Ich hatte so eine Liste im Kopf mit den schlimmsten Erlebnissen/ Ausfällen und Situationen, die ich erlebt habe, wenn er betrunken war. Das hilft wirklich sich das geballt immer wieder vor Augen zu halten. Und einem dann klar ist, dass das immer noch schlimmer wird, dann wird es wirklich leichter sich zu sagen, dass man das so nicht mehr will.
Beiträge von Panama
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Jump! - das mit dem Krampfanfall war der Hund der Tochter.
Puh, da hast du wirklich jahrelang sehr viel mitgemacht. Sehr sehr wichtig für dich ist die Erkenntnis, dass es nicht an dir liegt, dass er trinkt und dass es egal ist, was du sagst, machst oder tust, du hast keinerlei Einfluss darauf, ob er trinkt. Er müsste für sich alleine aufhören wollen, soweit scheint er aber lange nicht zu sein. Es ist aber seine alleinige Verantwortung.Du versuchst anscheinend noch häufig mit ihm zu reden, ihm deine Gefühke, Meinung und Ansuchten mitzuteilen und denkst, dass er das doch irgendwie verstehen müsste. Solange er trinkt, kannst du aber gar nicht vernünftig mit ihm, er lügt, tarnt und trickst und steckt voll im ich arme Sau Modus. Alle sind Schuld, nur er nicht. Er glaubt das wahrscheinlich wirklich, denn sonst müsste er sich ja eingestehen, dass nur er selbst verantwortlich ist.
Deswegen wäre es sicher einfacher für dich, wenn du so wenig mit ihm diskutierst wie möglich. Und nimm nichts ernst, was er dir sagt, hast du ja selbst beschrieben, dass er sich an keine Vereinbarung hält, die ihr getroffen habt. -
das klingt doch schon mal sehr flexibel, trotzdem, auch wenn es finanziell enger wäre, 1-2 Jahre weniger arbeiten käme für dich nicht infrage?
ich fand ein gutes Netzwerk immer sehr wichtig und hab echt früh im Kiga mit Playdates etc. angefangen und engen Kontakt zu den Eltern aufgebaut. Auch früh mal mit Übernachtungen. Das ist dann oft auch anstrengend, wenn du dann vier Kinder im Haus hast, auf der anderen Seite hast du dann aber auch mal Zeit für dich, wenn die Kids dann bei den Freunden sind.
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Ich sehe das genau wie Morgenrot. Du hast alles richtig gemacht.
Sie kann ja jetzt beweisen, dass sie sich ändern und alles tun will. Wenn aber deine Unterstützung und Hoffnung die Bedingungen dafür sind, ist das der völlig falsche Ansatz. Sie muss zu allererst für sich trocken werden, sonst wird das eh nichts. Ja, sie ist krank und kann nichts dafür, dass sie krank geworden ist. Du aber auch nicht. Und es ist jetzt ihre alleinige Verantwortung, die Sucht zu stoppen und sich professionelle Hilfe zu holen. Du hast sicher mehr als genug getan und ihr bestimmt schon viel zu viele Chancen gegeben.
Ich hoffe, dass du und die Kinder erstmal zur Ruhe kommen könnt. Klar ist das eine harte und kräftezehrende Aufgabe für dich, Vollzeit arbeiten und alleine mit den Kindern. Hast du Unterstützung von Familie/ Freunden? Könntest du vielleicht bei der Arbeit reduzieren um etwas mehr Luft zu haben?
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Liebeskummer und Trauer ist doch ganz normal. Ich hab schon früher ewig gebraucht um über jemand hinwegzukommen (teils 2 Jahre), obwohl ich nur ne Woche was mit demjenigen hatte.
Mir hat es sehr geholfen, immer wieder an die schlimmen Dinge zu denken. Immer wieder die übelsten Erlebnisse im Kopf abspielen zu lassen und dann verstummten die Gedanken "ach, so schlimm war es doch gar nicht" und die Stimme, die sagte, "so will ich nicht weiterleben, das will ich in der Form nicht mehr mitmachen" wurde immer lauter.
