Und wenn du es nicht für dich alleine schaffst, dann tu das für die Kinder!! Du bist für sie verantwortlich. Das war auch meine größte Motivation damals, als es bei uns immer schlimmer wurde. Ich wusste auch, dass ich so nicht mehr leben wollte, aber mir war auch klar, dass ich den Kindern das nicht weiter zumuten darf.
Beiträge von Panama
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Du liest dich sehr klar und entschieden. Es ist sooo toll, dass du diese Entscheidung für deine Tochter und dich getroffen hast. Ihr habt ein sorgenfreies Leben ohne einen Alkoholiker an eurer Seite verdient!! Du kannst ihn nicht retten, niemand kann das. Er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du brauchst nicht mehr mit ihm reden. Du hast alles gesagt, sicher 1000x und mehr. Am besten lässt du dich gar nicht mehr auf Gespräche ein, sondern gehst ihm aus dem Weg und konzentrierst dich auf dich, deine Zukunft und deine Tochter.
Ich hoffe auch, dass du da Tipps bekommst. Hast du denn zur Not einen Plan B? Also, dass du mit deiner Tochter wohin kannst, wenn er nicht gehen will? Leider musst du wohl damit rechnen, dass er alles versuchen wird und vielleicht auch noch viel fieser werden kann, wenn er merkt, dass es wirklich ernst wird.
Ich hatte vor ca. 3 Jahren meinen Tiefpunkt mit meinem Mann, als der nach einer Dienstreise (und auf den Reisen hat er am meisten getrunken) am Flughafen versackt ist und erst Stunden nach der Landung (ohne sich zu melden und ohne erreichbar zu sein) nach Hause kam. Ohne Gepäck. Ohne sagen zu können, wo er war oder sonstwas. Am nächsten Tag hab ich ihn quasi rausgeschmissen und er ging dann zum Glück auch in ein Hotel, wo er auch einige Wochen geblieben ist.
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Puh, das klingt alles sehr sehr schrecklich für dich und deine Tochter. Auch der lange Zeitraum, in dem ihr das schon mitmacht und deine Tochter hat da sicherlich sehr sehr viel mitbekommen.
Hast du dich schon mal beraten lassen? Da gibt es einige Möglichkeiten, Caritas, Familienberatung und so weiter. WEnn du dich ernsthaft trennen willst, solltest du schnellstmöglich zum Anwalt gehen und dich dort gründlich beraten lassen.
Ich würde auch gucken, dass du mal zu einer Suchtberatungsstelle gehst, die bieten auch Hilfe für Angehörige. MIr hat es damals sehr gut getan, mit den Leuten da über meine Situation zu sprechen. Auch für deine Tochter wäre das wichtig, dass sie Unterstützung bekommt, damit sie das Erlebte verarbeiten kann.
Auf wen läuft der Mietvertrag?
Am besten sicherst und kopierst du schon mal alle wichtigen Unterlagen, während er schläft und nichts mitbekommen kann. Einkommensnachweise, Versicherungen usw.
Wenn er nochmal so ausrastet, ruf bitte die Polizei! Das kann ja wirklich gefährlich werden! Die können aus der Wohnung weisen und dafür sorgen, dass er 10 Tage die Wohnung nicht mehr betreten darf.
Hol deine Tochter und dich da raus und bringt euch in Sicherheit.
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3 MPU - und immer wieder lässt er sich komplett volllaufen und setzt sich ans Steuer seines Autos. Wenn er nüchtern ist arbeitet er bis zur kompletten Erschöpfung.
In Therapie war er immer nur, um seinen Führerschein wieder zu bekommen oder zur Entgiftung (3 Wochen Klinik) - eine mehrwöchige Suchttherapie hat er bisher nicht gemacht, weil er nicht Rentenversichert ist und seine Private Krankenkasse es wohl nicht bezahlt??
