Ehrlich gesagt finde ich es richtig und couragiert von den Nachbarn, auch wenn es anonym war....genau, es geht um das Kindeswohl!
Beiträge von Rennschnecke
-
-
Da erkenne ich mich (in jüngeren Jahren) wieder, Wieweiter.
Und vor dem Hintergrund ist auch der hier vielgelesene Rat "Bleib doch mal bei Dir" noch besser verständlich ...
-
Egal, was Du machst oder sagst oder ob in China ein Sack Reis umfällt: Er will offensichtlich weitertrinken.
Und bald wird er seinen alten Level nicht nur erreicht, sondern überschritten haben, so läuft das mit der Sucht, kannst Du hier tausendfach nachlesen..
Du scheinst Dich nur darum zu drehen, wie Du Dich ihm gegenüber "korrekt" verhältst. Meine Antwort: Sack Reis....
Bitte lenke Deinen Fokus doch mal auf Dich: Was wäre denn DIR gegenüber korrekt, was sind DEINE Ansprüche und Werte? Und WER kann die erfüllen? Kleiner Tipp: er in absehbarer Zeit offenbar immer weniger ...
-
habe solche angst allein zu sein
Das ist die Wurzel solcher ungesunden Partnerschaften, da lässt sich ansetzen.
-
Hallo Rina, vielen lieben Dank. 😊
Ich schreibe heute Abend mal in Ruhe was dazu....
-
Woran zweifelst du, undee?
Am Online-Austausch? An diesem Forum?Oder an der Notwendigkeit eines alkoholfreien Zuhauses?
Das Beharren auf dem "eigenen" Weg aus der Sucht hat schon viele Alkoholiker ungewollt eine "Ehrenrunde drehen" lassen, kannst Du hier in unzähligen Erfahrungsberichten nachlesen - und daraus sind die Grundbausteine entstanden.
Zum alkfreien Zuhause: Wer kein Problem mit Alkohol hat, hat auch keins ohne.
Und ja, so viel "Unbequemlichkeit" für Dein engstes Umfeld darf dir deine Abstinenz wert sein, gerade am Anfang.
-
Für einen Alkoholiker am Anfang der Abstinenz finde ich das vollkommen normal, ging ( und geht mir nach einem Jahr) genauso.
Ist es Deinem Mann eventuell unangenehm, dass es Dir so ernst damit ist, Heuel? Macht es ihm ein schlechtes Gewissen oder hat er Angst, dass Du irgendwann auch von ihm Abstinenz erwartest?
-
Wozu, ist doch gut, dass das hier angesprochen wurde.
-
Hallo Momo,
hattest Du nicht irgendwo geschrieben, dass Du am Sonntag eine Art Jahrestag betr. Ausbruch aus der Co-Abhängigkeit hattest?
Herzlichen Glückwunsch! 💐Und gönn Dir ruhig eine etwas "schreibfaulere" Phase, senn Du sie brauchst (erlebe ich bei mir auch gerade) - Hauptsache, Du bleibst uns hier erhalten, finde Deine Beiträge immer sehr lesenswert. Alles Gute!
-
Hab auch gerade wieder davon gehört, zum Jahresanfang "trendet" sowas immer ganz gewaltig.
Für mich als abstinente Alkoholikerin wäre das trotzdem nichts, da könnte ich z. B. in Versuchung geraten, mal einen alkfreien Gin auszuprobieren, dadurch wieder auf den Geschmack kommen und mir evtl. irgendwann irgendwo anders das Original besorgen.
Insofern passt der Tipp hier nicht hin - aber schön, dass "alkfrei" immer gesellschaftsfähiger wird und darum für den Wirt abscheinend sogar rentabel ist ...
-
Genau, gelernt ist gelernt ...
Aber kein Grund zur Panik., solange solche kurzzeitigen Saufgedanken nicht gehäuft aufteten.
Eher praktisch, dass es uns auch dann an seine unabänderliche Existenz erinnert, wenn wir uns gerade stark fühlen.
Stark übrigens auch, dass Du das hier gleich aufschreibst, weiter so!
-
Der Faden von Wieweiter wurde ja auf ihren eigenen Wunsch geschlossen ...
-
Genau, Stichwort "alkoholfreies Zuhause: Kennst Du schon die Grundbausteine, sozusagen die "Bibel" des Forums? Vielleicht kann ein Mod Dir den Artikel verlinken?
-
Bei mir waren ständig wiederkehrende Depressionen ein Grund warum ich gesoffen habe.
Nicht Grund, aber Anlass ...
"Grund" würde bedeuten: Ich musste ja zwangsläufig trinken, weil ..."
Ich habe auch versucht, meine (damals von mir noch nicht akzeptierten) Depressionen und andere Probleme mit Alkohol "in den Griff zu kriegen". Hat natürlich nicht geklappt...
War die Depression "schuld" daran, dass ich süchtig gewirden bin? Nein, höchstens meine Unkenntnis besserer Bewältigungsstrategien.
-
Hallo Luna, wie geht es Dir inzwischen?
