Beiträge von *Rina*

    Vielen Dank für Euren Input,

    ich fühle mich wieder gut und gefestigt.
    @ Thalia: Meine fiesen Gedanken sind eigentlich immer dieselben. War doch alles gar nicht so schlimm, hat doch immer soviel Spaß gemacht, die anderen trinken doch auch…….. Neu waren die erschreckend starken Gefühle im Halbschlaf. Das war sehr verstörend.
    Ob ich zur Party gehe, entscheide ich am Sonntag. Heute Morgen wäre ich nicht gegangen, jetzt schon. Das ist für mich wackelig.
    Das ich nicht trinke, steht für mich außer Frage. Da bin ich völlig klar aufgestellt. Ich habe mich auch heute Nacht nicht gefährdet gefühlt.
    Wo mir die Klarheit fehlt. Ich hatte mich total auf die Berliner Ballen am Neujahrstag gefreut. Die heißen bei uns Beschwipste und sind entweder mit Eierlikör oder mit Baileys gefüllt. Im nächsten Moment fällt mir dann ein, dass die Dinger ja gestrichen sind. Mein erster Neujahrstag im nüchternen Leben. Nächstes Jahr bin ich hoffentlich weiter und freue mich erst gar nicht auf die Fettbomben.
    Mein ganzes Erwachsenenleben ist so mit Alkohol verknüpft, dass ich ganz viel neu zu lernen habe. Neue Daten auf die Festplatte!

    Hartmut : Ja, Danke! Das war ein schöner Weckruf! :rolleyes:

    Liebe Grüße

    Rina

    Guten Morgen Zusammen,

    Heute Nacht hatte ich zum ersten Mal Saufdruck und anschließend fiese Gedanken. Mist, ich dachte ich hätte die heiße Phase längst hinter mir gelassen. Pustekuchen.

    So langsam löst sich mein Gefühl der Verunsicherung und Ängstlichkeit um in Wachsamkeit. Ich werde das gut beobachten, bei dem kleinsten Gefühl von Unsicherheit klemme ich mir die Sylvester Party.
    Liebe Grüße

    Rina

    Liebe Evelin,

    ich kann Deine Situation gut nachempfinden, taper ich doch teilweise auch sehr unbeholfen durch mein trockenes neues Leben.

    Es fällt ja auch keine trockene Alkoholikerin vom Himmel. Deswegen heißt es ja Trockenarbeit. Also nachdenken, was geht besser und wie kann ich das erreichen. Nachdem ich meine Weinflaschen aus dem Keller entfernt habe , fühle ich mich tatsächlich ein bisschen besser. So als wäre ich wieder ein kleines Stückchen weiter gekommen.
    Fröhliches Restweihnachten

    Rina

    Guten Morgen Carl Friedrich,

    Bei mir war es umgekehrt, mit der Qualmerei aufzuhören, hat mir alles abverlangt. Ich bezeichne mich auch nur als Exraucherin. Nichtraucherin kann ich nicht mehr werden.
    Mit der Sauferei aufzuhören, als ich mich entschlossen hatte, war dagegen ein Spaziergang (für mich). Mich hat die ganze Trinkerei nur noch abgenervt und ich freue mich jeden Tag über meinen Entschluss. Das soll aber nicht heißen, dass ich nachlässig oder unaufmerksam sein darf. Es lauern jede Menge Stolpersteine auf meinem Weg. Also schön vorsichtig sein und ich bin dankbar für jeden nicht versoffenen Tag.
    Liebe Grüße

    Rina

    In die Zukunft kann ja niemand blicken, daher sollte man auch nichts für die Zukunft versprechen.
    Aber hier im Jetzt, in diesem Moment, weiß ich ja genau was ich glaube, denke und fühle. Hier kann ich ja bewusste Entscheidungen treffen.
    Wenn ich in mich hinein horche und nach Rauchen frage, kommt ein ganz klares ‚Boah, auf keinen Fall möchte ich jemals nochmal rauchen. Nie wieder!‘
    Ich rauche seit 12 Jahren nicht mehr. Meine Überzeugung ist gereift, ich habe Lebenskrisen gemeistert und bin gestärkt als Exraucherin daraus hervorgegangen.

