Du kannst meinen Faden schließen
wieweiter - Was tun?
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Linde66
11. Januar 2025 um 00:53 Hat das Thema geschlossen. -
Xy liegt auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben
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Guten Morgen wieweiter und Jump
wieweiter, ich habe Dein Thema verfolgt und wirklich was brauchbares kann ich vielleicht nicht schreiben.
Sei nicht sauer, denn wenn Du nicht damit leben kannst, ihn auf die Strasse zum Sterben setzen, was ich absolut nachvollziehen kann, steckst Du in einem tiefen Dilemma. Das ist eine Situation, die nicht zu lösen ist, wenn Du nicht knallhart sein willst.
Ich kenne eine vergleichbare Situation, da ist der Betroffene irgendwann gestorben und bis dahin war es natürlich nicht so prächtig.
Praktisch machst Du jetzt Sterbebegleitung, und so hart es klingt, finde Dich damit ab.
Und Deine Mietwohnung muss nach dem, was Du geschrieben hast, wahrscheinlich grundsaniert werden, wenn er mal tot ist, das habe ich jedenfalls schon so erlebt. Manche Dinge sickern ein, da muss dann alles raus. Darauf kommt es eh schon nicht mehr an.Wenn Du es finanziell machen kannst, lasse ihn in Der Mietwohnung, bis er stirbt, wie gesagt, muss vermutlich eh saniert werden.
Und wenn er jetzt auf der Intensivstation stirbt, dann ist er nicht auf der Strasse gestorben, wie Du das wolltest, Du hast dein Möglichstes getan und die Metwohnung wäre dann frei.
Und Trauer.....Trauer kommt. Du kannst ihn nicht retten. -
Sollte das hier nicht eher in deinen eigenen faden wieweiter ? Das hier ist doch jumps bereich. Ansonsten hätte ich jetzt auch gefragt wie gehts dir? Was geht dir so durch den kopf? Ich wünsch dir alles gute
Koda
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Der Faden von Wieweiter wurde ja auf ihren eigenen Wunsch geschlossen ...
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Hätte ich getan, der Faden ist aber geschlossen.
Noch was. Ich habe den Betroffenen, von dem ich rede, alleine gelassen, bis er weichgekocht war. Nix aufräumen oder putzen. Irgendwann konnte er sich keinen Alkohol mehr besorgen. Dann war er reif für den Pflegedienst, bei dem ich gleich eine hartgesottene Putzfrau mitgeordert habe, und er strab dann im Krankenhaus. -
Elly
13. Januar 2025 um 09:53 Hat das Thema geöffnet. -
Hallo wieweiter,
diese Beiträge, die für Dich sind, habe ich hier in Deinem Thread eingefügt.
Es liegt an Dir, ob Du Dich weiter austauschen möchtest, oder nicht.
Aber wenn Du Dich austauschen willst, dann bitte hier in Deinem eigenen Thread.
Du kannst gerne einen Moderator anschreiben, wir öffnen dann wieder für den Austausch.
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Elly
13. Januar 2025 um 09:57 Hat das Thema geschlossen. -
Linde66
14. Januar 2025 um 16:36 Hat das Thema geöffnet. -
Hallo wieweiter,
wie gewünscht ist dein Thema wieder geöffnet.
Liebe Grüße, Linde
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Hallo wieweiter, ich weiß nicht wie die Situation jetzt für dich aussieht? Deshalb ist es echt ein bisschen schwer was zu schreiben, weil es ganz unpassend erscheinen könnte.
Aber wir sind ja alle für uns selbst hier und ich sage mal was ich für mich so gedacht habe, als du geschrieben hast "er kämpft um sein Leben".
Ich habe mich gefragt ob wirklich ER kämpft oder die Maschinen und Ärzte. Und ob das noch ein "Leben" ist. Ich kann es nur von dem her beurteilen wie ich es bei meinem Mann wahr nehme. Und da ist es kein "Leben" mehr. Mehr so ein qualvolles dahin vegetieren. Und von dem was du schreibst ist es bei deinem xy ja noch deutlich schlimmer.
Jemand hat hier mal geschrieben, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, die zum Tod führt. Im Grunde wie Depression, wie Magersucht, wie Krebs. Natürlich nicht zwangsläufig und hier sind so viele tolle Beispiele von Alkoholikern, die es geschafft haben die Krankheit zu stoppen. Aber ungebremst ist das die natürliche Folge. Und wir Angehörige können nix machen.