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Also erstmal ist er kein toller Papa, weil ihm Alkohol wichtiger ist als seine Familie.
Er macht die Familie kaputt, weil er trinkt. Und das ist ganz alleine seine Verantwortung. Egal, was du machst/ nicht machst, sagst oder nicht sagst. Er wird immer einen Grund finden zu trinken, weil er trinken muss, das ist die Sucht. Er hat das Recht zu saufen, wenn er will, da kannst du gar nichts gegen machen. Aber du hast die Verantwortung für dich und die Kinder. Die Kinder sind der Situation ausgeliefert, deswegen ist es deine Verantwortung, die Kinder zu schützen.
Ich würde an deiner Stelle noch mal bei der Suchtberatung nachfragen. Vielleicht gibt es ja doch Termine vormittags? Eigentlich arbeiten die Leute da doch tagsüber. Ich war damals da und hatte Einzelgespräche vormittags. Es hat so gut getan, sich mal alles von der Seele zu reden. Und jemanden zu haben, der zuhört und der schon häufiger solche Geschichten gehört hat.
Und mir hat es sehr geholfen, hier viel im Forum zu lesen. Bei den Angehörigen, aber auch bei den EKAs, also "ehemalige Kinder von Alkolikern" (heißt das, glaub ich). Um zu verstehen, was da passiert. Und zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Und vor allem zu lesen, dass die Situation nicht mehr besser wird, sondern nur noch schlimmer.
Mit der Zeit braucht der Alkoholiker immer mehr SToff, weil er eine höhere Toleranz entwickelt. Alkohol ist ein Nervengift und verändert die PErsönlichkeit und das Wesen der Menschen. Und das in der Regel nicht zum Positiven.
Es ist schon mal gut, dass du dieses Forum hier gefunden hast. Es wird dir sicher helfen, hier zu lesen. Und dann siehst du hoffentlich klarer und dann kommen die ersten Schritte hoffentlich von alleine.
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Wir haben zwei Kinder - die am Wochenende zum ersten Mal einen total Ausfall miterleben mussten. Er hat mich böse beschimpft, er wollte mich rauswerfen und hat Dinge gesagt die ich nicht wiederholen mag. Vor allem hat er dauernd gesagt - ich soll aufhören zu schreien… ich habe kein bisschen geschrien… nur er … Alles vor den Kindern.
Du übertreibst überhaupt nicht!
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Wieder falsch, er ist Schuld, weil er trinkt!
Trotzdem würd ich mir überlegen, was dir der Streit bringt. Du wirst ihn eh nicht vom Trinken abhalten können und mit einem Betrunkenen zu diskutieren ist erst recht sinnlos. Spar die Energie lieber und versuch dich auf dich zu konzentrieren. Vielleicht schaffst du es, ihn links liegen zu lassen und dir selbst was gutes zu tun oder was schönes mit den Kindern zu machen. Ohne ihn.
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Warum ist das so? Wenn ich als Kind zb geschlagen wurde, weiß ich doch genau wie schlimm das ist und würde es doch nie meinen Kindern antun?
Ganz falsch. Das sollte man meinen, ist aber nicht so. Meist ist das Gegenteil der Fall! Lies dich zu dem Thema mal ein. Wenn das so wäre, gäbe es doch keine Kinder mehr, die geschlagen würden.
Kinder lernen von ihren Eltern. Eltern sind die Vorbilder und Kinder übernehmen sehr häufig vieles davon. Kinder, die in einem toxischen Umfeld aufgewachsen sind, kennen überhaupt keine gesunden, normalen Verhaltensweisen und können deshalb nicht vernünftig mit ihren Emotionen umgehen und „richtig“ agieren.
