Liebe Blumenwiese,
ich empfehle Dir mal hier in sehr vielen threads zu lesen. Dann wirst Du sehen, dass alles was Du schreibst zu dem Erscheinungsbild 'Alkoholkrankheit' gehört. Und mir scheint, dass Du das erstmal akzeptieren mußt. Dein Mann ist krank. Es geht nicht ( mehr) einfach nur nach seinem Willen, dass er trinkt. Und Du kannst da nichts ausrichten. Ganz im Gegenteil. Je mehr du rumnörgelst und kritisierst desto mehr wird er sich von dir distanzieren. Er kann ja im Moment nicht anders- er hat seinen Tiefpunkt nicht erreicht. Und Du versuchst ihn quasi zu 'überreden'. Jeder Süchtige weiß, das er süchtig ist und wie ungesund die Suchtmittel sind etc. Das Aufhören können ist das Problem. Und das kannst Du ihm nicht abnehmen. Wenn Du statt dessen anfängst Dein eigenes Leben zu leben und dich von ihm und seine Launen unabhängig machst erreichst du serh viel mehr. erstens gehts dir dann besser, zweitens stehst du ihm nicht mehr als Coabhängige zur verfügung, die ihm noch den rücken deckt.
Er wird mehr auf sich gestellt sein und vielleicht bringt ihn das wieder auf die Bahn. Er muß quasi von seinem Alltag total überfordert sein und dies auch merken und fühlen, vielleicht noch in Kombination mit anderen Folgekrankheiten des Alkoholismus. Bis dieser Zustand eintritt dauert meist Jahre. Du mußt dir bewußt sein, dass die Beziehung nie mehr so wird wie früher, er ist ein anderer Mensch geworden. Alkohol verändert den Menschen.
Fange an, Dein Lebne zu leben. Wenn du es jetzt nicht schaffst dich zu trennen dann machs in kleinen Schritten, dich zu distanzieren. Das tut euch beiden gut. Du bist ja auch abhängig und auch bei dir wirds erst klappen wenn du so weit bist. aber bedenke: Du bist ihm schon einen schritt voraus. Du hast dich hier im forum angemeldet. warum? Weil du es bist , die ihre situation ändern möchte, die ihren zustand so nicht mehr erträgt. Nicht er!
Man kann nicht und man hat auch nciht das recht dazu einen anderen Menschen dazu zu zwingen keinen Alkohol mher zu trinken, weniger zu essen, aufhören zu rauchen, mehr sport zu treiben etc. Auch wenn e s gut gemeint ist- es klappt nie.
Der wille muß immer von der Person selber kommen und dann kann man unterstützend wirken.
Du könntest dir beispielsweise ne eigene wohnung nehmen und ihn nur dann sehen wenn er nüchtern ist. dann uß er alles selber machenund hat seine zeit zum trinken ohne dich zu belästigen. Auch sein entzugserscheinungen mit schlechter laune brauchst du dir nicht antun. das zählen der flaschen kannst duauch aufhören. egal wie viele- er ist abhängig. also lass es sein.
Beiträge von Frozen Tears
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Lieber Uwe,
ganz zu Anfang schreibst Du von Niedergeschlagenheit. Nicht zu wissen was man will bedingt dann ebne auch nichts in irgendeiner Richtung zu tun. Darüberhinaus auch noch zu lassen was man nicht will. Ich kenne diese Situation und habe lange darin verharrt.
Dass es damit zu tun haben könnte, dass man seine kindlichen Gefühle im Keim schon erstickt, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen. Kann ich für mich so nicht nachvollziehen. So ist jeder anders. Ich habe auch nciht so Schwierigkeiten meine Gefühle auszuleben.
ich glaube, dass ich aber auch auf meine Art und Weise meine Beürfnisse erstickt habe. Ich glaube, dass tief im Innern 'Ich mir vieles nicht wert bin'. Ich gönne mir zu wenig und lebe statt dessen in meinen Gedanken, Hoffnungen, Träumen. Sie zu realisieren ist mir oftmals zu anstrengend und so blieben es eben Träume. Natürlich hat das auch mit Kraft zu tun. ih selber wünsche mir häufig mehr Kraft. Doch ich weiß auch, dass diese kraft irgendwo verschluckt wird von der Tatsache, dass ich meine Energien falsch nutze, für Dinge, die mir nicht gut tun.
Oftmals fällt es mir schwer Entscheidungen zu treffen. Perfektionismus?
Aus der Angst nicht die richtige Entscheidung zu treffen entscheide ich mich häufig für garnichts, verschiebe es, verschwende meine Energien zum nochmal Überdenken.
Dieses immer optimal funktionieren zu müssen, immer gut sein, um zu überleben, ist , so glaube ich, meine Baustelle.
Mein zuhause war ein Chaos, dass ich immer bemüht war nach aussen hin zu verbergen. Ich wollte nicht auffallen. Und gewissermaßen ist es bei mir heute noch immer so, dass ich immer bemüht bin nach aussen meine heile Welt zu erhalten. Es gab Zeiten, wo es mir absolut egal war, aber meine Vergangenheit holt mich offensichtlich immer wieder ein.
Da geht es mir scheints so wie Dir. Ich habe ne Zeit lang gut verdrängen können. Es ging mit wirklich lange zeit gut damit. Doch irgendwann kommt der 'innere Schweinehund' dann doch wieder zum Vorschein
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Hallo Uwe,
Du schreibst von Griesgrämigkeit, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit...
Wie sieht es jetzt bei Dir aus. Was machst Du/ hast Du gemacht um diese zu überwinden?Fangen wir mal an mit der Griesgrämigkeit. Im Grunde ja die große Kunst Dinge negativ zu sehen und dies seinen Mitmenschen auch so rüberzubringen. Etwas, was mich übrigens bei nassen Alkoholikern schon immer gewundert hat. Eigentlich verbindet man mit Alkoholgenuss 'Spaß', 'Partylaune', 'Hemmungslosigkeit und Lust', ' laut schreiende, kreischende, lachende, fröhliche Wesen'. irgendwann- nach Jahren?, nach Einsetzen der Abhängigkeit?, bleibt der verbitterte, grießgrämige, traurige, depressive Alkoholiker.
Was veranstaltet der Alkohol da auf Dauer mit dem Menschen? Gut, das Leben in der Sucht verändert sich sicher zum negativen und ist nicht mehr so lustig mit der Zeit.
Kannst Du für Dich nachvollziehen, wie diese Griesgämigkeit überhaupt anfing, sich entwickelt hat oder ist es Dir nicht mehr bewußt? Auch bei meinem Vater kann ich das selbe beobachten. Ich würde sagen, so weit ich mich an meine frühe Kindheit erinnern kann, war er ein eher lustiger, lebensfroher Mensch. Nach und nach setzte dann auch diese Meckerei ein. Fluchen, Streiten, Beschimpfungen, Verbreiten schlechter Laune usw. Er ist jetzt schon 30 Jahre lang trocken, jetzt ein alter Mann. Aber immer noch bekommt er ( zum Glück nur ab und zu) diese oft unbegründeten und unkontrollierten Meckeranfälle, die sehr nerven. Mir kommt es vor wie ein Ablassen von Spannungen, Stress, mit dem er im Alltag nicht klar kommt. So meckert er gerne über andere Leute, denen er sich aber selber niemals trauen würde seine Meinung zu sagen. Oftmals ist es bei ihm eine Art Feigheit und auch Mangel an Durchsetzungskraft gegenüber anderen. Gerade diese Griesgrämigkeit habe ich sehr gehasst und mir immer wieder gesagt, dass ich nie im Leben einen Partner haben möchte, der so ist wie mein Vater. Ich habe eine regelrechte Allergie dagegen entwickelt. Wie Du siehst ist die Alkoholkrankheit eine 'Familienkrankheit'.Was ich bei Dir so zwischen den Zeilen lese ist , dass Du eine sehr postive Entwicklung durchmachst. So wie man sich gibt, so erhält man auch wieder Resonanz von seiner Umwelt.
Negatives verhalten spiegelt sich in den Mitmenschen, geben einem nassen Alkoholiker möglicherweise weider einen guten grund zum Trinken. Die Umwelt ist schlecht, die Umwelt ist schuld. prost. Diesen Verhaltensmechanismus habe ich erst hier durch Lesen im Forum verstanden.
