Beiträge von Panama

    Das kann ich gut nachvollziehen, das ist teils echt zäh bei solchen Beratungsangeboten. Ich habe auf den ersten Termin bei der Suchtberatung sechs Wochen gewartet, um dann da zu erfahren, dass ich in vermutlich ca. nach weiteren sechs Wochen angerufen werde, um einen Termin für ein richtiges Beratungsgespräch auszumachen :roll: .

    Aber halte durch, irgendwann hast du den Termin und dann bekommst du hoffentlich konkrete Hilfe. Am besten fragst du direkt, ob du irgendwelche Unterlagen mitbringen kannst. Nicht, dass du dann endlich den Termin hast und dann sagen sie dir, ohne Unterlage xyz können sie dir nicht konkret helfen oder so.

    Hartmut - vorgeprescht, ich weiß nicht. Wir haben halt befreundete Paare, da telefoniere ich öfter mit der Frau und habe dann mit ihr auch darüber gesprochen. Er spricht öfter mit seinem Freund. Er hat von sich aus einigen Freunden erzählt, dass er ein großes Alkoholproblem hat. Mit den Frauen spricht er quasi nie alleine, ebenso wie ich eher selten mit den Männern.

    Hartmut , ich meine ja auch gar keine Saufkumpel, Stammtischbrüder, Kneipenkollegen oder Leute, mit denen man sich nur zum Saufen getroffen hat.

    Wir haben zB auch richtig gute Freunde, die wir jahrzehntelang kennen. Ja, mit denen haben wir auch öfter getrunken und gefeiert. Aber mit denen haben wir immer auch schon was ohne Alkohol gemacht.

    Und mit diesen Freunden treffen wir uns auch weiter. Jetzt komplett ohne Alkohol. Und mit denen haben wir schon darüber gesprochen, was es bedeutet, alkohlkrank zu sein. Dass man es eben nicht schafft, nur ein Glas zu trinken. Oder man mal einen Abend 3-5 Gläser trinkt und dann die nächsten Tage gar nichts. Ich finde schon, dass man mit den besten Freunden darüber reden kann und die auch aufklären kann.

    Klar, man kann sich auch erstmal komplett von allen Leuten, mit denen man jemals zu tun hatte, für einige Wochen/ Monate fern halten, bis man "stabil" ist. Ich persönlich finde das aber schon eine schwere Vorstellung, sich so zu isolieren.

    Mir geht es sehr gut - getrennt sind wir schon seit 2 Jahren nur noch nicht räumlich…..aber es läuft immer mehr darauf hinaus das es nicht mehr lange dauert. Bis hier alles abgewickelt ist bei uns wird aber noch etwas dauern 😉

    Hier schreibst du, ihr seid seit zwei Jahren getrennt. Was heißt denn für dich getrennt?

    Im August hast du übrigens geschrieben, dass du dich vor zehn Jahren einmal für ein Jahr getrennt hast, du es aber nicht noch einmal schaffst, dich zu trennen.

    Mir ist nicht ganz klar, was du eigentlich willst. Du schreibst ja selbst, es geht dir gut und du hast die Situation für dich im Griff. Dann musst du doch gar nichts ändern?

    Ich denke auch, dass man da ein wenig Aufklärungsarbeit leisten muss. Ich hab halt auch immer gedacht, ein Alkoholiker wäre jemand, der morgens schon Schnaps trinkt und das täglich. Dass es da auch andere Formen gibt, wusste ich gar nicht.

    Und gerade dieses "1 Glas kannst du doch mittrinken" kommt mit Sicherheit daher, dass die allermeisten Leute eben nicht wissen, dass es für einen Alkholiker nicht nur 1 Glas gibt, und dass er dann eben nicht aufhören kann.

    Und du merkst dann bestimmt schnell, welche Freunde sich auch ohne Alkohol mit dir treffen wollen und welche nicht.

    Dazu kommt bei mir auch das Gefühl, dass ich Sie komplett zerstöre wenn ich sie verlasse, ich habe Angst sie tut sich danach etwas an.

    Sie zerstört sich ja momentan selbst und sie tut sich schon selbst genug an mit dem Alkohol. Wenn alles so bleibt, wie es ist, hat sie ja keinen Grund was zu ändern, denn für sie läuft ja alles. Damit unterstützt du eigentlich ihre Trinkerei.

    Und sie dann bestimmt trotzdem zu viel Restalkohol um zu fahren, auch wenn sie "normal" wirkt.

    Warum fährt sie dich?

    Hast du keinen Führerschein?

    Wenn du versteckte Flaschen findest, wird sie teils heimlich trinken. Dann kannst (und solltest) du eigentlich keinen Überblick haben, wie viel sie tatsächlich trinkt/ getrunken hat.

    Wäre es mal eine Idee ihr zu sagen, dass du dich nicht von ihr fahren lässt, wenn sie abends vorher getrunken hat?

    Stell dir vor, es passiert ein Unfall, bei dem jemand zu Schaden kommt. Wenn du mit im Auto gesessen hast, ist das auch deine Verantwortung.

    Hallo Zitronenfalter, schön, dass du hier bist.

    Wie kann ich mir das denn vorstellen, ihr seid getrennt, wohnt aber noch zusammen? Und schlaft in einem Schlafzimmer oder wie ist die Situation?

    Und wie ist da deine Perspektive?

    Stimmt, dass es einem tagsüber noch schlecht geht nach einem Rausch am Vorabend kenne ich auch.

    Richtig bitter wird es dann natürlich, wenn man anfängt gegen die Katererscheinungen anzutrinken.

    Im Buch von Muriel Baumeister ist das krass beschrieben. Sie hat zum Schluss wohl massenhaft Weißwein getrunken. Musste sich jeden Morgen übergeben, hat aber trotzdem direkt mit Weißwein weitergemacht.

    Marian - ganz ehrlich, ich glaube das Erwachsenen-Leben ist für niemanden einfach und toll. Das war es hoffentlich für viele als Kind mal. Aber so an sich ist das Leben einfach sauanstrengend. Das hat uns nur als Kind keiner gesagt. Und die Welt will uns dann manchmal noch vorgaukeln, dass es doch so wäre, zumindest ein Teil von der Welt (Werbung, Social Media, gewisse Bücher etc).