Beiträge von Panama

    Also jemand, der Rotwein in Plastikflaschen umfüllt und versteckt, steckt meiner Meinung nach schon sehr tief drin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass derjenige das noch kontrollieren kann.

    Ja, andere Leute trinken auch Wein. Ich zB. Ich bin aber keine Alkoholikerin. Ich trinke auch mal abends ein paar Gläser, manchmal auch Zuviel. Aber meistens gar nichts. Ich denke nicht dauernd Alkohol. Manchmal trinken Leute um mich rum und ich nicht. Manchmal trinke ich ein Glas und höre dann auf. Ich kann auch ein halbes Glas trinken und den Rest stehen lassen. Ne angebrochene Flasche Wein könnte hier wochenlang im Kühlschrank stehen, ohne dass ich da rangehe.

    Ich hab hier gelernt, dass das in der Regel bei Alkoholikern anders ist.

    Hey Franzi, das ist doch ein Schritt in die richtige Richtung. Du musst ja jetzt nichts überstürzen, sondern kannst alles Schritt für Schritt angehen. Alles in kleine Abschnitte unterteilen, dann wirkt der Berg gleich gar nicht mehr so groß.

    Guten Morgen, habe zum Start in den Tag hier alles weitergelesen. Du solltest nun gehen Nala, mit Kind, sonst wird es eine Endlosschleife. Deinen Mann kannst du nicht mehr ändern, es wird nur noch alles schlimmer und dein Kind wird mehr darunter leiden. Mache Tabula rasa.

    Berni, ernsthaft?

    Was ist denn mit dir? Warum gehst du nicht? Finde es sehr befremdlich, wie du anderen Ratschläge gibst, du aber selbst an deiner eigenen Situation gar nichts änderst.

    Ich frage mich gerade nur, wozu führst du denn überhaupt ein Gespräch mit ihr über sowas wie den Notfallkoffer? Du schreibst doch, dass sie seit Tagen durchtrinkt. Sie hat doch überhaupt keine Kontrolle über ihren Konsum und sowas wie klare Gedanken kann sie betrunken doch auch gar nicht haben.

    Wenn du mit ihr mal ernsthaft über irgendetwas sprechen möchtest, geht das eh nur, wenn sie mal mindestens eine Woche gar nichts getrunken hat.

    Und ein Tipp noch von mir - sieh zu, dass du sie nicht mit zur Beerdigung nimmst. Das solltest du dir und den anderen wirklich nicht antun.

    Ich hab sowas selbst erlebt. Der Schwiegervater meines Mannes ist letztes Jahr gestorben. Er hat die Tage vor der Beerdigung getrunken und natürlich auch am Morgen davor schon, um klarzukommen. Bei der Raue ist er dauernd mit seiner Tasche auf der Toilette verschwunden, da hatte er ne kleine Weinflasche drin. Jeder, wirklich jeder hat bemerkt, dass er angetrunken war. Als Einziger, sonst hat niemand einen einzigen Tropfen Alkohol angerührt. Zum Glück waren das nur knapp 2h in dem Cafe, er hat da noch nicht gelallt oder sich komplett daneben benommen.

    So, wie du den Zustand deiner Frau beschreibst, wird das bei ihr aber anders sein.

    Es tut mir wirklich leid für dich, dass du dir immer noch solche Hoffnungen machst. Versuch doch endlich mal, dich abzugrenzen und nimm dir für dich allein oder mit anderen schöne Dinge vor. Aber plan deine Frau da nicht mehr für ein.

    Berni, mein Beileid.

    Bitte nimm dir doch den letzten Rat deiner Mutter zu Herzen.

    Mit einer bereits betrunkenen Alkoholikerin brauchst du doch nicht ernsthaft Absprachen treffen und meinen, dass sie da was einhalten kann? Sie hat doch keine Kontrolle mehr über ihren Konsum.

    Vielleicht liest du mal einen Ratgeber für Angehörige von Alkoholikern, von der Stiftung Warentest gibt es einen, den fand ich sehr hilfreich. Da gibt es auch konkrete Verhaltenstipps, wie du die Situation für dich selbst verbessern kannst.

    Aber bei 2,6 Promille und Rumfuchteln mit nem Messer, da sagt doch kein Richtet, dass er am nächsten Tag gehen kann?!

    Also viel schlimmer kann es ja kaum noch werden und dann ist auch noch ein Kind involviert. Das ist sowas von schlimm, wirklich. Immerhin ist er noch halbwegs freiwillig mitgegangen.

    Ich musste mal den RTW rufen, weil meine Mutter durchgedreht ist (Psychose). Da stand der Notarzt schon mit der Zwangsjacke im Flur. Zum Glück ist sie freiwillig mitgegangen. Ich weiß gar nicht mehr, ob da auch die Polizei da war. Sowas will und kann man nicht mehrfach erleben und ertragen. Ich war damals Mitte 20, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte sowas im eigenen Haushalt erlebt und noch ein Kind dabei gehabt.

    Bitte, Versuch wirklich, dich da abzugrenzen. Er ist krank, schwerkrank. Aber er ist trotzdem erwachsen und selbst für sich verantwortlich. Du kannst gar nichts dafür, dass er trinkt, dass ist ganz alleine seine Sache. Wenn er will, findet er immer einen Grund zu trinken, da kannst du machen, was du willst. Du bist aber für dich und deine Gesundheit verantwortlich und vor allem für die deines Kindes. Das kann sich nicht selbst schützen.

    Weil Kinder von den Eltern lernen, sie sind nun mal ihre wichtigsten Vorbilder. Auch wenn sie Schlechtes zuhause erleben.
    Was meinst du, warum so viele Menschen, die als Kind geschlagen und misshandelt wurden, später selbst ihre Kinder schlagen? Bestimmt nicht, weil sie das als Kind so toll fanden. Sondern weil sie in einer kranken und schlechten Umgebung groß geworden sind und nichts anderes gelernt haben.