Mir persönlich hat es sehr geholfen, diese Erkenntnis in meienr Vergangenheitsbewältigung. Als Kind durchblickt man so etwas nicht. Als nasser Alkoholiker sicher noch weniger. Als Kind fühlst Du Dich schlecht, minderwertig, heruntergeputzt. Du denkst mit Dir stimmt was nciht, das Selbstwertgefühl wird mehr und mehr zerstört. Heute weiß ich, dass die schlechte Stimmung nicht uns Kindern galt, sondern ein Scuhtmechanismus war. Ich vermute, dass es sich bei Dir ähnlich zugetragen hat. Vielelicht wendest Du diesen mechanismus einfach nur noch unbewußt an, weil er Dir bekannt ist, vertraut und sich ja lange Zeit bewährt hat. -
Hallo Uwe,
ich finde es schön, dass Du bei der ganzen Sache auch Deinen ganz eigenen sehr angenehmen Humor behälst. Das ist für mich sehr angenehm zu lesen. Keine Verbissenheit wie man es in vielen anderen threads liest, trotz des doch sehr ernsten Themas. Ok, Du bist jetzt doch schon ne Weile trocken und gehst jetzt ans Eingemachte. Das is natürlich anders, als wenn man in der akuten Situation steckt.Schön beschrieben aber auch wieder mit den Regalen. Und ich denke das ist auch nicht ohne grund so. Erinnert mich an meine Kindheit, wo meine Mutter immer Süßigkeiten ganz oben im Schrank versteckt hatte in der Hoffnung wir würden sie nicht finden. Ganz vergessen dabei hatte sie, dass es in der Küche auch Stühle gab. Aber recht hatte sie ja das Zeug weit weg zu tun, denn zu viel davon ist ja bekanntermaßen ungesund. Und ich finde, dass man auch mit seinem Unterbewußtsein sehr vorsichitg sein muß. Mir ging es anfangs hier allein durchs Lesen einger Threads schon sehr nahe, da ich nicht damit gerechnet hatte, wie sehr mich doch die Coabhängigkeit der Mutter und die Abhängigkeit des Vaters in meinem Leben beeinflußt hatten und wieviele parallelen es da doch gibt zu anderen Personen hier.
Wie sehr mein Verhalten, mein ganzes Leben im Grunde schon sehr davon bestimmt wurde und besonders auch meine Gefühlswelt. Manches Mal kam ich an einen Punkt, wo es mir schon zu viel wurde, wo ich meinte, dass ich das garnicht verarbeiten kann und eine pause brauche. Und immer wieder die Phasen, wo ich wieder sehr viel gelesen habe und immer wieder den Spiegel vors Gesicht gehalten bekommen habe. In dieser Zeit bin ich sehr gewachsen und bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass ich wieder zu mir selbst finde, zu meinem eigentlichen Ich, zu dem was mich selbst ausmacht. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen ist schon ein recht ungewohntes Gefühl. Es gab auch mal ne Phase in meinem Leben , wo ich sehr stark eins mit mir selbst war und nach meinen eigenen Vorstellungen gelebt habe. Aber aus irgendeinem grund habe ich mich dann wieder von mir entfernt. Damals war das glaube ich, mehr intuitiv. Heute möchte ich es erreichen mit dem bewußtsein zu wissen, was ich tue, was ich fühle und warum. Ich möchte mich nicht immer wieder verlieren und das tue ich glaube ich immer wieder zwischendurch. So als ob ich wahllos durch den Urwald renne und immer wieder in irgendwelche Löcher falle und Fallen tappse. Ich denke, dass ich durch meine Kindheit , durch mein Aufwachsen in einer Suchtfamilie neben den üblen Schäden auch einiges nützliches an Überlebensstrategien gelernt habe. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, Selbständigkeit, Sensibilität und Intuition. Dinge, auf die ich mich verlassen konnte, wenn ich sie dann auch mal einsetzte. Sobald ich mich im Leben davon entfernte war ich schnell aufgeschmissen.
Jeder hat seine eigene Geschichte und daraus seine Strategie entwickelt. Wenn sich die Geschichte ändert kann man sich aber getrost auch von Dingen verabschieden, die man einfach nicht mehr braucht. Loslassen. -
Inventur aus skeptischer Distanz - den Ausdruck finde ich gut.
Ich glaube ich schließe mich da an
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Sehr erstaunlich Spedi,
Kaffee, Tee, Zucker, Weißmehl...
Ic wußte zwar, dass die alle ungesund sind, aber nicht dass man die auch als Suchtmittel einordnet.
Aber es gibt ja auch den Spruch: 'Schokolade macht glücklich'. Da muß ich sagen, dass ich das sogar bestätigen kann. Kein überschwengliches Glück, aber doch ein leichtes Gefühl von Glück, Zufriedenheit. Auch nicht all zu lange anhaltend. Denn meistens liegt sie mir schwer im MAgen, so dass ichs anschließend oft bereue sie gegessen zu haben. Ich kann nicht sagen, dass ich sie täglich brauche. Aber anfallsweise kommt es schon über mich und dann suche ich danach. Weißmehlprodukte habe ich früher auch mal geliebt. Jetzt nur noch selten. Doch da hatte ich niemlas irgendein auch nur annäherndes Gefühl, wlches ich mit Glück vergleichen würde. Ebenso wenig bei Tee, Kaffee oder Zucker. Auch Alkohol habe ich schon hin und wieder getrunken. Die Wirkung war sehr unterschiedlich. Ich würde dem Gefühle von Freiheit/ hemmngslosigkeit/ mut bis hin zu Übermut zuschreiben. Auch mal Traurigkeit/ Depressive Verstimmung. Verdrängen/ Ausschalten/ Vergessen von aktuellen Problemen. Nicht bei mir aber bei Mittrinkern stellt sich auch Aggresivität ein. Auch bei meinem Vater habe ich oft eher aggresives Verhalten gesehen, schlechte Laune. Daher frage ich mich , ob es anderen Alkoholikern auc so geht. Ob sie isch vielleicht innerlich glücklich fühlen, obwohl sie nach aussen aggressiv wirken. Für mich persönlich ist die Wirkung von Alkohol unvorhersehbar. Ich könnte es jetzt nicht einnehmen , um mich glücklich zu fühlen. Sogar habe ich Respekt vor Alkohol, ebne weil er für mich so unvorhersehbar ist und ich weiß, dass ch familiär bedingt schnell der Sucht verfalln könnte. Manchmal , vor vielen Jahren habe ich durch das trinken von Alkohol sogar eine Art Trotz empfunden. Ein Ausstieg aus dem Alltag, der so nervt. Obwohl ich wußte, dass es nicht die Lösung ist und es gefährlich ist. Ich erinner mich einfach an eine innere SCH***egal- Haltung.
Ich war dann nicht glücklicher , sondern habe das Unglück nur für einen Moment ausgeschaltet. Nicht unglücklich sein ist ja nicht gleichbedeutend mit glüclich sein.Auf die Diskussion bin ich gekommen, weil sich Karsten jetzt als glücklich wahrnimmt. Daher interessiert mich, ob es eine Zusammenhang gibt zwischen Glück/ Unglück und dem Bedürnis nach suchtmitteln zu greifen. Hilft es jemandem ( sein individuelles) Glück und Zufriedenheit anzustreben, um trocken zu bleiben?
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Karstens Thread hat gerade die Frage in mir aufgeworfen, ob Alkohol eigentlich 'glücklich' macht. Was sind Eure Erfahrungen? Kann man da überhaupt von 'Glücksgefühlen' reden. Ist es nur ein Ausblenden von Dingen, die einem vielel. unangenehm im Kopf herum kreisen. Oder gibt der Alkohol ( oder auch andere drogen) einem irgendetwas elementarsés im Leben, was anderen, die niemals trinken verwehrt bleibt.
Ausser der tatsache , dass der Körper sich dran gewöhnt, erhalte ich da etwas besonderes, was mich 'glücklich' macht?
Als ich noch geraucht hatte habe ich davon geredet, dass mir die oder die Zigaretten besser schmecken. Zigaretten haben mir eigentlich noch nie geschmeckt. Dennoch habe ich es mir wohl derzeit eingebildet.
Ich weiß auch bis heute nicht, was die Zigarette eigentlich wirklich mit mir gemacht hat. Es ist ja nichts was mir heute fehlt.
Ich sehe es nur noch als eine Täschung der Sinne, dass man glaubt, es gibt mir irgendwas. Das einzige, was ich noch ein wenig nachempfinden kan ist, dass es eine leicht beruhigende Wirkung empfunden hatte. Aber die brauchte ich ja im Grunde auch nicht. Die beschränkt ein ja noch zusätzlich.
Ich kann mich an keine Glücksgefühle erinnern. Ich würde es eher so beschrieben, als hätte ich mal ne kleine sünde gemacht ( angefangen zu rauchen, obwohl ich ja wußte, dass es nicht gut ist) und dann dafür ins Gefängnis gekommen bin und nur mit größter Mühe wieder ausgebrochen war.
Doch Alkohol ist eine andere Droge.
Was habt ihr in eurer nassen Zeit an 'Glücksgefühlen' gehabt oder war das bei euch ähnlich wie bei mir mit meinem Zigarettenkonsum?
Fällt es denjenigen, die jetzt trocken sind schwer, weil da noch schöne gefühle auf der eine seite in Erinnerung sind, die man nochmal erleben will?
Oder redet man sich da auch nur den Alkohlgenuß schön, wel man nicht aufhören konnte?
Wasser brauche ich
Essen brauche ich
Gesundheit brauche ich
Wozu brauche ich Drogen?
Man liest von bewußtseinserweiterung, Einblick in unbekannte Welten..
Sind das nicht nur Sinnestäuschungen durch eine leichte Vergiftung der Nerven? Macht es dann noch Spaß, wenn man weiß, dass man seine sinne vergiftet, um Gelb statt grün zu sehen?
Liegt der besondere Reiz darin, dass die Schwere des realen Lebens mit all seinen unangenhmen Dingen wie ' Verantwortung, Disziplin, Proleme lösen müssen, Langeweile etc' einfach ausgeblendet sind? -
Wie weißt Du, dass Deiner Mutter dieses Buch nciht geholfen hat, wenn Du es selber nicht gelesen hast?