Letze Woche kam er wieder aus der Klinik und hat schon in den nächsten 12 Stunden das Trinken angefangen - Exzessiv - endete am Donnerstag mit der Polizei, die ihn
das klingt alles überhaupt nicht danach, dass er eingesehen hat, dass er Alkoholiker ist und nie wieder trinken kann/ darf. Will er denn aufhören? Oder verspricht er dir das nur, damit er seine Ruhe hat? Und dass er mal zur Caritas gehen will und zu ner Gruppe - wirkt auch so, als ob er das nur macht, um dich wieder einzufangen.
So schlimm es sich anhört - du musst ihm seine Verantwortung zurückgeben. Er ist für sich verantwortlich. Und wenn er nicht bereit ist, sein Leben radikal zu verändern und zwar für ihn selbst, nicht weil du das von ihm verlangst - dann wird das wohl nichts. Wenn er sich totsaufen will, ist das seine Entscheidung.
Es gibt hier den schönen Satz Hilfe zur Nichthilfe. Solange du immer bei der Stange bleibst und machst und tust und ihn unterstützt - solange hat er immer noch weniger Grund, wirklich was zu ändern.
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Es kann keiner wissen, wie deine Mutter reagiert. Kann sein, dass sie aufwacht, kann sein, dass alles noch schlimmer wird.
Nochmal zu der Situation mit der Betreuung deines Sohnes - ist dein Vater die ganze Zeit dabei oder nicht? Wenn du sicher weißt, dass er die ganze Zeit mit auf deinen Sohn aufpasst, könntest du meiner Meinung nach deinen Sohn dort lassen.
Aber alleine mit deiner Mutter nicht mehr, das solltest du ihr auch klipp und klar sagen. Ziemlich sicher wird sie aus den Flaschen im Schlafzimmer getrunken haben, während du da warst und sie öfter kurz dort hingegangen ist. Zugeben wird das wahrscheinlich nicht, darauf solltest du dich einstellen.Mein Mann ist damals nachmittags abends dauernd raus in den Garten und die Garage gegangen. Ich hab dann irgendwann gesehen, wie er da aus dem Kühlschrank Wein direkt aus der Flasche getrunken hat .
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kann auch gut sein, dass sie dir eine Geschichte erzählt, wo die Ginflaschen herkommen. Glaubst du wirklich, wenn sie die getrunken hat, dass sie das zugibt?
Mein Mann hat mir alles Mögliche an Lügen aufgetischt.
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ich glaube, die Erkenntnis, dass man als Alkoholiker wirklich niemals wieder trinken kann/ darf, ist für viele das größte Problem. Mein hatte längere Zeit eingesehen, dass er zu viel trinkt, dass es so nicht weitergeht usw. Aber dass eben den Schalter im Kopf für ne gewisse Kontrolle kaputt gesoffen hat und wirklich nie mehr kontrolliert trinken kann, dass war schwer für ihn zu akzeptieren.
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Hab das gerade gelesen, mir läuft da echt eine Gänsehaut.
Aber ganz ernsthaft jetzt - blockiere ihn! Komplett und auf allen Kanälen.
Gib ihm keine Chance, dich den ganzen TAg zu terrorisieren. In diesem Zustand ist wirklich gar kein Kontakt mit dir nötig, wirklich, wozu denn? Und blockiere auch die Nummer bei den Kindern, damit er sie nicht erreichen kann. Und zieh den Stecker von dem Anrufbeantworter. Schalte den ab. Sowas musst du dir nicht antun, das macht dich doch kaputt.
Du hast die erhaltenen Nachrichten ja jetzt als Beweis für den Terror. Wenn er wirklich was ernsthaftes im nüchternen Zustand von dir oder den Kindern will, lass ihn über deinen Anwalt wissen, dass er dir eine offzielle Adresse oder wenigstens eine gültige Email Adresse zu geben hat.
Zum Glück schläfst du woanders, ich hoffe, du fühlst dich sicher und kannst etwas runterkommen.
