Beiträge von Panama

    Ehrlich gesagt, kann ich die Reaktion deines Sohnes verstehen. Kinder bekommen viel mehr mit als man glaubt.
    Was habt ihr den Kindern denn gesagt, weshalb ihr euch getrennt habt?

    Ich würde mich an deiner Stelle bei den Kids entschuldigen und ihnen sagen, dass es dir leid tut, dass du gelogen hast.

    Dass du versucht hast, sie zu schützen, es vielleicht leichter machen wolltest. Es aber falsch war, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Jeder macht mal Fehler, und es ist eine versammt schwierige Situation für euch alle.
    Wichtig ist bestimmt noch, den Kindern zu erklären, dass sie keine Schuld daran haben, dass der Papa trinkt.

    Ich glaube, es wird wieder schlimmer bei dir, weil es einfach unfassbar schwierig ist, damit umzugehen. Ich kann mich noch dran erinnern, wie das bei uns war. Wie ich immer sofort runter zur Tür bin, wenn mein Mann nach Hause kam. Hab ihn dann geküsst um zu riechen, ob eer was getrunken hat.

    Ich glaube, man kann sich das noch so oft sagen, dass man nicht kontrollieren will, weil es nichts bringt, etc. Was ja auch richtig bringt, es bringt nichts außer Stress und STreit.

    Aber ich glaube, man schafft das nicht, sich da nicht einzumischen, weil man ja einfach nicht will, dass der andere was trinkt. Ich hätte das nicht lange auszuhalten, da zuzugucken. Zum Glück ist mein Mann ja gegangen, er hat einige Zeit woanders gewohnt. Das war zwar auch schwer, aber irgendwie auch leichter, weil ich das nicht mehr so nah mitbekommen hatte. Und ich habe in der Zeit hier viel im Forum gelesen, was mir sehr geholfen hat. Mir war dann klar, dass ich so nicht mehr weiterleben wollte. Und dann hab ich ihm in einem Gespräch auch ganz klar gesagt, dass ich mich trenne, wenn er weitertrinkt.

    ich glaube, das ist ein Trugschluss. Ich habe hier schon so oft gelesen, hätte ich Kinder/ keine Kinder, wäre nicht die Schwiegermutter, um die ich mich kümmern muss, würde er mich betrügen, wäre nicht das Haus/ der Hund/ die Katzen, wäre dies das und jenes, dann wäre ich schon längst weg. Stimmt aber nicht. Ich denke, die Gründe sind meist vorgeschoben. Ich glaube, bei vielen ist es die Angst vorm Alleinsein, wenn sie ganz ehrlich zu sich sind.

    hm, ich meine, ich habe hier schon auch mal in Fäden von Alkoholikern gelesen, dass sie sich über die Unterstützung ihrer Familie freuen und froh sind, dass sie Frau und Kinder nicht verloren haben. Das gibt es doch auch, ist doch jetzt nicht völlig abwegig.

    Mich beschäftigt das Thema gerade sehr. Mein Mann ist Alkoholiker, ca drei Jahre trocken.
    Meine Tochter ist 14.5 und es geht jetzt los mit den ersten Partys zT bei älteren und da gab es alkoholische Getränke. Ich weiß, dass sie auch schon ab und zu was getrunken hat. Ich würde ihr das am liebsten verbieten, aber ich kann sie ja schlecht zuhause einsperren. Ich möchte auch lieber in Verbindung bleiben und mit ihr reden können, sodass sie sich auch traut zu sagen, wenn sie was getrunken hat und vor allem auch, was und wie viel. Strikte Verbote führen wahrscheinlich eher zu Lügen und Verheimlichen.

    Ach Mensch, ich wünschte wirklich, sie hätte das länger abgelehnt und würde nicht alles mitmachen wollen. Vapes sind wohl auch ein Thema, allerdings heimlich.

    Nein, du hast nicht überreagiert.

    Der Mann hat seinen Job und seine Wohnung verloren wegen Alkohol. Im Wohnheim ist er nicht geblieben, weil es ihm nicht so gut gefallen hat und weil er jemanden gefunden hat, der ihn wieder aufnimmt.

    Der Mann ist erwachsen, wird Zeit, dass er für sich und sein Leben die Verantwortung übernimmt und mit den Konsequenzen seines Handels leben lernt und selbst was verändert und sich nicht dauernd an andere hängt.

    Es wäre sicher sehr hilfreich für dich, wenn du deinen Arbeitsplatz verlagerst. Wenn du ihn ständig siehst, bleibt es unfassbar schwer für dich Abstand zu gewinnt .

    Und den Kontskt wegen der Kinder kannst du auch stark einschränken und möglichst schriftlich halten. Es muss ja keine minutenlangen persönlichen Übergaben geben. Wie alt sind die Kinder nochmal? Und wie oft sind sie bei ihm?

    Ich denke auch, du solltest einige Dinge organisiert haben, bevor du ihm sagst, dass du eine dauerhafte räumliche Trennung willst. Vor allem brauchst du die Kopien von wichtigen Unterlagen und Zugriff auf ein Konto, was er dir nicht sperren kann.