Welche Eigenschaften Deiner Mutter möchtest
Du niemlas haben, wenn Du sagst dass Du nicht so werden möchtest wie sie? -
Ich habe hin und her überlegt, ob ich als EKA zwangsläufig auvh coabhängig bin. Warum sollte ich eigentlich? Und warum dann nicht auch abhängig von anderen stoffen? Schließlich hat jedes Kind ja beide Arten dieser Abhängigkeiten erlebt, vorgelebt bekommen,miterlebt...Das ist es für mich eigentlich genau, was die Gemeinsamkeiten von EKA ausmacht. jeder von uns hat in einem teil seines Lebens diese beiden Süchte 'miterlebt'. Sicher hängt das nun auch vom Alter, von der Dauer und Entwicklung dieser Süchte ab, welchen Einfluß sie auf uns hatten und noch haben. Ich denke, dass die Gemeinsamkeiten, wie man sie bei Coabhängigen oder Alkoholabhängigen beobachten kann, nicht so ohne weiteres auf EKAs übertragen kann.
Süchtig ist man, und wie man hier auch immer wieder lesen kann, ist man kein bißchen süchtig , sondern man ist es entweder oder. Und wenn dannn für immer. Dass man im elternhaus Scuht erfahren hat macht einen nicht automatisch süchtig, meine ich. aber ich sehe schon eine Suchtgefährdung,
ich sehe Schäden, die wir davon getragen haben. Ich sehe dass jeder irgendwelche Überlebnesstrategien entwickelt hat, um mit der scuhtsituatin klar zu kommen. Da wurde erwähnt, dass sich bestimmte Typen entwickeln können: Der Stille, der Verantwortungsbewußte, der Clown ...
In solchen Mustern finde ich mich auch wieder. ich sehe das als Konseuenzen, resultate des Lebens mit der sucht. Unddarin können unsere Gemeinsamkeiten liegen. gemeinsame Punkte, denen man sich hie rim Forum gemeinsam bewußt werden kann und auch gemeinsam bearbeiten kann. dennoch können bei uns EKas einige Punkte sogar sehr gegensätzlich sein- wie so vieles. Der eine verabscheut Alkohol, fühlt sich gerade deswegen angewiedert, weil er einen trinkenden Elternteil hatte. Dem anderen wurde der Alkohol durch Vorleben so nahe gebraucht, dass er darin kein Tabu sieht, selber garnicht bemekrt wie er selbst in die Sucht schlittert. ich gehöre zu denen, die alkohol eher abstoßend finden. Meine schwester hingegen ist eher der Sucht verfalllen.
Sie war acuh eher jemand, die sich Aufmerksamkeit holte, die wir ja als Kind nicht bekamen, indem sie zur 'Geschichtenerzählerin' wurde. Ich habe mir eher 'schutz' im stillen Kämmerlein gesucht und mich kreativem Arbeiten hingegeben.
So unterschiedlich sind wir EKAs.
Nähe nicht zulassen können ist auch für mich oftmals ein Punkt. Ein anders Mal verspüre ich eine wahnsinnige Sehnsucht nach Nähe.
Doch immer muß ich erstmal aus meiner sicheren Ritterburg heruas agieren, die Lage peilen und erst wenn ich mich sicher fühle öffnen sich die Tore. Wenn ich bei anderen Menschen beobachte, wie sie sofort alles über sich preis geben kommen die mir vollkommen verloren vor und naiv.
Hier im Forum ist es ja Sinn der Sache, aber hier geht es, denn es ist ja anonym. Ich glaube nicht, dass ich in einer realen Gruppe mich so öffnen könnte.
Coabhängige tendenzen bekommt man ja auch vorgelebt und auch diese gehen sicher nicht an einem vorbei. Nur die emotionale Seite fehlt einem ja dabei. Ich she vielelicht dabei zu, wie Muttern Flaschen in den heimlichsten verstecken findet und lerne dabei , wie man Sachen gut verstecken/ finden kann. Dass man jemandem nicht so schnell was verbergen kann usw. scharfe snnne, beobachtende Augen haben sich auch bei mir gut entwickelt. Amn war irgendwie immer in der beobachterrolle eines kranken Filmspektakels, dessen Ausgang man ja nie erahnen konnte. Tägliche Hochspannung, das ist sicher nciht das beste für ein Kind.
Doch während die Mutter von krankhaften 'liebesgefühlen' getrieben wurde ging es bei uns Kindern doch ums Überleben. Wir hatten doch keine wahl. Ich erinner mich, dass wir unsere Mutter zu überreden versuchten ihre Sachen zu packen und zu gehen. Das finde ich ein ganz gesundes Denken in dieser Misere. Wir waren als Kinder da emotional nicht so involviert . War uns ziemlich egal was aus dem Vater wurde. Vielelicht entsteht daher dieses Hin- und hersprignen von 'Mitgefühl' und Kälte. Die Kälte braucht emn doch um sich lösen zu können und fernzuhalten von der sucht, von der Coabhänggkeit. Mitgefühl hat man natürlich irgendwie trotzdem- es ging ja eben um die Eltern. Man lernte doch automatisch, dass man nur dann emotional nicht bei drauf ging, wenn man es schaffte seine Gefühle zu kontrollieren, wenn nötig abschalten konnte, wenn nötig wieder ausgfahren konnte. Für mich ist es nichts besonderes auch mal eiskalt sein zu müssen. Ich empfinde es bis heute nicht als negativ. Ich habe selbst diese Kälte hin und wieder erfahren müssen. Und bevor mir weh getan wird zeige ich anderen lieber die kalte schulter. Coabhängigen fehlt diese Eigenschaft vielleicht sogar. ich glaube, dass unser Unterbewußtsein schon eine ganz schöne Palette an Verhaltensmustern zum Überleben drauf hat.
Viele Dinge sind mir erst durchs lese hier bewußt geworden, dass ich das selber so mache, so empfinde usw. Im Wesentlichen geht es mir nunhier darum diese Dinge aufzudecken und unnötige 'Ängste, Verhaltensmuster abzubauen,die mich im Leben behindern. Andererseits habeich durch meine Kindheit sicher auch vieles gelernt, was mir im Leben nützlich geworden ist. Frühe verantwortung, Selbstständigkeit, schnelle Beobachtungs- und Wahrnehmnungsgabe. Auch wenn man EKA's nicht so über einen Kamm scheren kann sehe ich doch viele Gemeinsamkeiten.
Auch fühle ich mich schnell verbunden, verstanden von ebenfalls Ekas. Süchtigen und Menschen, die in ihrer Kindheit schmerzhafte Erfahrungen durchgemacht haben. Menschen, die in einer sog. Heilen welt aufgewachsen sind steh ich nach wie vor sehr skeptisch gegenüber. Zum einen vermute ich häufig Fassaden. andererseits denke ich, dass sie sich nie in mich hineinversetzen könnten. Ich denke, dass ich von ihnen lernen könnte Dinge zu beherrschen zu denen ich nie Zugang hatte. So bleibt es aber für mich immer eine Traumwelt. -
Liebe Tosia,
eigentlich sollte dein thread verschoben werden.
die vorherigen beiträge haben eigentlich schon alles gesagt.
Ich möchte Dich aber nochmal ermutigen, dass Du versuchst Distanz zu Deinem Partner zu bekommen, oder genauer gesagt zu seiner Sucht.
Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, wurde ja schon gesagt.
Du schreibst , als ob Du von einem vorübergehenden Zustand ausgehst, vielleicht von launen eines menschen, der hin und wieder mal trinkt.
aber was Du da beschreibst ist genau das Krankheitsbild eines Alkoholikers. Die Launen/ Stimmungen/ ansichten können sich von Minute zu Minute ändern. Ich bin Tochter eines Alkoholikers und bin damit groß geworden. Ich bin viel verletzt worden, denn auc ich hatte es als Kind nciht begriffen, dieses Wechselbad der Gefühle, Beschimpfungen etc... Ich hatte alles ernst genommen, habe es auf mich bezogen.
Wenn Du diese Distanz nicht schaffst und auch Dein Kind nicht werden Eure Seelen kaputt gehen.
Und auch wenn Du jeden Tag Mitleid empfindest gehst Du kaputt. Denn auch Mitleid ist Leid. Hast Du selber schon einmal ein bißchen über den Durst getrunken? Dann solltest Du es kennen , was man im Suff so redet, denkt, sich selbst überschätzt, nicht mehr unter Kontrolle hat. Bei einem Alkoholiker ist ständig auch der restalkohol, die Entzugserscheinungen. Er ist nie 100% nüchtern. Er ist sozusagen nicht mehr er selbst und noch schlimmer, entfernt sich jeden Tag mehr und mehr von sich. Und Du darfst es miterleben, oder auch niht. Das entscheidest Du.
Vor allem halte dir vor Augen: Dir gehts es schlecht.