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Ich finde das auch wirklich richtig schlimm!! LAss dir das bloß nicht kleinreden, auch nicht von dir selbst!
Das Problem ist ja auch, dass er anscheinend in eine Spirale gerät, in der es immer schlimmer wird, was er macht. Das wird ja von alleine sicher nicht besser.
Lass dich bitte unbedingt beraten und such dir Hilfe und Unterstützung.
Ich hoffe sehr, dass es nicht noch schlimmer wird für dich, aber bitte denk dran, das ist häusliche Gewalt! Auch psychische Gewalt ist häusliche Gewalt. Und glaub mir, sicher ist keine Frau, die irgendwann in einer Beziehung regelmäßig vom Partner geschlagen wird, von Anfang an so behandelt worden vom Partner. Das steigert sich über längere Zeiträume.
Und du verschiebst deine Grenze immer mehr, wenn du dir jetzt einredest, dass es doch nicht so schlimm war, er war ja nur kurz da, er hat nichts gemacht usw. Das nächste Mal kommt er vielleicht, bleibt länger, fängt an dich zu beschimpfen und schmeißt irgendwas um in der Wohnung oder was auch immer.
Ich denke wirklich, du solltest ihm eine ganz klare Ansage machen, dass du das nächste Mal, wenn er nachts einfach reinkommt, du dann die Polizei rufst.
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Hast du die Beleidigungen denn schriftlich oder hast du mit ihm telefoniert?
Wenn er volltrunken nachts in der Wohnung steht und du die Polizei rufst, können die ihn doch der Wohnung verweisen oder nicht?
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Folglich erhalte ich seit gestern Nachmittag erst Liebesbekundungen und dann mit steigendem Pegel entsprechende Beschimpfungen wie schlimm und hinterhältig ist doch bin. Das ich ihn nur belogen habe und auf sein Geld aus bin. Das ich die Kinder entfremdet habe und er mir alles wegnehmen wird. Und ich ihn ja sowieso die ganze Zeit schon betrüge.
nochmal eine Nachfrage- habt ihr telefoniert oder hast du das schriftlich/ als Sprachnachricht per Whats App?
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naja, ist erstmal die Frage, wie weit es doch noch eskalieren könnte. Wenn er nachts plötzlich neben deinem Bett steht und kontrolliert, ob du keinen anderen Mann da liegen hast, wird er ja nicht nüchtern sein und freundlich mit dir reden. Du könntest dann schon die Polizei rufen und sagen, dass du dich bedroht fühlst.
und wenn du das Schloss austauschen lässt, ist das vielleicht rechtlich nicht korrekt, aber da müsste er ja dann erstmal gegen vorgehen.
Aber grundsätzlich stehst du natürlich wieder vor dem gleichen Problem wie viele Frauen auch, die sich trennen wollen, dass du deinen Mann einfach nicht los wirst, wenn er nicht gehen will. Dann bleibt dir nur, dass du eine andere Wohnung für euch suchst.
Ich finde das immer noch unglaublich, dass es da rechtlich nicht so ist, dass der Mutter mit Kindern zusteht in der Wohnung zu bleiben onde dass man dafür erstmal monatelang kämpfen muss.
Edit: ach und wegen des Kontakts per What App - du kannst den Kontakt ja auch temporär blockieren, so dass Nachrichten zB nur zwischen 9 und 17 Uhr durchgehen, zu Zeiten, wo er vielleicht nicht so betrunken ist wie nachts.
Und nochwas - wenn er dir nicht mal seinen Aufenthaltsort mitteilt oder eine gültige Email-Adresse, hat er dann tatsächlich noch Anspruch darauf, dass du ihm wichtige Unterlagen zukommen lässt?
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Das sprich auch nicht aus, bevor du das nicht ernst meinst und auch umsetzt. Drohungen oder Konsequenzen, die du ankündigst, dann aber nicht umsetzen, machen dich total unglaubwürdig.