    Frage ich mein Innerstes nach Alkohol, freue ich mich sehr 9 Monate geschafft zu haben und ich bin stolz darauf. Ich hätte ja nie gedacht, dass abstinent zu leben so ein Gewinn ist. Aber ansonsten stehe ich da noch sehr auf wackligen Beinen und bin unsicher, keine Überzeugung, keine Klarheit, alles ein bisschen schwammig.
    Mein Ziel ist es, punkto Alkohol genauso klar aufgestellt zu sein, wie beim Rauchen. Und ich hoffe doch dass ich mit der Zeit mehr dahin komme.

    Hallo Thalia, hallo Hartmut,

    vielen Dank für Eure Erklärungen.

    Die Armeslänge ist für mich wirklich schwervorstellbar. Der Abstand ist so kurz. Nach neun Monaten hätte ich von mir gesagt, ich bin 10 Meter vom nächsten Glas entfernt, obwohl ich nicht gefestigt bin, sondern Anfängerin. Ich dachte Ihr alten Hasen wäret 1 Kilometer vom nächsten Glas entfernt. Wahrscheinlich schärft der kurze Abstand die Sinne und lässt Euch wachsamer sein.
    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Cadda,

    Vielen Dank fürs Mitdenken. Ja, es wissen alle Bescheid und alle haben sich ‚abgefunden‘. Ich bin sehr gespannt, wie es mir so gefällt. Falls ich mich wider Erwarten unsicher fühle, bleibe ich zu Hause und rocke meine Wohnung.8)

    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Maeron, super gemacht!
    Ich glaube manchmal, wir sind die einzigen, die darauf achten wer was trinkt. Ich bin dieses Jahr zu einem Vereinstreffen gefahren und habe mir im Vorfeld so viele Gedanken gemacht, wie ich erkläre, dass ich keinen Alkohol trinke. Alles Kopfkino, von 15 Leuten haben vielleicht 5 ein bisschen Alkohol getrunken, die anderen alle nicht. Ich denke das liegt daran, dass ich mich früher immer an Menschen mit einem Alkglas in der Hand orientiert habe. Jetzt umgekehrt, wer hat ein Wasserglas in der Hand?
    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Elli,

    Ich möchte tanzen!
    Seit 9 Monaten bin ich dann so gut wie nie weggegangen, war auf keinen Weihnachtsmarkt, habe mich nicht mit Freundinnen getroffen, mit denen ich früher Wein oder Sekt getrunken habe. Ich habe eigentlich mein ganzes Leben umgekrempelt und das war alles gut und richtig. Aber jetzt ist es an der Zeit mal raus zu gehen. Wenn es mir gar keinen Spaß macht, mache ich nächstes Jahr was anderes.
    Mein Hund ist ein Jagdhundmix, ziemlich schussfest. Der verputzt die Reste vom Katzenfutter und darf aufs Sofa.
    Was machst Du denn über die Feiertage?
    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Zusammen,

    Heute habe ich die letzte Weinflasche vor Weihnachten geschenkt bekommenen und innerhalb einer Stunde weiterverschenkt. Ich bin damit zufrieden. Kein Wein ist in meinem Keller gelandet. Ablehnen wäre natürlich noch besser, das ist dann die Kür. Dafür brauche ich noch mehr trockenes Selbstbewusstsein. Ich hoffe, das kommt mit der Zeit.

    Was macht Ihr denn so über die Feiertage?
    Ich besuche an einem Weihnachtstag meine Eltern, die restlichen Feiertage werde ich mit meinem Freund vergammeln. :thumbup: Ich liebe die Tage zwischen den Jahren. Ich finde diese Zeit hat so ihren ganz eigenen Zauber. Das Letzte in diesenm Jahr noch erledigen, Pläne schieden für das nächste Jahr.
    Sylvester wird dann anstrengend. Wir haben uns entschieden doch auf eine Party zu gehen. Anstrengend weil wir schlecht vor 12.00 gehen können und wir dann abwarten müssen, bis die Knallerei sich gelegt hat, weil mein Hund mit dabei ist.
    Seit ich keinen Alkohol mehr trinke, vertrage ich extrem schlecht Zigarettenqualm…… also Kopfschmerzen sind mir sicher.
    Aber Zuhause abzuhängen, finde ich schon zu öde. Das ist dann meine erste komplett nüchterne Sylvesterparty seit mindestens 35 Jahren.:/ Ich werde berichten.

