Beiträge von Panama

    Oh Mann, wie gut, dass du da raus bist.

    Zum Glück hast du deine Familie, die dich unterstützt. Sehr gut, dass dein Vater schnell gekommen ist, und ihr auch die Polizei eingeschaltet habt. Am besten versuchst du jetzt erstmal bei deinen Eltern zur Ruhe zu kommen. Schränke den Kontakt soweit es geht ein, am besten nur noch schriftlich per Mail mit ihm kommunizieren. Du musst dich nicht beschimpfen oder unter Druck setzen lassen. Dass er den Alkoholtest verweigert hat, spricht ja schon Bände.

    Mein Mann droht mir ständig, die kleine bei sich zu behalten - obwohl er sie noch keine einzige Nacht betreut hat und dadurch ist sie halt sehr auf mich fixiert. Er hat sich bis jetzt nicht wirklich oft alleine um sie gekümmert, geht lieber alleine raus und raucht seine 2 Packungen Zigaretten und trinkt seinen Alkohol.

    Auch das spricht Bände. Er versucht dir jetzt zu drohen und will dich unter Druck setzen. WEnn er sich bislang kaum um euer Kind gekümmert hat, wird er jetzt sehr wahrscheinlich nicht auf einmal damit anfangen. Das wird ihm sicher viel zu anstrengend sein. Du kannst hier leider in einigen Fäden nachlesen, wie sehr die Väter auf einmal die Kinder haben wollten bei einer Trennung und dann war es doch nur heiße Luft und sie kümmern sich kaum.

    Vielleicht bräuchtest du einfach mal ein paar Tage Ruhe und wirklichen Abstand.

    Stell doch den Kontakt mal ein paar Tage komplett ein. Vielleicht versuchst du es mal mit dem Vorgehen, das hier auch Alkoholikern anfangs geraten wird. Statt heute (oder die nächste Stunde) trinke ich nicht, heute hab ich keinen Kontakt. Und das dann jeden Tag neu.

    Ich habe mir Situationen aufgeschrieben wo ich mich in den Boden geschämt habe, vor Wut fast geplatzt bin, fast durchgedreht bin oder grosse Angst hatte. Damit ich nicht vergesse wie es WIRKLICH war.

    Ich drücke dir beide Daumen releaseme.

    Genau das hab ich auch gemacht. Das hat mir sehr geholfen. Wenn mein Herz mir wieder einreden wollte, dass es doch so schlimm nicht gewesen ist und dass ich das doch aushalten könnte. Falsch. Es war schlimm. Und das wollte ich nicht mehr aushalten und die Kinder sollten das erst recht nicht.

    Liebe release me, es tut mir wirklich leid für dich, dass es so läuft. Ich glaube, du kannst es tatsächlich nicht fassen, dass dein Mann dich so behandelt. Er lebt in deiner verqueren Welt und kann es seinerseits wahrscheinlich nicht fassen, dass du immer noch nicht zurück kommst. Ich weiß nicht, ob er schon immer so war oder ob der Alkohol sein Wesen so verändert hat. Ob er das wirklich selbst glaubt, was er da von sich gibt? Er kriecht zu Kreuze? Er ist kein Alkoholiker? Er kann locker drauf verzichten und kontrolliert trinken? Du hast dich gefälligst seinen Vorstellungen anzupassen und seine Vorschriften zu akzeptieren wie du dein Leben organisieren sollst? Mit welchem Recht denn? Wie kann er ansatzweise der Meinung sein, dass das in Ordnung wäre ?

    Er verpasst dir weiterhin eine Ohrfeige nach der anderen und ich hoffe wirklich, dass du das erkennst. Du bist diejenige, die Bedingungen stellen kann.

    Lass dir bitte nichts einreden. Du solltest froh und glücklich darüber sein, dass du Eltern hast, die für dich da sind und dich unterstützen. Meine Eltern haben mir früher sehr viel geholfen, als die Kinder klein waren. Sie sind mit mir und den Kindern spazieren gegangen, haben mit den Kindern gespielt, damit ich einkaufen gehen konnte, wir haben zusammen gekocht, die Kinder waren regelmäßig bei ihnen, auch über Nacht und vieles mehr.

