@age
das mit der backmischung find ich gut, hab mich echt mal wieder so richtig schlapp gelacht. Tut gut bei all dem frust, den man hier liest auch mal zwischen durch was lustiges.
@
sex mit ihm war mal wieder bombastisch. Das glaube ich dir egrne. Dazu kann ich dir auch mal ein kleines Geständnis aus meiner Vergangenheit berichten. ich war mal drei Jahre lang mit einem Typ zusammen, schon sehr lang her und Sex war okay, aber mittlerweile schon etwas langweiliges, normales geworden. Dann hatte ich eine einmalige Affaire mit einem Studenten. Das war super, aber ich hatte ein total schlechtes gewissen. So hab ich meinem Typ ne rote Rose gekauft und wir hatten zuhause so richitg heißen Sex. Also- ein Seitensprung kann die Hormone auch wieder in Gang setzen! Leider hat es nciht lange angehalten und der alte Trott kam dann wieder. Wir hatten uns damals gegenseitig oft betrogen. Auch als er mir einmal sein Fremdgehen gestand lief es ähnlcih ab. Wir haben uns regelrecht geprügelt und dann ab ins Bett.
Naja, so würde es bei mir heute auch nciht mehr ablaufen.
Aber dieses rein freundschaftliche würde ich auch niemandem mehr abkaufen.
Man sollte aber den Sex auch nicht überbewerten, der gehört zum Leben dazu. Mir wäre es am liebsten, wenn mein Mann mich shcon betrügt, wenn ich es dann nicht erfahren würde.
Aber ne andere Sache- habt ihr bei alle dem nicht auch Angst vor Krankheiten? Leider ist es selbst heute so, dass viele Männer ja freiwillig nie nen Kondom benutzen würden, wenn man selber nicht drauf besteht.
Okay, wenn sich der Mann in eine andere Frau verliebt hat, dann kann man eh kaum was machen, denke ich.
Mit der Liebe ist es eh ein schwieriges Thema, weil man sie nicht so genau definieren kann.
Würde Dein Mann Dich lieben, wie könnte er Dich dann so verlezten. Diese Frage muß man auch mal überdenken.
Aber so einfach ist es ja auch nciht. vielleicht müßte man auch so fragen: wenn Dein Mann sich selber liebt, wie kann ER SICH das alles nur antun? Und dann als nächstes: Wie kann ein Mensch einen anderen Lieben,wenn er sich selbst nicht liebt. Das trifft es dann wohl eher. ich meine, dass Liebe auch sehr von Kopf ausgeht und der Situation, in der man sich befindet. Und wenn jemand mit sich selbst nicht klar kommt ist 'Liebe' immer wackelig. Liebe heißt jedenfalls für mcih auch : Geben ohne Bedingungen und Erwartungen. Was hat jemand schon großartig zu geben, der im Leben nicht klar kommt. Der kann eben nur nehmen.
Und so ist es bei meienm Freund auch- ich erwarte eben nichts von ihm, weil ich weiß da ist ncihts. Das einzige, was eben gut und auch von seiner Seite nciht egoistisch abläuft sind unsere 'romantischen freundschaftlichen Begegnungen'.
Aja, nochmal zu euren Männern mit den kleinen 'Freundinnen'. Sicher erzählen sie es Euch auch so als freundschaft, weil sie euch nciht verlezten wollen und können. Ich hab mal gelesen, dass es einen Mann mehr verletzen würde, wenn er erfährt, dass seien Faru Sex mit einem anderen hatte als wenn sie sich verliebt. Bei der Frau soll es umgekehrt sein. Könnte was dran sein. Auch nachdem was ihr so geschrieben habt und was ich so bei Gesprächen mit Männern herausgehört habe.
Im Grunde ist es doch sehr viel gefährlicher, dass man seinen Mann an eine Frau verliert mit der er ein freundschaftliches Verhältnis hat, sich gut versteht und dann später mehr draus wird, statt einfach purer Sex und dann tschüß, oder?
