Beiträge von Rennschnecke

    Liebe Iwona,

    was für eine Zahl, 16 Jahre zufriedene Abstinenz... Herzlichen Glückwunsch!!! 💐🎂

    Auch für mich bist du von Anfang ein großes Vorbild gewesen. Als ich hier vor knapp zwei Jahren (glücklicherweise) angekommen bin und noch nicht selbst schreiben durfte, habe ich Deinen Faden geradezu verschlungen und mehrmals gelesen, weil Du Tag fur Tag so klar und lebensbehahend Deine Abstinenz in den Vordergrund gestellt hast.

    Gerade im offenen Bereich ist das auch für stille Mitleser sehr wertvoll. Schreib dort ruhig öfter aus deinem Alltag, denn daraus besteht unser Leben doch ...

    Respekt und vielen lieben Dank - da hast Du Dir den Urlaub in Swinemünde mehr als verdient, ich hoffe, es war schön und erholsam. ⛱️🌅🐚

    Also ich geh nicht zu meiner Hausärztin.


    Aber ab morgen werde ich es wieder versuchen, hoffe es hilft mir, mich hier mitteilen zu können.

    Es muss nicht der Hausarzt sein, es kann auch ein Facharzt deines Vertrauens sein, der sich zumindest etwas mit Sucht auskennt.

    Was genau möchtest du morgen wieder versuchen? Den Weg, der Dich schon seit 15 Jahren nicht zum Ziel führt?

    Oder bist du nicht eigentlich hierhergekommen, um endlich zu schaffen, auch diese Sucht zu stoppen?

    Scham ist unnötig, Sucht ist eine schwere Krankheit, und kein Arzt oder dessen Personal wird dich geringschätzig behandeln, wenn du etwas dagegen unternehmen möchtest

    Nur Mut, es kann doch nur besser werden. Hier bist du nicht allein und wirst verstanden!

    Ich war auch eine Feierabendtrinkerin und hab mir gern nach der Arbeit "was Schönes" gekauft. Deshalb habe ich es in den ersten Monaten bewusst vermieden, gegen Abend einzukaufen, um kein Risiko einzugehen.

    Denn inzwischen wird der Alkohol in den Supermärkten ja so geschickt platziert, dass es nicht mehr möglich ist, ihm dort komplett aus dem Weg zu gehen.

    Du bist nicht "schuld" und du solltest sie tatsächlich nicht zum Trinken anregen, nur weil es dir zurzeit scheinbar nichts ausmacht.

    Das kann manchmal auch eine Ersatzhandlung von Alkoholikern sein (z. B. für Gäste/Partner Alk besorgen, wenn sie schon selbst nicht trinken "dürfen").

    Sieht so aus (oder täuschen mich da meine Co-Anteile?), als würde sich bei ihr auch gerade innerlich was bewegen...

    Das kann Deiner Abstinenz nur guttun, auch wenn du sie richtigerweise nicht davon abhängig machst.

    Deine Nüchternheit hält ihnen einen Spiegel vor, in den sie nicht hineinschauen mögen, vermute ich mal.

    Nimm es bloß nicht persönlich. Aber dass sich das sogar auf die Kinderbesuche auswirkt, finde ich krass. Habe eure Kinder das auch schon wahrgenommen?

    Ich erinnere mich gerade nicht mehr: Machst du auch was vor Ort, z. B. Suchtberatung oder SHG? Dort kommst du unter Menschen, die wie Du ticken, und kannst neue Kontakte knüpfen, auch für Freizeitaktivitäten.

    Ja, das ist das Selbstmitleid des Säufers, das ihn in der Sucht hâlt: "Ich arme Sau (IAS) kann ja gar nicht anders, mir bleibt ja gar nichts anderes übrig", etc.

    Darum: Gut, dass Du mit Deinem Arztbesuch heute noch Nâgel mit Köpfen machst!

    Alkoholisnus ist eine schwere psychische Krankheit, Biene, die ärztlich betreut gehört.

    Ansonsten richtet sie uns zugrunde, und dann können wir auch nicht mehr für andere da sein.

    Sei es Dir wert, dich zur Abwechslung mal um dich selbst zu kümmern. Mit der Anmeldung hier hast du den ersten Schritt getan, jetzt folgen weitere ...

    Unspektakulär.

    Stört es dich, schaust Du deshalb so ausführlich auf deine "dollen Trinkzeiten " zurück?

    Ist es nicht gerade ein "Geheimnis" zufriedener Trockenheit, sich auch an den unspektakulären Dingen des Lebens erfreuen zu können?

    Ich bin auch eine Freundin ungeschönter Selbstanalyse, aber Elly und Hartmut haben recht:

    Gerade hier im offenen Bereich sollten wir uns der möglichem Auswirkungen dessen, was und wie wir etwas beschreiben, bewusst sein. Da haben wir auch eine Verantwortung den (stillen) Mitlesern gegenüber und dafür sind wir hier ein klar moderiertes Forum.