Der Alkoholiker tröstet sich mit seinem Alkohol, schlecht gehts ihm wenn er 'nicht' trinkt. Darum ist es ja ne Sucht und so schwer aufzuhören. Also, warum sollte er aufhören? Weil Dir es dann gut geht? Da ist es doch besser, wenn Du Dich nciht so anstellst und nicht so übertreibst. Da hat er Recht. Es ist ja sein recht sich zu zerstören und sich noch dazu gut dabei zu fühlen. Das Schlimme, die Folgeerscheinungen, der Zerfall kommt ja erst sehr spät, nach Jahren. bei meinem Vater hatte es bestimmt so ca 17 Jahre gedauert. wie lange willst du warten? Und nicht jeder Abhängige wird dann wach wenns für ihn ernst wird. Viele schaffen es nicht, viele sterben letztlich daran. Es tut weh einem Menschen, den man irgendwie doch liebt, dabei zuzusehen, wie er sich zerstört und nichts tun zu können. Deswegen sind eigentlich alle coabhängigen hier. Es ist auch schwer zu begreifen, DASS es da auch keien schleichweg, keine Ausnahem gibt. es gibt Pärchen, die sich nicht trennen und der Partner einen Entzug macht. Doch der hat es eingesehen und will es, von sich aus.
Alkohol ist ja nicht das einzige unvernünftige , ungesunde im Leben. Schon andere schlechte Gewohnheiten wie zu viel Essen, TV gucken, Zigaretten rauchen sind Dinge, die der Mensch tut, obwohl er es eigentlich besser weiß, dass die nciht gut sind. Aber schon bei vielen 'Gewohnheiten' läßt man sich kaum hineinreden, bestimmen von einem anderen.
Es klingt irgendwie richtig und logisch den geliebten Menschen überzeugen zu wollen,d ass Trinken schädlich ist , weil es eben auch stimmt. Aber wen jemand das kleine bißchen Genuss vorzieht und alle Konsequenzen dafür in Kauf nimmt, garnicht naders will, dann redtet man gegen eine wand und der andere wird mehr und mehr genervt, weil er sich nichts vorschreiben lassen will und sich nicht unter Druck setzen lassen will.
Man kann also lernen auf sich selbst zu konzentrieren. Versuchen sein eigenes Leben lebenswert zugestalten. Keine Ansprüche mehr stellen, keine Erwartungen mehr haben. den ganzen Unsinn wie Beleidigungen etc nicht persönlich nehmen. Abstumpfen. Für mich war das eine zwangsläufige Überlebensstrategie. Ich mußte mich zurückziehen, oft in mein Zimmer, habe viel kreatives gemacht, meine stimmungen waren unabhängig von denen meines Vaters. Meine Mutter hatte immer weiter gelitten. Als Partnerin hat man eine andere Position. Sie hat mir sehr Leid getan.
Wenn Du das schaffst wie beschrieben, dann mußt Du aber schauen,was Dir noch bleibt. Du hast einen Menschen, den DU liebst. Vielelicht liuebt er Dich auch , aber er kann es Dir nicht mehr zeigen, es bleibt und geht immer mehr ins Verborgene über, Seine Welt ist eine andere, in der er lebt und die Momente werden immer kürzer, wo ihr euch auf der selben Ebene begegnet. Jetzt die nächste Frage: Ist das noch eine Beziehung? Was für ein Leben ist das überhaupt? Ihr seid ihm bald 99% egal. Reichen Dir dieses 1%? Aus der Liebe wird nach und nach die Hoffnung wieder dem alten Menschen zu begegnen, den man einmal kannte.
Warum sich trennen? Welchen Sinn bringt das, wenn man eh nicht weiß, ob sich dadruch was ändert.
Der Alkoholiker hat ja nie irgendeine negative konsequenz erfahren. Warum soll er dann aufhören? Mit einem kleinen Kater und etwas Gedächtnislücke zwischendruch läßt es sich offensichtlich prima leben. Den Müll, den man redet vergißt man ja schnell wieder. Und dann immer wieder die Belohnung- der geliebte Rauschzustand.
Negative resonanz kann er also nur haben, wenn er gesundheitlich recht ruiniert ist- oder aber durch eine Trennung. vielleicht. keine Garantie.
Mein Vater ist eben erst durch diese gesundheitlichen Zerfall wach geworden. Genau genommen hat sein Hausarzt ihm die Konsequenzen vor augen gehalten, wenn er nicht aufhört.
Genauso gut kann es passieren, dass er erstmal schön in Ruhe und ohne Nerverei weiter trinkt. Und wenn er dich vermisst wird eben einer drauf gekippt. Es gibt keine Garantie. Daher , wenn du das erstmal verstanden , akzeptiert hast bleibt dir nur die farge: Wie will ich leben?
Auch mir geht es so, dass mir jeder beitrag hier das Herz bluten läßt. Ich weiß, wie es sich anfühlt, so ohnmächtig zu sein. Reden- warum bringt das nichts. erstmal weil der Süchtige nie wirklich nüchtern ist und wenn, dann hälts nicht an und die ganze Denkweise wird nur noch suchtunterstützend. ja, ja , ja und nun sei ruhig. Du machst den Fehler, dass deine Denkwiese iene ist, die man auf eine normalen menschen anwenden würde. Das bedeutet, dass du noch ncith begriffen hast, dass dein Partner süchtig ist und dass das eben genau die eigenarten der sucht sind, dass sie unlogisch, unvernünftig sind. Der Ball ist rund, sonst wärs ein würfel.
Der Süchtige muß tief fallen, um wieder aufstehen zu können. Und Du kannst ihm nur Stolpersteien in den Weg legen, doch Du versuchst die ganze Zeit ihm den Weg zu ebnen. Stolpersteine - das wären:
Gib ihm nie Geld, übernimm keine Verantwortung für ihn, koche nicht für hn, bügle nicht für ihn, kein abwasch, keine Lügen,keine Bewerbungen.
jeder alkoholiker wird sicher mal irgendwann an seine Grenzen stoßen, dass sein alltag nicht mehr zu bewältigen ist. Das sind Momente wo er dann anfangen muß nachzudenken. Das sind Chancen. Wenn er morgens alleine in seinem vollgekotzen Bett aufwacht und merkt, dass er in eienr feuchten Lache liegt und der Schädel so richtig brummt, er den Tag verpennt hat und die Kündigung schon im Briefkasten steckt. Das sind Chancen.
Eine Freundin von mir hat hier mal ne zeit drin gelesen im coabhängikeitsbereich und all diese Dinge mal ausprobiert, nichts mehr für ihren alkoholabhängigen Partner getan. Nach drei Monaten brauchte sie sich nciht mehr zu trennen. Er selber kam immer seltener zu ihr, nistete sich bei einem Kumpel ein, ein Saufgenosse mit eigener Wohnung, kam bald nur noch zum wäsche waschen...Das öffnete ihr die Augen. So schnell merkte sie welche Rolle sie überhaupt nur noch für ihn hatte. Ohne ihr zutun verschwanden dann auch so allmählich die Gefühle für ihn. Vieellciht solltest Du das auch mal ausprobieren. Keine Gespräche mehr, keine erwartungen, Hoffnungen, unter Druck setzen. Einfach 'Nichts' tun. -
Liebe Sonne,
ich bin EKA und somit in einer anderen Situation ( groß geworden) als Du es jetzt hast. Ich möchte Dich einfach ermutigen zu einem Punkt zu kommen, wo Du Dich innerlich von der Krankheit Deines Freundes distanzieren kannst. So wie ich es sehe ziehst Du Dir den schuh immer wieder aufs neue an, obwohl Du merkst, dass er Dir nicht paßt. Ich mußte das auch lernen- Distanz zu meinem eigenen Vater aufzubauen - um selber zu überleben. Du hast ein Kind und stellvertretend für Dein Kind ( es kann sich hier ja nicht anmelden) möchte ich Dir mal sagen, dass man las Kind völlig hilflos dieser Situation ausgeliefert ist. Das Kind ist 100% abhängig von Deiner Entscheidung, von Deiner eigenen Krankheit, von der Deines Freundes. Du aber hast die Wahl, ob Du Dir das antun willst.
Du hast Dich ja schon räumlich getrennt und verlangst dass er nur noch nüchtern erscheint. Das finde ich schon nen großen schritt. Damit hast Du Dich und Dein Kind schonmal in Sicherheit gebracht. Wovor eigentlich? Wenn Du mal die Geschichten bis ans bittere Ende verfolgst wirst Du sehen was da noch alles auf Dich ( bzw Deinen freund)zukommen kann: Verwahrlosung, finanzieller Ruin, Schulden, Aggressivität, Persönlichkeitsstörung, Organschäden, Verwirrung, Delirium etc...
Du hast jetzt die Möglichkeit die Tür zu schließen.
Wo Du aber noch weit von entfernt bist ist die Einsicht, dass Du ihm nicht helfen kannst und er seinen eigenen Weg ( auch ins Leid bis zu seinem individuellen Tiefpunkt) gehen muß. Ein Alkoholiker versucht immer Dich in seinen Bann zu ziehen. Jede(r) Coabhängige vereinfacht seine Sucht. Das mußt Du erkennen und da auch einen Riegel vorschieben. Das ist dann auch der einzige Weg zu helfen.
Was Du beschreibst, diese beschimpfungen, gehören irgendwie auch mit zum Krankheitsbild.
Für mich als Kind war das auch das größte Problem, diese Erniedrigungen , Schuldzuweisungen etc.
