Hallo Maeron,
auch ich finde es gut, dass Du Deine Gedanken hier teilst, wir können alle daraus lernen. Und Du kannst es dann hoffentlich für Dich abhaken.
Den Suchttherapeuten geht es wohl in bester Absicht darum, zu verhindern, dass ein möglicher Rückfall bei uns nicht zur Selbstaufgabe führt, nach dem Motto: Jetzt bin ich schwach gewirden, jetzt ist sowie alles egal und alles verloren, mir kann keiner helfen, etc.
Es ist gut zu wissen, dass das nicht so sein muss, wenn man sofort Hilfe sucht. Das kann aber von unserem unverbesserlichen Suchtgedächtnis als Freifahrtschein aufgefasst werden.
Und wie schon geschrieben wurde: Der Ubterschied zwischen Theorie und Praxis kann gerade beim Thema Sucht lebensentscheidend sein.
Immer wieder erlebe ich es, erst stationär, jetzt ambulant, dass Suchtpatienten Meinungen über den vermeintlich schon erreichten Grad ihrer Abstinenz äußern, die von den Therapeuten/Theoetikern nicht hinterfragt werden. (" Das macht mir nichts aus, das triggert mich nicht, das ist alles eine Frage der Zeit, etc.).
Das ist hier anders, und dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn der Wind mal rauher weht.
Bei der Gelegenheit möchte ich auch an den SOS-Faden erinnern, den dieses Forum auf der Startseite bietet. Das wäre für mich im Notfall (VOR einem nahenden Rückfall) auch die beste und am schnellsten erreichbare Adresse und bestimmt sicherer als Freunde, die es zwar gut meinen, sich aber weder theoretisch noch praktisch mit der Sucht auskennen.
In dem Sinne: Weiter so, Maeron, geh Deinen Weg mit uns, zusammen haben wir eine echte Chance!