    Auch heute unterstützt meine Mutter mich oft. Ich mache auch viele Sachen für sie, ich finde das ganz selbstverständlich und normal, genau wie mein Mann. Ich kann mir absolut keinen Grund vorstellen, was er dagegen haben sollte, warum auch?

    Ich habe das Gefühl es bleibt wirklich nur die Trennung oder ich lebe in seinem Spiel mit! Muss akzeptieren, dass er seine 1,2 Getränke trinkt, dass er mit meinen Eltern zerstritten ist usw..tolles Familienleben.

    Dein erstes Ziel war 0,0 und zwar dauerhaft. Und du hattest noch mehr Ziele. Vom Ersten ist er Millionen Kilometer entfernt. Wie oft soll er dir das noch klar machen?

    Und lies mal hier bei den Alkoholikern, bei 1-2 Getränken wird es dauerhaft niemals bleiben.

    Du brauchst wirklich dringend Hilfe!

    Das ist absolut krank, toxisch und absolut ungesund für dich, was du da machst.

    Und warum fragst du dich, warum er nicht aufhört zu trinken? Warum hörst du nicht auf, dich aufzuopfern und das kranke System aufrecht zu erhalten? Mir tut euer Kind unendlich leid, ihr seid erwachsen, ihr könnt mit eurem Leben machen, was ihr wollt, aber er ist auf euch angewiesen und euch hilflos ausgeliefert.

    Aber ich nehme mir jetzt Zeit für mich und dann denke ich gibt es folgende Ziele :

    1. Keinen Alkohol , 2.Interesse und für die Kinder da sein, 3. schauen ob da noch was ist auf dem man eine Ehe aufbauen kann.

    Bis dahin bleibe ich realistisch und erwarte mir nicht zu viel.. kommt es anders , wäre es schön..

    Es ist sehr gut, dass du dir Zeit für dich nimmst und erstmal bei dir und deinen Wünschen bleibst. Der räumliche Abstand zu ihm tut dir sicher auch gut, um weiterhin klarer zu sehen.

    Ich wünsche dir sehr, dass du dann bald auch aus der Warteposition raus kommst und realistischer gucken kannst. Denn redest jetzt schon von einer letzten Chance für ihn, dabei ist er vom ersten Punkt noch Lichtjahre entfernt.

    Kinder lernen von ihren Eltern. Sie sind die Vorbilder und werden nachgeahmt. Auch das Schlechte. Deswegen werden Kinder von Schlägern auch oft selbst zu Schlägern. Nicht, weil die das toll fanden oder meinen, es hätte ihnen auch nicht geschadet. Sondern weil man in einer kranken Umgebung aufgewachsen ist und es nicht besser weiß. Man verhält sich, wie man es vorgelebt bekommen hat und von den Eltern gelernt hat.

    Bleib stark! Du tust das Richtige!

    Wenn du jetzt zurück gehst, säuft er schneller wieder als du gucken kannst. Lies doch hier mal im Alkoholiker Bereich, wie viele nach recht kurzer Zeit wieder aufgeben. Wie viele hier aufschlagen und schon x Entgiftungen, Langzeit usw. hinter sicher haben. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass er wirklich eingesehen hat Alkoholiker zu sein und für sich trocken werden zu wollen. Das ist jetzt purer Aktionismus um dich zurückzuholen. Er glaubt sich sicher selbst, dass er jetzt ja alles tut, aber das macht er eben nicht.

    Und schon alleine, dass er dich jetzt so unter Druck setzt, geht wieder gar nicht.

    Nimm die Wohnung, konzentrier dich auf dich und fahr den Kontakt zu ihm runter. Von leichter hat keiner was gesagt, wahrscheinlich muss es auch für dich erstmal noch schlimmer werden, bevor es irgendwann wieder viel besser werden kann. Lass ihn den Superdaddy spielen und wenn er mal einige Wochen/ Monate abstinent ist, kannst du dich immer noch wieder annähern, wenn du das willst.

    Ach, und noch was - lass dich da nicht so unter Deuck setzen, von wegen, er will heute die Kinder sehen.

    Vorenthalten kannst du sie ihm natürlich nicht, sie sollen ihn ja auch sehen können. Aber zu deinen Bedingungen bzw. am besten zu fest abgesprochenen Zeiten. Das geht nicht, dass er das fordern kann, wie er will und ihr nach seiner Pfeife tanzen sollt.