Weißt du, wenn ich ehrlich bin, dann muss ich zugeben, dass ich früher, als ich noch mit meinem Mann zusammen gewohnt habe, dass ich damals manchmal dachte: wäre besser du stirbst. Das ist schlimm sowas zu denken. Ich hab ihn sogar schon angeschrien: wenn du dich sowieso stückchenweise umbringst, dann geh' gefälligst raus und spring' von der nächsten Brücke! Dann bin ich wenigstens frei. Das war auch so ein Moment an dem ich ganz klar gespürt habe: ich muss hier raus - das ist komplett irre von mir. Ich hatte so eine mörderische Wut.
Trotzdem würde ich in Trauer versinken, wenn er dann tatsächlich stirbt. Und manchmal denke ich dennoch es wäre vielleicht das Beste. Verrückt. Wobei ich durch den räumlichen Abstand jetzt wirklich eine gute Distanz habe und emotional sehr! viel distanzierter bin. Das macht schon viel aus. Also jetzt spüre ich diese Wut nicht mehr, sondern schaue wie von Außen drauf.
Das sind alles so Gedanken, die bei mir hoch kommen, wenn ich deine Beiträge lese...
Alles Liebe, Jump! 🏵️
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Liebe Jump,
So wie Du es beschreibst, ja genauso geht und ging es mir auch. Ich unterschreibe jedes Wort von Dir.
Daher war die räumliche Trennung für mich die Möglichkeit wieder zu mir zu finden. Selbst jetzt, wo ich ja in der großen Wohnung über Nacht bleiben könnte, zieht es mich in meinen kleine Rückzugsoase.
Klar denke ich auch, dass es für ihn besser wäre wenn es vorbei wäre.
Die Ärztin meinte heute, man müsse von Tag zu Tag entscheiden.
Ich hab ein Abo für Kammerkonzerte einmal im Monat mit zwei lieben Freundinnen. Zuerst wollte ich absagen, aber dann bin ich heute Abend doch hin und es war wunderschön.
Liebe Grüße
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Ich finde es toll, dass du mit deinen Freundinnen ausgegangen bist und ihr einen so schönen Abend hattet 😊
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Psychologen behandeln nur bei Trockenheit. Die Tatsache ist ja ganz einfach. Alkohol wird oft von Betroffenen als Möglichkeit Emotionen zu vermeiden oder verdrängen genutzt. Psychotherapie basiert aber darauf diese zu fühlen, Probleme anzugehen und klar zu sein. Das geht nicht mit Alkohol.
Mein xy hat viele Baustellen aus seiner Kindheit, ich will nicht näher darauf eingehen und damit auch nichts entschuldigen. Er hätte längst psychologische Hilfe gebraucht.
Sind wirklich alle, die psychologische Behandlung erhalten Nichtalkoholiker oder trocken oder schaffen sie es das zu verheimlichen.
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Von mir weiß ich, dass ich nach einer OP die Psychotherapie dringend gebraucht habe.
Und sie hat mich an Grenzen gebracht. Das hätte ich nass nicht umsetzen können, wieweiter.
Während der Psychotherapie ist vieles hochgekommen, dass ich nur nüchtern umsetzen konnte. Wenn ich noch getrunken hätte, wäre diese Aufarbeitung nicht möglich gewesen.
Nur mit klarem Verstand konnte ich etwas verändern und umsetzen.
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Natürlich kann man einen Psychotherapeuten auch versuchen zu täuschen, aber die sind ja auch nicht dumm. Sie kennen Suchtmechanismen. Was bringt denn eine Therapie, wenn der Patient nicht da ist? Oder vorübergehend verschwindet? Richtig, gar nichts. Weil sie dann nicht an sich selbst arbeiten.
Mein Mann hat auch eine Therapie gemacht, 6 ganze Stunden, danach war er geheilt. Er hat nur in einem Nebensatz fallen lassen, dass die Therapeutin erwähnt hat, dass sie für Alkoholkonsum nicht der richtige Therapeut ist.
Psychotherapeuten wissen doch genau wie weit sie jemanden an die Grenzen schieben können, bevor die Person dicht macht. Und das war halt der sanfte Stupser der möglich war und oh Wunder nichts gebracht hat.
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Irgendwie kommt mir das so vor wie ohne Wohnung keine Arbeit und ohne Arbeit keine Wohnung.
Wenn die Depression der Auslöser für die Alkoholerkrankung ist, dann wäre es doch wichtig die Depression psychotherapeutisch zu behandeln.