Außerdem rechtfertigt man sich selbst damit, dass es ja in der eigenen Kindheit vorgekommen ist und macht sich vor „hat mir doch als Kind auch nicht geschadet“. Wird ja heute noch von vielen vielen genutzt um sich selbst was vorzumachen. Lies mal in Erziehungsforen etc, wie viele alte Leute so über die Klapse auf den Po reden, die vielen ihrer Meinung nach heute mal einigen Kindern gut tun würden. Aber nicht ohne Grund ist das gesetzlich verboten und Kinder haben heute ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
Und du musst dich von dem Gedanken befreien, dass DU „Schuld“ bist an der Trennung. Die Sucht ist Schuld. Hörte dein Mann. Auf zu trinken, hättest du keinen Geund dazu. Tut er aber nicht.
Und das ist ganz allein seine Verantwortung. Er hat das Recht zu saufen, wenn er will. Seine Entscheidung.Deine Kinder haben ein Recht darauf in einer sicheren stabilen Umgebung aufzuwachsen. Und das ist deine Verantwortung, dafür zu sorgen. Sie können das selbst noch nicht.
Natürlich wird das schwer werden und vielleicht werden sie das erst mal nicht sehen, dass es besser für sie ist.
Die Argumentation muss sein, dass Papa krank ist, es aber leider nicht schafft, sich wirklich Hilfe zu holen. Und dass ihr deswegen für euch sorgen müsst, damit du nicht auch noch krank wirst und später die Kinder.
Alkoholismus ist eine Familienkreit und macht nach und nach die gesamte Familie krank und zieht alle mit in den Abgrund. Es gibt auch gute Bücher zu dem Thema. -
ich finde es großartig, dass du das gemacht hast! Du stehst für dich und die Kinder ein, wagst eine große Veränderung, damit ihr ein besseres Leben führen könnt.
Mir hat sehr eine Liste geholfen, die ich mir im Kopf angelegt hatte. Immer wenn ich dachte, och, so schlimm war das doch alles nicht, hab ich an die Liste mit den schlimmsten Erlebnissen gedacht und dann wusste ich wieder - doch, es war schlimm! und so konnte es nicht weitergehen.
ich weiß, du willst es nicht hören, aber es wird für dich wahrscheinlich erst nachhaltig besser werden, wenn du es schaffst, den Kontakt zu ihm massiv zurückzufahren. Die Chance dazu hast du jetzt, wenn du euer altes Leben tatsächlich Stück für Stück hinter dir lassen kannst.
Klar, da kommt jetzt jede Menge harte Arbeit auf dich zu, aber wie die anderen schon geraten haben - du musst ja nicht alles auf einmal schaffen, sondern kannst es Stück für Stück angehen. Und such dir Hilfe und Unterstützung beim Packen, für den Umzug, für alles, was geht. Du musst das ja nicht allein schaffen.
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Also irgendwas stimmt doch bei deiner Darstellung nicht. Du schreibst immer, du hättest nur Bier getrunken, auch nie viel, es wirkt immer so, als hättest du quasi nicht mehr als 3-4 "Bierchen" pro Tag getrunken. Mal 1-2 auf Festen, dann 2-3 auf der PArkbank und dann nach dem Stress mit der Ex vielleicht mal 8.
ABer dann kommt das hier:
Im November 25 hatten wir so einen Streit, ich freute mich den ganzen Tag auf sie und sie behandelte mich wie Dreck, dass ich einen ganzen Rumtopf austrank, umkipte und mit 4,6 Promille im Krankenhaus landete.
Wie kommt man denn mit einem laut deiner Aussage so geringen Konsum auf 4,6 Promille?
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Also wenn doch alles so gut läuft bei euch und dich wirklich nur die körperlichen Folgen stören, dann akzeptier es doch einfach.
Menschen verändern sich so oder so mit dem Älterwerden. Manche nehmen auch ohne Alkohol ordentlich zu. Manche rauchen eine Schachtel Kippen am Tag, ist auch nicht gesund. Manche bekommen andere schwere Krankheiten oder haben nen Unfall und sind körperlich eingeschränkt, damit muss man dann als Partner auch leben.