Natürlich hat das auch tiefe Kerben in mir hinterlassen. Wenn Du hier aber liest merkst Du dass es die typischen symptome sind. Nimmst Du das alles persönlich, ziehst Du es Dir rein, dann bist du verloren. Wenn jemand sehr tief gesunken ist dann baut es noch ein bißchen auf, wenn man auf irgenjemaden noch rumhacken kann. oftmals entsteht hier dann eine hirarchie: am schluß ists vielleicht nur noch der getretenen Hund, der sich nicht wehren kann.
Du aber kannst Dich dem entziehen. Zum einen kannst Du gehen. Zum anderen kannst Du Dich davon distanzieren, wenn Du die Dinge klarer siehst und erkennst, dass er so handeln 'muß', weil Sucht nichts mehr mit Vernunft zu tun hat. Du selber kannst entscheiden, ob Du Dein Selbstwertgefühl zu Grunde richten läßt oder nicht.
Warum zweifelst Du an Dir? Warum hörst Du überhaupt auf einen Mann der so viel Promille im Blut hat , dass er per Gesetz als unzurechnungsfähig gilt? Würde es Dir auch so gehen, wenn irgendein fremder offensichtlich betrunkener Dich auf der Straße so beschimpfen würde? würdest Du dann auch vielleicht ein Fünkchen Wahrheit darin sehen und an Dir anfangen zu zweifeln? Wer überhaupt hat das recht dich zu beschimpfen, wer überhaupt auf dieser welt ist fehlerfrei oder hat keine Makel? Paddy hat hier mal nen schönen Thread über die Liebe reingesetzt. Da steht eigentlich schon alles drin und ich glaube es wäre hilfreich das mal zu lesen. -
Hallo Hartmut,
ich verstehe Deinen Thread hier immer weniger. Fragestellung war doch, was Leute hier wollen, die sich NICHT in einer dieser Kategorien Alkoholiker, Cos oder EKAS sehen? oder habe ich das irgendwie falsch verstanden und die anderen auch? Alles was hier gepostet wird zeigt, was Leute hier machen, Die sich ihre Hilfe hier suchen.
Und dann versuchst DU mich in eine dieser Kategorien unterzubringen? Was bringt DIR das? Ich weiß was ich bin und was mir hier weiterhelfen kann. Das mußt Du auch schon mir selber überlassen.
Vielleicht habe ich mich ungünstig ausgedrückt, wenn ich irgendwo geschrieben habe, ich denke für Alkoholiker. Weiß jetzt nicht worauf sich das bezieht. Ich denke natürlich nicht "für Alkoholiker".
Möchtest Du in diesem Thread von den einzelnen hören, warum sie hier sind? Möchtest Du von denen , die nciht wissen hören, dass sie es nicht wissen? Zu Anfang dachte ich, dass Du nach einer Erklärung suchst, warum Leute hier nicht alles gleich umsetzen, wenn sie trocken werden wollen, oder nicht mehr co . Das was hier allgemein so als rumeiern verstanden wird. Mit meiner Idee dazu habe ich meine persönliche Vermutung eingebracht, nämlich die, dass es für einige offensichtlich noch Zeit bedarf bis sie ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht haben. Ob es so ist weiß nur derjenige selber. Was ich aber nicht verstehe ist, warum DU danach fragst und diesen Thread eröffnet hast. Was bringt es Dich persönlich weiter es zu erfahren. WARUM sich hier zum Beispiel jemand angemeldet haben könnte, der vielleicht tatsächlich nur Streicheleinheiten , Schulterklopfen usw, so wie du es nennst , erhalten möchte.
Ich habe da bisher noch niemanden hier getroffen, wo ich persönlich den Eindruck hatte, dass das zutrifft.
Es gibt Leute sowohl im Cobereich, die kleine Fortschritte machen, andere trennen sich rigoros gleich von ihrem Partner. Die haben sich dann vielleicht gleich mit großem leidensdruck angemeldet als wieder andere. Ebenso im Alkoholikerbereich, ebenso bei den EKAs. Das ist mein Eindruck beim Lesen. Wie der einzelne nun wirklich denkt kann ich auch nich sagen, das stimmt.
Was die Coabhängigkeit angeht ist es schwer zu definieren wie und ab wann man da überhaupt "trocken" ist, da es ja keine stoffliche Sucht ist. Kann man überhaupt von trockenheit reden wie beim Alkoholiker?
Vielen coabhängigen Partnern wird hier geraten sich vom alkoholabhängigen Partner zu trennen - und dann?
Sind sie das Leid los, aber was ist mit der Coabhängigkeit ?
Ich selber bin Kind eines Alkoholikers und einer coabhängigen Mutter. Trage sicher beide Komponenten in mir. Zumindest in Form einer Gefährdung. Mein Vater ist bereits seit sehr langer Zeit trocken ohne jemals einen Rückfall gehabt zu haben. beide Elternteile sind noch zusammen. Ich selber bin früh aus dem Elternhaus ausgezogen. Habe mich so gerettet, aber sicher vieles an verhaltensmustern mitgenommen. Viele Jahre habe ich entfernt von meiner familie mein eigenes Leben aufgebaut, von Süchten jeglicher Art mit Ausnahme von Zigaretten nie mehr was gehört. Irgendwann bin ich aus Interesse, nicht weil ich in einer akuten Lebenssituation stecke ( oder wie immer man das jetzt ausdrücken kann) auf dieses forum gestoßen. Erst durch das Lesen hier habe ich erfahren, dass es diese Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten überhaupt gibt ( Alkohol, co, Eka). Meine persönliche Situation und Lebenserfahrung stellt sich schon anders dar als die der meisten hier. Hier erfahre ich aber auch dass ich als Kind von süchtigen eltern nicht alleine da stehe. Ich erkenne, dass es Gemeinsamkeiten gibt als auch Unterschiede. Ich lerne mich selber besser verstehen und damit auch meine eltern, meine Kindheit, was da so gelaufen ist, warum es da noch Verletzungen gibt. Ziel eines Alkoholikers hier sollte es sein trocken zu werden udn zu bleiben. Als Coabhängiger oder EKA kann man sich erstmal aus der Situation befreien. Ziel kann es dauerhaft wohl nur sein, sich immer wieder seiner coabhängigen gedanken bewußt zu machen. Die sind schwerer zu erkennen als eine flasche Wein im Supermarktregal. Was ich damit ausdrücken will ist, dass es für den Coabhängigen und die EKAs nicht reicht sich zu trennen. Vielleicht auch nicht immer nötig. Gibt heir im Forum ja auch Beispiele dafür. Die Grenzen zwischen helfen und krankhaftem Aufopfern sind sehr nah beieinander. was für den Alkoholiker Trockenarbeit ist ist für den Coabhängigen Bewußtseinsarbeit. Diese ist dann für außenstehende sicher schwer nachvollziehbar oder meßbar. Für sich selbst nicht einmal wirklich. Ein trockener Alkoholiker kann schreiben: Ich habe jetzt seit 3 Jahren nichts mehr getrunken. Als Coabhängige gibts da keinen derartigen vergleich. Habe jetzt seit drei Jahren keinen süchtigen Partner mehr, habe niemandem mehr geholfen, führe ein selbstbestimmtes Leben. Wie will ich Coabhängigkeit messen? Ein bißchen Vergangenheit aufarbeiten, ein bißchen bewußter in der Gegenwart und Zukunft leben, ein bißchen mehr verstehen. Hier und da Denkanstöße finden, um an mir arbeiten zu können. So sehe ich mein Dasein für mich hier im Forum. -
Das Thema schuld und Scham ist übrigens für uns EKA auch eine sehr zentrale Frage. Mich hat das fast meine ganze Kindheit und Jugend begleitet. Mein Vater lag besoffen zuhause auf dem Sofa herum, hat alles verwüstet. Es war mir peinlich Gäste mit nach hause zu bringen. Ich habe mich jahrleang geschämt und meine scham hatte die Konsequenz, dass ich ein ganz anderes leben geführt habe als andere. mehr zurückgezogen in mein eigenes Zimmer, in meine eigene Welt. Ich war auch viel draussen, bei anderen. Ich habe damals meinen Vater dafür gehasst, dass er Alkoholiker war und was er uns damit angetan hatte, besonders meiner Mutter. Ich selber habe mich nciht so hilflos gefühlt. ich wußte dmals nciht, dass es eine Krankheit war. Nichts wußte ich darüber. heute ist es anders. Es hat auch tiefe Wunden in mir hinterlassen. aber heute sehe ich, dass auch das Leben, die Kindheit meines Vaters kein Zuckerschecken war. Nur wenige menschen haben das Glück in eine heile welt hineingeboren zu werden und man kann es sich nicht aussuchen. Probleme werden über Generationen weiter getragen. Daran hat kein Mensch schuld. Schuld kann nur der sein, dem das bewußt ist und nichts daran tut. mein Vater hat auch nach vielen Jahren aufgehört zu trinken, ca 20 Jahre. Er hat etwas dagegen getan und hat es bis heute geschafft trocken zu bleiben. Darüber bin ich heute froh. ich kann es heute so annehmen, dass es so gelaufen ist. Das war mein schciksal, meine Herausforderung, so sollte es kommen in meinem leben. Es war nicht einfach damit klar zu kommen. weder frü mich, für meine Mutter, meine Geschwister, meinen Vater.