Und darum geht es ja letztlich. Eifersucht kommt ja immer aus der Angst jemanden zu verlieren. Die Frage bei eienm Alkoholiker ist ja aber eigentlcih schon, ob man ihn nicht eh schon verlorenhat und nur noch einer Illusion von dem nachtrauert, was er früher mal war.
Daher meine Frage: was habt ihr eigentlich JETZT noch von eurem Mann, außer schöne Erinnerungen? Was gibt er euch jetzt noch?
Und das was er euch ncoh gibt: reicht euch das?
Bei mir ist die Situation ja vollkommen anders: Ich habe mir selber diese Frage auch gestellt. Ich habe eine Affaire, so drück ich das jetzt mal aus. Und das reicht mir im Moment, aber nicht auf lange Sicht.
Es ist okay für mich solange wir beide Spaß dran haben und solange kein anderer Mann ins Spiel kommt. Wenn ich mich morgen neu verliebe würde ich Schluß mit ihm machen, das weiß er auch, trotz Alkohol.
Aber so ist es eben eine Art Übergangslösung und ich bin im Moment auch nicht so scharf drauf wieder so einen 'verbindlichen' Mann und schon gar nicht bei mir zuhause zu haben. Später vielleicht mal wieder. Sowas plant man ja nicht, das passiert eben einfach. Und deswegen leide ich auch nicht, ich weiß genau was ich will. Bei mir ist es so: ER tut mir irgendwie leid, und auch seine Frau und besonders die Kinder. Was ich bisher noch nicht erwähnt habe ist, dass mein Vater auch Alkoholiker war, bin quasi damit groß geworden. Und ich habe mir jeden Tag gewünscht, dass meine Mutter sich von ihm trennt, denn sie hat so schrecklich gelitten, wurde ncoh dazu immer geschlagen usw. Dieser ewige Streit, besonders nachts. ich hatte immer Angst um meine Mutter. Jeden Tag.
Daher würde ich jemanden, der zu mir kommt um zu stänkern - egal ob mit oder ohne Alkohol- sofort rausschmeißen. Und über Gewalt wollen wir erst garnicht reden. ich hoffe mal , dass es bei euch nicht so eskaliert ist.
Trotzdem nochmal zu dem Thema Co-Alkoholiker.
Ich sehe dieses Thema eher so, wie wenn man verliebt ist und sich was vormacht, also jemanden nur anhimmelt und dir schlechten Seiten usw nciht 'realisiert'. Und wenn man in einer Beziehung lebt und den Partner liebt, dann ist es doch absolut natürlcih, dass man für ihn auch lügt usw. Also ist derjenige, der das tut doch nicht krank. Er macht das ja auch bewußt, um nach außen hin eine scöne Fassade zu bewahren.
Dass er damit seinem alkoholkranken Partner nichts gutes tut, ist mir schon klar, aber das wissen viele ja in dem Moment nicht.
Wir haben früher zum Beispiel auch erstmal vor Freunden versucht zu vertuschen, dass Vater säuft. Aber eben auch um unser eigenens Gesicht nciht zu verlieren und nicht in Verrufung zu geraten. Aber waren wir alleine, dann konnte er uns mal den Buckel runterrutschen. ich habe meinen Vater zeitweilig gehaßt, dass ich ich hätte umbringen können. ich habe es mir regelrecht gewünscht, dass er sich totsäuft, weil er so mies war. Wir waren ja hilflos als Kinder, konnten nicht weg. Später schon,mit 18 hab ich mein Abi gemacht und bin abgehauen. Mein Vater hatte damals Kirschkerne in die Schlüssellöcher gesteckt, damit ich nciht mehr reinkonnte. Das muß man sich mal vorstellen.
Kurz vor seinem körperlichen Ende hat er schließlich einen Entzug gemacht. Seitdem trinkt er nicht mehr. Mittlerweile wohl mehr als 25 Jahre nicht mehr. Zum Glück sind meine Eltern auch umgezogen.