-
An den traurigen akuten Beispielen von Euch, Wieweiter und Jump, sehe ich gerade noch mal den Unterschied zwischen Theorie und Praxis - und vielleicht auch die Größe meiner eigenen Co-Anteile.
"In Liebe loslassen" - scheint in der Theorie mit einiger Anstrengung verständlich und unumgänglich. In der Praxis, wenn am Ende der jämmerliche Tod des Säufers im Raum steht, stelle ich mir das höllisch schwer vor, wenn der jenige nicht gerade ein gewalttätiges A..loch ist.
Es heißt ja, auch Cos müssen erst ihren persönlichen Tiefpunkt erreichen, an dem sie sich "erlauben" können, wenigstens sich selbst zu retten - wenn sie im tiefsten Innern verstanden haben, dass sie den anderen nicht nachhaltig (höchstens kurzzeitig) "retten" können.
Das hattest Du ganz zu Anfang in Deinem Faden geschrieben, Jump:
Ich muss oft an einen Psychiater aus der Notaunahme denken der vor Jahren zu mir gesagt hat: "Wenn Sie sich trennen stirbt einer, aber wenn Sie bei ihm bleiben sterben zwei".
Jump! die geblieben ist
Räumlich habt Ihr Euch inzwischen beide getrennt, aber emotional...?
(Ich schreibe dies übrigens in der Ahnung, dass es mir irgendwann mit meinem Ex ähnlich gehen könnte, wenn ich nicht endlich mehr bei mir und nicht nur bei anderen genauer hingucke...)
Ein letzter Gedanke zu Deiner Situation, Wieweiter, weiß nicht, ob der Vorschlag schon kam, konnte jetzt nicht noch mal den ganzen Faden lesen:
So, wie er jetzt zusteht, müsste er mithilfe des Sozialen Dienstes im Krankenhaus einen vorläufigen Pflegegrad bekommen und damit nach dem KH in Kurzzeitpflege kommen können.
Das Thema Betreuung hatten wir definitiv schon mal angesprochen, die könnte dafür sorgen, dass als längerfristige Lösung ein Pflegeheim für Alkoholiker o. Ä. gefunden wird.
Aber das müsstest Du Dir eben auch zugestehen, Deine gefühlte Verantwortung in andere Hände abzugeben...und allen, die es nicht hören wollen, zu sagen: Ich kann nicht mehr, jetzt seid Ihr dran ...
-
alkoholfreien aber im Original alkoholischen Getränken
Die Formulierung finde ich gut, um zu verdeutlichen, was hier eben aus gutem Grund nicht mit "alkoholfrei" gemeint ist.
-
Ach Myla, hast Du Dich hier schon in das Thema Co-Abhängigkeit eingelesen?
Wie soll er denn seinen Tiefpunkt erkennen und erreichen, wenn er sich deiner Rundumbetreuung sicher sein kann? Wenn nicht in deiner Wohnung, dann am Telefon ...
Mag sein, dass die örtliche Caritas mit Quartalstrinkern überfordert ist, aber dann muss ER sich kümmern, woanders Hilfe zu finden, anders funktioniert es bei aller Liebe nicht, das kannst du hier bei ganzen vielen Cos nachlesen, z. B. Bei Momo.
Was würde denn passieren, wenn er nicht mehr bei Dir übernachten würde? Würde er dann täglich trinken?
-
dass er das nicht mehr möchte.
Was genau? Die Gewaltausbrüche oder das Trinken oder beides?
Mit "ganz am Boden" ist der persönliche Tiefpunkt gemeint ( unabhângig von den äußeren Umständen), an dem der Alkoholiker erkennt, dass er abstinent werden und lebenslang bleiben muss, weil er sonst untergeht.
Hat er diesen Punkt erreicht? Dann wird er sich von möglicherweise nicht optimalen Reaktionen nicht abhalten lassen und woanders Hilfe suchen, es gibt ja nicht nur die Caritas.
-
Er hat auch bei Caritas in meinem Beisein auf Lautsprecher angerufen, ich bin schockiert. Die Dame am Telefon war zwar sehr nett, jedoch meinte sie wortwörtlich, dass er wohl noch nicht tief genug gesunken ist und sie ihm nicht helfen können, da er auch noch einen Job hat. Also nach dem Motto "so schlimm ist es ja nicht"
Was genau ist denn in dem Gespräch abgelaufen, mit welcher Frage bzw. Welchem Ziel hat er sich dort gemeldet? War er vollkommen ehrlich? Hat er auch seine Gewalttätigkeit erwähnt?
Solche Aussagen kenne ich nur gegenüber Leuten, die nicht einsehen wollen, dass sie Alkoholiker sind und dass die lebenslange Abstinenz für sie der einzig verbliebene Ausweg ist. Und nur dabei können Hilfsangebote helfen. Niemand wird allein deswegen abgewiesen, weil er noch einen Job hat!
Ist denn sichergestellt, dass die Dame tatsächlich von der Caritas und das Telefonat nicht fingiert war, um Dich einzulullen?
Ab gesehen davon ist das seine Sache. Das macht das, was bisher passiert ist, ja nicht ungeschehen - oder für Dich etwa doch?
Und wenn sich herausstellt, dass deine Zuversicht unbegründet war?