Beiträge von Rennschnecke

    Hallo Stromer, 1,5 Jahre sind schon eine Hausnummer, dazu, aber vor allem zu Deiner klaren Haltung und Entschlossenheit, gratuliere ich herzlich.

    Es wäre schön, öfter von Dir zu lesen, Du hast doch was zu sagen, was durch ein paar Tippfehler nicht geschmälert werden würde, geht doch allen so. Also bitte "einfach" so weitermachen, dage ich von Katzenfreundin zu Katzenfreund

    Genau richtig, Bobby, gut, dass Du da auf Dich aufgepasst hast. Die alten Gewohnheiten, die irgendwann in die Sucht geführt haben, müssen überschrieben werden, gerade auch beim Einkaufen: anderer Laden oder zumindest anderer Weg und andere Zeit sind empfehlenswert, um eben nicht automatisch die Alkregale anzusteuern, die ja leider nicht weniger werden.

    Du hörst Dich sehr reflektiert an, vielleicht wäre es gut, genauer hinzuschauen, warum Du zum zweiten Mal an einen Alkoholiker geraten bist? Damit Du beim nächsten Mal noch früher die Reißleine ziehen kannst?

    Hast Du vielleicht familiäre Vorerfahrungen mit dem Thema oder einer anderen Sucht, dass Du Betroffenen gern helfen möchtest - mehr, als evtl. sogar für diese und vor allem für Dich gut ist?

    Dies als Anregung, nicht als Frage, die direkt beantwortet werden soll...

    Sei nicht so streng mit Dir... Und manches muss man auch erst zigmal durchdenken und in der Theorie üben, bevor man es auch nur in Teilen umsetzen kann.

    Dafür ist eine Therapie hilfreich, zumal wir in Bezug auf uns selbst immer auch blinde Flecken haben, die wir nicht sehen können oder wollen. ( Meine persönliche Erfahrung)

    Ich meinte natürlich: dass Du, Ophelia, hier ggenau richtig bist, ist ja Dein Faden.

    Komm erst mal hier an, lies auch viel bei anderen COs, und Du wirst sehen, dass Du mit Deinen Problemen nicht allein bist...und dass Du was für Dich zum Guten ändern kannst. 🌞

    Gut, dass Du das beendet hast, Schmidtty. Wie sagt Elly immer so wahr: Eine Beziehung sollte ein ruhiger, sicherer Hafen sein.

    Dich scheinen ja noch einige Baustellen zu belasten, die Du früher mit Alkohol auszublenden versucht hast. Jetzt, im nüchternen Zustand, könntest Du sie therapeutisch angehen. Hast Du mal darüber nachgedacht?

    Aber die Liebe ist noch da und sie ist stark und ich wünsche mir zur Zeit nichts mehr als das er die Augen öffnet und mich ansieht und mir hallo sagt.
    Und ich hoffe er wählt den richtigen Weg, denn dann würde meine Herz brechen.

    Hmh, bei allem Respekt für Deine Ausnahmesituation: Wie realistisch ist diese Hoffnung? Woran machst Du "den richtigen" Weg fest, wie genau sieht er für Dich aus?

    Und was kannst Du für Dich tun, wenn er diesen Weg nicht geht oder nicht durchhält? Zusammenbrechen ist ja schon wegen der Kinder keine Option. Und nur abwarten und hoffen auch nicht, oder? Bitte entschuldige, dass ich das so direkt formuliere, ist als Anregung gemeint.

    Nach dem, was ich hier in über einem Jahr gelernt habe, bin ich fest davon überzeugt, dass es gut für uns ist, wenn sich die Sucht(stimme) ab und zu mal mehr, mal weniger deutlich meldet und uns daran erinnert, dass sie nie mehr weg sein wird und wir uns nicht zu sicher fühlen sollten (Tschuldigung, sehr verschachtelt(

    Ich selbst trinke seit seiner Rückkehr auch nichts mehr, auch wenn er meint, dass es ihm nichts ausmachen würde. Mir macht der Verzicht nichts aus, da ich immer nur mal in geselliger Runde bzw. aus Genuss getrunken habe.