Es hat alles aber nicht nur seine negativen Seiten. Ich bin dadurch auch zu einer starken persönlichkeit geworden, denke ich. Ich weiß, ich bin auch suchtgefährdet, aber gleichzeitig bewußter. meine Alarmglocken klingeln schneller als bei anderen, denke ich. Vielleicht kommt auch in mir manchmal noch ein Fünkchen Gefühl hoch, dass mein Vater an irgendwas in dieser Hinsicht Schuld ist. Aber das nur noch in einem Zusammenhang, wenn er übere andere leute redet und herzieht. Dann denke ich insgeheim: Man, der war genauso, jetzt nach all der zeit zieht er über andere Leute her, was hat der überhaupt kapiert. Also, dieses abwerten von Menschen, die jetzt in der Situation sind , wie er früher war. Vielleicht kommt es aber auch daher, dass er insgeheim denkt: die sind ja selber schuld. Und damit gibt er sich selbst indirekt ja auch wieder Schuld.
Das ist auch ein beispiel dafür, dass man meiner Meinung in erster Linie lernen muß umzudenken. Ich, mein Vater, Du, wir alle hier. Denken beeinflußt unser Handeln , unsere Gefühle. Umdenken erfordert auch Zeit, und die gebe ich mir. Heute bin ich dankbar für jedes Aha-Erlebnis. ich merke, dass das Lesen hier im Forum mich Stück für Stück weiterbringt aus meinen "verkorksten Verhaltensmustern und Denkweisen" auszusteigen. Und vor allem auch davor, mich vor neuen Abstürzen zu bewahren.Du siehst deine Situation bildlich als Vulkan, der auf dich einstürzt. Bei dieser Vorstellung wirst Du von einer großen Masse ( Probleme) überhäuft, die Dich versteienrn und wo Du ohne andere Hilfe ( andere Menschen, die von aussen her diese Masse abtragen, Dich ausschaufeln) nicht mehr heruaskommen würdest: Du hast Dich insgeheim also schon dazu verurteilt - allein durch diese gedanken.
Ich sehe heute meine situation eher als eine Mauer, die aus Sandsäcken besteht. Oder ein Weg duch den urwald, wo ich mich druchschlagen muß, immer neue Hindernisse kommen, manchmal einfach auch nichts in Sicht ist. Klingt vielleicht nicht weniger attrativ, aber ich gabe mir mit dieser Vorstellung die Chance, dass ich aus eigener kraft etwas bewegen kann. Ich kann die Sandsäcke nach und nach abtragen. Auch wenns schwer ist. Aber genau diese Vorstellung haben mich immer wieder aus depressionen befreit. Ich habe die Sandsäcke immer wieder aufs neue abtragen können. ich weiß, es stehen immer noch welche da, über die ich wohl einfach rübergeklettert bin.
dieses Abtragen der Sandsäcke kostet viel Energie und aus das muß ich mir zugestehen. Dass ich da keine energie für andere aufbringen kann bis ich da durch bin. Dass ich danch auch ne Pause brauch. Dass danch aber auch wieder viel Energie vorhanden sein wird.
Im moment ist meine Mauer auch noch ein wenig da, und ich bin da längst noch nicht mit durch. Da sehe ich noch ganze Überreste meiner vergangenheit vor mir. Einiges gibt es noch aufzuarbeiten, anderes muß ich einfach wegschmeissen. Vieles ist sehr subtil. Einfach trennen, einfach aufhören zu trinken gibt es bei mir ja nicht. Keine stoffliche oder auf einen Partner bezogene Abhängigkeit, sondern nur dieses Innere, was es gilt aufzuarbeiten.
Nach und anch nehme ich mir ein Päckchen vor, ich hoffe, dass es Dir auch so gelingt. -
Lieber Kossi,
Du hast schon einen ersten sehr großen und wichtigen schritt geschafft. Du weißt dich auch sicherlich selber wie schwer das war und dass viele das niemals geschafft haben. Das ist, finde ich, erstmal ein guter Ansatz für dich.
Aus einer Sucht auszusteigen kostet sehr viel Kraft. Du hast das alles gemacht für Dich, um ein besseres leben zu leben.
Fang jetz bitte nicht an da wieder abzubauen.
Es scheint wieder viel verborgenes zum Vorschein gekommen zu sein. Gefühle, die Du betäubt hast kommen Dir jetzt intensiver vor usw.
Du beschreibst Deinen Zustand jetzt wie in Vulkan, wo alles plötzlich aufbricht, es ist Dir alles zu viel.
Diesen Zustand bei einem Heilungsprozeß gibt es übrigens in vielen Fällen. Aus der Homöopathie ist beispielsweise oftmals mit einer Erstverschlimmerung zu rechnen.
Nach einem Heilfasten werden geschmäcker zunächst intensiver.
Depressionen zu verstehen , wenn man selebr nie welche hatte ist fast unmöglich. Ich habe es auch mal versucht zu erklären und es ist wirklich schwer. Genauso mit der Sucht.
Erkläre Deiner Familie einfach, dass Du Deine auszeiten brauchst. Du bist keine Maschine sondern ein Mensch. Stelle Dich erstmal selber in den Mittelpunkt. Egal was Deine Familie denkt, von Dir erwartet , und erst recht was andere denken. Entscheidend ist was Dir jetzt gut tut.
Vielleicht würde es Dir im Moment gut tun eine Kur zu machen und Deine Familie mal nicht um dich rum zu haben und Dich ganz auf Dich selbst zu besinnen.Du schreibst, dass Du Dich dafür schämst Frührentner zu sein. Warum? Du bist doch schwer krank. Warum sollte man sich für ein Krankheit schämen? Findest Du auch, dass andere Menschen sich für ihre Krankheiten schämen sollten?
Mir scheint, dass vieles bei Dir über die Einstellung zu Deiner Krankheit zu tun hat.Du brauchst Dich übrigens nicht als Jammerlappen zu fühlen. Dazu ist das Forum da, um sich gegenseitig auszutauschen und weiter zu helfen. Du bist jetzt irgendwie in einem Akutzustand. Das ist gut, wenn Du ausdrücken kannst, was in Dir vorgeht. Nur so gibt es Ansatzpunkte. und ich habe Dir ja schon empfohlen, die eins nach dem anderen abzuarbeiten. es wird jetz sicher nicht alles "ganz schnell" weggehen. Aber nach und nach kann sich was ändern.
Hier gibt es übrigens im Forum einen Thread unter Sonstiges , der sich auch mit dem Thema Schuld auseinandersetzt.
Den würde ich Dir mal nahelegen zu lesen. Schuld und Scham braucht man wirklich nicht zu haben bei einer Krankheit. Wie denkst Du darüber, wie kommst Du darauf? -
Hm, aber Du schreibst ja dass du selbst mal anders gedacht hast und damit auf die schnauze gefallen bist. Dann weißt Du doch selbst, was mit den Leuten ist die da rundiskutieren udn vielleicht doch noch nach einem "schlupfloch" suchen.
Sie sind noch nciht so weit.
Sie hoffen noch dass es ne andere Möglichkeit gibt aus der sucht auszusteigen ausser Kapitulation, denk ich mal.
Der ein oder andere fühlt sich vielelicht schon ganz toll, wen er mal ausgehalten hat zwei wochen nichts zu trinken , erhascht sich ein "schulterklopfen" und glaubt es nunn im griff zu haben bis zum nächsten dilemna, Ich halte das für eine falsche Selbsteinschätzung. Du hast das selbst irgenwann erkannt und die Leute müssen dann eben auch zehnmal auf die schnauze fallen, um zu sehen, dass sie nach zwei wochen Abstinenz ( als beispiel jetzt) eben noch lange nicht trocken sind.
Das Einfachste wäre doch zu sagen: Trink einfach nicht mehr.
Oder dem Coabhängigen: trenn Dich.
Aber jeder weiß doch, dass das genau die sucht ausmacht, DASS es nicht so einfach ist.
Daher verwundere ich mich über Deine Fragestellung.
Es sollte eher heissen: Was glaubt derjenige hier und nicht was will derjenige hier, der immer noch rumeiert.
Jeder hier will ja schon, aber nicht bei jedem hats schon klick gemacht. -
Alles was hier schon geschrieben wurde liegt ja dich nebeneinander: Selbstachtung, Selbstwertgefühl, Selbstbewußtsein, Grenzen setzen Kontollverlust...
Sich einfach gehen lassen, Sch***-Egal-Haltung einnehmen kann sicher schnell aus Frustration entstehen. Enttäuschungen, falsche oder zu hohe Erwartungen, Verluste, Ängste. besonders dann, wenn viele Dinge auf einmal auf jdn einstürzen.
Ich habe mich beispielsweise schonmal dabei erlebt, wo ich mir die ungesunden fettmachenden Sachen in den mund geschoben habe und mir selbst gesagt habe. Egal, ich weiß das ist voll ungesund, aber ich brauch das jetzt. Irgendwie meinte ich, dass ich das brauchte, weil ich da gerade mal so viel Stress hatte. Gleichzeitig war ich da der Überzeugung, dass ich das bald wieder in den Griff bekomme.