    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Maeron,

    Ich finde Du machst es Dir unnötig schwer, wenn Du Deiner Suchtstimme so einen großen Raum gibst. Ich konnte auch immer scheinbar kontrolliert trinken. Spaß gemacht hat mir aber nur das unkontrollierte Abschiessen. Tatsächlich war ich der festen Überzeugung, dass ich selbst bei einem Filmriss mich immer instinktiv richtig verhalte und immer ohne Stürze nach Hause komme. Ganz schön vermessen und blöd, einfach Glück gehabt. Auch wenn ich 100 Prozenzig kontrolliert trinken könnte, möchte ich keinen einzigen Schluck mehr trinken. Der Lebensabschnitt ist vorbei und jetzt jetzt freue ich mich über mein nüchternes Leben.
    Warum hast Du denn auf Partys doch immer wieder Schnaps getrunken….. die Konsequenz war doch klar.
    Liebe Grüße

    Rina

    Guten Morgen Zusammen,

    Ich denke auch, dass mit der Zeit viele Routinen entstehen und ein klares Nein einfacher wird. Als ich aufgehört habe zu rauchen war das ganz anders. Jeder weiß rauchen ist ungesund, aufzuhören wird durch die Bank positiv aufgenommen.
    Jetzt werde ich mitleidig angeguckt ‚Na, dann hast Du aber vorher übertrieben…‘ Jeder überprüft das eigene Trinkverhalten und stellt fest ‚Nö, bei mir ist alles in Ordnung‘

    Ich bin letztens gefragt worden, ob ich schwanger sei. Geht‘s noch? Ich bin 55. Ich habe mich dann für das Kompliment bedankt. :D. Die nächste Frage kam nach einer MPU und danach, ob ich noch Auto fahren müsste. Das sind drei anerkannte Gründe nicht zu saufen. Schwanger, MPU, Auto fahren. :shock:
    Akzeptanz erfahre ich nur von Menschen, die eh so gut wie nix trinken. Im engeren Freundeskreis schleift sich das so langsam ein und ich erfahre Anerkennung.
    Wenn ich zurück denke, war ich genauso, ich fand Leute, die aufgehört haben zu saufen, immer etwas unheimlich. Tja und jetzt gehöre ich selbst zu den Spaßbremsen. Und tatsächlich kommt von Woche zu Woche mehr echte Fröhlichkeit in mein Leben.
    Nicht zu trinken ist für mich kein Verzicht sondern eine Bereicherung in meinem Leben.

    schönen Sonntag und viele Grüße

    Rina

    Hallo Stromer,

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke! Da kommt eine schwere Zeit auf Dich zu. Haustiere sind ja Familienmitglieder.
    Da fehlt die Fellnase an allen Ecken und Kanten. Ich habe einen Hund über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
    Er begleitet mich immer noch in Gedanken.
    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Elli,

    Ja! Das stimmt! Besser erst gar nicht annehmen.

    Der Wein wird von meinen Kunden in der Adventszeit verschenkt. Ich habe mir überlegt, es Situations oder Tagesform abhängig zu handhaben. Mal sehen, wie gut es mir gelingt, nein zu sagen. Ich bin zufrieden mit mir, wenn ich nicht anfange zu sammeln…..

    Liebe Grüße

    Rina

    Huhu, ich habe ja einen frisch leer geräumten Keller. 8) Zwei Weinfaschen und Schnapspralinen. Im Nachhinein frage ich mich, warum das so lange noch rumgelegen hat. ????
    Ich habe mir jetzt ein System für Alk Geschenke überlegt. Gar nicht erst einlagern, sondern im Auto lassen und direkt weiter verschenken.
    Liebe Grüße

    Rina