    Lass dir bloß kein schlechtes Gewissen einreden!!! Das ist alles bloß dummes Geschwätz von ihm. Er hat keinerlei Krankheitseinsicht.
    Sei froh, dass du deine Eltern hast, die dich so unterstützen. Mit der Zeit kannst du dir ein größeres Netzwerk aufbauen, je älter die Kinder werden, desto besser klappt das. Mit Playdates und Spieleverabredungrn, gemeinsamen Ausflügen etc. Es gibt ja viele Mütter, die sich fast alleine um die Kinder kümmern, auch wenn die Väter keine Alkoholiker sind. Die gehen halt lieber arbeiten, als sich um die Kinder zu kümmern.

    Meine Kinder schlafen oft bei Freunden und oft schlafen Freunde bei uns. Das ist so toll, weil man sich zu zusätzliche Freiräume schaffen kann.
    Freitag zB hatten wir Weihnachtsfeier und meine Eltern hatten keine Zeit. Mein Sohn konnte bei nem Freund schlafen, sodass wir beide zur Weihnachtsfeier konnten. Gestern hat der Freund dann bei uns schlafen, so konnte dessen Mutter was mit Freundinnen machen, weil der Mann arbeiten musste.

    Lass dich da bloß nicht auf irgendwelche Pläne ein, du hast die Verantwortung für die Kinder und organisierst die Betreuung so, wie dir es passt. Er soll sich lieber um sich und seine Baustellen kümmern.

    ja, so ist es. Er muss es für sich wollen. Und er muss es alleine schaffen. Nicht, in dem du womöglich zurückgehst und ihm "hilfst". Das funktioniert nicht. Wenn er es wirklich für sich will, kann er sich professionelle Hilfe und Unterstützung von vielen Stellen holen. Aber du weißt sicher auch hier aus dem Forum, wie viele Alkohliker es gibt, die einsichtig sind, sich Hilfe suchen, es ernsthaft angehen und es trotzdem nicht schaffen.

    Mein Mann wollte damals auch zurück kommen als er noch trank. Er meinte, wenn er zuhause wäre, wenn wir da wären, mit unserer "Unterstützung und Hilfe" würde es ihm leichter fallen. Zum Glück wusste ich aus dem Forum, dass das der falsche Weg gewesen wäre. Damit hätte er mir und auch den Kindern eine Verantwortung zugeschoben, die er aber alleine für sich übernehmen musste.

    Ganz genau. Das ist Täter-Opfer Umkehr.

    Jeder Mensch hat Fehler, das ist völlig normal und wohl auch gut so, sonst wäre die Welt wahrscheinlich langweilig.

    Alkoholismus ist aber eine schwere Suchtkrankheit und kein "Fehler". Das ist eine Familienkrankheit, die alle mit in den Abgrund zieht. Lass dir da bloß nichts einreden.

    Er trinkt. Nicht du. Es ist seine Verantwortung. Er zerstört die Familie. Nicht du.

    Lass dir bloß nichts einreden. Bleib stark!!!

    Ich bin auch immer der Meinung, dass derjenige, der sich um die Kinder kümmert mit ihnen in der "alten" Wohnung/ Haus bleiben können sollte und der Alkoholiker sollte gehen. Es ist für eine Person wesentlich leichter, sich was zu suchen als mit Kindern und für die Kids ist es eine zusätzliche Belastung, wenn sie aus der gewohnten Umgebung rausmüssen.

    Andererseits kann ein Wohnungswechsel natürlich auch ein Start für einen Neuanfang sein, was das Ganze vielleicht sogar etwas erleichtert, wenn man nicht ständig mit alten Erinnerungen konfrontiert wird.

    Aber es hilft ja nichts, wenn deiner nicht gehen will. Vielleicht wäre es für Familie/ Freunde möglich, mit ihm mal ein halbwegs sachliches Gespräch zu führen und ihn zu überzeugen, dass er auszieht?

    mir hat es auch immer sehr geholfen, mich an die schlimmen Dinge zu erinnern, wenn mir mein Herz sagen wollte, ach komm, so schlimm war es doch gar nicht. Ich hatte da eine Art Liste im Kopf, die ich immer wieder durchgegangen bin. Und das Lesen der Geschichten hier hat mir auch geholfen.