    Und wie und unter welchen Umständen du das dann mitteilst, musst du dir auch gut überlegen. Dein Kind sollte jedenfalls nicht dabei sein und nichts davon mitbekommen. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass das ein sachliches Gespräch bleibt.

    Oh Mann, wie gut, dass du da raus bist.

    Zum Glück hast du deine Familie, die dich unterstützt. Sehr gut, dass dein Vater schnell gekommen ist, und ihr auch die Polizei eingeschaltet habt. Am besten versuchst du jetzt erstmal bei deinen Eltern zur Ruhe zu kommen. Schränke den Kontakt soweit es geht ein, am besten nur noch schriftlich per Mail mit ihm kommunizieren. Du musst dich nicht beschimpfen oder unter Druck setzen lassen. Dass er den Alkoholtest verweigert hat, spricht ja schon Bände.

    Mein Mann droht mir ständig, die kleine bei sich zu behalten - obwohl er sie noch keine einzige Nacht betreut hat und dadurch ist sie halt sehr auf mich fixiert. Er hat sich bis jetzt nicht wirklich oft alleine um sie gekümmert, geht lieber alleine raus und raucht seine 2 Packungen Zigaretten und trinkt seinen Alkohol.

    Auch das spricht Bände. Er versucht dir jetzt zu drohen und will dich unter Druck setzen. WEnn er sich bislang kaum um euer Kind gekümmert hat, wird er jetzt sehr wahrscheinlich nicht auf einmal damit anfangen. Das wird ihm sicher viel zu anstrengend sein. Du kannst hier leider in einigen Fäden nachlesen, wie sehr die Väter auf einmal die Kinder haben wollten bei einer Trennung und dann war es doch nur heiße Luft und sie kümmern sich kaum.

    Vielleicht bräuchtest du einfach mal ein paar Tage Ruhe und wirklichen Abstand.

    Stell doch den Kontakt mal ein paar Tage komplett ein. Vielleicht versuchst du es mal mit dem Vorgehen, das hier auch Alkoholikern anfangs geraten wird. Statt heute (oder die nächste Stunde) trinke ich nicht, heute hab ich keinen Kontakt. Und das dann jeden Tag neu.

    Ich habe mir Situationen aufgeschrieben wo ich mich in den Boden geschämt habe, vor Wut fast geplatzt bin, fast durchgedreht bin oder grosse Angst hatte. Damit ich nicht vergesse wie es WIRKLICH war.

    Ich drücke dir beide Daumen releaseme.

    Genau das hab ich auch gemacht. Das hat mir sehr geholfen. Wenn mein Herz mir wieder einreden wollte, dass es doch so schlimm nicht gewesen ist und dass ich das doch aushalten könnte. Falsch. Es war schlimm. Und das wollte ich nicht mehr aushalten und die Kinder sollten das erst recht nicht.

    Liebe release me, es tut mir wirklich leid für dich, dass es so läuft. Ich glaube, du kannst es tatsächlich nicht fassen, dass dein Mann dich so behandelt. Er lebt in deiner verqueren Welt und kann es seinerseits wahrscheinlich nicht fassen, dass du immer noch nicht zurück kommst. Ich weiß nicht, ob er schon immer so war oder ob der Alkohol sein Wesen so verändert hat. Ob er das wirklich selbst glaubt, was er da von sich gibt? Er kriecht zu Kreuze? Er ist kein Alkoholiker? Er kann locker drauf verzichten und kontrolliert trinken? Du hast dich gefälligst seinen Vorstellungen anzupassen und seine Vorschriften zu akzeptieren wie du dein Leben organisieren sollst? Mit welchem Recht denn? Wie kann er ansatzweise der Meinung sein, dass das in Ordnung wäre ?

    Er verpasst dir weiterhin eine Ohrfeige nach der anderen und ich hoffe wirklich, dass du das erkennst. Du bist diejenige, die Bedingungen stellen kann.

    Lass dir bitte nichts einreden. Du solltest froh und glücklich darüber sein, dass du Eltern hast, die für dich da sind und dich unterstützen. Meine Eltern haben mir früher sehr viel geholfen, als die Kinder klein waren. Sie sind mit mir und den Kindern spazieren gegangen, haben mit den Kindern gespielt, damit ich einkaufen gehen konnte, wir haben zusammen gekocht, die Kinder waren regelmäßig bei ihnen, auch über Nacht und vieles mehr.

    Auch heute unterstützt meine Mutter mich oft. Ich mache auch viele Sachen für sie, ich finde das ganz selbstverständlich und normal, genau wie mein Mann. Ich kann mir absolut keinen Grund vorstellen, was er dagegen haben sollte, warum auch?

    Ich habe das Gefühl es bleibt wirklich nur die Trennung oder ich lebe in seinem Spiel mit! Muss akzeptieren, dass er seine 1,2 Getränke trinkt, dass er mit meinen Eltern zerstritten ist usw..tolles Familienleben.

    Dein erstes Ziel war 0,0 und zwar dauerhaft. Und du hattest noch mehr Ziele. Vom Ersten ist er Millionen Kilometer entfernt. Wie oft soll er dir das noch klar machen?

    Und lies mal hier bei den Alkoholikern, bei 1-2 Getränken wird es dauerhaft niemals bleiben.