Oje, Mimi, das ist wirklich nicht einfach.
Für die Kinder muss es doch auch furchtbar sein, zum eigenen Schutz immer wieder aus Ihrem Zuhause gerissen zu werden. Das scheint ja sogar er so zu sehen, wie du schreibst.
Und mit 4 und 8 Jahren bekommen auch die jüngeren Kinder genug mit, glaub mir, vielleicht nicht von allen Ereignissen, aber von der Stimmung, und das macht was mit ihnen, das kannst du hier bei den EKAs nachlesen. Bist du vielleicht selbst EKA?
Und warum arbeitest Du gerade in 2 Jobs? Wie lange soll das gehen?
(Bitte nicht persönlich nehmen: Wir schreiben und fragen hier in der Regel sehr direkt, aber nicht, um jemanden anzugreifen, sondern um möglichst etwas mehr Klarheit ins Gefühlschaos zu bringen. ( @Forum: Hier spreche ich mal bewusst aus Erfahrung fürs Forum, maße ich mir sonst nicht an.))
Im Moment kann ich für mich nicht viel tun.
Ist das wirklich so? Oder magst Dir das nicht zugestehen, für Dich zu sorgen ( und damit meine ich jetzt nicht Wellness).
Gut ist ja schon mal, dass Du mit seiner Ex offenbar sprechen kannst, und dass Freunde und Verwandte dir beistehen. Und dass Du Dich hier gemeldet hast.
Weitere Stützpfeiler sind möglich und nötig, z. B. Die örtliche Suchtberatung für Angehörige und die Familienberatung. Du schreibst, sein Konto ist schon gesperrt, hat er eine rechtliche Betreuung? Falls nicht, kann das bei seinem Zustand bestimmt veranlasst werden. Denn Du bist nicht seine Mutter, nicht mal seine Frau (und auch Mütter und Ehefrauen müssen nicht alles ertragen bzw. allein schaffen).
Meine bescheidene Meinung: Solange er sich so asozial verhält ( egal, warum und mit welchem schlechten Gewissen hinterher), sollten seine Kinder bei der Mutter bleiben, das kannst Du nicht noch nebenbei aufzufangen versuchen.
Und suche so schnell wie möglich nach einer Wohnung für Dich und dein Kind und kündige die gemeinsame Wohnung, damit Ihr nicht noch mehr in seine Abwärtsspirale hineingezogen werdet, auch finanziell. Er muss deswegen nicht auf der Straße landen, es gibt Wohnheime für solche Fälle.
Fühlt sich wie Hängenlassen an? Ist aber die einzige Chance für Dich und die Kinder, nicht mit unterzugehen.
Und NEBENBEI auch die einzige Chance für ihn, vielleicht doch noch zur Besinnung zu kommen und ernsthaft abstinent werden zu wollen. Aber zuallererst geht es um Dich und die Kinder...und das kannst du ihm auch genauso sagen.
Alles Gute!