Beiträge von Rennschnecke

    Hallo Maeron,

    auch ich finde es gut, dass Du Deine Gedanken hier teilst, wir können alle daraus lernen. Und Du kannst es dann hoffentlich für Dich abhaken.

    Den Suchttherapeuten geht es wohl in bester Absicht darum, zu verhindern, dass ein möglicher Rückfall bei uns nicht zur Selbstaufgabe führt, nach dem Motto: Jetzt bin ich schwach gewirden, jetzt ist sowie alles egal und alles verloren, mir kann keiner helfen, etc.

    Es ist gut zu wissen, dass das nicht so sein muss, wenn man sofort Hilfe sucht. Das kann aber von unserem unverbesserlichen Suchtgedächtnis als Freifahrtschein aufgefasst werden.

    Und wie schon geschrieben wurde: Der Ubterschied zwischen Theorie und Praxis kann gerade beim Thema Sucht lebensentscheidend sein.

    Immer wieder erlebe ich es, erst stationär, jetzt ambulant, dass Suchtpatienten Meinungen über den vermeintlich schon erreichten Grad ihrer Abstinenz äußern, die von den Therapeuten/Theoetikern nicht hinterfragt werden. (" Das macht mir nichts aus, das triggert mich nicht, das ist alles eine Frage der Zeit, etc.).

    Das ist hier anders, und dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn der Wind mal rauher weht.

    Bei der Gelegenheit möchte ich auch an den SOS-Faden erinnern, den dieses Forum auf der Startseite bietet. Das wäre für mich im Notfall (VOR einem nahenden Rückfall) auch die beste und am schnellsten erreichbare Adresse und bestimmt sicherer als Freunde, die es zwar gut meinen, sich aber weder theoretisch noch praktisch mit der Sucht auskennen.

    In dem Sinne: Weiter so, Maeron, geh Deinen Weg mit uns, zusammen haben wir eine echte Chance!

    Wie hast Du es überhaupt geschafft, in ihrem Beisein trocken zu werden und zu bleiben? Und wie steht sie dazu?

    Sie hätte ja von Deinem guten Beispiel lernen können und sehen, dass das Leben ohne Alk gar nicht trostlos sein muss ...

    Mein Tipp: Lies Deinen Faden von Anfang bis Ende noch mal durch und zieh daraus Deine Schlüsse. Und dann mach Dein Ding, mit aller Hilfe, die Du bekommen kannst.

    Aber erwarte nicht, dass er zu Dir sagt: Du hast ja recht, ich bin eine Zumutung für Dich und das Kind, es ist besser, wenn wir uns erst mal trennen.

    Das wird wohl nicht passieren, da er es sich noch in der Opferrolle bequem macht. Aber Du und Dein Kind, Ihr müsst keine Opfer sein...

    Liebe Cadda,

    ganz herzlichen Dank auch von mir für Deine besonnene und lebenskluge Moderatorentätigkeit!💐

    Für mich bist Du einer der Stützpfeiler des Forums, ob mit oder ohne Mod-Status, und ein großes Vorbild. Fast sieben Jahre, toll!

    Jeder Mod bringt seine oder ihre ganz eigene Klangfarbe ins Forum ein, und das ist gut und wertvoll.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es auf Dauer sehr anstrengend ist, gerade wenn man noch voll im Berufs-und Familienleben steht.

    Darum: Gut, dass Du das Thema Selbstfürsorge ernstnimmst, wenn auch schade für uns.

    Aber vielleicht hast Du dadurch ja wirklich mehr freie Zeit für den offenen Bereich. Das wäre schön - für so viele stille und laute Mitleser, die noch ganz am Anfang und auf der Suche sind ...Auch Deinen Faden habe ich gerade in den ersten Monaten mehrfach verschlungen ...

    Danke und alles Gute, auf Wiederlesen!