Ebenso kenne ich Situationen , wo ich mir ALkohol reingekippt habe.Nicht aus geselligem Genuß, sondern weil ich meine Situation nciht ausgehalten habe.
Da könnte ich noch einige andere Dinge nennen. Für mich ist das alles schon grenzwertig und Einstiegssituationen und Gedanken, die zur Sucht führen könnten. negative Gedanken spielen in meinen Überlegungen zur sucht eine immer größere Rolle.
Jeder Mensch hat Probleme. Mal keinere, mal größere. Aber nicht jeder wird süchtig. Positive Gedanken haben mich immer sehr weit gebracht.
Den Glauben an sich selbst verlieren war für mich oftmals das Problem in Tiefs zu fallen bis hin zu Depressionen oder Coabhängigkeit ( eher ohne Alkoholabhängigen Partner).Wie gelangt man wieder in den "Normalzustand"?
Sich selbst Mut zusprechen.
Positive menschen um sich herum suchen.
Hilfe annehmen von anderen.
Seine Ziele überdenken, oder überhaupt welche suchen.
Sich selbst realistisch einschätzen.
geduld üben.
Seine grundbedürnisse erfüllen.
Seine Träume und wünsche erkennen.
Seine Mitte finden.
Sich überhaupt mit sich selbst beschäftigen und zum Mittelpunkt des eigenen Lebens machen.
Sich Gutes tun.
Sich unabhängig von den Ansichten anderer machen. -
Lieber Kossi,
ich bin keine Alkoholikerin, sondern erwachsenes Kind eines Alkoholikers udn einer Coabhängigen Mutter.
Was ich da lese in deinem thread kommt mir dennoch sehr bekannt vor aus der zeit, wo ich unter starken depressionen litt.
Ich habe schon mehrmals Depresiionen gehabt und habe es zum Glück immer selber wieder geschafft ohne mediakmente da raus zu kommen.
manchmal habe ich gedacht, dass es hilfreicher gwesen wäre, wenn ich mir da Hilfe gesucht hätte. Aber da mir bewußt ist, dass ich ein absolut Suchtgefährdeter Mensch bin hatte ich immer Angst von Antidepresiva letzlich abhängig werden zu können.
Ich sehe starke Parallelen in Deinem Zustand zu meinem vor ein paar jahren. Darum will ich dir mal versuchen dir zu erklären wie ich da wieder rausgekommen bin.
Ich habe mich vöölig elend, kraftlos, antriebslos gefühlt. Jeder neue Tag war mir ein Greuel, den ich nur irgendwie überstehen wollte. Aufstehen war ein großer Akt, wie eigentlich alles. Aufräumen, kochen, die winzigsten Dinge im Leben waren ein Laster. Dann die gedanken. Mit mir war nix mehr los. Ich zwang mich nur noch zu funktionieren für meine nahestehendsten personen. Sie sollten nicht mal wissen was mit mir los ist. Ich wollte niemandem Sorgen bereiten. Nach aussen sollte keiner mein seelisches warack bemerken. Ich konnte also sehr gut für 10 Minuten schauspielern. freunde wollte ich nicht sehen. Sie wurden vertöstet, wenn sie anriefen. Ich hatte mich niemandem anvertraut und blöde ausreden erfunden. Die Anrufe blieben mit der zeit aus. Bis heute sind noch viele böse auf mich, weil ich mich nicht meldete. (heute sehe ich in meinem damaligen Zustand parallelen zu einem nassen Alkoholiker. Auch sehe ich in den depressionen parallelen zur Sucht).
Meine gedanken waren nur noch negativ, so wie ich es jetzt bei Dir erkenne. Ich bekam schon Angst vor mir selbst.
Überhaupt war mein Leben voller Ängste.Irgendwann hat es Klick gemacht in meinem Kopf. So kann es nicht weiter gehen. So wollte ich es nicht mehr. ich mußte also irgendwas tun. Garnicht mal so einfach in diesem zustand so ganz ohne energie.
Wenn man ganz unten ist tut man vielleicht aber auch instinktiv das Richtige, wenn man es nicht anders weiß.
meine Antriebskraft zu diesem zeitpunkt war sogar in erster Linie, dass ich wieder für meine nahestehenden funktionieren wollte, wieder die alte fröhliche, starke... Person sein. Nicht einmal ich selbst stand an erster Stelle. Ich war mir nicht wichtig, glaube ich, aber ich wollte diesen zusatnd nciht mehr ertragen, wollte wieder Energien haben.Die entscheidende Wende kam mit dem Gedanken, dass ich meinen Zustand genau so akzeptierte wie er war. Ich schaute mich an, sah mich als Wrack, dass nichts mehr leisten konnte. Also "erlaubte" ich mir es auch sein zu dürfen. Was konkret so aussah, dass ich beschloss morgens aufzustehen, wenn mir danach war. gegebenenfalls auch Nachmittags. Dadurch habe ich vielleicht einiges vernachlässigt. Aber ich habe wieder angefangen für mich was zu tun. So wie ein Lestungssportler nach langer Pause wieder langsam anfängt zu trainieren habe ich langsam wieder angefangen mein Leben zu meistern. Das Entscheidende was mir half waren meine Gedanken, dass ich es mir erlaubte so zu sein wie ich war zu genau diesem Zeitpunkt. Dadurch habe ich mir plötzlich jeden Druck genommen. Meine gedanken ware ohnehin das Problem. So sehe ich es auch bei Dir zur Zeit. meine Gedanken haben mich regelrecht gelähmt.
Ich habe mir vorgenommen einfach nur noch das zu tun, was ich schaffte.
Ich erlaubte mir immer eine Pause, wenn ich die brauchte. Habe mich alle paar Minuten hinlegen müssen. Vorher habe ich auch nur rumgelegen. Aber nun war es so, dass ich es ok fand und in winzig kleinen Schritten mich aufraffen konnte. Das war wirklich kaum was, was ich an diesen Tagen schaffte. Aber so nach und nach gelang es mir tatsächlich so wieder rauszukommen aus den Zustand. Genauso handhabte ich es mit den gedanken. Ich wollte ja auch mit keiner realen Person reden. Ich dachte, ich werde eh nccht verstanden. Und meine nahestehenden Personen wollte ich ja nicht damit belasten. Ich fing an alles aufzuschreiben, was mir auch gut tat. Im Internet in diversen foren und Selbsthilfegruppen habe ich es gewagt mich auszutauschen. Wichtig war aber für mich aufzuhören mich im Kreise zu drehen. Die vielen Probleme kreisten ja genau wie bei dir wild in meinem Kopf herum udn fanden keine Lösung. Alle probleme auf einmla kann auch kein Mensch lösen. Und wie ich jetzt grundsätzlich erkannt habe liegt das eigentliche problem meistens in unserer Denkweise.Es sollte nicht meine letzte depressive Phase gewesen sein. aber die folgenden waren nicht mehr so schlimm. ich kannte einen Weg sie zu bewältigen. Ich erkenne mittlerweile Warnsignale, wo ich auf meine Gefühle hören muß. Ich bin aber noch weit davon entfernt sie genau ergründet zu haben. Auch meine Arbeit hier als EKA sehe ich als einen teil meiner Bewußtseinsarbeit. Und das genau ist es, was Du auch machen solltest. Dir wurden heir schon einige Anregungen gegeben. Es fällt nicht leicht das gesagte immer gleich umzusetzen und anzunehmen, auch wenn es richitg ist. Du hast sehr viele Dinge angesprochen, die dich belasten.
Alles auf einmal umzusetzen kann schon wieder erneuten Stress bedeuten. So bleibst du dann in deinem Teufelskreis, schwelgst nur noch in Selbstmitleid. Darum empfehle ich dir jetzt jedes einzelne Problem, was Du hast NACHEINANDER abzuarbeiten. Auch dazu gehören jeder negative Gedanke, den Du über Dich denkst. Zum Beispiel, dass die anderen schlecht über dich denken, dich loswerden wollen, du deiner Familei gerecht werden willst, du dich nicht mehr als vollwertig ansiehst und dich als minderwertig ansiehst. Fange an zu verstehen, dass jeder einzelne Gedanke Dir zur Zeit ENERGIE raubt. Diese Energie brauchst Du aber, um das alles verarbeiten zu können. Betrachte Dich mal einfach wie eine Maschine, die jetzt wieder reapriert wird. Du hast Dich 30 Jahre lang vergiftet. Da ist einiges kaputt gegangen. Dein Rücken, wie Du sagst. Deine nerven, denn Alkohol ist ein Nervengift. kein Wunder dass Du jetzt empfindlich bist und reagierst. Sei Dir dessen auch schonmla bewußt. Du reagierst jetzt auch seelisch anders, weil in Deinem Stoffwechsel zur Zeit noch alles anders läuft. Ein Ortswechsel kann gut sein, kostet dich auch wieder energie. ist vielleicht auch garnicht nötig. ich empfehle Dir mal Deine ganzen Probleme in ein Buch zu schreiben. Dann schaue sie Dir an und entscheide, welches wohl das einfachste sein könnte zu lösen.
