haben und doch jedesmal wieder anfangen zu trinken...

    Das mit dem Limit ist eine schlechte Idee. Abgesehen davon, dass es wohl eh nicht funktioniert, wie stellst du dir das denn vor? Willst du ne Strichliste führen? Gläser/ Flaschen zählen? Du bist doch nicht seine Mutti. Das setzt dich hochgradig unter Stress und schiebt die Verantwortung an eine falsche Stelle.

    Du schreibst, dein Partner sei nüchtern ganz lieb und ihr habt viele gemeinsame Hobbies. Auch das trifft bei mir zu. Ich frage mich immer, wie jmd unter Alkoholeinfluss dann soooo gemein und abwertend werden kann. Das sind dann wirklich zwei Gesichter bzw. wie eine andere Persönlichkeit…

    Jemand, der täglich trinkt, ist NIE nüchtern!

    Da ist nur der Pegel unterschiedlich hoch. Morgens ist der dann niedriger, da sind sie vielleicht noch "lieb" und wenn der Pegel dann steigt, wird das Verhalten schlimmer.

    Das tut mir sehr leid für dich und die Kinder. Ich würde an deiner Stelle versuchen, die neun Tage getrennt zu verbringen. Warum kann sie nicht weiter bei ihrem Vater bleiben?

    Und wie funktioniert das mit dieser Langzeitreha/ therapie, das kommt doch erst nach einer Entgiftung? Wenn sie vor kurzem noch mit 3 Promille im KH war und sich da nach kurzer Zeit selbst entlassen hat, ist sie meiner Meinung nach weit entfernt von einer wirklichen Einsicht.


    Das hier ist typisch für Alkoholiker. Stimmt aber nicht. Es ist allein ihre Verantwortung bzw. ihre "Schuld". Es ist ihre Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen, nüchtern zu werden und sich ein abstinentes Leben aufzubauen. Erst dann hätte eure Familie vielleicht noch mal eine Chance. Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden. Sie soll beweisen, dass sie sich ändern kann und will und dann könnt ihr nochmal weitersehen. Aber es ist zuerst ihr Ding. Du hast ihr sicher schon x Chancen gegeben, alles getan, sie unterstützt usw. Du bist ein guter Vater, weil du die Verantwortung für eure Kinder übernimmst.

    Am besten versuchst du, dich gar nicht mehr auf Diskussionen und Gespräche mit ihr einzulassen. Bringt zurzeit eh nichts, da sie noch mitten in der Sucht steckt. Sie muss erstmal nüchtern werden (und das ist sie erst ca. 14 Tage nach dem letzten Alkohol), bevor sie selbst halbwegs klar denken kann.

    Sie versucht jetzt alle Schuld von sich abzuwenden. Sie verspricht das sie nicht mehr trinkt und trocken bleiben kann bis zur 28.04 sodass sie die Kinder mit in die Klinik nehmen kann. Ich habe natürlich meine Zweifel. Sie versucht mich emotional zu beeinflussen und mir unterreden das ich ihr keine Wahre Chance gegeben hätte, weil sie noch keine Langzeittherapie gemacht habe. Sie wird sich ändern und alles wird wieder gut. Ich würde die Familie auseinander reissen , ich wäre ein

    Da läuft wahrscheinlich viel unter der Kategorie "Hunde, die bellen, beißen nicht". Aber erstmal schön Drohungen raushauen um die Frauen zu stressen und unter Druck zu setzen. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich auch die Ansage, dass Mann dann seinen Job aufgibt und sich arbeitslos meldet, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

    Mein Mann (selbstständig) meinte zu mir, er macht die Firma dann platt um offiziell kein Einkommen zu haben. War natürlich auch nur eine leere Drohung im Suff.

    Das ist doch völlig verständlich. Dein Traum ist geplatzt und du hast dir das alles mal ganz anders vorgestellt.

    Ich denke, das wird sicher noch eine Weile dauern, bis du das alles verarbeitet hast und damit abschließen kannst.

    Dein Ex dreht immer noch völlig am Rad, er erzählt doch quasi nun schon seit Monaten fast jeden Tag / jede Woche was anderes?

    Vielleicht hilft es dir, wenn du immer wieder an die wirklich schlimmen Situationen denkst und weniger an die früheren Zeiten.

    Eine organisatorische Frage - wie geht das, dass ihr so schnell den Scheidungstermin habt. Ich dachte immer, das Trennungsjahr wäre Pflicht? Und wie geht das mit dem Termin, wenn eigentlich noch nichts geregelt bezüglich Unterhalt, Haus, Versorgungsausgleich etc.? Da dachte ich, das müsste vorher alle geregelt sein.

    Ich würde an deiner Stelle wirklich versuchen, mehr Abstand zu wahren. Schreiben wegen der Kinder könnt ihr dohc auch per Email.