    Ich bin sehr glücklich, dass es dieses Forum gibt :)

    LG

    👍🌞

    Hmmh, ein Fetisch mag zwar für due meisten Menschen schwer verständlich sein, ist aber doch kein behandlungsbedürftiges Krankheitsbild, solange es nicht um Strafbares geht?

    Könnte es nicht auch so sein, dass er den Alk braucht, um sich den Fetisch einzugestehen und ihn auszuleben?

    Und natürlich kannst Du als Partner unterstützen, ohne deswegen Co zu sein: keinen Alkohol oder daran erinnernde Getränke besorgen/bezahlen, im gemeinsamen Haushalt dulden/aufbewahren oder in seiner Gegenwart konsumieren.

    Alles andere ist sein Job.

    Und, so habe ich es hier in gut einem Jahr gelernt, quälen sich viele Cos mit dem Gedanken, dass eine Trennung in ihrem Fall nicht möglich ist, ähnlich wie wir Alkoholiker uns lange nicht vom Alk trennen können (wobei es "bei uns" lebensnotwendig ist, "bei Euch" wohl nicht immer).

    Hallo, Wirdwerden,

    Dein nicht unumstrittener Beitrag bei Vayana hat mich neugierig gemacht.

    Sie selbst ordnete ihn so ein:

    Hallo WirdWerden, Du schreibst das, was mein Mann sagen würde. Genau so würde auch er argumentieren. Mein Anteil- keine Chance- stressiger Alltag- etc.- wer sagt denn überhaupt, dass es ein Problem oder Sucht ist…

    Wie kommt es, dass Du als Co, der unter den Saufeskapaden seiner Ex leidet, hier mehr Verstândnis für den Säufer als für die Co hast? Was hat Dich in ihren Schilderungen "angepikt"?

    Findest Du vielleicht in seinem Trinkverhalten Parallelen zu Deinem erst kürzlich beendeten Trinkverhalten? Oder ist es der Eindruck "wieder eine Frau, die kein Verständnis für die Belastungen ihres Mannes hat?".

    Dies rein als Verständnisfrage, nicht als Vorwurf, und als Anregung, da noch mal genau hinzugucken ...

    PS: in Suchtkliniken wird schon der einmalige Konsum von alkoholfreiem Bier als Rückfall gewertet und entsprechend bearbeitet.

    Denn Akoholiker können sich nicht lange damit begnügen, weil sich das Suchthirn dadurch betrogen fühlt und bald "was Richtiges" verlangt.

    Ganz lieben Dank an alle, die mir geantwortet und sich Gedanken gemacht haben, das war sehr tröstlich!

    Ja, Ihr habt recht, dass war wohl einfach die Suchtstimme in mir, die ihre Chance gewittert hat, weil wohl doch ein paar ungünstige Faktoren bei mir zusammenkamen, ohne dass mir das so bewusst war.

    Ich habe daraus für mich gelernt: "Immer, wenn Du denkst, sie nervt nicht mehr, kommt von irgendwo die Suchtstimme her ...".

    Aber im Ernst, was war da los?

    - Tabletten mal wieder zu selten genommen, weil ich noch nie gut Tabletten schlucken konnte

    - OP, die zwar gut, aber nicht komplikationslos verlaufen ist und mich viel mehr geschlaucht hat, als ich erwartet hatte

    - Durfte mich danach eine Weile nicht körper lich anstrengen, dementsprechend viel ist in Haus und Garten liegen geblieben. Als ich dann gestern eine an sich total nervige Aufgabe im Haushalt in Angriff genommen hatte, (trotz aller guten Vorsätze am Sonntag, weil ich bald wieder arbeiten muss), gings mir hinterher besser, weil ich mich dabei so richtig auspowern konnte. Das hat mir wohl gefehlt, nicht nur der Haken auf der Liste ...das hab ich heute draußen fortgesetzt, da war dann auch kein Heißhunger da.

