Hallo. Ich wollte mich mal wieder melden und berichten, wie es mir ergeht, nachdem ich meinen Mann, der Alkoholiker ist, vor mehr als einem halben Jahr vor die Tür gebeten habe. Wie die Zeit rennt... ich habe so viel Kraft aus euren Beiträgen gezogen und habe, nicht zuletzt auch dank eurer Unterstützung, ein neues Leben gestartet,ohne CO-Abhängigkeit. Ich bin alleinerziehend und obwohl ich vorher davor einen solchen Respekt hatte, funktioniert es echt gut. Die Kinder haben soweit ich mich erinnere genau einmal nach dem Papa geweint der jetzt nicht mehr bei uns wohnt, und seither haben wir ein glückliches Zuhause. Ohne diese innere Unruhe, ohne Unberechenbarkeiten. Ein verlässliches Zuhause,in dem wir uns wohl fühlen. Es gibt weniger Gemecker und mehr Ruhe.
Mein Ex hat sich tatsächlich ein paar Wochen nach dem tiefen Fall berappelt und begonnen,sich selbst zu helfen. Er ist trocken und in regelmäßigen Abständen sieht er seine Kinder. Es ist, wie es alle gesagt haben, und was doch so viel Mit erfordert hat: um die Sucht zu bekämpfen,müssen viele erst tief fallen. Und mit dem ständigen Zu-meinem-Mann-halten hatte ich jahrelang nicht ihn unterstützt, sondern seine Sucht unterstützt.
Dass ich immer wieder zurück ins alte Denken falle und mich meinem Ex gegenüber verantwortlich fühle ,wie einem weiteren Kind gegenüber, versuche ich auch noch mir "abzutrainieren".
Im Umgang miteinander sind wir auch noch nicht gut, die Kommunikation läuft auf einem Minimum, aber irgendwie müssen wir ja kommunizieren, wegen der Kinder.
Ich hoffe,das pendelt sich auch noch irgendwann ein und man kann irgendwie wieder erwachsen miteinander umgehen ,auch wenn man nicht mehr zusammen ist.
Sowei erstmal. ![]()
Sonnige Grüße, Frau