    Und lass dich nicht in Diskussionen zum Thema Alkohol verwickeln. Ist ja an sich jetzt auch egal, ob er Alkoholiker ist, ein Problem hat oder vielleicht auch nicht. Er hat dir zu viel getrunken und wollte dir zuliebe nicht weniger trinken. Vor Gericht spielt das Thema bei der Scheidung doch eh keine Rolle, denke ich? JEtzt habt ihr euch getrennt und solltet gucken, dass ihr der Kinder zuliebe irgendwie klar kommt.

    Ich finde das immer so unglaublich widerlich von den Männern, so viele gibt es, denen das Wohl der Kinder völlig latte ist. Anstatt den Kindern das Umfeld zu lassen und Unterhalt zu zahlen... nein, sie müssen ihre Macht ausspielen und die Frauen im Nichts stehen lassen.

    Wie sieht es denn mit Unterhaltsvorschuss aus, der steht dir doch zu?

    oh je, das klingt nach wie vor unfassbar anstrengend. Ist das denn nicht unerheblich bei der Scheidung, ob er Alkoholiker ist oder nicht? Und du hattest doch anfangs mal geschrieben, dass er einen ambulanten Entzug gemacht hast, ist das nicht dokumentiert?

    Wieso kann er dich noch mit Nachrichten bombardieren, blockiere ihn doch am besten und lass die Kommunikation nur noch über mail laufen.

    Beratung wegen der Kinder hast du dir geholt? Versuch doch schnellstmöglich eine Regelung für den Umgang zu finden.

    Hey DTT, da prasselt ja ganz schön viel auf dich ein. Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis du zur Ruhe kommen kannst, ich wünsche dir viel Kraft.

    Hat dein AG denn die Kündigung jetzt zurück genommen?

    Und wegen der Miete - wohnst du in Deutschland? Wenn ja, bekommt dich so schnell kein Vermieter aus der Wohnung. Wenn es anfangs finanziell knapp ist, weil du evtl. noch auf Gelder von Ämtern oder so wartest und du die Miete wirklich nicht voll bezahlen kannst - dann überweise so viel, wie es irgend geht. Und sprich den Vermieter dann wieder an und vereinbare eine Ratenzahlung.

    Er hat ja Interesse daran, dich in der Wohnung zu behalten, denn in der Regel sucht kein Vermieter gerne neu, weil das immer mit Aufwand verbunden ist. Du kannst ihm ja dann erklären, dass du auf Gelder vom Amt wartest. Du könntest evtl. auch die Nebenkostenvorauszahlung reduzieren, wenn eine Person weniger in der Wohnung lebt, verbrauchst du ja zB weniger Warmwasser.

    Liebe Trudy,

    du siehst das ganz genau richtig! Du kannst andere und ihr Verhalten nicht ändern, du kannst nur dein Verhalten ändern! Das hast du wirklich gut erkannt. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Dein Ex ist erwachsen und für sich und sein Leben selbst verantwortlich. Wenn er saufen will, kann er saufen, wenn er wirklich aufhören und sein Leben ändern und hart an sich arbeiten wollte, könnte er das tun. Es gibt genug Hilfsangebote, die er in Anspruch nehmen könnte.

    Ich wünsche dir sehr, dass du weiter zur Ruhe kommen und Kraft tanken kannst.

    Ehrlich gesagt, kann ich die Reaktion deines Sohnes verstehen. Kinder bekommen viel mehr mit als man glaubt.
    Was habt ihr den Kindern denn gesagt, weshalb ihr euch getrennt habt?

    Ich würde mich an deiner Stelle bei den Kids entschuldigen und ihnen sagen, dass es dir leid tut, dass du gelogen hast.

    Dass du versucht hast, sie zu schützen, es vielleicht leichter machen wolltest. Es aber falsch war, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Jeder macht mal Fehler, und es ist eine versammt schwierige Situation für euch alle.
    Wichtig ist bestimmt noch, den Kindern zu erklären, dass sie keine Schuld daran haben, dass der Papa trinkt.

    Ich glaube, es wird wieder schlimmer bei dir, weil es einfach unfassbar schwierig ist, damit umzugehen. Ich kann mich noch dran erinnern, wie das bei uns war. Wie ich immer sofort runter zur Tür bin, wenn mein Mann nach Hause kam. Hab ihn dann geküsst um zu riechen, ob eer was getrunken hat.

    Ich glaube, man kann sich das noch so oft sagen, dass man nicht kontrollieren will, weil es nichts bringt, etc. Was ja auch richtig bringt, es bringt nichts außer Stress und STreit.

    Aber ich glaube, man schafft das nicht, sich da nicht einzumischen, weil man ja einfach nicht will, dass der andere was trinkt. Ich hätte das nicht lange auszuhalten, da zuzugucken. Zum Glück ist mein Mann ja gegangen, er hat einige Zeit woanders gewohnt. Das war zwar auch schwer, aber irgendwie auch leichter, weil ich das nicht mehr so nah mitbekommen hatte. Und ich habe in der Zeit hier viel im Forum gelesen, was mir sehr geholfen hat. Mir war dann klar, dass ich so nicht mehr weiterleben wollte. Und dann hab ich ihm in einem Gespräch auch ganz klar gesagt, dass ich mich trenne, wenn er weitertrinkt.