Du kannst am besten erstmal gucken, dass du dich auf dich konzentrierst. Hast du Freunde/ Bekannte/ Verwandte, mit denen du unabhängig von ihm was unternehmen kannst?
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Richtig, er trinkt, weil er trinken will oder muss, egal, was du machst oder sagst. Deswegen kannst du dir Diskussionen und Streits zu dem Thema am besten auch sparen, denn es führt eh zu nichts.
Du kannst ihm klar sagen, dass du meinst, dass er viel zu viel trinkt. Dann hast du deinen Standpunkt deutlich gemacht, es wird ihn aber sicher nicht dazu bringen, dass er weniger trinkt.
Hat er durch seinen Konsum irgendwelche Probleme bekommen?
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Puh, das muss ja wirklich schrecklich gewesen sein! Bitte schütze dich und die Kinder!
Und so schwer und hart es sein wird - das Ganze wird wohl erst aufhören, wenn du dich endgültig trennst und den Kontakt abbrichst. So lange du den Kontakt immer noch zu lässt, wird er dich weiter verletzen und schlecht behandeln. Weil du ihm die Möglichkeit dazu gibst.
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Seid ihr denn mal bei der Suchtberatung gewesen? Die kennen sich definitiv aus und bieten auch Hilfe für Angehörige. Und dann auch sowas wie Familienberatumg bei der Diakonie und Caritas.
Und dann solltet ihr euch mal einen Überblick über die Finanzen verschaffen. -
ja, total. ein ganz furchtbares Leben, dass du da führst.
Willst du, dass es deinem Kind später mal genauso geht?
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Weißt du, was das absolut tolle ist? In dem du bei dir bleibst, dich aus der Situation befreit hast und jetzt für dich und deine Tochter kämpfst und stark bleibst, hast du die Chance, wieder auf der sonnigen Seite zu stehen!!
Die hättest du nicht gehabt, wenn du geblieben wärst.
Es ist völlig verständlich, dass du wütend und auch traurig bist. Das kannst du auch nicht von heute auf morgen abstellen. Musst du auch nicht, das ist ein Prozess. Du hast dir das alles mal völlig anders vorgestellt, leider ist es anders gekommen.
Ich hatte auch oft Phasen, wo ich dachte, ach komm, war doch alles gar nicht so schlimm. Stell dich nicht so an, du kannst das doch aushalten. Nein, konnte ich nicht. Und durfte ich auch nicht, gerade wegen der Kinder.
Mir hat es dann sehr geholfen, mir immer wieder die schlimmsten Situationen ins Gedächtnis zu rufen. Wie in einer Art Liste im Kopf. Und das immer wieder durchgehen. Dadurch konnte ich stark bleiben.
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Warst du mal bei einer Suchtberatung?
Die bieten dort auch Hilfe und Unterstützung für Angehörige an. Mir hat es sehr geholfen, mal ein persönliches Gespräch mit einer neutralen aber erfahrenen Person zu führen.
Auch für Kinder wird da oft was angeboten, kommt natürlich drauf an, ob du noch Kleinkinder, Grundschulkinder, Teenager oder ältere hast.
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Und danach hat er dann „ernsthaft“ aufgehört?
Nein, erstmal nicht. Es wurde noch schlimmer.
Wir hatten dann nach ca 5-6 Wochen oder so ein Gespräch. Er dachte, dass ich ihm sage, dass er wieder nach Hause kommen kann. Ich hab ihm da aber gesagt, dass ich mich definitiv trenne, wenn er weiter trinkt. Er war dann wirklich geschockt davon und wollte mir auch erzählen, dass er sich sicher wäre, dass er zuhause schafft, wenn er bei uns ist, wir ihn unterstützen, etc. Da hab ich mich nicht drauf eingelassen.
Er hat dann auch für sich eingesehen, dass er aufhören muss. Er ist selbstständig und seine Arbeit hatte auch schon sehr gelitten, er hat zum Glück gemerkt, dass es so nicht weitergeht.
Im September ist er dann drei Jahre trocken.