Hallo Meks,
Was ich jetzt sage, ist durchaus Vorsicht zu genießen. 
Was den Alkohol, als Solosuchterkrankung betrifft, war es bei mir "nicht so schlimm". Ich habe nicht jegliche Kontrolle verloren, habe nie früh getrunken, war wenn, auch "nur" leicht körperlich abhängig usw.
Mit diesem "trinken müssen" konnte ich früher nicht viel anfangen. Ich habe Abends schon gerne getrunken und mich darauf gefreut.
Mittlerweile, sehe ich aber auch dies anders.
Irgendwie war das schon doof, jeden Tag Punkt 21 Uhr "Alkzeit". Täglicher Konsum ist bei mir schon länger her.
Diese Formel mit Alk war alles schlechter, stimmt bei mir nicht so ganz. Da würde ich mich auch selbst belügen. Selbst in der psychischen Abhängigkeit (die bei mir schnell kam) habe ich mich wohl gefühlt. Trotz Krankheit Spaß dabei.
Bei mir war keineswegs vieles schlechter, als ich regelmäßig getrunken habe. Das brachte sogar eine gewisse Stabilität. Ich war zum teil kreativer, mutiger, motivierter usw. Bei mir war das überwiegend Medizin und ja, irgendwann werden die Mengen und Nebenwirkungen einfach zu groß.
Mir würde es vermutlich deutlich leichter fallen, wenn ich die positiven Aspekte ausblenden könnte.
Was die andere Sucht betrifft (natürlich auch Gabakram) - da war es bei mir viel schlimmer, als bei anderen und ich habe aktuell immer noch erhebliche Probleme mit dem post-akuten Entzugssyndrom.
Ich wünsche Dir auch gute Genesung und hoffe das sich alles weiter gut entwickelt.