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Und es ist soo verdammt schwer! Mein Körper möchte einfach zur Ruhe kommen und dieses weiter auf meiner Linie bleiben verlangt mir alles ab!
Ich glaube, es wird leider auch so schwer für dich bleiben durch den ständigen Kontakt. Es muss doch eine Möglichkeit geben, deinen Job anders zu organisieren, als ihm permanent über den Weg zu laufen? Wie machst du das denn, wenn das Haus verkauft wird?
So kannst du ja gar nicht zur Ruhe kommen oder heilen, das ist wie bei einer Wunde, du kratzt die sich bildende Kruste immer wieder sofort ab.
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Naja, beziehungsunfähig - sie führen ja quasi eine Beziehung, nur leider mit dem Alkohol.
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Ich weiß gerade gar nicht, was ich mit meiner freien Zeit plötzlich anfangen soll, auch wenn das total bescheuert klingt. Da, wo die ganze Zeit die Hoffnung und die Anspannung war, ist jetzt so ein Loch in meinem Alltag...
Ich glaube, das ist ein ganz ganz wichtiger Aspekt der Co Abhängigkeit, das lässt viele so lange hoffen und aushalten und bleiben. Weil sie nämlich das Gefühl brauchen, gebraucht zu werden. Und wenn dann der Mittelpunkt auf einmal weg ist, um den man so lange gekreist ist, steht man vor einer Leere, ohne Bestätigung das man gebraucht wird und muss auf einmal mit sich selbst klar kommen.
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Seine Mutter sagt, das sei sein einziger Lichtblick und ohne hätte er ja erst recht keinen Grund aufzuhören...

Und das ist ganz genau die falsche Motivation.
Auch wenn er jetzt richtig abstürzt, ist das allein seine Verantwortung. Er muss es von sich aus für sich selbst wollen und nur für sich selbst, nicht für andere.
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Meiner Meinung nach ist das täuschen, tarnen, tricksen.
So lange er noch von einem "Problem" spricht, redet er sich die Sache schön. Vor allem, so lange er nicht einsieht oder akzeptiert, dass es ein "nie wieder Alkohol" sein muss. Es "von Tag zu Tag versuchen" ist kompletter Blödsinn.
Edit: mein Mann hatte sein "Problem" auch eingestanden und war dann sogar 3 Wochen in einer Klinik (in die er nüchtern gefahren war, da er da zwei Wochen vorher nichts getrunken hatte). Aber sich einzugestehen und wirklich zu wissen, dass es ein "nie wieder" sein MUSS und das auch noch zu akzeptieren... das hat gedauert.
Lies mal ein bisschen hier quer, wie oft liest du von Alkoholikern, die schon x mal klinisch entzogen haben, schon mehrere Langzeittherapien/ rehas gemacht haben und doch jedesmal wieder anfangen zu trinken...
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Das mit dem Limit ist eine schlechte Idee. Abgesehen davon, dass es wohl eh nicht funktioniert, wie stellst du dir das denn vor? Willst du ne Strichliste führen? Gläser/ Flaschen zählen? Du bist doch nicht seine Mutti. Das setzt dich hochgradig unter Stress und schiebt die Verantwortung an eine falsche Stelle.
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Was hatte deine Frau denn in den letzten Jahren zu deinem Konsum gesagt? Gab es eine Begründung, als sie ausgezogen ist?
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Du schreibst, dein Partner sei nüchtern ganz lieb und ihr habt viele gemeinsame Hobbies. Auch das trifft bei mir zu. Ich frage mich immer, wie jmd unter Alkoholeinfluss dann soooo gemein und abwertend werden kann. Das sind dann wirklich zwei Gesichter bzw. wie eine andere Persönlichkeit…
Jemand, der täglich trinkt, ist NIE nüchtern!
Da ist nur der Pegel unterschiedlich hoch. Morgens ist der dann niedriger, da sind sie vielleicht noch "lieb" und wenn der Pegel dann steigt, wird das Verhalten schlimmer.