Freunde von ihm sind dann wohl so nach und nach bei draufgegangen.
Jedenfalls war es nicht meine Mutter, die ihn unter Druck gesetzt hatte,irgnedwie kam es so nach ernsthaften Gesprächen mit dem Hausarzt, so hab ich das noch in Erinnerung oder vielleicht auch ne Zwangseinweisung, weil er nachts im Schnee schon im Pyjama rumlief, um weiße Mäuse zu fangen.
Jetzt ist mein Vater wieder so ein 'normaler 'Familienvater, alle haben ihm verziehen und man redet nicht mehr drüber. Auch er hat dadurch gelernt und ist anderen Menschen gegenüber offener und verständnisvoller geworden. Aber dennoch hätte ich mich an Stelle meiner Mutter getrennt.
Denn diese unzähligen Jahre an Leid gibt ihr niemand mehr zurück.
Vielleicht wäre dann alles schneller gegangen, vielleicht wäre ja die Trennung nicht für immer gewesen. Jedenfalls haben wir auch alles - unser Haus - einfach alles dadurch verloren.
Vielleicht wären wir dadruch selbstbewußter geworden und würden uns jetzt auf solche Beziehunge garnicht mehr einlassen. 
Jedenfalls wünsch ich das keinem von euch, dass es bei euch so weit kommt, besonders den Kindern nicht. Wenn ich meinem Freund immer sage: Kümmer dich um deine Kinder, aber geh lieber wenn es schlimm wird und streite dich nicht vor ihnen, dann ist es auch etwas, was ich gerne meinem Vater damals gesagt hätte.
Und möglicherweise sehe ich auch wie schwach seine Frau ist, dass sie sich nicht trennen kann, genau wie meine Mutter es nicht geschafft hat, was für uns alle die Hölle war. Alles natürlich unter dem Deckmantel der Liebe und der ehrenwerten treuen Frau, die doch ihren Mann nicht im Stich läßt. Ich frage mich nur: Wer hat sie währenddessen geliebt? Wer hat ihr überhaupt zugehört, wenn sie stundenlange Selbstgespräche in der Küche geführt hat? Meine Mutter hat viele Jahre ihres und auch unseres Lebens weggeschmissen. Tut ihr es nicht!
Das ganze hat mich wahrscheinlich gegenüber alkoholkranken Menschen gleichgültig und abgestumpft gemacht , nur so konnte ich ja selber überleben. Wir haben nicht diese typischen Merkmale eines Co-Alkoholikers übernommen. Wir Kinder sind abgestumpft. ich weiß nicht mehr genau, wie es bei meiner Mutter war. ich glaube erstmal anders.
Dann aber auch abgestumpft.
Also, ich kann nur jeden ermutigen die Dinge in die Hand zu nehmen und konsequent zu sein. dennoch könnt ihr ein Auge drauf werfen, dass es eurem Partner zum beispiel finanziell oder so nicht absolut den Berg runter geht und auch gesundheitlich. ich finde das irgendwie menschlich. Ich meine, das ist nur ein vernünftiges und verantwortungsbewußtes Verhalten und man kann das alles regeln. Auch wenn er weiter säuft.
Vielleicht hilft sogar in manchen Fällen eine Entmündigung. Dann steht er auch dumm da.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sowas in einer Therapie auch stattfindet. ( soziale Unterstützung) Doch wieso soll man einem Menschen erst einen riesen Schuldenberg anhäufen lassen, bis er selber in jeder Hinsicht ruiniert ist und er zur Einsicht kommt, dass er hilfe benötigt.Und dann versuchen ihn wieder auzupeppeln und zur Schuldnerberatung zu schicken. ich meine, Alkoholsucht ist doch eben eine Krankheit und wenn ein Kranker es alleine nicht schafft sich um seine Angelegenheiten zu kümmern, wieso wird dann geraten ihn zu Grunde gehen zu lassen, um ihm letzen Endes zu helfen?