Mein Nochehemann hat mittlerweile einen zweiten Entzug hinter sich. Wie
Allerdings erwartet er nun von mir ganz klar eine Wiederaufnahme der Beziehung. Nun sei ja passiert, was ich immer wollte, die Ursache unserer Probleme beseitigt, er hat’s kapiert.
Hallo Franzi,
auch den 2. Entzug hat er anscheinend nur gemacht, um seine bequeme Co nicht zu verlieren.
"Kapiert" hat er offenbar gar nichts, auch kein einziges Problem beseitigt.
Und wenn die erhoffte "Belohnung" ausbleibt, hängt er schneller wieder an der Flasche, als Du gucken kannst.
Denn ein Entzug ist ja nur der Anfang. Alkoholisnus ist eine schwere psychische Erkrankung, mit der wir Alkoholiker uns bis ans Lebensende auseinandersetzen müssen, egal, ob nass oder trocken, die bleibt.
Und darum lautet eine goldene Regel:
Nur nicht trinken reicht nicht.
Nach dem Entzug fängt die (Trocken)Arbeit erst an - dazu gehört zuallererst die Krankheitseinsicht: dass man süchtig geworden ist, dass die Sucht nie mehr weggeht und allenfalls gestoppt / zum "Schlafen" gebracht werden kann; durch lebenslange Abstinenz. Das sehe ich hier nicht und darauf kannst und solltest Du nicht warten, zumal bei Dir schon so viel kaputtgegangen ist.
Also lass Dich nicht kirre machen und sorge für Dich und die Kinder! Denn
1. Bist Du niemandem Gefühle oder Vertrauen schuldig, entweder hast Du's oder nicht.
2. Hat sich bei ihm nicht viel getan, sonst wäre er erst mal mit sich selbst beschäftigt.
Alles Gute!