Wenn ich weiter darüber nachdenke, das passiert ja dann in der Entwöhnungsklinik, vorausgesetzt der Alkoholiker ist bereit einen Entzug zu machen.
Nur so meine Gedanken
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Hallo wieweiter!
Wenn die Depression der Auslöser für die Alkoholerkrankung ist, dann wäre es doch wichtig die Depression psychotherapeutisch zu behandeln.
Es lässt sich oft schwer sagen was zuerst da war. Aber zu trinken weil jemand depressiv ist ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung. Es ist aber erwiesen daß durch das Trinken die Depressionen verstärkt werden.
Es ist unheimlich wichtig erst zu entgiften und dann zu versuchen die Depressionen in den Griff zu bekommen. Es ist eigentlich eine Doppeldiagnose einmal die Suchtkrankheit und einmal die Depressionen. Beides muß behandelt werden sonst werden sich beide Erkrankungen gegenseitig hochschaukeln.
Der Suchtkranke muß auch lernen daß Trinken bei einer Depression nichts bringt sondern den Zustand meist verschlechtert.
Wenn ich weiter darüber nachdenke, das passiert ja dann in der Entwöhnungsklinik, vorausgesetzt der Alkoholiker ist bereit einen Entzug zu machen.
Ja aber die Zeit ist meistens viel zu kurz das ist ein langwieriger Prozess der oft Jahre dauern kann das kann die Entwöhnungsklinik nicht leisten.
LG Marie
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moin wieweiter
als ich noch fröhlich vor mich hin gesoffen habe waren alle anderen an meinem leid schuld, ich hab mich in meiner depression und meine überdimensionierten selbstmitleid so richtig gesuhlt. suizidgedanken waren mehr als einmal da. rumgehäule über die ach so bösen menschen um mich rum an der tagesordnung.
als ich dann endlich geraff habe das es am alk liegt wie ich die dinge sehe und ein mächtiges alkoholproblem habe konnte ich auch mit der therapie beginnen, ich habe erstmal ein gutes jahr eine ambulante alkoholtherapie gemacht danach bin ich noch ein weiters jahr zu einer anderen psychologin gegangen die dann den rest von dem scherbenhaufen den ich aus meinem leben gemacht hatte zusammenkehren half.
hier greift eines ins andere. und der anfang muß der alkohol sein denn der verändert das denken in eine richtung die keine anderen angriffspunkt mehr frei läßt.er verändert die psyche auch in richtung depression, sehr oft sind diese alkoholbedingt. all das kann man aber erst sehen wenn der weg ist. was dann noch übrig ist, wenn überhaupt noch was übrig ist, kann man dann erst gescheit angehen.
wenn man es andersrum versucht ist das als wenn du ein haus löschen willst unter dem fröhlich eine bezinquelle sprudelt. das funktioniert einfach nicht.
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Ja aber die Zeit ist meistens viel zu kurz das ist ein langwieriger Prozess der oft Jahre dauern kann das kann die Entwöhnungsklinik nicht leisten.
Danach müsste nahtlos eine psychotherapeutische Behandlung starten.
als ich noch fröhlich vor mich hin gesoffen habe waren alle anderen an meinem leid schuld, ich hab mich in meiner depression und meine überdimensionierten selbstmitleid so richtig gesuhlt. suizidgedanken waren mehr als einmal da. rumgehäule über die ach so bösen menschen um mich rum an der tagesordnung.
Da gebe ich Dir schon recht aber bei meinem xy gab es in der Kindheit ein traumatischen Erlebnis das er nie aufgearbeitet hat. Das ist keine Entschuldigung vielleicht eine Erklärung.
Die Vergangenheit kann man nicht ändern, die Zukunft aber gestalten
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ja, aber die psychotherapeutische Behandlung muss man auch wollen. Man muss eben auch Hilfe wollen, sich Hilfe suchen, die dann annehmen und auch an sich arbeiten. Es kommt keiner nach Hause, streichelt das Händchen und alles ist wieder gut.
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ja und? wir haben alle irgend welche traumata erlebt, sonst hätten wir nicht angefangen zu saufen. der punkt ist, er muß da raus wollen, und wenn er nicht will kannst du dich auf den kopf stellen. er muß erst was gegen den alk tun und dann alles andere. da kannst du jetzt noch 50 mal erklären das es ihm in der kindheit schlecht ging. ändert an den fakten nichts. und du kannst schon mal gar nicht für ihn trocken werden. das mußt du jetzt mal verstehen, denn dafür bist du doch hier oder?
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