… also, eine Hintertür möchte ich mir nicht offenhalten. Ergäbe letztlich auch keinen Sinn, denn fürs Saufen brauche ich mich nicht im 0,00‰-Forum zu tummeln, dann cutte ich halt und alles wird wieder schön bunt oder vielmehr blau.
Ich sehe ein, dass es etwas ungünstig zu vermitteln ist, welche vermeintlich positiven Effekte der Alkohol für mich hatte. Außerdem bin ich neu und versuche gerade, mich zu orientieren und da bin ich für das hiesige Erfahrungswissen sehr dankbar. Trotzdem erachte ich eine kurze Selbstanalyse für zumindest nicht schädlich oder gar verkehrt; aber natürlich jeder so, wie er meint.
Alkohol hat immer sehr viel Druck von mir genommen. Offensichtlich kann ich mit Druck nicht adäquat umgehen. Aber was auch immer es ist, weiter gegen die Sucht zu kämpfen und insofern die Krankheit zu stoppen, lohnt sich uneingeschränkt; was schon immer klar war, nur einfach nicht umgesetzt wurde. Letztlich bin nicht der Einzige auf der Welt, der über den Rausch versucht hat, eine innere Leere und/oder einen Interessenmangel auszugleichen.
Ich will mich aber nicht beschleunigen, was ich bereits erwähnt hatte. Auch wenn heute ein Tag war, an dem ich meinen Notfallkoffer in Form von Jalapeno aus dem Glas (also scharf essen) öffnen musste und daher weiß, dass es eigentlich schnell gehen muss, will ich auch Kraft aus der Ruhe schöpfen. Und das hat nichts mit Verdrängen, Verschieben oder Verleugnen zu tun. Soweit, so mittelmäßig.
Kleiner Side Fact am Rande (putziges Wortspiel): Als Selbstzahler muss ich bei der von mir bevorzugten Klinik 10% der Behandlungskosten im Voraus zahlen (habe mich den Modalitäten erkundigt). Läuft mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Kleinkredit hinaus, von dem man keine Ahnung hat, ob es gut investiertes Geld ist. Das hemmt mich zwar, soll aber keine Rechtfertigung oder Entschuldigung darstellen. Nur sind ca. 7,5 K auch nicht mal eben so aus der Hüfte geschwitzt.
Nicht, dass ich mich angegriffen gefühlt habe, aber dieses "Zitat eingefügt" und du hast was geschrieben, was unbedingt kritisch kommentiert werden muss, aber ggf. aus dem Kontext genommen wurde, war zunächst etwas irritierend. Ist halt Austausch und man muss sich auch an sperrige Meinungen gewöhnen; jeder nur für sich.
Natürlich soll man bei 15 -20 Jahre der Abstinenz (und selbstverständlich auch darüber hinaus) Stolz auf das Erreichte sein. Aber es gibt eben Menschen, die noch nicht so weit sind und jeder stand irgendwann mal am Anfang.
So, und jetzt jetzt nicht lang schnacken, sondern Kopp in Nacken. Es muss weiter getrunken werden (das ist ein Spaß). LG