Formuliere es genau, hinterfrage es und diskutiere es mit anderen. Das hast Du schon angefangen, aber cih sehe , dass Dich zu viel belastet, dass du dich nciht entwickelst und so aus deinem Zusatndn nciht ruaskommst, verstehst du. Auch wenns nur kleine Schritte sind. jedes teil, was wieder in Ordnung kommt bereitet dir den Weg und vorallem die Energie und Motivation das nächste anzugehen. Schau in Dich hinein. Da ist ein Wirrwarr, dem Du jetzt Struktur geben mußt. Du hast doch schon einiges geschafft. Du hast bis heute durchgehalten nicht zu trinken. Das ist eine große Leistung auf die Du stolz sein kannst. Du hast eine wesentliche entscheidung damit getroffen. Du hast dich schonmal aus dem teufelskreis des Alkohols entfernt und bist in irgendeine andere Richtung gelaufen, nur weg vom Alkohol. jetzt kannst du dir nach und nach neue Ziele setzen.
Der Alkohol ist eine krankheit, die tiefe Wunden hinterlassen hat bei Dir.
Die müssen ausheilen. Es bleiben sicher Narben, die Du annehmen mußt, die ein teil von Dir sind, ein teil deines Lebens. jeder Mensch, auch der nie getrunken hat wird von etwas gekennzeichnet, was er in seinem Leben erlebt hat. jeder junge knackig aussehende Mensch wird einmal Falten haben. das sind Spuren des Lebens. Auf manche kann man stolz sein, sie mit Würde tragen. Andere erinnern einen als fehler, die man mal gemacht hat. Überleg mal wie Du über Dich denken würdest, wenn Du einen große sichtbare Narbe hättest, weil Du mal ein Kind aus dem Feuer gerettet hättest. Wie Du selber über die Dinge denkst und sie beurteilst machen Dir diese schlechten oder guten gefühle. versager oder stolz. Du trinkst nciht mehr, aber wie denkst Du über deine sucht? Akzeptierst Du sie als Krankheit, für die du nicht konntest, in die du hinein aber auch wieder heruas geschlittert bist . oder siehst du dich als einen bösen schlechten schuldigen Menschen? Sehr viele Menschen sind durch Krankheiten gekennzeichnet. Sie tragen es dennoch mit Gelassenheit, Würde, und sehen gerade darin ihr Glück, dass sie diese schwere Krankheit überstanden haben und weiter leben dürfen. Denn sie haben noch was vor in ihrem Leben. Es stimmt also, Du bist wirklich ein Glückspilz. Das sehe ich als ersten schritt aus Deinem Tief, dies anzunehmen, deine krankheit als Krankheit zu sehen, zu akzeptieren und Dich erstmal nur als glückspilz. Auch wenn Du Dich zur zeit nicht glücklich "fühlst", was auch noch andere Ursachen hat. Der positive Gedanke, dass Du überhaupt einer bist.
Das würde ich gerne erstmal von dir hören. kannst Du diesen gedanken für dich annehmen und 100% akzeptieren? oder spricht irgendwas dagegen?
Schreib uns da doch mal was zu. -
Ok, das meine ich doch. jeder hat doch hier sein Anliegen erstmal erklärt. Viele Coabhängige kommen in der regel , um ihren Partnern zu helfen. Dann mit der Zeit merken sie oder erfahren sie erstmals , dass sie Coabhängig sind. Das heißt noch nciht, dass sie schon an ihrem Tiefpunkt angekommen sind und schon verstanden haben, dass sie dem Partner nicht helfen können. Da kann man dann naüclich fragen, wass ie dann wollen. weil ja so nichts geht. Auch sieht man dann erstmal keine Fortschritte. Man sagt sie eiern rum, sie drehen sich im Kreise. Aber druch das lesen anderer Threads ändert sich das oft. Bei Alkoholikern habe ich noch nciht so oft gesehen, dass sie NICHT das Ziel haben trocken werden zu wollen. Aber da gibts ja cuh welche, die ständig Rückfälle haben, dass man meint sie sind noch nciht wirklich bereit. Ich habe in diesem Forum auch gelernt ,d ass man Geduld haben muß. Nicht nur aus diesem Forum sondern auch aus meinem Leben. denn mein eigener Vater hat 20 Jahre gebraucht bis es klick gemacht hat. Daher denke ich, dass es auch hier bei dem einen oder anderen sehr lange dauern kann. Auch wenn der gute Wille schonmal da ist. wie oft habe ich gelesen , dass es nicht vom Willen des süchtigen abhängt, dass die Krankheit keine Willensschwäche darstellt. Es braucht diesen Tiefpunkt.
Vieelicht erklärt das Deine verwunderung und gibt dir den Anschein, dass die Leute nur reden wollen und sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Aber vielleicht ist das für genau die auch der richtige Weg. Ich könnte mir vorstellen, dass es für jemanden einfach erstmal hilfreich sein kann, wenn man heir ein Zusammengehörigkeitsgefühl bekommt. Wenn man Vertrauen aufbaut, sich jemanden anvertrauen kann. Als erstes muß doch die eigene Sucht erkannt und auch akzeptiert werden, auch als krankheit. das fällt dann nicht jedem leicht da drüber zu reden, ich glaube Frauen eher als Männern. Ich kann mir also schon in etwa vorstellen was du meinst, aber ich sehe es anders als du. eher als Teil eines prozesses, einer Vorstufe, bevor man seinen Tiefpunkt erreicht hat. Weist man eine Coabhängige darauf hin, dass sie ihrem Partner nicht helfen kann, könnte diese sich ja sofort hier wieder abmelden. Durch den Hinweis auf die eigenen Coabhängkeit bleiben doch viele und geben aber dennoch die Hoffnung nicht auf, dass es doch einen Weg gibt. Wenn man aber selber immer wieder drauf humhackt, dass sich jemand helfen lassen soll, Einsicht zeigt, jetzt mal aufhört rumzueiern oder wie man immer das ausgedrückt wird sind das eigentlich Symptome der Coabhängigkeit.
DAHER meien Frage an Dich, warum Du hier einen Thread eröffnest um dies wissen zu wollen? Mir zum Beispiel ist es egal, wie lange jemand braucht oder ob er an sein ziel kommt, denn ich bin ja für mich hier. Auch daraus lerne ich- ich lerne zum Beispiel zu verstehen, warum meine Mutter nie was unternommen hat. Sie hat wohl die Hoffnung nie aufgegeben und dieses lange Leid in Kauf genommen. Vielleicht wollen das einige hier ja auch so. -
Ich finde solche Threads schon ganz gu,t solche gedanken als Anregung für die Allgemeinheit mal in den Raum zu stellen. Selbst wenn sie den Punkt nie genau treffen, nicht alle hier im Forum betreffen. Ich finde gerade solche Threads sehr gut um auf den kernpunkt zu kommen und sich so schneller ein stück weiter zu bewegen.
Auch der Thread übder : Die Liebe , die uns so zusammen hält" von Paddy hat mich beispielswiese in ganzes stück weiter gebracht in Sachen Coabhängigkeit und würd e ich jedem erstmal empfehlen einfach nur mal durchzulesen. Eben weil hier tatsächlich vieles unter dem Deckmantel Liebe abläuft. Es ist sehr schwierig solch eine Grunderkenntnis aus all diesen Threads herauszulesen. Da hilft ienem sowas schon weiter.
Und dazu zähle ich diesen Thread auch. Ich denke schon, dass es gemeinsamkeiten gibt unter den Süchtigen und man diese Gemeinsamkeiten mal ganz explizit gemeinsam angehen kann. Das warja dein gedanke und nicht die Richtigkeit zu beweisen, ob das nun auf alle zutrifft oder nicht. Vielelciht sollte es einfach mal anders formukliert werden. Ich finde die Idee sehr gut, nämlich den versuch gemeinsam an dieser Idee zu arbeiten und zu wachsen. Damit übernimmst du ja nicht die verantwortung für die anderen, sondern gibst eine Anregung von der du selbst auch profitieren möchtest, oder? War das nicht dein ursprüngliches Anliegen? -
Hallo Hansa,
ich dneke das ist auch genau richitg was du tust. Ich kann das von paddy aber verstehen,w as sie meint, also was du zitiert hast. Ich finde es richitg, sich dann einfach aus dem Thread rauszuhalten, wenn derjenige sichnciht helfen lassen will. Aber dann noch höhnisch reinzuschreiben: Ach Du bist ebne noch nicht so weit. Was willst Du überhaupt hier. Mich langweilt dein Thread... so in dem sinne... find eich auch nicht richtig, also so von oben herab. Man selber hat auch viel kritik von anderen bekomen in der nassen zeit und hat nicht drauf gehört. eben weil man den eigenen Tiefpunkt und damit auch den geeigneten zeitpunkt erreichen muß,
den Leuten selber ist das dann ja noch garnicht bewußt, dass sie nur rumeiern. Also lasse ich die rumeiern. Die werden auch druch Lesen hier im Forum irgendwann mal Klick machen, denke ich.Achso, gerade die Coabhängigen , die es deiner Meinung nach genua wissen müßten, sind aber genau die, die es nicht wissen- ebne weil sie coabhängig sind.
Jetz aber mal an Hartmut: Warum und aus welcher Motivation heraus interssiert es DICH warum diese leute hier sind, hier bleiben, obwohl du deren Anliegen nicht erkennst?????