    Was war noch mal der Beweggrund für Dich, hier mitzuschreiben? (Ganz sachlich nachgefragt)

    Nur, um aufzuzeigen, wie Du erst nass und dann langzeittrocken geworden bist?

    Oder gehst du auch davon aus, dass auch Du als "alter Trockenhase" von dem Austausch hier profitieren kannst, weil auch Deine Trockenheit trotz der vielen Jahre kein Selbstläufer ist?

    Dein gesamtes Denken, wenn du deinen Thread einmal durchliest, bezieht sich meist auf die, ich nenne es mal, wehmütigen, nassen Zeiten.

    Ich habe auch mal einmal einen Test gemacht und den öffentlichen Bereich, der von jedem einsehbar ist, von jemandem lesen lassen, der nicht trinkt. Nicht, dass mir Betriebsblindheit vorgeworfen wird. Die Antwort: Trinkt er noch, oder hat er schon aufgehört?

    Lass Dir diesen Hinweis von Hartmut, der hier ja schon viele Alkoholiker hat kommen und gehen sehen, doch mal unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten in Ruhe durch den Kopf gehen - könnte da was dran sein?

    Bist du vielleicht schon lange trocken, aber nicht (mehr) wirklich zufrieden?

    So wird ein (Selbsthilfe)Schuh draus ...

    Leider ist nur der Freundeskreis aufgrund der Alkohol abhängigkeit stark eingeschränkt.

    Weil die regelmäßig viel trinken und du diese Gesellschaft aus gutem Grund meidest?

    Es gibt m.W. auch SHGs wie den Freundeskreis, wo beide Partner hingehen können, eben auch, um neue, alkfreie Kontakte zu knüpfen.

    Oder Hobbys suchen, die nicht so alkohollastig sind, z. B. Fahrradclub, Wanderverein, Bogenschießen ...

    Ohne deine Abstinenz ist alles nichts, deshalb nach vorn gucken und das Beste daraus machen, denn jetzt hast du und auch deine Frau die Freiheit dazu ...

    Ihr kamen die Tränen, weil bei ihren Freunden alles perfekt war. Die Kinder und Freunde waren da und hatten Spaß. So sollte das perfekte Leben sein, das ich ihr aufgrund der Sucht nicht mehr bieten kann.

    Hmmh, was genau ist jetzt ihr Problem? Und was heißt schon perfekt? Perfekt ist doch meist nur die Fassade ...

    Was heißt denn in dem Zusammenhang "Spaß haben"? Wird da viel getrunken oder können alle, die Alk trinken nach ein, zwei Gläsern Alk aufhören ( und tun es auch)?

    Wie sieht es denn bei Euch zu Hause aus? Ist das strikt alkoholfrei, auch bei Besuchen?

    Vielleicht kommen wir hier der Ursache für Deine Rückfälle näher. Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    (Wir fragen und schreiben hier meist sehr direkt, nicht wundern und bitte nicht als Angriff werten, denn bei manchem könnte der nächste Rückfall tödlich sein.)

    Mich selbst hat an meinem eigenen Anfang interessiert:
    gibt es Leute, die es auf Dauer schaffen?
    Wie sind die drauf?
    Werde ich mich nüchtern irgendwannwieder als ganzer Mensch fühlen (denn der Alk war in mein Leben schon sehr tief eingebaut, ich wusste nicht ob das eine runde Sache wird)

    So ist es bei mir, ohne dass ich mich zu Deinem oder irgendeinem andren Fanclub zähle.

    Ja, du hast kein kleines Ego. Haben andere auch nicht, kratzt mich in meinem Alter aber nicht mehr.

    Ja, mir gefällt nicht alles, was Du schreibst. Geht mir aber auch bei anderen so. Und nach dem, was ich bei dir so lese, habe ich nicht den Eindruck, dass Deine Partnerin dem nicht voll und ganz gewachsen wäre. Der Rest ist Euers.

    Trotz mancher Differenzen lese ich hier im Forum " rund um mich zu", immer auf der Suche nach Perlen der Trocken-Weisheit, die ich auch bei Dir manchmal finde.

    Diese Vielfalt macht doch unser Forum aus ...

    Mir fällt dazu noch ein, Cambrina: Weißt oder vermutest Du, dass die anderen dir zuliebe weniger trinken?

    Oder ist es ihnen vielleicht nur unangenehm, bei Euch weiterhin "zuzuschlagen", wenn jetzt auch du (und nicht nur dein Mann) nichts trinkst?

    ( Den Eindruck habe ich nämlich bei mir in Familie und Nachbarschaft gewonnen, wenn ich da mal eingeladen bin. Entweder ist es ihnen in meiner abstinenten Gegenwart peinlich oder sie haben angefangen, über ihren eigenen Konsum nachzudenken. Egal. Hier gehts um meine Abstinenz. )