Hallo Tysja, gut, dass Du das bemerkst.
Hast Du vielleicht in der Vergangenheit schon Süchtige in Deinem engen Umfeld erlebt, dass Du da so ein Verabtwortungsgefühl entwickelst ?
Hallo Tysja, gut, dass Du das bemerkst.
Hast Du vielleicht in der Vergangenheit schon Süchtige in Deinem engen Umfeld erlebt, dass Du da so ein Verabtwortungsgefühl entwickelst ?
Hier kursiert eine goldene Regel fûr Alkoholiker: Nur nicht trinken reicht nicht.
D. H. Im Zweifel auch neue Kontakte aufbauen, mit Leuten, die nicht zwingend Freizeit und Spaß mit Alk verbinden, hattest Du ja auch schon für dich überlegt.
Ja, Deutschland ist ein Hochkonsumland. Aber es gibt auch andere, die falken nur nicht so auf.
Und was schließt Du daraus für Dich?
Was ist denn mit Deinem eigenen Tiefpunkt in Bezug auf die Partnerschaft mit einem uneinsichtigen Alkoholiker? Wann wäre der erreicht?
Vielleicht erst mal eine Dating-Pause einlegen und Dich zur Abwechslung mehr mit Dir selbst beschäftigen, orangeblau? Die Trennung vom Vater Deiner Kinder liegt doch auch noch gar nicht so lange zurück, oder? Wie kommen die Kinder denn mit der neuen Situation klar?
Mit dem erneuten Schreiben in Deiner SHG und dem Therapiestart hast Du ja schon wichtige Schritte für Dich eingeleitet. Bleib dran!
Denn auch wenn Du die nasse Zeit Deiner Mutter als nicht so lang oder schlimm in Erinnerung hast, kann sie doch etwas mit Dir gemacht haben, mit Deinem Verständnis von "normal" z. B.
Als ich mich hier mal fragte, ob ich mich überhaupt EKA nennen darf, weil die Saufeskapaden meines einen Elternteils im Arbeitsumfeld, die ich in jungen Jahren mitbekommen habe und nicht normal oder spaßig fand, nach einem Jobwechsel weitestgehend aufhörten, schrieb mir eine EKA sinngemäß mal: Die destruktiven Familienstrukturen sind ja nicht automatisch weg, nur weil Sucht/Missbrauch gestoppt sind. Das fand ich sehr treffend für mich.
Am Ende geht es ja auch nicht um die passende Schublade, sondern um den Blick auf ungesunde Prägungen, die durch neue, gesündere überschrieben werden können und sollten.
Nimm dir Zeit für Dich und Deinen neuen Lebensabschnitt, sei es Dir wert!
Für erwachsene Alkoholiker gibt es hierzulande immer noch jede Menge Hilfsangebote, wenn sie denn wirklich bereit für einen Neuanfang sind, orangeblau. Kann ich dir aus eigenem Erleben sagen. Da musst Du nicht rettend eingreifen, zumal Du ja vom Kopf her schon weißt, dass das sowieso nicht geht.
Dir wurde ja nach Deiner Trennung schon mal vorgeschlagen, Deinen Faden in den EKA-Beteich zu verschieben und Dich verstärkt mit Deiner EKA-Geschichte zu beschäftigen, um die seinerzeit gelernten Muster zu bearbeiten.
Wäre das jetzt etwas für Dich? Magst Du Deine EKA- Erfahrungen hier etwas näher beschreiben - für Dich und auch für andere?
Ich muss sagen, dass mich Dein Beispiel verstärkt über meine eigenen EKA-Anteile (die ich bisher für eher gering hielt) nachdenken lässt.
Schlimmer noch als das unbedingte Helfen-Wollen (das für mich erstmal etwas Positives ist, solange es nicht in Selbstaufgabe und Zuwendung-verdienen-wollen übergeht) finde ich z. B. die übergroße Leidensfâhigkeit und den Verlust gesunder Grenzen und innerer Warnampeln.
Oft hilft es, sich zu fragen, was man/frau der besten Freundin in so einer Situation raten würde.
Du hattest ja mal Deine EKA-Anteile erwähnt, vielleicht kannst du mal genauer hinschauen?
Gut, dass Du Dich hier meldest.
Vielleicht kannst du deinen Faden noch mal komplett durchlesen und da anknüpfen, wo Du zuletzt mit Deiner Selbsthilfe aufgehört hast?
Was erwartest Du? Dass er sagt: "Ich hab Angst, dich zu verlieren, ich war auch oft gemein zu dir, ich hör mal besser auf mit dem Alk und geh gleich morgen zum Arzt, um Nägel mit Köpfen zu machen."?
So funktioniert Sucht nicht, wie Du hier vielfach nachlesen kannst.