    - Am Fußball hats nicht gelegen, eher schon an den Koch- und Reisesendungen, die ich im größtenteils verregneten Urlaub öfter mal geguckt habe: Da wird im TV gern mal ein "gepflegtes" Glas Wein ( was, nur so eine kleine Pfütze?!)ausgeschenkt, und da wurde mir mal wieder schmerzlich bewusst, dass ich mir das "versaut" habe, dass so ein "harmloses Vergnügen" für mich nicht mehr geht, weil es bei mir eben nicht bei der "Pfütze" bleiben würde.

    Jetzt geht es mir besser, da ich zum einen angenehm ausgepowert bin und zum anderen vieles durchdenken konnte, was ich erst nicht fassen konnte. Danke Euch!

    Ach ja, neulich, als ich so unleidlich reagiert habe, als ein paar COs das Forum in einen Live-Chat inkl. Ablästern über ihre trinkenden Partner zu verwandeln schienen, da hatte ich gerade eine OP hinter mir, die am Ende wohl wegen des jahrzehntelangen exzessiven Alkoholkonsums nötig geworden ist.

    Die lange Narbe sah ich als "Strafe", aber auch als lebenslange Warnung an. Hat ja lange gehalten ...Dabei habe ich mich so gefreut, dass der Befund gutartig war, undmich mit einem Einkausbummel belohnt. Das hat endlich mal wieder Spaß gemacht, weil die Auswahl nach dem abstinenzbedingten Gewichtsverlust viel größer und interessanter geworden ist.

    Mir ging es also eigentlich gut...

    Danke, Hartmut, für Deine Antwort.

    Ich hatte mir ja lange genug Zeit gelassen, um mir schließlich im letzten Jahr endlich einzugestehen, dass ich längst süchtig und in der Abwärtsspirale gefangen war.

    Und ich war mir auch immer dessen bewusst, dass das Suchtgedächtnis jederzeit unerwartet um die Ecke kommen kann, bin nicht leichtsinnig oder übermütig geworden.

    Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich im Urlaub zwar den Job schnell hinter mir lassen, aber trotzdem nicht gut entspannen kann. Zu Hause ist ja so viel liegen geblieben- wenn nicht jetzt, wann dann ...Mir gehtces ummer besser, wenn ich was auf meiner To-Do-Liste streichen kann, traurig eigentlich.

    Hallo zusammen,

    eigentlich wäre heute Jubeln angesagt: Bin heute immerhin schon ein halbes Jahr nüchtern.

    Leider fühle ich mich seit ein paar Tagen gar nicht mehr gut damit, habe plötzlich Verzichts- und "Vielleicht geht ja doch noch irgendwann mal ein bisschen was"- Gedanken (denke dabei interessanterweise an Wein, obwohl ich den die letzten Jahre kaum noch und nicht mal mehr gern getrunken habe).

    Noch vor anderthalb Wochen hatte ich in meiner Gruppe vor Ort erzählt, dass mir bei gelegentlichen abendlichen Gedanken an Alk dann seit einiger Zeit immer einfällt, dass ich nichts verpasse, habe ja in den vergangenen drei Jahrzehnten wahrlich mehr als genug von allem gehabt....und jetzt das😪

    Zwecks Suchtverlagerung scheine ich jetzt rund um die Uhr zu futtern, besonders Süßes.

    Ich habe vermutet, dass es daran liegt, dass ich mal wieder mein Antideoressivum zu unregelmäßig genommen habe. In meiner Gruppe vor Ort wurde vermutet, dass es daran liegt, dass ich gerade Urlaub habe (1,5 Wochen, zu Hause).Allerdings habe ich in Urlaubszeiten nicht mehr oder anders getrunken als sonst, daher verstehe ich es nicht so ganz.

    Ehrlich gesagt macht es mir Angst. Die ersten 5,5 Monate waren so einfach und klar, und jetzt fühle ich mich so zurückgeworfen und unsicher ...