Beiträge von Tardis

    Danke für Eure Antworten.

    Er sagt solche Sachen nicht wenn er getrunken hat, sondern eher wenn er eigentlich gern trinken würde und ich in dem Moment das Gespräch suche.

    Blödes Timing manchmal. Ich sehe ihn ja kaum noch betrunken, seit er nach dem gemeinsamen Essen abends recht zeitig ins Bett geht und dort trinkt.

    Davor hat er sich abends auf dem Sofa betrunken, aber irgendwann habe ich ihm ganz direkt gesagt, dass ich nicht dabei zuschauen will wie er sich totsäuft, dass es mich regelrecht anwidert ihn betrunken sehen zu müssen.

    Das war auch nicht nett, aber sollte ihn eigentlich aufrütteln. War wohl nix.

    Er war betrunken noch nie richtig aggressiv, sonst hätte ich längst die Kinder gepackt und wäre weg, denn das musste ich selbst als Kind ertragen.

    Im Gegenteil, die Kinder sehen ihren Vater meist nett und freundlich und lieben ihn wirklich sehr.

    Ich will ihn jetzt aber auch nicht in Schutz nehmen und es für Euch oder mich schönreden...

    Ja, ich muss und werde an mir selbst arbeiten. Habe jetzt tatsächlich eine Termin im neuen Jahr bei einem Psychotherapeuten bekommen. Das ist für mich schon eine Riesenschritt.

    Es wird wohl noch eine Zeit dauern bis ich einen Schritt in Richtung Trennung wage. Es muss davor vieles geregelt sein, aber auch ich muss emotional wirklich dahinter stehen. Die Situation wie sie nun ist, hat sich ja auch über lange Zeit aufgebaut, da komm ich nicht von heute auf morgen raus.

    Danke fürs zuhören.

    Habe mich jetzt einfach mal quer durchlesen und es scheint wohl wirklich so zu sein, dass man als Angehöriger nichts machen kann um seinem Partner zu helfen...

    Aber ist das denn wirklich so? Ich kann die Hoffnung irgendwie nicht aufgeben, würde ihn so gerne zur Einsicht bewegen.

    Ja, ich weiß das klingt so kindisch und hilflos. Aber irgendwie möchte ich doch nur eine kleinen Funken Hoffnung haben.

    Schon seit 6 Jahren sagt er jetzt, dass er mich gar nicht mehr will, ich ihm als Frau egal bin, unsere Ehe nur noch eine Zweckgemeinschaft sei..usw..

    aber wenn dem so wäre, warum ist er dann noch da? Ist es nicht eher so, dass er durch den Alkoholkonsum so abgestumpft ist?

    Würde er sich nicht wieder verändern/öffnen können wenn er nicht mehr trinken würde?

    Ich kann ihn einfach nicht aufgeben, auch wenn ich leide wie ein Hund.

    Das ist doch alles Mist!

    Ich bin seit Monaten auf der Warteliste für eine Psychotherapie. Ich leide seit Jahren unter Depressionen und immer stärker werdenden Ängsten.

    Manchmal denke ich, vieles davon (nein, nicht alles) habe ich auch der Ehe mit diesem Mann zu verdanken.

    Aber wahrscheinlich habe ich mir das ganz unbewußt so ausgesucht, wenn ich an die Ehe meiner Eltern zurück denke.

    Hallo,

    danke für die nette Begrüßung!

    Ja, ich hoffe auch dass mir der Austausch mit anderen etwas bringt. In mich mich reingefressen habe ich es jetzt ja erfolglos lange genug. Eine Freundin mit der ich darüber reden könnte/wollte habe ich leider nicht.

    Wie ich mir meine Zukunft vorstelle, weiß ich gerade nicht so genau. Klar, ich würde mir wünschen, dass sich irgendwann alles zum Guten wendet, der Mann einsieht dass er ein ernsthaftes Alkoholproblem hat, einen Entzug + Therapie macht und wir glücklich bis an unser Lebensende gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten... Aber natürlich bin ich alt genug und zu lange schon in der jetzigen Situation um zu wissen dass die Chancen dafür sehr gering sind.

    Zu einer Beratungsstelle habe ich mich bisher noch nicht getraut. Wie gesagt, ich hab hier erstmalig überhaupt ausgesprochen dass mein Mann ein Alkoholproblem hat.

    Hallo alle Miteinander,

    ich bin 47 Jahre alt, Mutter von drei Kindern und seit 22 Jahren mit einem an Alkoholismus erkrankten Mann verheiratet.

    Viele Jahre habe ich es erfolgreich geschafft das Problem vor mir selbst klein zu reden und auch nach außen hin die Fassade aufrecht zu erhalten, aber jetzt bin ich an einem Punkt wo ich so nicht mehr weitermachen will und kann.

    Leider sieht mein Mann das Trinken nicht als sein Problem, wird schnell sauer wenn ich versuche ihn darauf anzusprechen, er würde wohl eher mich und die Kinder aufgeben als den Alkohol.

    Er sagt mir auch öfters mal dass er am liebsten gehen würde, es sei eh nur noch eine Zweckgemeinschaft. Ich glaube nicht dass er das ohne Alkohol auch so sehen/sagen würde, sondern er stellt es sich wohl einfach sehr angenehm vor, trinken zu können wann und wieviel er will, ohne Rücksicht nehmen zu müssen.

    Momentan sind wir an einem Punkt, dass wir das Thema totschweigen und er jeden Abend in seinem Zimmer verschwindet und dort heimlich trinkt. Ich weiß es, er weiß dass ich es weiß... so kann es einfach nicht weiter gehen.

    Er ist nicht aggressiv oder so, geht auch regelmäßig zur Arbeit und das recht erfolgreich, aber ich sehe wie er abbaut und ich mache mir sehr große Sorgen um ihn und auch um die Zukunft unserer Familie.

    Ich selbst bin in einem Alkoholikerhaushalt aufgewachsen, habe früh das Elternhaus verloren und möchte für meine Kinder etwas anderes.

    Ich hoffe ich bin hier richtig. Was es mir bringen soll weiß ich selber nicht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl es könnte mir gut tun nach so vielen Jahren endlich mal irgendwo offen sagen zu können: Mein Mann ist Alkoholabhängig.

    Danke fürs lesen.