    Schade, dass das schon wieder Geschichte ist, denn das ist mal ein Punkt, an dem der Co wirklich eine Hilfe sein kann und darf: durch ein alkoholfreies Zuhause und möglichst auch Alkoholverzicht in Gegenwart des Trinkers.

    Ich glaube das lag daran dass mir meine Gefühle immer abgesprochen hat - mir eingeredet hat dass sie falsch sind ... Das ich einfach zu unentspannt, hysterisch bin... Und so weiter...

    Der Klassiker, nach dem, was ich hier bisher von COs gelesen habe ...

    Aber dass er dann nüchtern niemanden mehr hat, das ist vermutlich so und das ist schon bitter

    Deshalb musst Du Dich aber nicht weiter von ihm manipulieren lassen, oder? Er ist doch schon groß...

    Und wenn er das Thema Abstinenz wirklich so ernsthaft anpeilen würde, dass die alten Kumpel sich abwenden, hätte er genug Gelegenheit, neue Leute ohne Alk kennenzulernen: in der Reha, in der SHG ...und sich vor allem neu aufzustellen: ohne Selbstmitleid, ohne Manipulation ... Nicht Deine Aufgabe...

    In Bezug auf die eigenen Nachkommen finde ich es auch verständlich, dass einen diese Frage - mal - beschäftigt. Dabei würde ich den Blick aber ncht nur auf Alkohol richten. Denn was bringt es, wenn das Kind aus Respekt vor Alkohol kaum welchen trinkt, dafür aber regelmäßig kifft, zockt oder massenhaft Energydrinks zu sich nimmt?

    Da würde ich eher mit dem Nachwuchs über Sucht an sich sprechen. In meiner Familie z. B. gab es mindestens einen bekannten Vorfahren, der Alkoholiker war, einer seiner vielen Nachfahren (Entfernter Onkel von mir) war es auch.

    Bei dem Rest der Nachkommen ist es ganz unterschiedlich: ein paar "Gernetrinker", zu denen auch ich mich zählte, die meisten scheinen aber eher selten und wenig zu trinken, weil es ihnen nicht besonders wichtig ist.

    Dafür gibt es jede Menge anderer Süchte (z. T. Ärztlich diagnostiziert, z. T. von der gesamten Verwandtschaft beobachtet: Esssucht, Magersucht, Sportsucht, Arbeitssucht, Spielsucht, Nikotin, Putzsucht...

    diese Beobachtung war übrigens lange Zeit für mich ein Grund, mir mein abendliches Saufen schönzureden: irgendwas Ungesundes macht doch jeder, scheint ja nicht ohne zu gehen ...

    Ist da nun der Urahn dran "schuld" oder nicht sondeliche günstige Erziehungsmethoden, Familienverhältnisse oder ...? Zumal in in einem Hochkonsumland wie unserem vermutlich in jeder Familie irgendwann mal ausgewiesene Trinker ihre Gene weitergegeben haben. ..

    Die Fragestellung ist zwar menschlich verständlich, bringt uns aber nicht wirklich weiter, zumal wir die Vergangenheit nicht ändern können.

    Wichtig wäre es, unseren Nachkommen zumindest jetzt, nach dem Entzug, vorzuleben, dass ein Leben ganz ohne Suchtmittel möglich und gut sein kann. (Gelingt mir in Bezug auf Süßigkeiten und Handykonsum aber auch noch nicht)

    Liebe Rina, auch von mir herzlichen Glückwunsch - auch zu den vielen Verbesserungen, die sich durch Deine Abstinenz eingestellt haben.

    Sehr frei nach dem Mops- Spruch von Loriot: Ein Leben ohne Alkohol ist möglich - und ganz und gar nicht sinn- oder freudlos, im Gegenteil. 🌞

    In dem Sinne: "Einfach" so weitermachen, mit uns! Alles Gute und feiere Dich ruhig ein bisschen, zum Beispiel mit einem schönen Eisbecher 🍨