Wahrscheinlicher ist, dass er dich "belabert" , weil er gern beides hätte - Beziehung und Alk - aber der Alk steht für uns Süchtige an erster Stelle, solange wir die Sucht nicht aus voller Überzeugung stoppen.
Hallo Markus,
erst mal ehrenwert, Dein Ansinnen, wenn auch nicht der Hauptfokus einer SELBSThilfegruppe. Bin aber gespannt auf Deine Geschichte.
Für Deinen Start hier wird sich jemand aus dem Moderatorenteam bei Dir melden und die Basics klären.
Alles Gute!
Ich habe den Eindruck, dass Kazik und Alex es gut auf den Punkt gebracht haben, Angler, was bei Dir gerade los sein mag. Lies Dir das ruhig mehrmals durch.
Und denk dran: Der Drache in Dir schläft nur - auch Du kannst ihn nicht ein für allemal besiegen.
Erst einmal meinen herzlichen Glückwunsch, Marcolito, dass Du es unter diesen Umständen geschafft hast, trocken zu werden und zu bleiben. Pass gut darauf auf, das ist auch nach fünf Jahren kein Selbstläufer, wie Du hier bei vielen nachlesen kannst.
Zu Deiner Frau: SIE sollte, wenn ihr Abstinenzwunsch tief und echt ist, sich diese Gedanken machen, wie sie zu unter diesen Umständen in die Klinik kommt.
Muss es denn unbedingt ein stationärer Entzug sein, ginge es nicht auch ambulant, mit ärztlicher Begleitung? Was genau löst die Panik und Angst bei ihr aus? Vielleicht insgeheim doch Angst vor einem Leben ohne den vermeintlich unverzichtbaren Alk?
Ich (betroffener medizinischer Laie) fürchte eher, dass ihr Abstinenzwunsch nicht tief genug ist, eher der Vernunft und Deiner Erwartung geschuldet, als aus eigener echter Einsicht und Kapitulation. Was macht sie, beschäftigt sie sich mit dem Thema Sucht, geht sie z. B. Zur Suchtberatung oder zu einer SHG?
(Bitte nicht dieses Forum empfehlen, das ist jetzt deine SHG, damit du frei schreiben kannst.)
Wie bist Du denn unter diesen Umständen trocken geworden? Was hat Dich angetrieben, Dir geholfen?
Abgesehen von der ethischen Komponente würde das sowieso nicht funktionieren.
Abstinenz lässt sich nicht anordnen oder erzwingen. Der Alkoholiker muss selbst zur Einsicht kommen und selbst alles Nötige dafür tun, sein restliches Leben lang.
Diese Einsicht wird jedoch lange durch das mächtige Suchtversprechen blockiert: "Was bleibt Dir denn noch, wenn du nicht mal mehr trinken darfst? Wie willst Du die Schwierigkeiten des Lebens ohne deinen " besten Freund" aushalten?"
(Konnte ich mir auch lange Jahre nicht vorstellen, dass mit klarem Kopf alles besser ist. Erst Lebensgeschichten von mittlerweile trockenen Promis haben mich langsam zum Umdenken gebracht, da gibt es auch einige Frauen.)
Glückwunsch auch von mir!
Danke, dass Du an mich denkst, R/no, freut mich - und über Fotos von der buckligen Verwandtschaft freue ich mich auch immer. 🐌
Viel Spaß beim Verwirklichen Deines Traums. 🏕️Liest sich inzwischen nach einer zufriedenen Abstinenz bei Dir, trotz der Widrigkeiten des Lebens. Weiter so! 🍀
Herzlichen Glückwunsch, Carl Friedrich! 💐 11 Jahre trocken, wunderbar - und danke, dass auch Du nicht müde wirst, hier aus eigener Erfahrung das kleine Einmaleins von Sucht und Trockenheit zu vermitteln!
Hallo Maraike,
wie geht es Dir inzwischen?
Wie hast Du Weihnachten, Silvester, Ostern verbracht?
Ist Euer Haushalt eigentlich komplett alkoholfrei, auch bei Besuch?
Hast Du noch oft Suchtgedanken oder sogar Suchtdruck? Was machst du dann?
Hast du neue, alkoholfreie Interessen gefunden?
Was macht die Ehrlichkeit dir selbst gegenüber, die du ja vermisst hast?
Usw.
Herzlichen Glückwunsch auch von mir, Aurora und Dante! 💐15 Jahre, Wahnsinn...
Danke, dass Ihr nach wie vor Eure Erfahrungen hier mitteilt, das ist so lehrreich und berührend für mich...
Kann mich nur anschließen, irgendwann möchte ich auch dahin und Bertingen und Forys kennenlernen.
Allen eine gute An- und Abreise und viel Spaß!