Beiträge von Rennschnecke

    Wenn Deine Söhne keinerlei Krankheitseinsicht und keinen Abstinenzwillen haben, kann ihnen leider niemand helfen, Minze.

    Das einzige, was sie - eventuell - aufrütteln, in jedem Fall aber Dir und Deinem Mann Erleichterung bringen könnte, wäre ein Rausschmiss aus dem "Hotel Mama".

    Dabei könnte der Dienst Euch helfen, inkl. Fristsetzung, Nennung von Hilfsangeboten und Umzugshilfe.

    Ihr habt Eure Schuldigkeit mehr als getan, jetzt müssen sie endlich Verantwortung für ihr Leben unternehmen - das ist die einzige Chance, aber keine Garantie, dass sie vielleicht noch rechtzeitig zur Besinnung kommen - und Ihr noch ein eigenes Leben habt.

    Ihr müsst nicht mit ihnen zusammen zugrunde gehen - damit ist niemandem geholfen!

    Nur weil andere das (Saufen, Fremdgehen ...) auch machen, heißt es ja nicht, dass es ist in Ordnung ist bzw. dass Du es in Ordnung finden musst.

    Vielleicht solltest Du mehr darüber nachdenken, warum Du das mit Dir nachen lässt, statt seine Beweggründe verstehen zu wollen?

    Du musst gar nichts, Matrix, außer für Dich und Deinen Sohn zu sorgen.

    Der Kindesvater ist permanent unter Einfluss gleich mehrerer Drogen, da sind vernünftige Gespräche sowieso nicht möglich, auch keine Kinderbetreuung.

    Lass Dich am besten gar nicht auf Diskussionen ein, zumal Du sonst Gewalt befürchten müsstest.

    Und: nicht wieder nur beraten lassen, sondern mithilfe der Experten endlich erste Schritte in Richtung Freiheit unternehmen!

    Vielen Dank, liebe Kyra! 🥰

    Dein Gruß hat mich daran erinnert, dass in meinem Faden noch ein halbfertiger Beitrag von mir in der Entwurfsversion schlummerte, den ich nun endlich mal fertigstellen und veröffentlichen möchte:

    Erst noch einmal danke für die lieben Reaktionen zu meinem nachträglich erwähnten 2,5-Jährigen. Normalerweise lade ich nicht zum Gratulieren ein, aber diesmal habe ich es wohl gebraucht. 😉 Konnte selbst kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist und sich eine zufriedene Trockenheit eingestellt hat.

    Was mich in letzter Zeit beschäftigt hat:

    Als kürzlich eine relativ neue Teilnehmerin von der DIagnose ihres Psychiaters berichtete (laut ihm, entgegen ihrer eigenen Erkenntnis, "nur" Missbrauch, nicht Sucht), ratterte es plötzlich bei mir:

    Hatte sich nicht seinerzeit der Oberarzt beim Aufnahmegespräch in der Reha über die Diagnose meines überweisenden Psychiaters gewundert, weil da wohl nicht genau der ICD-Schlüssel stand, den er erwartete?

    Das hat mich nun ungefähr 2 Tage lang beschäftigt, aber auch wieder nicht so sehr, dass ich die Unterlagen hervorgekramt und nachgeschaut hätte, was da tatsächlich stand.

    Dann wurde mir klar: Da war kurzzeitig der unverbesserliche Teil meines Hirns, das Suchthirn, angesprungen und hatte Morgenluft gewittert: Vielleicht war es bei mir ja doch noch nicht so schlimm?

    Ja ne, is klar ...

    Dann kam die alte Gewissheit wieder durch, die mich zu meinem Abstinenzwunsch geführt hatte und mich auch in meiner Reha, angesichts ähnlicher Äußerungen z. B. von "Wiederholungstätern", unbeirrt meinen Weg hat gehen lassen: Die Sucht beginnt lange, bevor es "auffällig, peinlich oder irgendwie gefährlich" scheint.

    Kontrollverluste waren mir zwar noch erspart geblieben, dafür war ich aber schon so lange so felsenfest davon überzeugt gewesen, den Alk zu "brauchen" , dass ich nie auch nur eine einzige Trinkpause versucht habe.

    Und mein Konsum hatte sich über die Jahrzehnte(!) langsam aber sicher zu erstaunlichen Mengen gesteigert, Narkosen wirkten nicht mehr richtig, die gesundheitlichen Folgen wurden immer offensichtlicher usw.

    Mag sein, dass nur theoretisch bewanderte Ärzte "ihre" Alkoholiker erst in einem fortgeschritteneren Stadium kennenlernen und dies dann als Maßstab nehmen (mein Psychiater hatte auch mal auf einer Entgiftungsstation gearbeitet).

    Nicht umsonst wird hier im Forum der Standpunkt vertreten, dass nur die betroffene Person selbst wissen kann, ob sie bereits unumkehrbar süchtig ist.

    Das muste ich mir wohl noch mal zu Gemüte führen und wollte es hier in meinem Faden festhalten.

    Wie es aktuell, abgesehen von meiner Trockenheit, bei mir aussieht (Thema Selbstfürsorge: Nachsitzen!) , schaffe ich dann vermutlich erst wieder in ein paar Wochen/Monaten aufzuschreiben. 😉

    Also doch noch nicht wirklich weiter, Matrix?

    Und warum verharmlost Du jetzt, dass er, nicht zum ersten Mal, gewalttätig gegen Dich geworden ist? "Ich hatte leicht seine Hand im Gesicht" - das klingt eher nach Streicheln.

    Vor fast zwei Jahren hast Du Dich hier angemeldet, da ging das Elend laut Deiner Aussage schon ein Jahr so - und Euer Sohn erlebt alles mit und reagiert auf seine Weise darauf.

    Ich wünsche Dir und Deinem Sohn von Herzen, dass Du endlich - ggf. Mit Unterstützung - für Euren Schutz aktiv werden und nicht nur den hundertsten Rat einholen kannst.

    Vielleicht ist ja ein auf längere Zeit angelegtes betreutes Wohnen für Mutter und Kind für Dich ein Ausweg, wenn Du nicht selbst für Dich einstehen kannst?

    Ich habe mir jetzt ein weiteres Mal Deinen Faden durchgelesen und festgestellt, dass ich mich erstmals auf Seite 4 aus diesem Faden verabschiedet hatte - ich war also auch nicht gerade konsequent.

    Aber jetzt kann ich nicht mehr. Es ist alles geschrieben. Jetzt ist es Zeit für Dich zum Handeln - oder zum endlosen Weiterleiden. So einfach, so traurig - aber wahr.

    Im Gegensatz zu Deinen kleinen Sohn hast Du immerhin eine Wahl, wie Du Dein Leben leben möchtest. WACH AUF!

    Alles Gute.

    Ohne Dir die Vorfreude verderben zu wollen, Dalida , aber ein Risiko bleibt ein Risiko bleibt ein Risiko.

    Woher willst Du wissen, dass Du nach gerade einmal einem halben Jahr Abstinenz bei akutem Suchtdruck in Gegenwart von jeder Menge Alkohol das Richtige tun kannst? Und das Abend für Abend?

    Und ob die anderen wirklich kapiert haben, dass auch "nur ein kleiner Schluck" oder alkfreies Bier bei Dir nicht mehr geht?

    Wäre es nicht eine Alternative, dass Du Dich direkt nach dem Tauchen abseilst und Dir ggf. Einen Teller mit Essen und viel Wasser aufs Zimmer nimmst? Ihr könnt ja auch beim nächsten Frühstück den letzten Tauchgang Revue passieren lassen.